Indien 01/2019

Reisezeit: Dezember 2018 - Januar 2019  |  von Uta Kühne

04.01.2019 Agra

Das Frühstück in unserem Hotel war ebenfalls okay und ähnlich wie in Delhi: indisch, baked beans, Bananen, Toast, Marmelade, Eier, Kaffee, Tee, Saft und auf Wunsch auch Eierspeisen. Die Kellner sind in dem Hotel äußerst aufmerksam. Bereits am Vorabend und nun auch zum Frühstück – das muss mal lobend erwähnt werden.

Wir hatten uns mit Raj verabredet und machten uns auf dem Weg zum Roten Fort von Agra. Eine weitere beeindruckende Mogulfestung aus dem 16. Jahrhundert aus rotem Sandstein und Marmor. Auch diesmal war es wieder ein gigantisches Bauwerk mit 20 m hohen Mauern, die 2,5 km lang sind. Der Erbauer des Taj Mahal wurde seinerzeit dort eingesperrt und konnte sein prächtiges Bauwerk nur noch aus einem Fenster bewundern.
Hier zahlten wir 600 RS und es war natürlich voll. Auch hier mussten Frauen und Männer getrennt warten, die Taschen und Rucksäcke wurden kurz kontrolliert und das war es auch schon. Dauerte gar nicht so lang.

....fette Mauer...

....fette Mauer...

...viel los auf dem Weg in die Festung ...

...viel los auf dem Weg in die Festung ...

...eine ziemlich große Reisegruppe, die sich da aufgestellt hat  ...schnell rein !

...eine ziemlich große Reisegruppe, die sich da aufgestellt hat ...schnell rein !

...links die Schlange für die Männer, rechts die Schlange für die Frauen ....

...links die Schlange für die Männer, rechts die Schlange für die Frauen ....

Der Innenbereich des Fort ist zum Glück so groß, dass es sich etwas verlief. Hier gab es auch wieder die Selfie-Jäger, die Fotos von Ulf und/oder Uta machen wollten. Wir finden das immer noch extrem amüsant und fragen uns, warum die das machen? Die haben Fotos mit fremden weißen Touristen ….. ?? ….. und dann? Vermutlich werden wir das nicht verstehen, ist aber irgendwie funny.

...durch eines der Fenster konnte man hinten mittig das Taj Mahal sehen (leider wieder mal keine klare Sicht  )

...durch eines der Fenster konnte man hinten mittig das Taj Mahal sehen (leider wieder mal keine klare Sicht )

....die kleinen frechen Streifenhörnchen sind an Menschen gewöhnt und waren auf der Suche nach ....

....die kleinen frechen Streifenhörnchen sind an Menschen gewöhnt und waren auf der Suche nach ....

Wasser !?! Als wir ihnen etwas Wasser hingossen, waren sie sofort dran .... sie hatten wohl Durst ....

Wasser !?! Als wir ihnen etwas Wasser hingossen, waren sie sofort dran .... sie hatten wohl Durst ....

Auf dem Rückweg vom Fort wollten wir uns mit dem nötigsten versorgen (Wasser, Kekse...usw.) und fragten Raj nach einem Supermarkt. Zuerst hielt er an einem der kleinen Mini-Shops für Einheimische an. Das wiederum wollten wir nicht. Dann lud er uns an einer Mall ab – die hatte allerdings nur Klamotten und andere Dinge für den Haushalt, aber kein Wasser und dergleichen. Also gleich wieder umgedreht, raus und Raj noch mal unseren Wunsch dargelegt. Danach brachte er uns zu einem Shop, in dem es zumindest die Dinge zu kaufen gab, die wir suchten …. von einem Supermarkt war der allerdings auch weit entfernt. Egal, wir hatten was wir wollten und kehrten zu einer chilligen Pause in unser Hotel zurück.

die fantastische "Mall " ....

die fantastische "Mall " ....

auch hier allgegenwärtig: Kühe im Straßenverkehr

auch hier allgegenwärtig: Kühe im Straßenverkehr

Das Nachmittagsprogramm bestand aus dem sogenannten „Baby Taj“ (Itimad-ud-Daulah) und einem Besuch der Gärten von Mehtab Barg. Beides liegt auf der anderen Seite des Flusses und wir fuhren quer durch die Stadt. Kein angenehmer Anblick !!! Agra macht einen ziemlich verwahrlosten Eindruck und die Verhältnisse dort sind nur schwer anzusehen (ausnahmsweise haben wir an dieser Stelle keine Fotos, da uns das Fotografieren unangenehm war ).

Das Baby Taj kostete nur 310 RS Eintritt und war quasi eine stille Oase. Allein waren wir dort nicht, aber es waren nur wenige Menschen mit uns unterwegs. Die Sonne des Nachmmittags ließ den weißen Marmor tatsächlich etwas golden leuchten. Auch hier waren die Mauern wunderhübsch verziert. Den Namen trägt das Mausoleum zu Recht, da es dem Taj Mahal mitsamt dem kleinen Park und den drei Eingangstoren nachempfunden war – nur halt alles viel kleiner.

Baby Taj - Erbauer war der Großvater von Mumtaz Mahal, für die das Taj Mahal erbaut wurde

Baby Taj - Erbauer war der Großvater von Mumtaz Mahal, für die das Taj Mahal erbaut wurde

...innen sehr hübsch verziert ...

...innen sehr hübsch verziert ...

Die Flussseite bot auch hier wieder wenig Ansehnliches …. ein paar Kinder, ein paar Ziegen und jede Menge Müll.

ein paar Inder mit Ziegen

ein paar Inder mit Ziegen

ein paar Kids

ein paar Kids

Hiernach ging es dann zu den Gärten von Mehtab Barg, die an eine kleine Baumschule erinnerte (ähnlich wie in Deutschland). Die Gärten an sich waren nichts besonderes, jedoch hatte man von der Mauer einen schönen Blick auf das Taj Mahal über den Fluss. Für diesen Blick zahlten wir dann auch wieder 300 RS p.P.. Da es einfach zu diesig war, spiegelte sich die Sonne auch heute NULL in den weißen Mauern des Taj Mahal. Trotzdem ein schöner letzter Blick auf dieses fantastische Bauwerk. …..

Taj Mahal von der anderen Seite des Flusses bei sinkender Sonne

Taj Mahal von der anderen Seite des Flusses bei sinkender Sonne

Gärten von Mehtab Barg - das interessante für die vielen Menschen ist nur der Blick auf´s Mausoleum

Gärten von Mehtab Barg - das interessante für die vielen Menschen ist nur der Blick auf´s Mausoleum

Zurück im Hotel gab es Abendessen und wir packten unsere Sachen - morgen geht es weiter nach Jaipur.

Fazit Agra: auch hier sind die Sehenswürdigkeiten toll, der Ort an sich ist absolut keine Reise wert. Die meisten Touristen bleiben nur eine Nacht, was ich total verstehen kann. Zwei Nächte vermindern jedoch den Reisestress.

© Uta Kühne, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Delhi - Agra - Jaipur - Panaji - Patnem (Goa) - Mumbai
Details:
Aufbruch: 31.12.2018
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 17.01.2019
Reiseziele: Indien
Der Autor
 
Uta Kühne berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.