Wir setzen unsere Reise durch die Welt mit dem Ziel Südostasien fort!

Reisezeit: Januar / Februar 2020  |  von Gundula Henkel

Rundreise durch Vietnam von Nord nach Süd

Stadtrundgang durch Hanoi

Das im Norden Vietnams gelegene Hanoi empfängt uns mit deutlich kühleren Temperaturen als wir sie auf unserer Reise bisher gewohnt sind. Und auch die Sonne fehlt. Über Hanoi liegt ein dichter grauer Schleier, der uns die gesamte Zeit unseres Aufenthaltes in der Stadt begleitet. Hatten wir am ersten Tag noch trockenes und angenehm warmes Wetter, kommt an den nächsten Regen dazu und die Temperaturen gehen noch weiter zurück.. Aber nach mehr als zwei Wochen Sonne und Wärmen musste ja irgendwann auch mal das Wetter umschlagen. Und wir befinden uns in der Regensaison, so der freundliche Herr an der Rezeption unseres Hotels.

Herr Dang, unser Reiseleiter in Hanoi, erwartet uns am Flughafen mit Auto und Fahrer. Eine Annehmlichkeit, die wir auch an den Folgetagen sehr genießen. Herr Dang, hat in den 1960/ 70er Jahren in der DDR studiert, ist inzwischen pensioniert und verdient sich ein Zubrot mit Besucherbetreuung aus den deutschsprachigen Ländern. Ein freundlicher Herr, der geduldig auf alle unsere Fragen antwortet und vieles über sein Land zu berichten weiss.

Unser erster Gang am frühen Sonntagmorgen führt uns zu Ho Chi Minh. Wir besuchen das Mausoleum, wo er aufgebahrt ist, seine Wohnsitze, kommen am Präsidentenpalast vorbei und sind in der auf dem Gelände befindlichen Einsäulenpagode.. Die gesamte Anlage im Zentrum von Hanoi gegenüber dem Parlamentsgebäude ist weiträumig abgesperrt und wird von Angehörigen der vietnamesischen Armee bewacht. Es sind vor allem vietnamesische Besucher, die sich mit uns einreihen, um am Sarg von Ho Chi Minh vorbeizugehen. Ho Chi Minh, so erklärt uns Herr Dang, genießt unter den Menschen in Nord und Süd auf heute noch hohes Ansehen als Revolutionsführer, der das Land 1945 in die Unabhängigkeit führte und als „Gründer, als Führer und als Trainer“ der kommunistischen Partei Vietnams, so steht es überall in roten Lettern geschrieben. Sein Geist und sein Denken prägen die Politik der Partei auch in der Gegenwart. Was darunter zu verstehen ist, konnte uns Herr Dang nicht so richtig erklären. Er sei zwar Parteimitglied, aber als Rentner nicht mehr aktiv. Wir haben ohnehin den Eindruck, dass die Vietnamesen recht pragmatisch Politik und Gesellschaft gestalten. Zwar sind auch viele junge Leute in der Partei, aber vor allem der Laufbahn wegen, so Herr Dang. Seine Tochter beispielsweise ist Journalistin bei einer Umweltzeitschrift, da wirkt sich die Mitgliedschaft positiv auf ihre Arbeit aus. Sein Sohn dagegen hat ein eigenes Architekturbüro und lebt in Melbourne wie Saigon. Er sei raus aus der Politik, der konzentriert sich auf sein Business.

Ähnlich halten es die Vietnamesen offenbar auch mit dem Buddhismus, der ie in allen südostasiatischen Ländern auch hier weit verbreitet ist. Ein kurzer Gang mit Verbeugung vor den Buddhastatuen und Abbrennen von Räucherkerzen in der Pagode auch im Rahmen von Parteifeierlichkeiten schadet nicht, aber das tägliche fast exzessive Beten und Spenden scheint hier nicht üblich zu sein. Wir sehen Sachspenden in Form und Obst, Keksen und auch Alkohol, aber zig Geldscheine wie in Myanmar nicht.

Im Literaturtempel, dort wo Konfizius und der erste Rektor der Universität Vietnams geehrt werden, da kann es schon vorkommen, dass die für Weisheit und Klugheit stehenden Kraniche und Schildkröten von jungen Leuten mit Geldschienen in den Händen gerieben werden, in der Hoffnung, es bringt ihnen bei den nächsten Prüfungen Glück. Lernen wäre wohl eine bessere Methode, aber vielleicht beruhigt diese Geste.

Das Ho Chi Minh Mausoleum im Zentrum der Stadt. Hier wird der einstige Revolutionsführer seit 1975 aufgebahrt. Tausende von Menschen ziehen täglich an seinem Sarg vorüber. Es sind vor allem Einheimische, die Ho weiterhin als wichtige Integrationsfigur im Land verehren.

Das Ho Chi Minh Mausoleum im Zentrum der Stadt. Hier wird der einstige Revolutionsführer seit 1975 aufgebahrt. Tausende von Menschen ziehen täglich an seinem Sarg vorüber. Es sind vor allem Einheimische, die Ho weiterhin als wichtige Integrationsfigur im Land verehren.

Das Gebiet um das Mausoleum ist weiträumig abgesperrt, und der Besucherstrom wird aufwendig kontrolliert.

Das Gebiet um das Mausoleum ist weiträumig abgesperrt, und der Besucherstrom wird aufwendig kontrolliert.

Der ehemalige Gouverneurspalast, Anfang des 20. Jahrhunderts von den Franzosen erbaut, ist nicht für den Besucher zugänglich. Ho Chi Minh hat in dem Palast nie gelebt, sondern allein ausländische Besucher und Gäste empfangen.

Der ehemalige Gouverneurspalast, Anfang des 20. Jahrhunderts von den Franzosen erbaut, ist nicht für den Besucher zugänglich. Ho Chi Minh hat in dem Palast nie gelebt, sondern allein ausländische Besucher und Gäste empfangen.

Gegenüber vom Präsidentenpalast die schlichte Wohn- und Arbeitsstätte von Ho Chi Minh in den Jahren 1954 bis 1958, in der heute sich der Besucher detailliert über das Leben und Wirken von Ho informieren kann.

Gegenüber vom Präsidentenpalast die schlichte Wohn- und Arbeitsstätte von Ho Chi Minh in den Jahren 1954 bis 1958, in der heute sich der Besucher detailliert über das Leben und Wirken von Ho informieren kann.

Präsidentenpalast und Wohnanlage sind umgeben von einer wunderschönen Parkanlage mit vielen tropischen Pflanzen, bunten Blumenrabatten und einem See. Hier soll sich Ho entspannt und Ruhe gefunden haben. Besonders, so die Legende, sollen es ihm die Kois im See angetan haben.

Präsidentenpalast und Wohnanlage sind umgeben von einer wunderschönen Parkanlage mit vielen tropischen Pflanzen, bunten Blumenrabatten und einem See. Hier soll sich Ho entspannt und Ruhe gefunden haben. Besonders, so die Legende, sollen es ihm die Kois im See angetan haben.

Nach 1958 bis zu seinem Tod lebte Ho in diesem zweistöckigen Holzhaus, neben dem auch ein Bunker zum Schutz für Ho bei Bombardements eingerichtet war.

Nach 1958 bis zu seinem Tod lebte Ho in diesem zweistöckigen Holzhaus, neben dem auch ein Bunker zum Schutz für Ho bei Bombardements eingerichtet war.

Mit viel Liebe und Sorgfalt werden Gebrauchsgegenstände und Mobiler von Ho in den Räumen aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Mit viel Liebe und Sorgfalt werden Gebrauchsgegenstände und Mobiler von Ho in den Räumen aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Gegenüber vom Mausoleum das Parlamentsgebäude, wo der vietnamesische Volkskongress tagt- Er tritt einmal im Jahr zusammen, um die von der Partei beschlossene Politik in Gesetze  gegossen zu verabschieden. Ähnlich wie in China, Laos und Nordkorea gibt auch in Vietnam die kommunistische Partei, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiert, den politischen Ton an.

Gegenüber vom Mausoleum das Parlamentsgebäude, wo der vietnamesische Volkskongress tagt- Er tritt einmal im Jahr zusammen, um die von der Partei beschlossene Politik in Gesetze gegossen zu verabschieden. Ähnlich wie in China, Laos und Nordkorea gibt auch in Vietnam die kommunistische Partei, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiert, den politischen Ton an.

Die Einsäulepagode, ursprünglich mit einem Holzfuss erbaut, den die Franzosen bei ihrem Abzug Mitte der 50er Jahre zerstört haben. Der Neuaufbau in den 1980er Jahren erfolgte mit Beton. Die Legende besagt, dass der König, nachdem ihm auf einem Lotusblatt der lang ersehnte Nachwuchs präsentiert und übergeben wurde, aus Dankbarkeit diese Pagode in Form eines Lotusblattes errichten ließ. Heute pilgern Frauen mit Kinderwunsch zur Pagode und erhoffen sich hier Beistand für eine baldige Schwangerschaft.

Die Einsäulepagode, ursprünglich mit einem Holzfuss erbaut, den die Franzosen bei ihrem Abzug Mitte der 50er Jahre zerstört haben. Der Neuaufbau in den 1980er Jahren erfolgte mit Beton. Die Legende besagt, dass der König, nachdem ihm auf einem Lotusblatt der lang ersehnte Nachwuchs präsentiert und übergeben wurde, aus Dankbarkeit diese Pagode in Form eines Lotusblattes errichten ließ. Heute pilgern Frauen mit Kinderwunsch zur Pagode und erhoffen sich hier Beistand für eine baldige Schwangerschaft.

In der Pagode finden wir viele Sachspenden, selbst an Alkohol mangelt es nicht.

In der Pagode finden wir viele Sachspenden, selbst an Alkohol mangelt es nicht.

Das Leben hat einen Anfang und ein Ende. Die pragmatischen Vietnamesen gedenken gleich neben der Pagode ihren toten Familienangehörigen. Wer zuhause kein Platz hat, wem ein Friedhofsgrab zu teuer ist, der gedenkt auf diese Weise seinen Angehörigen.

Das Leben hat einen Anfang und ein Ende. Die pragmatischen Vietnamesen gedenken gleich neben der Pagode ihren toten Familienangehörigen. Wer zuhause kein Platz hat, wem ein Friedhofsgrab zu teuer ist, der gedenkt auf diese Weise seinen Angehörigen.

Hallo Vietnam heisst es im Ethnologischen Museum. Insgesamt 54 unterschiedliche Nationalitäten leben in Vietnam. Die Viet bilden mit mehr als 80% die Mehrheit der gut 100 Millionen Menschen im Land. Umfangreich und sehr detailliert wird im Museum über das Leben, die Kultur  und die Gewohnheiten der Nationalitäten berichtet. Laut Verfassung besteht Gleichberechtigung aller Ethnien im Land und deren Sprache, Kultur und Bräuche sind verfassungsrechtlich geschützt. Wie der Alltag wirklich aussieht, vermag der Besucher der Ausstellung nicht zu entnehmen. 
Wir lernen, dass die Minderheiten vor allem in den Berg- und Grenzregionen leben, sich  mit Reisanbau, Jagd und Fischerei beschäftigen. Der Zugang zu den Dörfern ist oft sehr beschwerlich, eine moderne Infrastruktur ist noch nicht überall aufgebaut, berichtet  uns Herr Dang. Daher ist  das Leben zumeist beschwerlicher als in den Städten. .

Hallo Vietnam heisst es im Ethnologischen Museum. Insgesamt 54 unterschiedliche Nationalitäten leben in Vietnam. Die Viet bilden mit mehr als 80% die Mehrheit der gut 100 Millionen Menschen im Land. Umfangreich und sehr detailliert wird im Museum über das Leben, die Kultur und die Gewohnheiten der Nationalitäten berichtet. Laut Verfassung besteht Gleichberechtigung aller Ethnien im Land und deren Sprache, Kultur und Bräuche sind verfassungsrechtlich geschützt. Wie der Alltag wirklich aussieht, vermag der Besucher der Ausstellung nicht zu entnehmen.
Wir lernen, dass die Minderheiten vor allem in den Berg- und Grenzregionen leben, sich mit Reisanbau, Jagd und Fischerei beschäftigen. Der Zugang zu den Dörfern ist oft sehr beschwerlich, eine moderne Infrastruktur ist noch nicht überall aufgebaut, berichtet uns Herr Dang. Daher ist das Leben zumeist beschwerlicher als in den Städten. .

Auf dieser Karte ist die Verteilung der unterschiedlichen Ethnien sehr gut zu erkennen. Die grünen Flächen werden von der Mehrheit der Viet bewohnt, es ist in der Regel der küstennahe Bereich und die fruchtbare Tiefebene.

Auf dieser Karte ist die Verteilung der unterschiedlichen Ethnien sehr gut zu erkennen. Die grünen Flächen werden von der Mehrheit der Viet bewohnt, es ist in der Regel der küstennahe Bereich und die fruchtbare Tiefebene.

Im Garten des Museums kann der Besucher Wohnhäuser einzelner Ethnien besichtigen, die von Familien zum Zweck der Ausstellung abgekauft und realitätsgetreu eingerichtet wurden. Auch heute sind Wohnhäuser wie diese in den Dörfern der Minderheiten zu finden.

Im Garten des Museums kann der Besucher Wohnhäuser einzelner Ethnien besichtigen, die von Familien zum Zweck der Ausstellung abgekauft und realitätsgetreu eingerichtet wurden. Auch heute sind Wohnhäuser wie diese in den Dörfern der Minderheiten zu finden.

Im Innern eines aus Stroh und Bambus errichteten Gemeinschaftswohnhauses.

Im Innern eines aus Stroh und Bambus errichteten Gemeinschaftswohnhauses.

Eingang zum bekannten Literaturtempel Van Mieu in Hanoi, der von König Ly  nach konfuzianischem Vorbild für die Abnahme der zentralen Beamtenprüfungen im Jahre 1070 eingerichtet wurde. 1076 öffnete dann hier die erste Universität Vietnams zum Studium von Philosophie, Soziallehre, Literatur, Erziehung und Gestaltung ihre Pforten. Hautvoraussetzungen für eine bestandene Prüfung und den Erhalt eines Doktorgrades waren Talent und Tugend. Der besten Absolventen wird auf Steintafeln gedacht, die auf Sockeln mit der Statur einer Schildkröte angebracht sind. Die Schildkröte steht für Weisheit und Klugheit. 
1805 wurde die Universität nach Hue verlegt. Seit Erlangung der Unabhängigkeit 1945 dürfen  auch Frauen in Vietnam studieren.

Eingang zum bekannten Literaturtempel Van Mieu in Hanoi, der von König Ly nach konfuzianischem Vorbild für die Abnahme der zentralen Beamtenprüfungen im Jahre 1070 eingerichtet wurde. 1076 öffnete dann hier die erste Universität Vietnams zum Studium von Philosophie, Soziallehre, Literatur, Erziehung und Gestaltung ihre Pforten. Hautvoraussetzungen für eine bestandene Prüfung und den Erhalt eines Doktorgrades waren Talent und Tugend. Der besten Absolventen wird auf Steintafeln gedacht, die auf Sockeln mit der Statur einer Schildkröte angebracht sind. Die Schildkröte steht für Weisheit und Klugheit.
1805 wurde die Universität nach Hue verlegt. Seit Erlangung der Unabhängigkeit 1945 dürfen auch Frauen in Vietnam studieren.

Die Anlage gleicht dem Konfuzius Tempel in Qufu in China. In den ersten beiden Höfen kamen die Prüflinge nach der Auswahl in ihren Heimatregionen zusammen, um die Prüfungsbögen zu absolvieren.. Bewaffnet mit Zelt, Schlafstätte und ihren Prüfungsutensilien verbrachten sie mehrere Tage in der Anlage, bis sie mit der Erledigung der Aufgaben fertig waren.

Die Anlage gleicht dem Konfuzius Tempel in Qufu in China. In den ersten beiden Höfen kamen die Prüflinge nach der Auswahl in ihren Heimatregionen zusammen, um die Prüfungsbögen zu absolvieren.. Bewaffnet mit Zelt, Schlafstätte und ihren Prüfungsutensilien verbrachten sie mehrere Tage in der Anlage, bis sie mit der Erledigung der Aufgaben fertig waren.

Im hinteren Hof wurde die Universität eingerichtet. Heute wird hier dem ersten Rektor gedacht.

Im hinteren Hof wurde die Universität eingerichtet. Heute wird hier dem ersten Rektor gedacht.

Ausgelassen feiern Schüler im Hof den Abschluss der mittleren Reife.

Ausgelassen feiern Schüler im Hof den Abschluss der mittleren Reife.

Diese Schülerin erhofft sich offensichtlich Beistand für die weitergehenden Prüfungen und reibt kräftig am Kranich. Auch das Portemonnaie hat sie bereits gezückt.

Diese Schülerin erhofft sich offensichtlich Beistand für die weitergehenden Prüfungen und reibt kräftig am Kranich. Auch das Portemonnaie hat sie bereits gezückt.

Das Opernhaus in Hanoi, Anfang des 20. Jahrhunderts nach dem Vorbild der Pariser Oper erbaut.  Ein imposantes Gebäude im neoklassizistischen Baustil errichtet.

Das Opernhaus in Hanoi, Anfang des 20. Jahrhunderts nach dem Vorbild der Pariser Oper erbaut. Ein imposantes Gebäude im neoklassizistischen Baustil errichtet.

Vom Opernhaus aus spazieren wir in Richtung Osten durch die Trang Tien Straße, deren Gebäude links und rechts der Straße von viel französischem Einfluss zeugen.

Vom Opernhaus aus spazieren wir in Richtung Osten durch die Trang Tien Straße, deren Gebäude links und rechts der Straße von viel französischem Einfluss zeugen.

Denkmal für König Ly Thai To, der Hauptstadt Vietnams im Jahr 1010 von Zentralvietnam in die  Mitte der Tonkin Region an den Roten Fluss verlegte. Seither ist Hanoi politisches Zentrum Vietnams.

Denkmal für König Ly Thai To, der Hauptstadt Vietnams im Jahr 1010 von Zentralvietnam in die Mitte der Tonkin Region an den Roten Fluss verlegte. Seither ist Hanoi politisches Zentrum Vietnams.

Ebenfalls in der Altstadt die älteste Kirche in Hanoi, die St. Joseph Kathedrale, 1886 errichtet nach dem Vorbild von Notre Dame. Sie ist weiterhin in Betrieb, wobei es nur wenig gläubige Katholiken im Land geben soll.

Ebenfalls in der Altstadt die älteste Kirche in Hanoi, die St. Joseph Kathedrale, 1886 errichtet nach dem Vorbild von Notre Dame. Sie ist weiterhin in Betrieb, wobei es nur wenig gläubige Katholiken im Land geben soll.

Viel mehr ist der Buddhismus verbreitet. Hier ein schönes Beispiel, sie Religion und Staat zusammen harmonieren. Die Tempel und alten Gebäude in der Stadt sind weiterhin mit Schriftzeichen versehen. Bis zum Einzug der Franzosen Mitte des letzten Jahrhunderts war auch in Vietnam der Gebrauch der chinesischen Schriftzeichen üblich. Die Franzosen haben die Zeichen per Dekret abgeschafft. Heute verwenden Vietnamesen lateinische Buchstaben. Um die unterschiedliche Silbenbetonung und Bedeutung zu kennzeichnen, werden Punkte und Haken über die Silben gesetzt. Im Vietnamesischen gibt es sechs verschiedene Töne. Die Silbe Pho beispielsweise bedeutet einmal Straße und anders betont Suppe.

Viel mehr ist der Buddhismus verbreitet. Hier ein schönes Beispiel, sie Religion und Staat zusammen harmonieren. Die Tempel und alten Gebäude in der Stadt sind weiterhin mit Schriftzeichen versehen. Bis zum Einzug der Franzosen Mitte des letzten Jahrhunderts war auch in Vietnam der Gebrauch der chinesischen Schriftzeichen üblich. Die Franzosen haben die Zeichen per Dekret abgeschafft. Heute verwenden Vietnamesen lateinische Buchstaben. Um die unterschiedliche Silbenbetonung und Bedeutung zu kennzeichnen, werden Punkte und Haken über die Silben gesetzt. Im Vietnamesischen gibt es sechs verschiedene Töne. Die Silbe Pho beispielsweise bedeutet einmal Straße und anders betont Suppe.

Der Hoan Kiem See am Abend  mit Blick auf den Jadebergtempel.  Der Name des Sees vom "zurückgegebenen Schwert" ist mit einer schönen Legende verbunden: Eine goldene Schildkröte aus dem See soll einem Fischer ein Schwert gegeben, mit dem Eindringlinge aus dem Land erfolgreich vertrieben werden konnten. Nach Rückkehr des Königs  hat der Fischer das Schwert voller Dankbarkeit  der Schildkröte im See zurückgegeben. Die Menschen gehen daher davon aus, dass das Schwert weiterhin am Boden des Sees liegt. Die Schildkröte wird seither verehrt mit dem eigens dafür in der Mitte des Sees errichtetem Schildkrötenturm. Die Schildkröte von einst und eine im Jahr 2016 aus dem See entnommene  Schildkröte können im Jadebergtempel am Nordufer des Sees bewundert werden. Von der rot beleuchteten Holzbrücke zum Tempel kann bei schönem und klarem Wetter der Sonnenaufgang beobachtet werden.

Der Hoan Kiem See am Abend mit Blick auf den Jadebergtempel. Der Name des Sees vom "zurückgegebenen Schwert" ist mit einer schönen Legende verbunden: Eine goldene Schildkröte aus dem See soll einem Fischer ein Schwert gegeben, mit dem Eindringlinge aus dem Land erfolgreich vertrieben werden konnten. Nach Rückkehr des Königs hat der Fischer das Schwert voller Dankbarkeit der Schildkröte im See zurückgegeben. Die Menschen gehen daher davon aus, dass das Schwert weiterhin am Boden des Sees liegt. Die Schildkröte wird seither verehrt mit dem eigens dafür in der Mitte des Sees errichtetem Schildkrötenturm. Die Schildkröte von einst und eine im Jahr 2016 aus dem See entnommene Schildkröte können im Jadebergtempel am Nordufer des Sees bewundert werden. Von der rot beleuchteten Holzbrücke zum Tempel kann bei schönem und klarem Wetter der Sonnenaufgang beobachtet werden.

Hanoi, der Verkehr und vieles mehr

Bei unserem Stadtrundgang lernen wir Hanoi als moderne und lebendige Stadt kennen, die offenbar nie zur Ruhe kommt. Trotz massiver Zerstörungen während der ausländischen Aggressionen und politischer Unruhen bis in die 1980er Jahre hat das Land einen Wirtschafts- und Reformkurs eingeschlagen, der der Gesellschaft eine fortschrittliche Entwicklung bringt. Das Leben in den Straßen ist bunt und vielfältig, das Angebot sehr reichhaltig, arme Menschen sind zumindest in der Hauptstadt kaum wahrzunehmen. Es wird gearbeitet, gehandelt und gewerkelt. Die Altstadt mit ihren kleinen Gassen und Wegen, den vielen zweistöckigen Häusern, die Parterre ausreichend Raum für das Geschäft bietet, ist seit dem 13. Jahrhundert aufgeteilt nach den verschiedenen Handwerksgilden.

Der Verkehr allerdings ist chaotisch, vor allem aufgrund der vielen Mopeds, die ohne jegliche Regeln durch die Straßen und Gassen sausen. Ampeln wie Zebrastreifen sind nur Dekoration, so zumindest kommt es dem Fußgänger vor. Er ist das schwächste Glied in der Verkehrskette.
Herr Dang macht es uns vor, er hält die Hände hoch wie ein Stoppschild und bringt uns sicher auf die andere Straßenseite. Wir versuchen es bei unseren Touren allein durch die Stadt ihm nachzumachen, aber nicht immer gelingt es uns. Allein der Weg um den Hoan Kiem See lässt den Verkehr kurze Zeit vergessen und ist vor allem am Abend aufgrund der vielen Lichter ein Genuss.

In der Altstadt von Hanoi herrscht ein buntes Treiben auch bei Regen. Pampelmusenbäume mit großen reifen Früchten sind uns immer wieder begegnet.

In der Altstadt von Hanoi herrscht ein buntes Treiben auch bei Regen. Pampelmusenbäume mit großen reifen Früchten sind uns immer wieder begegnet.

Wie schmale Handtücher aneinander gereiht stehen die Wohnhäuser links und rechts der Straße. Sie  können in Vietnam nach einer Reformierung des Eigentums an Grund und Boden privat erworben werden, inklusive Boden, aber der ist gerade an der Straße recht teuer, sodass schmal an der Stirnseite, aber tief und hoch gebaut wird. Einbruch scheint es weniger als in China zu geben. Die nach französischem Vorbild großen Balkone mit hohen Fenstern, die bis zum Boden reichen, sind zumeist nicht vergittert.

Wie schmale Handtücher aneinander gereiht stehen die Wohnhäuser links und rechts der Straße. Sie können in Vietnam nach einer Reformierung des Eigentums an Grund und Boden privat erworben werden, inklusive Boden, aber der ist gerade an der Straße recht teuer, sodass schmal an der Stirnseite, aber tief und hoch gebaut wird. Einbruch scheint es weniger als in China zu geben. Die nach französischem Vorbild großen Balkone mit hohen Fenstern, die bis zum Boden reichen, sind zumeist nicht vergittert.

Köstliches und schmackhaftes Essen gibt es auch in Vietnam im Übermaß. Reichhaltig das Angebot von Nudelsuppen, Fleisch- und Seafoodgerichten mit Reis, Obst und Teigwaren. Dazu wird Bier, einheimisches und gezapft oder internationales, der starke schwarze Kaffee mit süßer dicker Kondensmilch oder frisch gepresste Säfte gereicht. .

Köstliches und schmackhaftes Essen gibt es auch in Vietnam im Übermaß. Reichhaltig das Angebot von Nudelsuppen, Fleisch- und Seafoodgerichten mit Reis, Obst und Teigwaren. Dazu wird Bier, einheimisches und gezapft oder internationales, der starke schwarze Kaffee mit süßer dicker Kondensmilch oder frisch gepresste Säfte gereicht. .

Straßen und Gassen sind gefüllt mit Mobiliar aus bunter Plastik und Holz, die Kindergärten entnommen zu sein scheinen, auf den sich Einheimische wie Touristen niederlassen, um zu essen und zu trinken. Dazwischen bahnen sich Händler mit Lastwagen, Mopeds und Autos ihren Weg.

Straßen und Gassen sind gefüllt mit Mobiliar aus bunter Plastik und Holz, die Kindergärten entnommen zu sein scheinen, auf den sich Einheimische wie Touristen niederlassen, um zu essen und zu trinken. Dazwischen bahnen sich Händler mit Lastwagen, Mopeds und Autos ihren Weg.

Nicht immer sieht es sauber und ordentlich aus. Aber die Auswahl an Garküchen und Imbissstuben ist groß.

Nicht immer sieht es sauber und ordentlich aus. Aber die Auswahl an Garküchen und Imbissstuben ist groß.

Hier haben wird die schmackhafte Reisnudelsuppe Bun cha gegessen, die mit Kräutern und Salat versehen sowie mit Limettensaft und Knoblauch abgeschmeckt wird. Die Preise der kleinen Imbissstuben sind ähnlich niedrig. Für 2 bis 4 Euro pro Person haben wir hervorragend speisen können.

Hier haben wird die schmackhafte Reisnudelsuppe Bun cha gegessen, die mit Kräutern und Salat versehen sowie mit Limettensaft und Knoblauch abgeschmeckt wird. Die Preise der kleinen Imbissstuben sind ähnlich niedrig. Für 2 bis 4 Euro pro Person haben wir hervorragend speisen können.

Auch in Vietnam ist das Kauen von Betelnüssen noch verbreitet. Vor allem auf dem Land wird dem Genuss der Früchte gefrönt. Sie machen den Mund taub, die Zunge rot und lassen die Zähne schwarz aussehen.

Auch in Vietnam ist das Kauen von Betelnüssen noch verbreitet. Vor allem auf dem Land wird dem Genuss der Früchte gefrönt. Sie machen den Mund taub, die Zunge rot und lassen die Zähne schwarz aussehen.

© Gundula Henkel, 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir beginnen in Myanmar, Yangon. Eine Rundreise schließt sich an, die am Meer enden wird. Danach fliegen wir über Bangkok nach Siem Reap, um uns die Tempelanlage Angkor Wat anzusehen. Im Anschluss geht es auf eine Rundreise durch Vietnam. Wir werden in Hanoi starten, fahren dann mit Bus und Bahn bis nach Ho Chih Minh Stadt, dem alten Saigon. Vier Wochen Wärme und sicher Sonne satt liegen vor uns. Wir werden eintauchen in neue und unbekannte Kulturen. Das gilt vor allem für Myanmar.
Details:
Aufbruch: 15.01.2020
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 14.02.2020
Reiseziele: Myanmar
Kambodscha
Vietnam
Der Autor
 
Gundula Henkel berichtet seit 26 Monaten auf umdiewelt.
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