Rundreise durch Guatemala

Reisezeit: Oktober / November 2018  |  von Beatrice Feldbauer

Südwärts

Heute morgen nehmen wir es gemütlich, wir fahren erst um neun Uhr los. David kommt noch einmal, um Abschied zu nehmen. Und um die allerletzten Bestellungen abzuliefern.

Auf dem Dorfplatz vor der Kirche von Santa Catarina warten wir auf den Bus. Die Häuser rundum sind blau gestrichen. Blau, die typische Farbe des Dorfes. Blau, die Farbe der Frauenkleider.

Im Hotel Santa Catarina

Im Hotel Santa Catarina

Bei Panajachel steigt die Strasse in die Höhe. Eigentlich ist er Lago Atitlan ein Kratersee. Er entstand beim Ausbruh eines riesigen Vulkans vor tausenden von Jahren. Mit der Zeit kamen die drei Vulkane San Pedro, Atitlan und Tomalin dazu und der See verlor seine runde Form.

Wir fahren hinauf auf die Höhe des alten Kraters und folgen der Strasse die da oben rund um den See läuft. Jedenfalls ein Stück weit. Bevor wir den See verlassen, haltn wir bei einem Mirador an. Die Aussicht ist fantastisch. Der blaue See, die hohen Vulkane - der San Pedro ist gut 3000 m hoch. Es ist svhon bei bedecktem Himmel fantastisch, wie muss dieser Bick erst bei Sonnenschein sein. Alexander Humboldt, der grosse Entdecker nannte den Atitlansee den schönsten See der Welt.

Wir fahren jetzt Richtung Süden und langsam verlieren wir an Höhe. Der Atitlansee liegt auf 1500 m Höhe, der richtigen Lage für Kaffee. Jetzt ändert die Vegetation wieder. Kaffeebäume werden von Bananen abgelöst. Wir fahren durch Zukerrohrplantagen, Guatemala ist ein grosser Zuckerrohrproduzent. An den Strassen werden frische Kokosnüsse angeboten.

Irgendwo an einer Tankstelle machen wir einen kurzen Halt, dann geht es weiter. Auf der Karte sieht es nach einer kurzen Strecke aus, doch die Strassen lassen keine hohen Geschwindigkeiten zu. Ausserdem gibt es überall im Land diese Tumulus, diese Schwellen in der Strasse, über die man abbremsen muss, wenn man nicht die Stossdämpfer verlieren will. Es sind zwar nur knapp 200 km, aber wir sind trotzdem gegen sechs Stunden unterwegs.Inzwischen hat sich auch das Klima wieder geändert. Es ist heiss geworden. Und tropisch-freucht.
Es ist daher nicht verwunderlich, dass man kurz nach der Ankunft in unserem Hotel am Pazifik alle im Pool findet. Auch unser bewährter Drink Cuba Liebre lässt nicht lange auf sich warten.

An ein Baden im Meer ist nicht zu denken. Zu rauh ist das Meer, zuviel Kraft steckt in den hohen Wellen, die endlos ans Ufer lecken, aber ein Spaziergang im schwarzen Sand tut gut.

Zum Sonnenuntergang sitzen wir andächtig am Strand. Die Sonne verabschiedet sich mit einem prächtigen Farbenspiel und wir sehen andächtig zu.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Es ist Zeit, wieder einmal nach Guatemala zu reisen. Alte Pfade aufnehmen, Freunde treffen. Das Land neu entdecken. Diesen Bericht schreibe ich vor allem für Freunde und Bekannte meiner Reiseteilneher. Für mich ist diese umdiewelt-Seite seit Jahren das beste Medium, um meine Reiseerlebnisse mit anderen zu teilen. Wie gewohnt werde ich versuchen, den Blogg täglich aktuell zu halten.
Details:
Aufbruch: 22.10.2018
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 09.11.2018
Reiseziele: Guatemala
Der Autor
 
Beatrice Feldbauer berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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