Minitrip Malaysia 02/2016

Reisezeit: Februar 2016  |  von Uta Kühne

13.02. Georgetown / Penang

Der heutige Tag führte uns zu zwei Highlights in der unmittelbaren Umgebung von Georgetown: den Penang Hill und den Kek Lok Si Tempel. Unsere Recherche hat ergeben, dass wir mit dem Rapid Penang Lane 204 fahren mussten. Also liefen wir erst mal zum Busbahnhof Komtar und suchten unsere Linie. Bei der Gelegenheit stellten wir fest, dass wir auch von unserer Nachbarstraße Lebuh Chulia hätten fahren können. Okay, dann steigen wir da halt auf dem Rückweg aus und sparen uns den ganzen Weg vom Komtar!

Komtar-Busbahnhof....an der Lane 2

Komtar-Busbahnhof....an der Lane 2

Die Busse fahren hier relativ häufig und wir mussten nicht allzu lange warten. Die Fahrt dauerte ca. 1 Stunde (2 RM p.P.) und wir kamen direkt an der Railway-Station des Penang Hill an. Sicher kann man die gut 5 km nach oben auch laufen – das schien für uns bei diesen Temperaturen jedoch an Selbstmord zu grenzen und dieser Gedanke kam nicht ernsthaft auch nur eine Sekunde auf. Also zahlten wir die 30 RM p.P. für die Fahrt nach oben und hatten Glück, dass es (noch?) nicht so voll war. Die Fahrt dauerte ca. 5 Min…….vielleicht auch länger. Der Zug war mit allen Wartenden vollgeproppt und wir waren mehr damit beschäftigt, mit dem permanenten schwitzigen Körperkontakt zurecht zu kommen als das wir auf die Zeit geachtet hätten.

Die Bahn auf den Penang Hill

Die Bahn auf den Penang Hill

Oben angelangt findet man einen Aussichtturm, ein Restaurant, Spielgelegenheiten für die Kinder, kleine Shops, ein Owl Museum (welches wir uns selbstverständlich erspart haben), eine kleine Moschee, ein Hindu-Tempel und viele laute Menschen.

Georgetown von oben....

Georgetown von oben....

Wir machten unsere obligatorischen Fotos und versuchten anschließend der Unruhe zu entgehen, indem wir uns auf die Suche nach dem Canopy Walk machten, den es lt. Reiseführer (der allerdings schon ein paar Jahre alt ist) und diversen Berichten im Internet geben sollte: 200 m in 30 m Höhe auf einer Hängebrücke zwischen den Bäumen laufen! Wir kannten das und es sollte unser persönliches Highlight auf Penang werden. Wo – verdammte Axt – war dieser Canopy Walk?????? Nach einigem Suchen, nachlesen und fragen (was ohne Ergebnis blieb) entschieden wir enttäuscht, dass es diesen scheinbar nicht mehr gab. Alles war wunderbar ausgeschildert und auch in dem Prospekt und auf der Karte beschrieben, nur der Canopy Walk nicht?? Nun gut, schweren Herzens gingen wir dann zu einem kleinen Wanderweg (ca. 2 km) „The Habitat“. Dort zahlten wir noch mal 20 RM p.P. und liefen los.
(übrigens ist ein neuer Canopy-Walk in der Zukunft geplant - allerdings befestigt, ähnlich wie auf Langkawi, schätzen wir - aber das hilft uns jetzt natürlich nicht sonderlich )

Welch eine Erholung!! Der Weg schien ganz neu angelegt zu sein. Sehr hübsch und liebevoll gestaltet und es war absolut still dort – mit Ausnahme der Dschungelgeräusche, die wiederum erstaunlich laut sein können. Doch diese Art von „Lärm“ ist einfach nur schön. Wir genossen die Ruhe, die Geräusche, den Schatten und liefen entspannt vor uns hin. Unterwegs „fanden“ wir lustige Hänge-Zelte zur Erholung.

...The Habitat...

...The Habitat...

Ist bequemer als es aussieht....

Ist bequemer als es aussieht....

Auf einem an einem Hang gelegenen Aussichtspunkt fanden wir eine Schaukel, auf der wir uns niederließen und ein kleines Päuschen machten. Herrlich! Die Aussicht – bisschen schaukeln….

Schaukel mit toller Aussicht...

Schaukel mit toller Aussicht...

Auf dem Rückweg - noch mal Blick auf Goergetown

Auf dem Rückweg - noch mal Blick auf Goergetown

Nach Abschluss des Weges fuhren wir unmittelbar wieder runter, denn wir hatten ja noch einen Programmpunkt am heutigen Tag: den Kek Lok Si Tempel, der sich gar nicht weit entfernt am Berghang befindet. Theoretisch könnte man auch diesen Weg laufen, aber nicht bei größter Hitze auf der Straße mit Rush Hour. Der Bus Lane 204 wurde erneut bestiegen und wir fuhren für 1,40 RM p.P. die kurze Strecke zum Tempel. Lt. Reiseführer und Internet soll der Aufstieg durch eine schmale Gasse gehen, die von Händlern gesäumt ist, die aufdringlich versuchen ihre Waren zu verkaufen. Wir kannten das ja schon und stellten und auf eine „no, thank you“-Endlosschleife ein. Aber nix da! Die waren entweder im Mittagsmodus oder hatten keine Lust, jedenfalls ließen sie uns in Ruhe. Oben angelangt waren wir erst mal erledigt vom Aufstieg – und auch beeindruckt von der Größe der Tempelanlage! „Wow“ trifft es wohl am besten.

...der Kek Lok Si Tempel - eine wunderschöne Anlage!

...der Kek Lok Si Tempel - eine wunderschöne Anlage!

....Kek Lok Si .... irgendein Innenhof

....Kek Lok Si .... irgendein Innenhof

Eine riesige Anlage! Wir liefen herum, fotografierten dies und das, begutachteten den Hof mit den vielen Buddhastatuen und steuerten dann eine weitere kleine Bahn an, die uns nach ganz oben zu der weithin sichtbaren 30m hohen überdachten Statue bringen sollte (noch mal 6 RM p.P. für Hin- und Rückweg).

....noch mehr Buddhas...

....noch mehr Buddhas...

Die Bahn nach oben....

Die Bahn nach oben....

Die ist in der Tat gigantisch! Riesige liegende Buddhas hatten wir schon gesehen, aber so große stehende noch nicht. Und auch von dort oben gab es wieder einen schönen Ausblick auf Georgetown.

Die 30 m hohe Statue

Die 30 m hohe Statue

Blick von ganz oben auf Georgetown...

Blick von ganz oben auf Georgetown...

Zurück nahmen wir dann den Rapid Lane 203 und stiegen in der Lebuh Chulia aus. In der Zwischezeit hatte es begonnen zu regnen. Da das hier gegen Abend häufiger vorkommt, dabei warm und angenehm bleibt und meist nicht lange dauert, störte es uns nicht weiter und wir suchten im Regen unser Guesthouse auf.

Regen in der Lebuh Chulia

Regen in der Lebuh Chulia

Was das Abendessen angeht, konnten wir uns nicht recht entscheiden und liefen einfach mal los. Die Lebuh Chulia runter, abbiegen in die Jalan Masjid Kapitan Keling und dann sahen wir schon buntes Treiben in der Lebuh Armenien. Eine Fußgängerzone, in der kleine Stände mit diversen Dingen sowie Essen aufgebaut waren, eine Bühne, der Tempel war erleuchtet und viele Menschen waren unterwegs. Dieses Treiben zog uns natürlich an. Beim Durchlaufen der Straße entdeckten wir das „Edelweiß“ mit einer Schweizer Fahne und einem „Paulaner München“ Schild. Funny!! Wir hatten bereits von dem Lokal gelesen, dass von einem Schweizer namens „Urs“ betrieben wird und mit alten Antiquitäten eingerichtet ist, und hier waren wir nun. Tja, das sollte dann wohl so sein und wir planten, unser Abendessen spontan dort einzunehmen. Es gab ein sehr leckeres vegetarisches Curry (von einem nepalesischen Koch, wie wir später erfuhren) und eine German B52 Wurst – die dickste Currywurst, die Ulf je auf dem Teller hatte.

German B52-Wurst (ist tatsächlich größer als sie hier ausschaut) und vegetarisches Curry

German B52-Wurst (ist tatsächlich größer als sie hier ausschaut) und vegetarisches Curry

Der Urs ist auch wirklich sehr nett und erzählte uns, dass es eine besondere Feierlichkeit an dem Abend war, die in Zusammenhang mit dem Chinese New Year steht und alle Tempel offen sind und es Vorführungen usw. gibt! Toll, da sind wir doch gleich mal gegenüber die Gasse reingelaufen und kamen auf einem Innenhof mit einem wunderschönen Tempel an. Dort war eine Bühne für live Musik aufgebaut, es gab eine Vorführung mit einem Chinesischen Drachen und für Uta geschmackneutrale Würfel mit Zuckersirup (es waren Tapioca-Würfel).

Tempel im Innenhof...

Tempel im Innenhof...

Live-Musik (gar nicht mal soooo schlecht)

Live-Musik (gar nicht mal soooo schlecht)

Tempel mit Drachenvorführung

Tempel mit Drachenvorführung

Tapioca-Würfel...

Tapioca-Würfel...

Wir genossen die Vorführungen und wollten gerade weiter als es erneut anfing zu regnen. Da es heftig prasselte, half es ja nichts: wir flüchteten uns ein zweites Mal ins Edelweiß. Da Cocktail-Abend war, konnten wir Urs´ Angebot kaum ausschlagen und es gab Cocktails. Uta bekam ein leckeres unbekanntes Getränk sozusagen „auf Zuruf“ gemixt: was magst du trinken? Lieber süß oder sauer? Welche Art Alkohol? – alles klar, ich mixe dir was! So kann das dann auch gehen – Getränkekarten werden überbewertet. Keine Ahnung wie der hieß, aber er schmeckte.

mmh - lecker Cocktail!

mmh - lecker Cocktail!

Nach den Getränken haben wir uns dann doch auf den Rückweg gemacht – es regnete immer noch – und bereiteten uns gedanklich auf die Abreise vor: morgen geht es dann nach Batu Ferringhi…..an den Strand.

© Uta Kühne, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
10.-11.02. Anreise 11.-14.02. Georgetown / Penang 14.-20.02. Batu Ferringhi / Penang 20.-22.02. Kuala Lumpur
Details:
Aufbruch: 10.02.2016
Dauer: 14 Tage
Heimkehr: 23.02.2016
Reiseziele: Malaysia
Der Autor
 
Uta Kühne berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.