Frankreich - Vogesen 2016 - Teil IV

Reisezeit: September / Oktober 2016  |  von Uschi Agboka

Reisetagebuch Vogesen
Teil IV - 25. September bis 1. Oktober 2016
Touren durch Elsaß, Lothringen, Champagne, Burgund, Französischer Jura

23. Tag - 25. September 2016

Servance - Rathausplatz

Servance - Rathausplatz

Servance - Rathaus - Schule

Servance - Rathaus - Schule

Servance. Wir wollen das Rathaus, welches einen interessanten Glockenturm besitzt fotografieren. In der Mairie ist auch die Schule untergebracht. Das Gebäude wurde 1906 errichtet und ist als Monument historique eingestuft.

Servance. Wir wollen das Rathaus, welches einen interessanten Glockenturm besitzt fotografieren. In der Mairie ist auch die Schule untergebracht. Das Gebäude wurde 1906 errichtet und ist als Monument historique eingestuft.

Servance - Rathaus

Servance - Rathaus

Servance - Rathaus

Servance - Rathaus

Bald biegen wir ab auf einen kleinen schmalen asphaltierten Waldweg mit 15 % Steigung. Abenteuerlich. Gott sei Dank kommt uns nur einmal ein Auto entgegen. Ich bin fix und fertig. In diesem einsamen Wald finden sich nur wenige bewohnte Häuser.

Bald biegen wir ab auf einen kleinen schmalen asphaltierten Waldweg mit 15 % Steigung. Abenteuerlich. Gott sei Dank kommt uns nur einmal ein Auto entgegen. Ich bin fix und fertig. In diesem einsamen Wald finden sich nur wenige bewohnte Häuser.

Fresse - Kitsch - aber mir ein Foto wert

Fresse - Kitsch - aber mir ein Foto wert

Roc du Plainet ist der Rest einer Gletschermoräne auf dem Gipfel des Mont de Vannes. Hier hat man einen Panoramablick von fast 360 Grad. Die Legende erzählt, dass das Gestein des Berges Frauen fruchtbar macht. Im Sommer 1944 war Mont de Vannes ein Ort des Widerstandes der Franzosen gegen die deutschen Besatzer.

Roc du Plainet ist der Rest einer Gletschermoräne auf dem Gipfel des Mont de Vannes. Hier hat man einen Panoramablick von fast 360 Grad. Die Legende erzählt, dass das Gestein des Berges Frauen fruchtbar macht. Im Sommer 1944 war Mont de Vannes ein Ort des Widerstandes der Franzosen gegen die deutschen Besatzer.

Roc du Plainet ist der Rest einer Gletschermoräne auf dem Gipfel des Mont de Vannes. Hier hat man einen Panoramablick von fast 360 Grad. Die Legende erzählt, dass das Gestein des Berges Frauen fruchtbar macht. Im Sommer 1944 war Mont de Vannes ein Ort des Widerstandes der Franzosen gegen die deutschen Besatzer.

Roc du Plainet ist der Rest einer Gletschermoräne auf dem Gipfel des Mont de Vannes. Hier hat man einen Panoramablick von fast 360 Grad. Die Legende erzählt, dass das Gestein des Berges Frauen fruchtbar macht. Im Sommer 1944 war Mont de Vannes ein Ort des Widerstandes der Franzosen gegen die deutschen Besatzer.

Roc du Plainet ist der Rest einer Gletschermoräne auf dem Gipfel des Mont de Vannes. Hier hat man einen Panoramablick von fast 360 Grad. Die Legende erzählt, dass das Gestein des Berges Frauen fruchtbar macht. Im Sommer 1944 war Mont de Vannes ein Ort des Widerstandes der Franzosen gegen die deutschen Besatzer.

Roc du Plainet ist der Rest einer Gletschermoräne auf dem Gipfel des Mont de Vannes. Hier hat man einen Panoramablick von fast 360 Grad. Die Legende erzählt, dass das Gestein des Berges Frauen fruchtbar macht. Im Sommer 1944 war Mont de Vannes ein Ort des Widerstandes der Franzosen gegen die deutschen Besatzer.

Sonntag, 25. September 2016 23. Tag

Le Thillot, Lac Chaume, Campingplatz Municipal, Platz 26
Col des Croix / Servance – Rathaus/Schule / Plateau des Mille Étangs / Regionale Naturpark Ballons des Vosges / Belfahy / Fresse / Bois de Fresse / Roc du Plainet / Bois de Mont de Vannes / Ronchmap / Lure / Saint-Germaine / Belonchamp / Ternuay-Melay-et-Saint-Hilaire / Servance / Col des Croix / Le Thillot
3 Stunden 55 Meilen 89 km

Heute Morgen scheint schon früh die Sonne. So entschließen wir uns, um 10.30 Uhr doch zu einer kleinen Tour zu starten.

Le Thillot, D 486 über Col des Croix, 678 m.

Heute halten wir in dem schönen Servance. Wir wollen das Rathaus, welches einen interessanten Glockenturm besitzt fotografieren. In der Mairie ist auch die Schule untergebracht. Das Gebäude wurde 1906 errichtet und ist als Monument historique eingestuft. Ich bin froh, dass wir halten, denn im Vorbeifahren werden die Bilder einfach nicht so schön.

Ein kleiner Junge, der mit seinem Fahrrad unterwegs ist, scheint mächtig Gefallen an Rolfs Motorrad zu haben. Er grüßt freundlich und umfährt uns einige Male. Bei solchen Gelegenheiten bedauere ich immer sehr, dass ich kein Französisch spreche.

Servance, ca. 800 Einwohner, ist eine Gemeinde im Departement Haute-Saone in der Region Bourgogne-Franche-Comte. Servance liegt auf einer Höhe von 407 m über dem Meeresspiegel. Das Dorf erstreckt sich im östlichen Teil des Departements, in den südwestlichen Vogesen, in einer Talerweiterung des oberen Ognon, zwischen dem Plateau des Mille Etangs und den Höhen des Ballon de Servance. Die flache Talaue weist eine Breite von rund einem Kilometer auf. Sie wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt.

Informationen über Plateau des Mille Étangs und den Regionalen Naturpark Ballons des Vosges siehe unter Frankreich-Vogesen-Teil I.

Erstmals urkundlich erwähnt wird Servance im Jahr 1209. Im Mittelalter gehörte das Dorf zur Freigrafschaft Burgund. Die lokale Herrschaft hatten zunächst die Herren von Faucogney inne, bis die Herrschaft Servance 1374 an Herzog Philipp den Kühnen ging. 1532 wurde die Herrschaft Servance vom Kloster Lure gekauft, bei dem sie mit Ausnahme der Jahre 1633 bis 1667 bis zur Französischen Revolution verblieb. Zusammen mit der Franche-Comte gelangte Servance mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich. Im Jahr 1816 wurde die Gemeinde von einer Typhusepidemie heimgesucht. Zu zwei Gebietsveränderungen kam es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: 1821 wurde Miellin von Servance abgetrennt und zur eigenständigen Gemeinde erhoben, 1841 erfuhr Le Haut-du-Them dasselbe Schicksal. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Servance zu einer industriell geprägten Gemeinde. Von Bedeutung für das wirtschaftliche Leben des Dorfes waren die Spinnereien, Webereien, eisenverarbeitende Industrie und Holzverarbeitung. Mit der Eröffnung der Trambahn von Lure nach Le Thillot 1895 wurde Servance an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden. Der Betrieb der Linie wurde jedoch zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wieder eingestellt. Das gesamte Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Ballons des Vosges.

Der Regionale Naturpark Ballons des Vosges, ist ein Naturpark, der am 5. Juni 1989 gegründet wurde. Er umfasst eine Fläche von ca. 300.000 Hektar und einen Siedlungsbereich von ca. 250.000 Einwohnern, mit den Departements Haut-Rhin, Vosges, Haute-Saone, Territoire de Belfort.

Der Park gruppiert sich um den südlichen Teil der Vogesen, deren Gipfel hier die größten Höhen des Massivs erreichen, man spricht hier von den Hochvogesen. Die Gipfel sind durch vorzeitliche Gletscherbewegungen zu runden Kuppen abgeschliffen, die als „Belchen“ – Ballons – bezeichnet werden. Der Vogesen-Kamm wird durch die Kammstraße – Route des Cretes – erschlossen. Die weitgehend baumlose Landschaft ist nicht dauerhaft besiedelt, sondern dient überwiegend der Almwirtschaft und dem Tourismus.

Im Norden schließen die Nordvogesen an, für die ein eigener Naturpark, der Regionale Naturpark Vosges du Nord, besteht.

Die Ausläufer der Vogesen Richtung West, Südwest, Süd und Ost sind großteils in den Naturpark eingebunden. Diese Bereiche weisen eine wesentlich höhere Bevölkerungsdichte auf und werden für Landwirtschaft und Industrie vielfältig genutzt. Der Auftrag des Naturparks besteht hier darin, ein beständiges Gleichgewicht zwischen dem Schutz des natürlichen und kulturellen Erbes und einer nachhaltigen örtlichen Entwicklung zu suchen.

Nachdem wir einige Bilder in Servance gemacht haben, geht es weiter. D 133, hier sehe ich mal wieder wunderschöne Dekorationen, die ich auch fotografieren kann, da Rolf langsam fahren muss.
Bald biegen wir ab auf einen kleinen schmalen asphaltierten Waldweg mit 15 % Steigung. Abenteuerlich. Gott sei Dank kommt uns nur einmal ein Auto entgegen. Ich bin fix und fertig. In diesem einsamen Wald finden sich nur wenige bewohnte Häuser.

Wir erreichen den Weiler Belfahy. Wir kommen uns vor, als seien wir mitten im Nirgendwo, eine völlig andere Welt scheint das hier zu sein.

Belfahy liegt auf einer Höhe von 850 m über dem Meeresspiegel und ist damit die höchstgelegene Gemeinde des Departements. Mit 79 Einwohnern gehört Belfahy zu den kleinsten Gemeinden des Departement Haute-Saone. Die Fläche des 3.07 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der Südvogesen. Nachbargemeinden von Belfahy sind Miellin im Norden, Plancher-les-Mines im Osten sowie Servance im Süden und Westen. Im Mittelalter gehörte Belfahy zur Freigrafschaft Burgund. Die lokale Herrschaft hatten die Herren von Faucogney inne. Durch den Frieden von Nimwegen gelangte Belfahy endgültig an Frankreich. Heute ist der Ort Mitglied des 12 Ortschaften umfassenden Gemeindeverbandes des Communauté de communes de la Haute Vallée de l’Ognon. Belfahy ist auch das Land der wilden Blaubeeren. Die Dorfkirche Saint-Nicolas in Belfahy wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Sie beherbergt Altäre und eine Kanzel aus dem 18. Jahrhundert sowie eine Holzstatue des heiligen Sebastian (17. Jahrhundert). Belfahy ist noch heute ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Milchwirtschaft und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Außerhalb des primären Sektors gibt es nur wenige Arbeitsplätze im Ort. Einige Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen. Die Ortschaft liegt weit abseits der größeren Durchgangsachsen. Die Hauptzufahrt erfolgt von der Passhöhe zwischen Plancher-Bas und Fresse. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Servance und Miellin.

Wir sind auf der Suche nach einer alten Abtei. Bald sind wir in Fresse, vorbei an der schönen Kirche Saint Antide. Der Name von Fresse kommt aus dem Lateinischen Fraxinus – Esche. Die Kirche Saint Antide stammt aus der Mitte des 18. Jh. und enthält eine bemerkenswerte Kanzel, aus Eiche geschnitzt, die aus der Abtei von Lucelle stammt und nach der Französischen Revolution wiedergefunden wurde. Vor der Kirche findet sich ein Kriegerdenkmal mit einem Kreuz und zwei Stelen zu Ehren der Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg Widerstand gegen die Deutschen leisteten. Wir wollen uns das an einem anderen Tag in Ruhe anschauen.

Fresse, ca. 700 Einwohner, Bourgogne-Franche-Comte, war Teil eines Bergbaugebietes bis ins 20. Jh. Eine Statue der Heiligen Barbara – Schutzpatronin der Bergleute – befindet sich in einer kleinen Kapelle im Ort. Sie erinnert an die Bergbauvergangenheit (Silberminen), die über 400 Jahre andauert.

Eine schaurige Legende gibt es auch: Mitte des 19. Jh. sollen Dorfbewohner das schönste Mädchen im Ort und ihren Liebhaber, einen Pariser Lehrer, getötet und die Gehirne der beiden verspeist haben. Historisch ist das natürlich nicht belegbar.

Wir folgen der GR 59 durch den Bois de Fresse. Dies ist ein herrlicher Wald, wild und naturbelassen. Wir fahren wieder über einen, noch abenteuerlicheren, Forst-Weg hinauf auf den Roc du Plainet, 806 m. 200 Höhenmeter sind hier auf kurzer Distanz zu überwinden. Für Fahrradfahrer anstrengend, für uns weniger.

Roc du Plainet ist der Rest einer Gletschermoräne auf dem Gipfel des Mont de Vannes. Hier hat man einen Panoramablick von fast 360 Grad. Die Legende erzählt, dass das Gestein des Berges Frauen fruchtbar macht. Im Sommer 1944 war Mont de Vannes ein Ort des Widerstandes der Franzosen gegen die deutschen Besatzer.

Hier oben tafelt eine französische Großfamilie. Sie sind mit allem ausgerüstet: Töpfe, Pfannen, Teller, Besteck und Gläser. Sie sind alle sehr freundlich und versuchen uns zu erklären, wo sich die kleine alte Abtei befindet, angeblich in 1,5 km Entfernung. Doch zunächst müssen wir die phantastische Aussicht von hier oben genießen.

Und dann geht es weiter, GR 59, durch den Bois de Mont de Vannes. Auch dies ist ein mehr als abenteuerlicher Weg. Hin und wieder sind verlassene Bauernhäuser zu sehen. Leider finden wir die gesuchte Abtei nicht. Ich bin jedoch heilfroh, als wir unten in Ronchamp wieder auf eine normale Straße kom-men.

Ab hier N 19 bis Lure. D 486 Saint-Germaine, Belonchamp, am Ognon entlang.

Der Ognon entspring in den Vogesen, südöstlich des Col des Crix. Seine Quelle befindet sich in 910 m Höhe bei Haut-du-Them-Chateau-Lambert im Regionalen Naturpark Ballons des Vosges. Er mündet nach 214 km als linker Nebenfluss in die Saone, die er an Länge übertrifft (Saone: 144 km Länge).

D 266 Ternuay-Melay-et-Saint-Hilaire, D 486 Servance, Col des Croix, Le Thillot.

Gegen 13.30 Uhr sind wir zurück auf dem Campingplatz, nach 3 Stunden und 55 Meilen (89 km). Es ist herrliches Wetter und unsere Angler am See sind in vollem Einsatz. Leute mit Hunden kommen vorbei, sie grüßen freundlich, schließlich kennen wir uns seit einigen Wochen.

Pause mit Cappuccino und süßen Teilchen, Relaxen, Schreiben.

Dann wird Rolf aktiv: Er räumt das gesamte Zelt leer, der Teppich muss entkrümmelt werden. Anschließend ist Servicetag angesagt, Wasser, Abwasser, Toilette. Rolf hat das im Griff und alles ist schnell erledigt.

Während ich an meinen Aufzeichnungen weiter schreibe, macht Rolf sich auf, um den Anglern zuzuschauen. Die sind über sein Interesse ganz aus dem Häuschen, zeigen ihm ihre Prachtexemplare, die verwogen, vermessen und dann wieder in den See gesetzt werden. Das ist ja eine merkwürdige Art des Angelns. Ich muss das mal erforschen im Internet. Meine gefundenen Informationen siehe unter Frankreich-Vogesen- Teil II.

Rolf macht einige Bilder von den Anglern bzw. Tierquälern mit ihren z. T. riesigen Karpfen. Später essen wir zu Abend: Rotbarbenfilets, Auberginen, Kartoffeln, Salat, Brot, Käse, Trauben, Wein. Da es schön warm ist, können wir lange draußen sitzen.

Bilder auf meiner Facebook Seite:
Uschi & Rolf – Frankreich www.facebook.com/Figline1.Uschi1.Rolf1

© Uschi Agboka, 2017
Du bist hier : Startseite Europa Frankreich Frankreich: 23. Tag - 25. September 2016
Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 25.09.2016
Dauer: 7 Tage
Heimkehr: 01.10.2016
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Uschi Agboka berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors