Wandern im Thüringer Wald

Reisezeit: Oktober 2014  |  von Uta Weißel

Rund um die Waldbaude

Freitag

Der letzte Wanderurlaubstag bricht an.
Heute nehmen wir uns die Umgebung vor.
Nicht weit von der Unterkunft entfernt beginnt ein Rundwanderweg, den sich unsere Gastgeber ausgedacht haben.
Zuerst kommen wir an einem Kinderhospiz vorbei. Dieses Haus bzw. die gesamte Anlage wurde u.a. mit Spendengeldern von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens erbaut.
Danach treffen wir auf die dickste Fichte im Thüringer Wald mit 5 Metern Stammesumfang:

Die dickste Fichte im Thüringer Wald

Die dickste Fichte im Thüringer Wald

Unser Weg geht weiter Richtung "Felsentor", dabei ergeben sich einige schöne Momente:

grün-klares Wasser

grün-klares Wasser

Da ist ja das Felsentor

Da ist ja das Felsentor

Dahinter geht es weiter

Dahinter geht es weiter

Kleine Talsperre bei Tambach-Dietharz

Kleine Talsperre bei Tambach-Dietharz

Rückansicht der Staumauer

Rückansicht der Staumauer

Uta in ihrem Element - Pilze suchen

Uta in ihrem Element - Pilze suchen

Nach der kleinen alten Talsperre kommen wir wieder durch ein kleines Waldstück.
Jetzt gibt es kein Halten mehr, vielleicht finde ich doch noch ein paar essbare Pilze.
Während ich querwaldein laufe, bleibt Gerald auf dem Weg. Habe ihn immer im Blick, damit ich nicht zu weit abdrifte.
Und ja, endlich wird meine "Pilzesuchleidenschaft" belohnt. Es finden sich Butterpilze und Co.
Leider wieder kein Steinpilz dabei. Solch einen will ich schon den ganzen Urlaub lang hier finden. Immer totale Flaute trotz der vielen Buchenwälder.
Dann kommt eine große Lichtung in Sicht und Gerald sucht sich darauf eine Bank unter einer großen Birke und wartet auf mich, während ich weiter den Wald absuche.
Mit einiger Beute komme ich gut gelaunt auf ihn zu und stolpere neben der Bank fast über einen Pilz:
EINEN STEINPILZ.
Da hat sich Gerald die richtige Bank ausgesucht. Dort wäre ich sonst nie vorbei gegangen.
Und alle Pilzsammler werden mich verstehen:
Was für ein krönender Abschluss der Sucherei!

DER STEINPILZ

DER STEINPILZ

Glücklich wandern wir Richtung Ferienwohnung.
Unterwegs passieren wir noch eine Höhle am Ortsrand...

eigentlich eine Kletterfelsenhöhle

eigentlich eine Kletterfelsenhöhle

Über Baumstämme kann man auch klettern

Über Baumstämme kann man auch klettern

In unserer kleinen Küche stellt sich beim Pilze putzen heraus, dasss mein Prachstück von Steinpilz zur Hälfte schon Bewohner hat.
Macht nichts.
Schön sieht er trotzdem aus.

In der Waldbaude gibt es ein gemütliches Kaminzimmer für alle Bewohner des Hauses.
Da es unser letzer Abend hier ist, wollen wir den selben gemütlich bei einem Gläschen Wein am Kamin verbringen.
Nach einer Weile sind alle Hausbewohner (insgesamt 6 Leute) an einem Tisch versammelt und es wird ein sehr lustiger Abend bis spät in die Nacht hinein.
Nochmals herzlichen Dank an Familie Petri/Weisheit für die supertolle Gastfreundschaft und das Wohlfühlambiente in der Waldbaude.

Tschüssi Thüringer Wald.....

Tschüssi Thüringer Wald.....

© Uta Weißel, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Was fängt man mit einer Woche Urlaub Anfang Oktober an? Ans Mittelmeer fliegen? - wie ursprünglich geplant wegen der "Wettersicherheit" - oder doch mal die kurzfristige heimische Wetterprognose abwarten und in Deutschland bleiben und dem Bewegungsdrang nachgeben? Wir entscheiden uns für Deutschland fast um die Ecke von Berlin - den Thüringer Wald. Das heißt konkret für uns: unbekannte Wanderwege erforschen.
Details:
Aufbruch: 04.10.2014
Dauer: 8 Tage
Heimkehr: 11.10.2014
Reiseziele: Deutschland
Der Autor
 
Uta Weißel berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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