Ladakh und Indien

Reisezeit: September / Oktober 2014  |  von Irene Lehmann

Rückreise

Rückreise

Am Sonntagabend sind wir nach einer fast 30-stündigen Rückreise in Frankfurt gelandet. Und dann macht uns ausgerechnet die Deutsche Bundesbahn einen Strich durch die Rechnung und streikt. Wir hatten davon schon in Indien erfahren, bei einem lichten Moment, wo das Internet mal wieder für 5 Min. on war. Daraufhin schickte ich meinem Mann eine Mail, ob es für ihn möglich wäre, uns aus Frankfurt abzuholen. Aber danach war Funkstille, das Internet funktionierte natürlich unterwegs nicht.

Denn auf unserem Weg nach Delhi zum Flughafen von unserer letzten Station in Pushkar, mussten wir immerhin 9 Stunden durch Indien fahren. Und was das für eine Fahrt war. Los ging es um ca. 14.00 Uhr. Für diese letzte Fahrt hatten wir wieder unseren Privatfahrer Santhos mit Bus von der Agentur "India by car und driver" angeheuert. Schließlich ging es darum, 9 Std. Fahrt runterzuspulen. Zug und Bus von Pushkar nach Dehli war nicht möglich. Es gab keinen Zug von dieser Station und öffentliche Busreisen in Indien wurden einstimmig von unserer kleinen Gemeinschaft abgelehnt zwecks Unbehagen.

Unser Fahrer wartete geduldig vor unserer Unterkunft, dem Hotel Seventh Heaven in Pushkar. Am Anfang ging die Fahrt ruhig von statten. Keine größeren Staus, keine Hindernisse. Ab und zu ein paar Kühe auf der Autobahn, die aber nach einer größeren Hupattacke unseres Fahrers gemächlich die Fahrbahn räumten. Ausserdem war es hell und es gab Interessantes auf der Strecke zu sehen.

Als es langsam dämmerte wuchs die Ungeduld, endlich anzukommen. Es war 18.00 Uhr und wir hatten noch fast fünf Stunden Fahrt vor uns. Kleine Anmerkung: Die gesamte Strecke von Pushkar nach Dehli betrug 400 km, bei uns würde diese Fahrt nicht länger als 4/5 Std. dauern.

So langsam näherten wir uns dann doch alsbald Delhi. Wir merkten es am Verkehr. Wir fuhren ja eine sogenannte Autobahn, sogar mit sogenannten Mautstellen, an denen unser Fahrer sogar bezahlen musste. Ich frage mich allerdings, für was. Die "Autobahn" bestand eigentlich eher aus Dirtroads, d.h. Autobahn under Construction. Es wurde gebaut und die Fahrbahnen wechselten ständig hin und her. Wir als Unwissende wussten manchmal nicht, wo denn die Straße weiterging. Und der Verkehr wurde immer dichter. LKW an LKW reihte sich manchmal dreispurig, manchmal vierspurig. Unser Fahrer suchte sich immer Lücken, durch die er hindurchfuhr. LKWs die uns im Weg standen wurden weggehupt oder weggeblinkt, solange bis Platz gemacht wurde. Nicole sagte passend: Ihr kam es vor, wie ein Computerspiel, wo immer "wegda" geschrien wurde.

Aber zwischendurch standen wir auch und unser Fahrer wurde zusehends nervöser. Schließlich hatten wir ja einen Flug zu erreichen. Es musste dann wohl doch ein Unfall passiert sein, als wir einmal sehr lange standen. Wir passierten auch den Unfallort und sahen einen PKW, der zusammengequetscht war wie ein Bleckpaket. Schrecklich. Er stand am Straßenrand, ob noch Leute drin waren, konnten wir nicht sehen, da nichts abgesperrt war und nur ein einzelnes Polizeiauto davorstand. Das wars dann. Am besten nix überlegen und weiter durch.

Schließlich erreichten wir den Flughafen um 1.00 Uhr nachts. Gottseidank. Unsere Nerven lagen schon blank, zumal uns auch der Smog zu schaffen machte. Dehli besteht eigentlich nur aus Smog und das Atmen fällt schwer. So jetzt einchecken. Unser Flug ging um 4.45 Uhr. Umsteigen in Dohar. Weiter gings. Zwischendurch in den gequetschten Sitzreihen versuchen zu schlafen, was leidlich möglich war.

Um 13.30 Uhr deutscher Zeit erreichten wir Frankfurt. Gottseidank war mein allerliebster Mann am Flughafen und hat uns alle nacheinander nach Hause gebracht. Wir waren dann letztendlich um 20.00 Uhr abends zu Hause und so ziemlich am Ende aber endlich glücklich zu Hause.

Unser Bus mit Fahrer Santhos von Pushkar nach Delhi

Unser Bus mit Fahrer Santhos von Pushkar nach Delhi

Maustelle an der Autobahn nach Delhi

Maustelle an der Autobahn nach Delhi

© Irene Lehmann, 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
4-wöchige Reise durch Ladakh und Rajasthan
Details:
Aufbruch: 20.09.2014
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 18.10.2014
Reiseziele: Indien
Der Autor
 
Irene Lehmann berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.
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