Wir setzen unsere Reise durch die Welt mit dem Ziel Südostasien fort!

Reisezeit: Januar / Februar 2020  |  von Gundula Henkel

Rundreise durch Vietnam von Nord nach Süd: Ankunft im Süden Vietnams

Spaziergang durch Saigon

Ankunft in Saigon oder wie die Stadt heute offiziell heißt Ho Chi Minh Stadt bei hochsommerlichen Temperaturen. Mit 13 Millionen Einwohner ist Saigon die größte Stadt Vietnams und war bis zur Wiedervereinigung 1975 auch die Hauptstadt Südvietnams. Von den Franzosen einst schachbrettartig aufgebaut, bietet sie heute dem Besucher eine wunderbare Mischung von gut erhaltenen Kolonialbauten, modernen Hochhaustürmen aus Beton und Glas und immer wieder schmalen vietnamesischen Häusern, die im Erdgeschoss Platz für das Geschäft bieten und darüber oft bis zu vier/ fünf Etagen zum Wohnen für die Familie. Das hängt vom Geld und von der Größe der Familie ab.
Frau Huong, die uns in Saigon als Reiseleiterin begleitet, erzählt uns, dass auch sie früher mit Mann, Schwiegereltern, Kindern und Enkelin in einem sogenannten Tunnelhaus gewohnt hat. Es war immer jemand im Hause, um für Essen zu sorgen, sich um Gäste zu kümmern und um sich zu unterhalten. Allein um den Fernsehapparat gab es ab und zu Streit. Aber das ist lange her.
Frau Huong ist heute 71 Jahre alt und lebt allein. Sie verdient sich mit Reiseleitertätigkeit ein Taschengeld zur Rente für Reisen zu den Kindern und Verwandten. Auch sie hat Deutsch in der DDR gelernt. Sie wurde als Näherin für Herrenbekleidung in Dresden von 1985 bis 1990 ausgebildet. Geboren wurde Frau Huong im südvietnamesischen Danang. Da die Eltern Kommunisten waren und aktiv gegen die Franzosen in der Zeit bis 1954 gekämpft haben, zog die Familie nach dem Abzug der Franzosen und der Teilung Vietnams nach Hanoi. Sie berichtete von großen Wanderungen im Land: Die Kommunisten zogen nach Norden, die Katholiken nach Süden. Doch nach der Wiedervereinigung war es auch im Norden schwer, einen Job zu finden. Ergo, reichte sie ihren Lebenslauf ein, nachdem sie vom Aufruf der DDR hörte, vietnamesische Bürger zur Ausbildung und zum Arbeiten zu gewinnen. Ihr Lebenslauf wurde als politisch sauber angesehen und so kam sie in die DDR. Anfangs war es nicht leicht, weil sie nur drei Monate Deutsch lernten. Die Sprache eigneten sie sich dann bei der Arbeit an. Noch heute erinnert sie sich gern an die vier Jahreszeiten, auch wenn sie in all den Jahren in der DDR keinen richtigen Winter mit Schnee und Eis erlebt hat. Aber den Wechsel mochte sie. Saigon gibt es nur Regen- und Trockenzeit, gleichbleibend warm und immer grün und bunter Blumen. Frau Huong spricht im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen ein sehr deutliches und verständliches Deutsch. Ihr Wortschatz ist recht umfangreich. Oft staunen wir über ihre sehr ausgewählte Wortwahl.

Mit Beginn der Wirtschaftsreformen im Land in den 1980er Jahren zog sie wieder nach Süden, nach Ho Chi Minh Stadt. Hier ist das Leben bunter, und es gibt mehr Möglichkeiten zum Arbeiten und zum Geldverdienen.

Bei unserem Spaziergang durch die Stadt stellen wir aber auch fest, dass die sozialen Gegensätze größer sind als im Norden. Einerseits sehen wir mehr Reichtum. Eine wohlhabende Mittelschicht hat sich herausgebildet, die über schmucke Häuser und private Autos verfügen. Andererseits treffen wir auf junge Frauen mit Kindern oder alte Menschen, die an den Straßenrändern ihr Leben fristen und sich bemühen, Souvenir oder Alltagsgegenstände an den Mann, zumeist an den ausländischen Touristen zu bringen.

Wir fangen wie in Hanoi beim einstigen politischen Zentrum Südvietnams, dem ehemaligen Präsidenten-, heute Wiedervereinigungspalast an, der mitten im Bezirk Nr. 1 liegt. Ursprünglich als Generalgouverneursplast nach der französischen Besetzung im Kolonialstil gebaut, wurde er von nordvietnamesischen Piloten Anfang der 1960er Jahre bombardiert und 1962 als monströses Betongebäude zum Arbeiten und Wohnen der südvietnamesischen Präsidenten wieder aufgebaut. Der Grundriss gleicht dem chinesischen Zeichen Ji für Glück und Wohlergehen und auch die Inneneinrichtung ähnelt sehr der von chinesischen Staatsgebäuden. Allein die Geomantie das fengshui, der gesamten Anlage stimmt nicht. Das Haupttor zeigt nach Norden, der Boulevard Le Duan mit seinen hohen Bäumen führt direkt zum Palast. Für die Bewohner des einstigen südvietnamesischen Präsidentenpalastes ein schlechtes Omen, denn keiner von ihnen hat nach 1945 länger als 10 Jahre in ihm residiert, der letzte nur wenige Tage. Aber unsere Auffassung, er wäre mit seinem Stab vom Dach des Palastes mit einem Hubschrauber vor der nordvietnamesischen Armee geflohen, wurde korrigiert. Zwar sahen wir einen Hubschrauberplatz auf dem Dach des Palastes, aber die bekannten Bilder vom April 1975 stammen von ehemaligen CIA Gebäude in der Stadt gegenüber der Notre Dame Kathedrale und alten Hauptpost. Auf dem Dach des Präsidentenpalastes sind allerdings zwei große rote Kreise gezeichnet. Frau Huong erzählt uns, dass ein Pilot der nordvietnamesischen Armee, der im Süden ausgebildet wurden war und mit Frau und Kind in Saigon zu der Zeit wohnte, den Befehl erhielt mit einem Bombenabwurf auf den Palast das Ende des Krieges einzuleiten. Es war wohl mehr ein symbolischer Schlag, denn zu Schaden sei niemand gekommen. Den Fotos im Palast entnehmen wir ohnehin, dass die Übernahme Saigons durch die nordvietnamesische Armee recht friedlich und unblutig vonstatten gegangen ist. Viele Mitglieder der damaligen Regierung konnten in die USA ausreisen, ohne erschossen bzw. vor Gericht gestellt zu werden. Frau Huong sieht den Buddhismus als Grund hierfür. Diese Religion predige den friedlichen Umgang miteinander.

Der mehrstöckige und weitläufige Palastgebäude in einem wunderschön gepflegten Park mit hohen Pinienbäumen steht heute allein dem Besucher offen.

Wir gehen den breiten Le Duan Boulevard weiter in Richtung Notre Dame Kathedrale und der zentralen Hauptpost. Alles Bauten, die von den Franzosen gebaut wurden. In der Hauptpost treffen wir auf den weltbekannten Briefschreiber. 90 Jahre zählt er und sitzt immer noch täglich auf seinem Stammplatz in der Post und unterzeichnet heute vor allem Postkarten auf Wunsch von Touristen. Mit seinen englischen und französischen Sprachkenntnissen war er lange Zeit sehr gefragt, Karten und Briefe an die im Ausland wohnenden Verwandten und Bekannten richtig zu beschriften.. Spiegel und Weltspiegel haben bereits über ihn berichtet.

Wenige Fußminuten entfernt die Saigoner Oper, ebenfalls nach französischem Vorbild errichtet. Gegenüber das Rex-Hotel und das alte Hotel Intercontinental. Das Rex Hotel wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als französische Garage zweistöckig gebaut, erst später erfolgte die Aufstockung und Nutzung als Hotel. Im Vietnam Krieg versammelten sich auf der Dachterrasse die internationalen Journalisten. Nach der Unabhängigkeit und Wiedervereinigung gehörte das Rex Hotel zu den ersten Hotels im Land, das von der vietnamesischen Regierung übernommen wurde. Uns so ist auf dem Dach neben der alten Krone die rote Staatsfahne mit dem gelben Stern für das unabhängige und wiedervereinigte Vietnam befestigt.

Der große Boulevard Nguyen Hue führt nach Westen zum vor allem am Abend hell erleuchteten Rathaus der Stadt, auch im Kolonialstil errichtet. In Richtung Saigon Fluss geht es vorbei an dem modernen Saigon, an hohen Glas- und Betontürmen, wie Saigon Skydeck, Bitexco Financial Tower, die an die Skyline von New York erinnern. Wir lassen uns Mango Smoothie am Saigon Fluss schmecken.

Der alte Präsidenten- und heute Wiedervereinigungspalast aus dem Jahr 1962.

Der alte Präsidenten- und heute Wiedervereinigungspalast aus dem Jahr 1962.

Der alte Gouverneurspalast aus der Zeit der französischen Besetzung. Bis in die 60er Jahr haben hier auch die südvietnamesischen Präsidenten residiert.

Der alte Gouverneurspalast aus der Zeit der französischen Besetzung. Bis in die 60er Jahr haben hier auch die südvietnamesischen Präsidenten residiert.

Der Konferenzsaal im Palast.

Der Konferenzsaal im Palast.

Empfangsraum des Präsidenten für in- und ausländische Gäste.

Empfangsraum des Präsidenten für in- und ausländische Gäste.

Blick auf den Le Dan Boulevard vom Balkon des Palastes aus. In der Anlage führt der Weg links und rechts um das Gebäude zur Hinterseite.

Blick auf den Le Dan Boulevard vom Balkon des Palastes aus. In der Anlage führt der Weg links und rechts um das Gebäude zur Hinterseite.

Hubschrauberplatz für den Präsidenten auf dem Dach des Palastes.

Hubschrauberplatz für den Präsidenten auf dem Dach des Palastes.

Die Hauptpost.

Die Hauptpost.

Im Innern der Hauptpost. Sie ist weiterhin im Betrieb, auch wenn vor allem Touristen heute das Gebäude bevölkern.

Im Innern der Hauptpost. Sie ist weiterhin im Betrieb, auch wenn vor allem Touristen heute das Gebäude bevölkern.

Der bekannte Briefschreiber bei seiner Arbeit.

Der bekannte Briefschreiber bei seiner Arbeit.

Blick auf das ehemalige CIA Gebäude, von dessen Dach der letzte Hubschrauber im April 1975 abgeflogen ist.

Blick auf das ehemalige CIA Gebäude, von dessen Dach der letzte Hubschrauber im April 1975 abgeflogen ist.

Die Notre Dame Kathedrale. Sie wird zurzeit saniert, ist aber noch in Betrieb. Rund 20 % der Südvietnamesen bekennen sich zum Katholizismus.

Die Notre Dame Kathedrale. Sie wird zurzeit saniert, ist aber noch in Betrieb. Rund 20 % der Südvietnamesen bekennen sich zum Katholizismus.

Blick auf das Rex Hotel mit Krone und Staatsflagge auf dem Dach.

Blick auf das Rex Hotel mit Krone und Staatsflagge auf dem Dach.

Blick von der Dachterrasse des Rex Hotels auf das Rathaus.

Blick von der Dachterrasse des Rex Hotels auf das Rathaus.

Blick auf das Rathaus von Saigon mit dem "Onkel Ho" Denkmal im Vordergrund. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut und ist dem Pariser Rathausgebäude nachempfunden.

Blick auf das Rathaus von Saigon mit dem "Onkel Ho" Denkmal im Vordergrund. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut und ist dem Pariser Rathausgebäude nachempfunden.

Die Saigoner Oper gegenüber dem Rex Hotel.

Die Saigoner Oper gegenüber dem Rex Hotel.

Das alte Hotel Continental neben dem Saigoner Operngebäude.

Das alte Hotel Continental neben dem Saigoner Operngebäude.

Der Platz vor dem Rex Hotel ist auch für junge Vietnamesen ein beliebtes Fotomotiv.

Der Platz vor dem Rex Hotel ist auch für junge Vietnamesen ein beliebtes Fotomotiv.

Unterwegs im modernen Saigon.

Unterwegs im modernen Saigon.

Saigon Skydeck, eines der höchsten Gebäude in der Stadt.

Saigon Skydeck, eines der höchsten Gebäude in der Stadt.

Die futuristisch anmutende Aussichtsplattform im 68. Stockwerk mit Blick auf den Saigon Fluss.

Die futuristisch anmutende Aussichtsplattform im 68. Stockwerk mit Blick auf den Saigon Fluss.

Am Saigon Fluss.

Am Saigon Fluss.

Wir besichtigen das Tunnelsystem Cu Chi.

Wir fahren nach Nordwesten zum legendären Tunnelsystem von Cu Chi. Mit dem Bau wurde bereits während des Kampfes gegen die Franzosen begonnen und dann im Krieg gegen die Amerikaner ausgebaut auf insgesamt 250 Kilometer Länge, z. Teil in drei Etagen. Die Tunnel wurden von den Viet Cong ( Partisanen) und von Viet Minh (Unabhängigkeitskämpfer) gleichermaßen genutzt. Auf dem ursprünglich heiß umkämpften, stark verwüstetet und bombardierten Gelände wurde nach Erreichen der Unabhängigkeit ein kleiner Teil des Tunnelsystems für den Besucherverkehr aufbereitet. Anhand eines Modells erklärt uns Frau Huong zunächst den Aufbau und Nutzung des Systems. In der ersten Etage unter dem Boden wurden sämtliche Funktionsräume eingerichtet, wie Aufenthaltsraum, Küche, Kantine, Werkstätten, selbst eine Krankenstation. Der Zugang war ein kleines schmales Loch, über das nach Abstieg ein Deckel mit Erde und Laub gedeckt wurde, sodass wirklich keine Spuren auf der Erde zu sehen waren. Wir haben den Einstieg von einem schmalen Vietnamesen vorgeführt bekommen. Jeder normal gewichtige Europäer wäre schon hier gescheitert und beim Einstieg steckengeblieben. Um dem Besucher aus dem In- aber vor allem aus dem Ausland eine Ahnung von dem zu geben, wie die Menschen über Jahre hinweg leben mussten, wurden die Einstiege vergrößert und die Höhe der Räume mit Strohdächern nach oben erweitert. Denn die Höhe der Gänge betrug keinen Meter, die Raumhöhe war nur unwesentlich höher. Das heißt alles wurde gebückt und allein mit Taschenlampen bewerkstelligt. Die Luft wurde über schmale Bambusrohre eingeführt, deren Öffnung mit Ameisenhaufen getarnt wurden. Denn Hunde konnten an dem Luftzug aus der Erde die Menschen unter der Erde riechen und an die Feinde verraten. Küchengerüche wurden über mehrere unterirdische Kammern ins Erdreich abgeleitet.

Für 25 Meter tauchen wird dann auch in einen Gang ab, tasten uns gebückt vor, ein junger Mann begleitet uns mit einer Taschenlampe. Wir haben Hochachtung vor diesen Menschen, die dieses System unter größten Entbehrungen und Kriegshandlungen schufen und so den technisch weit überlegenen Feind besiegten. Natürlich werden auch die grausamen Fallen gezeigt, die aus primitivsten Mitteln, u.a. auch aus den Splittern der abgeworfenen Bomben gebaut, geschaffen wurde. Auch Frau Huong stimmt uns zu, das war sehr grausam! Aber wir haben sie nicht gerufen, sie mussten nicht herkommen, so Frau Huong. Wir haben über 3 Millionen Menschen verloren, viele Frauen sind bis heute ohne Männer und allein. Das Land wurde verwüstet mit chemischen Mitteln, Landminen und Bomben. Frau Huong, die in unserem Alter ist, hat den Krieg noch erlebt. Wir können uns glücklich schätzen, dass in West- und Mitteleuropa der Krieg vor unserer Geburt beendet wurde.
Langsam laufen wir durch die Anlage, die aufgeforstet wurde und einen so friedlichen und ruhigen Eindruck auf uns macht. Wir hängen unseren Gedanken nach, bis Frau Huong uns einlädt zu Maniokwurzel und Tee, Maniokwurzel mit Salz war das Hauptnahrungsmittel während des Krieges. Es macht satt, aber nicht dick. Wir kauen an der Wurzel, die im Geschmack unserer Kartoffel ähnlich ist.

Knapp zwei Stunden brauchen wir zurück in die Stadt zum Hotel. Wir quälen uns durch den Feierabendverkehr. Eine ganze Armada von Mopeds setzt sich mit dem Umschalten auf Grün an der Kreuzung in Bewegung. Wir haben den Eindruck, dass das Leben hier noch einen Tick schneller und quirliger ist als in Hanoi. Hatten wir bereits in Hanoi Schwierigkeiten, die Straße uzt überqueren, so sind wir in Saigon mehrmals umgekehrt und sind lieber ein paar Meter weiter zu einer Ampelkreuzung gegangen, auch wenn da das Überqueren nicht unbedingt viel einfacher und ungefährlicher ist.

Unser Hotel befindet sich im Zentrum von Saigon im Bezirk Nr. 1 neben dem großen Ben Than Markt. Wenn die Markthallen am Abend schließen, verwandeln sich die Straßen um den Markt ihn einen großflächigen Nachtmarkt, auf dem alles angeboten wird, was der Tourist braucht oder auch nicht.

Die Franzosen haben der Stadt den Namen Saigon gegeben, und er hält sich bis heute. Nur offiziell wird Ho Chi Minh Stadt verwendet. Ho selbst wollte immer nach Saigon und sich auch das Tunnelsystem ansehen. Aber Ende der 60er Jahre soll er bereits so krank gewesen sein, dass die Partei ihm die Fahrt in den Süden verboten hat. Dafür erhielt die Stadt seinen Namen und ehrt ihn mit einem Museum.

So klein und so getarnt war der Einstieg ins unterirdische Tunnelsystem.

So klein und so getarnt war der Einstieg ins unterirdische Tunnelsystem.

Und so verschwanden die Menschen unter der dichten Laubdecke..

Und so verschwanden die Menschen unter der dichten Laubdecke..

Jetzt ist nichts mehr zu erkennen weder vom Einstieg noch von den unterirdischen Gängen. So sehr sich die Franzosen und Amerikaner auch bemüht haben, das System blieb unentdeckt.

Jetzt ist nichts mehr zu erkennen weder vom Einstieg noch von den unterirdischen Gängen. So sehr sich die Franzosen und Amerikaner auch bemüht haben, das System blieb unentdeckt.

Siegmund steigt hinab, allerdings wurde dieser Einstieg stark vergrößert für die etwas kräftigeren Touristen.

Siegmund steigt hinab, allerdings wurde dieser Einstieg stark vergrößert für die etwas kräftigeren Touristen.

Wir haben die 25 Meter geschafft!

Wir haben die 25 Meter geschafft!

Diese Fallen wurden für die Feinde aufgestellt und mit Rasen getarnt. Qualvoll muss das Leiden gewesen.

Diese Fallen wurden für die Feinde aufgestellt und mit Rasen getarnt. Qualvoll muss das Leiden gewesen.

Unterirdische Kantine und Küche. Auch hier konnten man sich nur gebückt oder im Sitzen aufhalten.

Unterirdische Kantine und Küche. Auch hier konnten man sich nur gebückt oder im Sitzen aufhalten.

Die Küche. Es wurde mit Feuer gekocht. Das Wasser zum Kochen wurde über einen mehrere Meter tiefen Brunnen vom Grundwasser geholt.

Die Küche. Es wurde mit Feuer gekocht. Das Wasser zum Kochen wurde über einen mehrere Meter tiefen Brunnen vom Grundwasser geholt.

Straßenverkehr in Saigon

Berufsverkehr in der Saigoner Innenstadt. Mopeds bestimmen den Verkehr, Regeln scheint es nicht zu geben bzw. die Mopedfahrer bestimmen sie. Sie fahren überall. Wenn es auf den Straßen zu voll ist, dann brausen sie auch auf den Fußwegen vorbei. Einbahnstraßen wie Zebrastreifen werden regelmäßig ignoriert.

Berufsverkehr in der Saigoner Innenstadt. Mopeds bestimmen den Verkehr, Regeln scheint es nicht zu geben bzw. die Mopedfahrer bestimmen sie. Sie fahren überall. Wenn es auf den Straßen zu voll ist, dann brausen sie auch auf den Fußwegen vorbei. Einbahnstraßen wie Zebrastreifen werden regelmäßig ignoriert.

Typisches Straßenbild. Die Mopeds befahren nicht allein die Fußwege, sondern werden auch von diesen zugeparkt, sodass der Fußgänger oft nur auf die Straße ausweichen kann.

Typisches Straßenbild. Die Mopeds befahren nicht allein die Fußwege, sondern werden auch von diesen zugeparkt, sodass der Fußgänger oft nur auf die Straße ausweichen kann.

Und wenn man mal nicht unterwegs ist, wird das Moped zum Schlafplatz umfunktioniert.

Und wenn man mal nicht unterwegs ist, wird das Moped zum Schlafplatz umfunktioniert.

Typisch auch für Saigon die Nudelsuppe Pho mit Rindfleisch und vielen frischen Kräutern sowie  Knoblauch und Chili. Der Saigoner ist sie zu jeder Tageszeit. Überall auf den Straßen sind kleine Garküchen zu finden.

Typisch auch für Saigon die Nudelsuppe Pho mit Rindfleisch und vielen frischen Kräutern sowie Knoblauch und Chili. Der Saigoner ist sie zu jeder Tageszeit. Überall auf den Straßen sind kleine Garküchen zu finden.

Ausflug ins Mekong Delta

Wir werden gleich früh um 8 Uhr am Hotel von Frau Huong und Fahrer abgeholt. Es geht nach Südosten ins Mekong Delta. Gut zwei Stunden Fahrt liegen vor uns, zunächst geht es durch das morgendliche Saigon und den Berufsverkehr. Auch jetzt dominieren die Mopeds. In den Parks wird Frühsport getrieben, getanzt und Schattenboxen-Übungen gemacht. Je weiter wir aus der Stadt herauskommen, um so mehr Müll und Abfall ist an den Straßenrändern zu finden. Auf den Kanälen, die durch die Dörfer ziehen, schwimmen Abfälle unbehelligt. Die Städte in Vietnam haben wir eigentlich als recht sauber und ordentlich empfunden. Außerhalb von Saigon sieht es jedoch oft recht anders aus.

In den Ortschaften sehen wir große schöne Häuser mit bunten Gärten, aber auch viel Wellblechhütten. Die Einkommensgegensätze sind sichtbar. Je näher wir unserem Ziel kommen, um so mehr zahlreicher werden Wasserarme links und rechts der Straße. Immer wieder überfahren wir Brücken. Eine üppige Pflanzenwelt tut sich vor unseren Augen auf. An der Anlegestelle in Cai Be warten große und kleine Motorboote auf die Besucher für die Fahrten auf dem Mekong. Die schmalen Wasserstraßen zwischen den Dörfern werden mit traditionellen Ruderbooten befahren, die wir aus den Berichten vom Mekong kennen. Neben dem Handwerk und Gartenanbau haben sich die Bewohner auf die Touristen eingestellt. Mit uns lassen sich Zig Touristen auf den großen Motorbooten wie kleinen Ruderbooten durch die Kanäle fahren. Nur die Ebbe lässt das Geschäft für kurze Zeit ruhen.

Wir fahren zunächst hinaus auf den breiten Strom und lassen uns dann von einer jungen Frau auf dem kleinen schmalen Ruderboot durch die Kanäle rudern. Links und rechts des Kanals wuchert der grüne Urwald. Danach geht es durch die Gärten des Mekongs. Das ist für uns sehr interessant. Wir sehen Bäume mit Jack- und Stinkfrüchten(Durian), Mangobäume, Ananassträucher, Bananenstauden, Sternfruchtbäume und lernen neue Früchte kennen, wie die grüne Milchfrucht. Die Sonne scheint heiß vom Himmel, wir genießen im Schatten Obst und Tee. Wir sehen bei der traditionellen Puffreisproduktion mit verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Kokos, Ingwer, Erdnuss zu und informieren uns über lokale Pilzzucht.
Im Anschluss geht es an Hausbooten und schwimmenden Händlern vorbei.

Ein Tag auf dem Wasser. Wir denken an unsere Fahrt auf dem Inlay Lake in Myanmar, ähnliche Eindrücke und doch auch anders.

Blick von der Brücke bei Cai Be auf die schwimmenden Märkte und Hausboote.

Blick von der Brücke bei Cai Be auf die schwimmenden Märkte und Hausboote.

Unrat verschickt sich mit Wasserhyazinthen an den Fluss- und Kanalufern.

Unrat verschickt sich mit Wasserhyazinthen an den Fluss- und Kanalufern.

Die Anlegestelle für Ausflugsboote unterschiedlicher Größe in Cai Be.

Die Anlegestelle für Ausflugsboote unterschiedlicher Größe in Cai Be.

Mit diesem Boot werden wir auf dem Mekong in den nächsten Stunden unterwegs sein.

Mit diesem Boot werden wir auf dem Mekong in den nächsten Stunden unterwegs sein.

Fischerboote auf dem Mekong.

Fischerboote auf dem Mekong.

Wir steigen um auf ein typisches Mekong Ruderboot mit zwei Rudern, die über kreuz vor allem von Frauen gerudert werden.

Wir steigen um auf ein typisches Mekong Ruderboot mit zwei Rudern, die über kreuz vor allem von Frauen gerudert werden.

Noch sind die Kanäle mit Wasser gefüllt. Wenige Minuten später kommt die Ebbe und die Kanalfahrten Düsen eingestellt werden.

Noch sind die Kanäle mit Wasser gefüllt. Wenige Minuten später kommt die Ebbe und die Kanalfahrten Düsen eingestellt werden.

Der vietnamesische Strohhut schützt auch uns vor der Sonne.

Der vietnamesische Strohhut schützt auch uns vor der Sonne.

Unterwegs in den Gärten auf den Mekong Inseln.

Unterwegs in den Gärten auf den Mekong Inseln.

Frau Huang ist eine kundige Begleiterin durch die blühenden Gärten. Brücken wie diese sind überall in den mit Kanälen und Teichen versehenden Gärten.

Frau Huang ist eine kundige Begleiterin durch die blühenden Gärten. Brücken wie diese sind überall in den mit Kanälen und Teichen versehenden Gärten.

Es geht vorbei an Bäumen mit den großen Jackfrüchten.

Es geht vorbei an Bäumen mit den großen Jackfrüchten.

Reifende Mangofrüchte am Baum.

Reifende Mangofrüchte am Baum.

Ananasfrüchte am Strauch

Ananasfrüchte am Strauch

Bananenstauden

Bananenstauden

Die schwimmenden Händler und Hausboote auf dem Mekong in Cai Be

Die schwimmenden Händler und Hausboote auf dem Mekong in Cai Be

© Gundula Henkel, 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir beginnen in Myanmar, Yangon. Eine Rundreise schließt sich an, die am Meer enden wird. Danach fliegen wir über Bangkok nach Siem Reap, um uns die Tempelanlage Angkor Wat anzusehen. Im Anschluss geht es auf eine Rundreise durch Vietnam. Wir werden in Hanoi starten, fahren dann mit Bus und Bahn bis nach Ho Chih Minh Stadt, dem alten Saigon. Vier Wochen Wärme und sicher Sonne satt liegen vor uns. Wir werden eintauchen in neue und unbekannte Kulturen. Das gilt vor allem für Myanmar.
Details:
Aufbruch: 15.01.2020
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 14.02.2020
Reiseziele: Myanmar
Kambodscha
Vietnam
Der Autor
 
Gundula Henkel berichtet seit 26 Monaten auf umdiewelt.
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