Frankreich - Vogesen 2016 - Teil IV

Reisezeit: September / Oktober 2016  |  von Uschi Agboka

26. Tag - 28. September 2016

Interessante Straßenlaternen

Interessante Straßenlaternen

Mittwoch, 28. September 2016 26. Tag

Le Thillot, Lac Chaume, Campingplatz Municipal, Platz 26
Le Menil / Col du Menil / La Bresse / Collinge de Vologne / Col de Feignes / Col de la Schlucht / Plainfaing / Fraize / Col de Mandray / La Croix aux Mines / Ban de Laveline / Provenchères-sur-Fave / Col de Saales / Saales / Col de la Steige / Col de la Charbonnière / Col de Kreuzweg /
Le Hohwald
Mont Sainte Odile: Eglise Conventuelle – Klosterkirche / Chapelle de la Croix – Kreuzkapelle / Chapelle Sainte Odile / Chapelle des Larmes – Tränenkapelle / Chapelle des Anges – Engelskapel-le / fränkischer Friedhof mit Felsengräbern / Sonnenuhr / Gedenktafel Papst Johannes Paul II.
Quelle der Heiligen Odile / Baar / Ensisheim / Cernay / Thann / Bussang / Fresse sur Moselle / Le Thillot
6 ½ Stunden 173 Meilen 279 km

Heute Morgen Nebel über dem See, die Sicht ist gleich Null. Trotzdem starten wir um 10.30 Uhr zu einer Tour ins Gebirge.

D 486 Le Menil, Col du Menil, 621 m, La Besse, D 34 Colline de Vologne, Col de Feignes, 954 m. Dies ist ein kleiner Pass östlich des Vogesenhauptkammes.
D 34 D bis Col de la Schlucht, 1.139 m. Der Pass, auf dem die Vogesenstraße die von Gerardmer nach Colmar führende Straße kreuzt, ist einer der am meisten befahrenen Übergänge der Vogesen.

Weiter D 61, D 148, D 415 Plainfaing, Fraize.

D 23 über den Col de Mandray, 707 m. Der Pass liegt in den mittleren Vogesen, westlich des Hauptkamms. Der Pass verbindet ein weites Tal, das im Norden bei La Croix aux Mines beginnt mit dem Ort Fraize im Tal der Meurthe. Im Ersten Weltkrieg war der Pass Schauplatz schwerer Kämpfe.

Weiter D 23 über La Croix aux Mines, Ban de Laveline, D 459, D 420 Provenchères-sur-Fave.

D 1420 über den Col de Saales, 556 m. Der Col de Saales verbindet Saint-Die, Departement Vosges, mit Schirmeck, Departement Bas-Rhin. Er war seit 1871 ein Grenzposten zwischen Frankreich und Deutschland. Dies ist eine sehr kurvenreiche Strecke, ideal für Motorradfahrer. Wir sind hier fast ganz allein unterwegs.

Weiter über Saales. Der Ort befindet sich im Tal der Bruche, unmittelbar an der Grenze zu Lothringen. Der Ortskern liegt mit knapp 550 m Höhe nur wenig unter der nur 300 m entfernten Passhöhe Col de Saales, der zur Wasserscheide zwischen den Einzugsbereichen von Bruch und Meurthe gehört.

D 1420, D 50 über den Col de la Steige, 585 m. Der Col de la Steige ist der Übergang der D 424 über den Hauptkamm der Vogesen zwischen Villé und Saint-Blaise-la-Roche, nördlich des Col d’Urbeis. Er verbindet Steige mit dem oberen Bruchtal. Auch dies eine herrliche Motorradstrecke mit vielen Kurven, nicht stark befahren, noch ein Geheimtipp.

RD 214 über den Col de la Charbonnière, 960 m. Der Pass liegt zwischen Bellefosse et Breitenbach, Bas-Rhin, und Champ du Feu. Auch dieser Pass ist Fahrspaß pur für Motorradfahrer, guter Straßenbelag, tolle Kurven.

Weiter D 57, D 425 über den Col de Kreuzweg, 768 m. Heute haben wir wirklich Glück, eine Straße schöner als die andere, viele Kurven. Und dann die herrliche Landschaft, ein Traum.

Le Hohwald, D 426 bis Mont Sainte Odile. Wir halten an dem Kloster und lassen uns Zeit mit der Besichtigung dieses geschichtsträchtigen Ortes.

Schon von weitem sieht man den langgestreckten Bergrücken des 763 m hohen Odilienberges mit dem Kloster. Der Odilienberg wird der heilige Berg des Elsass genannt. Der Hauptanziehungspunkt ist das Kloster der heiligen Odile, errichtet auf einem zur Rheinebene hin steil abfallenden Buntsandstein-Felsen. Die heilige Odile ist die Schutzpatronin des Elsass. Sie hat um das Jahr 700 das Kloster gegründet. In der Odilienkapelle ist ihr Grab. Neben den Klostergebäuden befindet sich eine überlebensgroße

Sandsteinstatue der heiligen Odile.

Der Odilienberg ist heute der bedeutendste Wallfahrtsort im Elsass. Tausende Touristen und Pilger besuchen jedes Jahr diesen Ort. Das Kloster führt kirchliche Seminare durch und unterhält einen Hotelbetrieb.

In langen Kurven windet sich die Zufahrtsstraße durch die Wälder in die Höhe. An mehreren Stellen passiert die Straße einen Mauerwall - die Heidenmauer, eine über 10 km lange, teilweise bis zu 3 m hohe Steinmauer rund um den höchsten Teil des Odilienberges, die lange für prähistorisch gehalten wurde.

Jüngste Untersuchungen von wieder aufgefundenen Eichenholzklammern, mit denen die Steine der Mauer verbunden waren, datieren diese zweifelsfrei in das letzte Viertel des 7. oder das beginnende 8. Jahrhundert n. Chr. Eine deutsch-französische Expertengruppe befasst sich mit der Auswertung aller Befunde.

Im geplanten Fortgang der Erforschung sollen auch Grabungen weitere Erkenntnisse zu Ursprung und militärischer, ziviler oder kultischer Funktion der Heidenmauer bringen. Auf dem Berg und in der Region finden sich zahlreiche keltische Zeugnisse. Aus der römischen Epoche ist das römische Tor erhalten.

Während des Mittelalters wurde die Heidenmauer als Steinbruch zum Bau der umliegenden Burgen und Klöster verwendet. Zum Schutz des Klosters auf dem Odilienberg und unterhalb des Berges gelegenen Klosters Niedermünster wurden im Mittelalter zahlreiche Burgen rund um den Berg angelegt.

Während der Besichtigung der Klosteranlagen erhalten wir einen Anruf unseres Rechtsanwaltes aus Essen, wir haben gewonnen in einer unerfreulichen Angelegenheit. Das ist ein Grund zur Freude.

In dem Park des Kloster befinden sich einige sehr alte Bäume. Natürlich müssen die fotografiert werden für eine Facebook Freundin. Brita liebt Bäume.

Erst später fahren wir weiter. D 33 sehr steile Straße Richtung St. Nabor.

Kurzer Halt an der Quelle der Heiligen Odile. Der Quelle sagt man eine wundertätige Wirkung nach. Rolf trinkt natürlich dort am Brunnen und füllt auch seine mitgebrachte Flasche mit dem Heilwasser. Wenn man denn daran glaubt. Die Heilige Odile soll hier einem alten Mann zu trinken gegeben haben, der um die Heilung seines blinden Kindes bat.

Weiter D 109, D 35 nach Baar. Weiter über E 25 / N 83. Ensisheim Abfahrt, D 2 bis Cernay. Überall viel Verkehr. Es gibt viel zu sehen, leider kann ich nicht alles fotografieren. N 66 Thann, Bussang, Fresse sur Moselle, Le Thillot.

Nach 17 Uhr sind wir zurück auf dem Campingplatz, nach 173 Meilen (279 km). Das war mal wieder eine lange Tour heute. Duschen und ein bisschen Relaxen.

Zum Abendessen gibt es geräucherten Lachs, Salat, Brot, Käse, Trauben, Wein. Es war mal wieder ein herrlicher Tag mit vielen schönen neuen Eindrücken.

Bilder auf meiner Facebook Seite:
Uschi & Rolf – Frankreich www.facebook.com/Figline1.Uschi1.Rolf1

Thann

Thann

Abendessen

Abendessen

© Uschi Agboka, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Reisetagebuch Vogesen Teil IV - 25. September bis 1. Oktober 2016 Touren durch Elsaß, Lothringen, Champagne, Burgund, Französischer Jura
Details:
Aufbruch: 25.09.2016
Dauer: 7 Tage
Heimkehr: 01.10.2016
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Uschi Agboka berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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