"Es gibt keine Wiederholungen, allenfalls Fortsetzungen."

Reisezeit: November / Dezember 2016  |  von Miri und Thomas S.

Bangkok

Wat Pho

Nachdem wir gestern so spät ins Bett gekommen sind, belohnen wir uns heute mit einer extra Portion Schlaf. Unbeabsichtigt, da wir uns eigentlich schon früh auf den Weg zum Sightseeting machen wollten. Nun denn, ab 12 Uhr sollte reichen. So machen wir uns also erst gegen Mittag auf den Weg zum knapp 3 Km entfernten Tempel, dem Wat Pho (Tempel des liegenden Buddha), wo wir pro Person 100 Baht Eintritt zahlen. Gleich hinter dem Drehkreuz wartet ein Guide, der uns für 300 Baht seine Dienste in einem furchtbar gebrochenen Englisch als Führer anbietet. Dieses schlagen wir aus, weil wir schon seine Offerte kaum verstehen können.

Die Tempelanlage ist weitläufig und prunkvoll. Da es die erste Anlage dieser Art ist, ist der Besuch dieses Tempels umso faszinierender für uns. Schon mehrfach - auch schon bei der Besichtigung anderer historischer Bauwerke - waren wir überwältigt von der Schaffenskraft der Menschheit von vor vielen hundert Jahren...den heutigen Tag zählen wir wieder hinzu.
Natürlich kennen wir den "liegenden Buddha" von diversen Bildern, ihn jedoch in Lebensgröße zu sehen ist überragend. Leider ist der Ansturm riesig. Im Inneren des Tempels geht es laut und hektisch zu, weshalb man kaum einen ruhigen Moment hat, um das Heiligtum auf sich wirken zu lassen.

Für all diejenigen, die es "versäumt" haben, ihre Schultern und die Beine zu bekleiden, gibt es hier die Möglichkeit, sich einen Mantel auszuleihen. Die Schuhe werden ausgezogen, eingetütet und durch den Tempel getragen. Dies gilt gleichermaßen für alle Tempelanlagen (für gewöhnlich werden die Schuhe jedoch draußen stehengelassen).

Khao San Road, die 2.

Auf dem Weg zur Khao San Road haben wir uns für eine andere als die von Mr. Maps vorgeschlagene Strecke entschieden, da wir dachten, dass uns etwas Tolles erwartete, als wir die überfüllten Bürgersteige entdeckten. Die Straße selbst war für Autos komplett gesperrt. Als wir diese Straße begehen wollten, mussten wir an einer Polizeisperrung vorbei, wo eine Personenkontrolle durchgeführt wurde (wir mussten durch einen "Scanner" - ähnlich dem am Flughafen und unsere Ausweise vorzeigen). Ein wenig mulmig wurde uns, da die Polizisten alle mit ordentlich großen Waffen im Anschlag unterwegs waren - aber wir wollten ja was erleben An unzähligen Straßenständen wurden Getränke und Speisen kostenfrei ausgegeben. Diverse Plakate wiesen an den jeweiligen Ständen darauf hin, von wem diese "Gabe" kommt - von mehreren Ministerien und vom Militär.
Als wir einige Schritte später von einem weiteren Menschen in Militäruniform wild gestikulierend aufgefordert wurden, uns hinzusetzen, unsere Sonnenbrillen abzunehmen und Thomas auch seine Kappe abziehen musste, diente das nicht gerade dazu, sich zu entspannen...
Wie sagt man so schön? Es gab viel Lärm um nichts. Nachdem mehrere Fahrzeuge mit getönten Scheiben die Straße im Eiltempo passiert hatten, und die Thailänder diese betend empfingen, durften wir unseren Weg zur Khao San Road fortsetzen.
Was es damit nun auf sich hatte? Wir wissen es leider nicht! Denn mehr, als dass es sich um eine Prozession für den im verganenen Monat verstorbenen König gehandelt habe, haben wir leider nicht erfahren können. Warum, wie oft, immer auf diese Weise??

Komplett gesperrte Straße am Königspalast.

Komplett gesperrte Straße am Königspalast.

Form-Ei gefällig? Diese und weitere "Köstlichkeiten" gibt es in jedem Supermarkt. Unser Tipp: entscheidet euch für das echte Thailand und die Garküchen

Form-Ei gefällig? Diese und weitere "Köstlichkeiten" gibt es in jedem Supermarkt. Unser Tipp: entscheidet euch für das echte Thailand und die Garküchen

Warum eigentlich zum zweiten Mal zur Kho San Road? Nicht etwa, weil wir das Spektakel auch im Hellen erleben wollten, immerhin verliert dann Vieles seinen Reiz (so auch hier), sondern vielmehr, weil ich nach meinen neu erstandenen Shirts fragen wollte, die ich an einer der Garküchen vergessen habe. Ihr könnt es euch vielleicht schon denken: die Tüte war natürlich fort (die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt). Was machen wir in einer solchen Situation? Richtig, wir lassen den Kopf nicht hängen und setzen uns in eine gemütliche Straßenkneipe, um die zahlreichen Touristen beobachten zu können

Alle guten Dinge sind 3...deswegen sollten wir vielleicht zurückkommen. Immernoch haben wir es nicht geschafft, uns ein Tattoo stechen zu lassen und das Museum zu besichtigen...

Alle guten Dinge sind 3...deswegen sollten wir vielleicht zurückkommen. Immernoch haben wir es nicht geschafft, uns ein Tattoo stechen zu lassen und das Museum zu besichtigen...

Der Tag neigt sich dem Ende und wir müssen noch ins Hotel, um unsere Rucksäcke zu holen und danach zum DOB (ggü. des Hua Lamphong), wo wir unsere Karten für die Zugfahrt bis nach Chiang Mai abholen müssen. Da Thomas seinen Longsleeve im Schrank liegengelassen hat (ein guter Freund in klimatisierten Räumen), lohnt sich die Rückkehr zum Hotel gleich doppelt, möchte man meinen. Leider dauert das Ganze länger als gedacht, da der Pulli nicht auffindbar ist und als wir auf der Buchungsbestätigung lesen, dass die Zugtickets spätestens eine Stunde vor Abfahrt abgeholt werden müssen und der Counter samstags um 19 Uhr schließt, ist es bereits 18:43 Uhr und ich der Verzweiflung nahe. Wo ist die Zeit hin? Jetzt aber schnell!! Die Rucksäcke werden über die Schulter geworfen und ab dafür! Wir entscheiden uns für das vermutlich schnellste Fortbewegungsmittel in diesem Moment: das Tuk Tuk. Leider versteht der Fahrer kein englisch und kann mit DOB nichts anfangen, als wir ihm erklären, dass sich das Gebäude ggü. vom Hauptbahnhof befindet. Er setzt uns am Hua Lamphong ab, es ist 18:55 Uhr. Wir rennen quer über die riesengroße Kreuzung am Bahnhof - ohne den Verkehr zu beachten. Als wir am DOB ankommen, ist es 18:58 Uhr und wir überglücklich...nun können wir fast schon gelassen zum Zug schlendern. Erst jetzt beim Rückweg zum Bahnhof, als wir mehrere Minuten zum Passieren der Kreuzung benötigen, über die wir vorhin so kopflos gerannt sind, wird uns bewusst, wie leichtsinnig wir gerade gehandelt haben (sorry, Mama!).

Mit nur 10 Minuten Verspätung geht es um 19:45 Uhr nach Chiang Mai.

Unsere erste Fahrt im Tuk Tuk von der Kho San Road ins Hotel - hier noch voll entspannt.

Unsere erste Fahrt im Tuk Tuk von der Kho San Road ins Hotel - hier noch voll entspannt.

Wenn du dazu neigst, aus dem Bett zu fallen, solltest du lieber unten schlafen - der Platz oben ist sehr begrenzt...aber sehr gemütlich.

Wenn du dazu neigst, aus dem Bett zu fallen, solltest du lieber unten schlafen - der Platz oben ist sehr begrenzt...aber sehr gemütlich.

Durch den Dschungel auf dem Weg in die "Blüte des Nordens"

Durch den Dschungel auf dem Weg in die "Blüte des Nordens"

Was wir bisher vergessen haben...

- Bürste zu Hause
- Kamera zu Hause
- Longsleeve im Hotel
- neue Shirts in einer Garküche
Wir hoffen, dass diese Liste nicht fortgesetzt werden muss...es kann nur besser werden

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Frei nach diesem Motto packen wir unsere Rucksäcke zum zweiten Mal - diesmal als Mr&Mrs, da wir im vergangenen Juli geheiratet haben - und verbringen unseren 3-wöchigen Honeymoon als Backpacker in Thailand :-) ...und euch nehmen wir wieder gerne mit!
Details:
Aufbruch: 17.11.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 06.12.2016
Reiseziele: Thailand
Der Autor
 
Miri und Thomas S. berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.