Indien 01/2019

Reisezeit: Dezember 2018 - Januar 2019  |  von Uta Kühne

07.01.2019 Jaipur

Für diesen Tag hatten wir uns einen Bummel durch die Altstadt vorgenommen und einen Besuch im Observatorium. Da wir keinen Fahrer hatten und auf eigene Faust losziehen wollten, hatten wir keine Eile und kamen erst gemächlich in Gange. Am späten Vormittag ging es dann doch los und wir entschieden uns für den Fußweg zum Chandpool Bazar. Im Reiseführer gab es einen Rundgang durch die Rosa/Pink Altstadt durch einige Basare, vorbei an den großen Gates, Shops usw. … So wollten wir starten damit wir nicht ohne Ziel umherwanderten.

Der Weg zur Altstadt durch das Verkehrschaos war etwas beschwerlich und wir sind irgendwie anders gegangen als wir anhand unserer Karte geplant hatten. Doch wir kamen an und schlenderten durch die Gänge der (nicht rosa sondern rötlich braunen) langgezogenen Gebäude mit all seinen vielen Shops. Zu der Uhrzeit waren noch etlichen Händler/Verkäufer mit dem Aufbau beschäftigt und wir hatten einen entspannten Spaziergang.

An der Hauptverkehrsstraße ist das Laufen äußerst anstrengend. ....

An der Hauptverkehrsstraße ist das Laufen äußerst anstrengend. ....

Zweimal bemerkten wir, dass die Verkäufer auf einmal hektisch ihre außerhalb des Shops hängenden Kleidungsstücke rein in den Shop brachten und die Stände auf der Straße ebenfalls aufgeregt wieder einpackten. Warum das geschah konnten wir nicht herausfinden – war da gegebenenfalls etwas in Gange, das sie nicht durften? Kaum vorstellbar ….

Da das Observatorium Jantar Mantar noch auf unserer Liste stand suchten wir durch eigenartige Gassen den Weg dorthin bzw. zum City Palace.

....merkwürdige Gassen .....

....merkwürdige Gassen .....

.... in der lustige Kunst entdeckt wurde ....

.... in der lustige Kunst entdeckt wurde ....

Glücklicherweise war der Andrang diesmal nicht so groß und wir mussten für unsere Tickets nicht mal anstehen (200 RS p.P.). Beim Jantar Mantar handelte sich um einen großen Hof mit vielen Elementen, die zur Vermessung des Himmels und der Planeten gedacht waren. Der damalige Herrscher war ein großer Fan der Astronomie und baute noch vier weitere Observatorien. Wir verstehen von der Thematik leider nichts, aber die Vorstellung, dass mit diesen Steingebilden usw. Berechnungen durchgeführt wurden, war schon faszinierend.

Weiter ging es zum Hawa Mahal (Palast der Winde), denn dort gegenüber soll sich ein gutes Cafe mit Dachterrasse befinden: das Tattoo Cafe. Da mussten wir rein!

Es war recht einfach zu finden und es ging viiieeeeeele Stufen hinauf zur Dachterrasse. Es ist dort ganz hübsch. Es liegt tatsächlich direkt gegenüber des Hawa Mahal und man kann noch mal schöne Fotos machen. Wir verweilten dort mit Iced Coffee, einem Ferrero Rocher Shake (ernsthaft !!) und jeder eine leckere Waffel.

Schokowaffel mit Ferrero Rocher Shake

Schokowaffel mit Ferrero Rocher Shake

Wenn es windstill war, war es in der Sonne herrlich warm. Die hatten eine erstaunlich gute Karte und jedes Gericht, das dort hochgebracht wurde, sah ausgesprochen lecker aus. Nur die armen Kellner taten uns etwas leid, da diese immer diese steilen Stufen laufen müssen. Sporteinheiten brauchen die jedenfalls nicht mehr !! Warum der Laden sich allerdings „Tattoo Cafe“ nannte, blieb uns ein Rätsel. Von Tattoos jedweder Art war nichts zu sehen …. nur eine Frau lief gelegentlich rum und bot das Malen von Henna-Tattoos an. Vielleicht lag es daran.

Mit Blick von der Dachterrasse: Palast der Winde

Mit Blick von der Dachterrasse: Palast der Winde

Ein kleines Stück liefen wir noch zu Fuß weiter, aber die einsetzende Rush Hour veranlasste uns zu einem TukTuk. Das Spazieren am Straßenrand ist am Vormittag schon kein Vergnügen, aber im richtig extremen Verkehr am späten Nachmittag, noch weniger. Mit dem TukTuk mühten wir uns durch das Chaos, aber da können wir immerhin sitzen und müssen nicht selbst aufpassen, dass wir nicht unter die Räder kommen oder wie wir die Straße bei Bedarf überqueren. Und wieder waren wir erstaunt, dass es bei dieser Fahrweise keine Unfälle gibt und alle scheinbar wunderbar zurechtkommen …. Auf jeden Fall immer wieder ein Erlebnis.

Mit einem chilligen Abend endete dann auch der Aufenthalt in Jaipur und wir machten uns bereit für einen Besuch an der Westküste: es geht morgen nach Goa. Zuerst nach Panaji, der Hauptstadt des Bundesstaates …..

Eine kleine Oase im hektischen Jaipur

Eine kleine Oase im hektischen Jaipur

© Uta Kühne, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Delhi - Agra - Jaipur - Panaji - Patnem (Goa) - Mumbai
Details:
Aufbruch: 31.12.2018
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 17.01.2019
Reiseziele: Indien
Der Autor
 
Uta Kühne berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.