Nathalie & Harry's Welt-Reiseabenteuer

Reisezeit: Januar - August 2024  |  von Harry & Nathalie *

Es geht los!: Paris

24h Paris und was man alles so erlebt

Gut geschlafen und frisch gings am nächsten Morgen voller Tatendrang wieder los. Das Gepäck konnten wir im Hotel einlagern bis zur Rückreise an den Flughafen, das machte vieles einfacher. Um 12 Uhr haben wir den Lift auf den Tour d'Eiffel gebucht. Vorher reichte es für das Frühstück und ein gemütliches Spazieren zum Turm. Ich friere schon wieder. In der Nacht wurde Paris von einer feinen Schneeeisdecke zugezuckert. Es weht ein so eisiger Wind, dass sich die 0 Grad noch viel kälter anfühlen. Ich wickle meinen Paschminaschal von Doro um den Kopf und um den Hals, so dass ich mich richtig darin verstecken kann, es sieht schon fast so aus, als käme ich aus dem fernen Osten. Nun gut, anstehen für den Lift, einsteigen und hoch gehts. Leider ist das Top wegen Bauarbeiten geschlossen, wir müssen also in der zweiten Etage aussteigen. Im Vorraum ist es noch einigermassen windgeschützt und warm aber kaum tritt mann auf die äussere Plattform, fühlt es sich an, wie eine Erbse die schockgefroren wird. Die Empfangsdame im Hotel meinte, sie hätten schon seit langem nicht mehr so kalt gehabt. Na bravo, natürlich wenn wir in nicht ganz so typischer Winterkleidung hier sind schon "grr!". Als wir gestern ein Bild vom beleuchteten Eifelturm auf Instagram hochluden, hat sich ein Paar aus New York gemeldet, dass sie ab Mittwoch ebenfalls in Paris sind. Wir haben sie auf unserer Reise auf Fuerteventura kennengelernt und sind seither über Socialmedia ab und zu im Austausch. Leider verpassen wir uns so wegen einem Tag, da wir ja bereits am Dienstagabend weiterfliegen. Schade, das wäre ja witzig gewesen.Nun, Paris mit einem Zuckerguss in grau, weiss, schwarz wirkt fast wie aus einer anderen Zeit. Die Rundumsicht ist einigermassen klar, es ist wolkig aber nicht vollständig trüb. Um mich aufzuwärmen, verzog ich mich zwischendurch in den Souveniershop und hatte schon ein schlechtes Gewissen, weil ich nichts kaufte. Ist aber auch alles viel zu teuer. Als Harry dann ebenfalls kommt, erzählt er mir, dass seine Mami ihn bat, einen kleinen Eifelturm mitzubringen. Ok, ein Vorwand um etwas zu kaufen. Wenigstens ist er tatsächlich und wahrhaftig auf dem Eifelturm gekauft worden. Um zu schreiben, hab ich mir noch ein Bleistift gekauft. Noch eine Runde in der Kälte, ein paar Fotos und dann bin ich froh, wieder mit dem Aufzug nach unten zu dürfen, da ist es wenigstens warm. Ich erinnere mich, als ich das letzte Mal in Paris auf dem Eifelturm war, war es Sommer und warm. Der Vorteil im Winter ist auch, dass die Blätter der zwar schönen Bäume die Sicht nicht verdecken. Auch war vor etwas mehr als 10 Jahren noch nicht alles eingezäunt und mit Sicherheitskontrollen versehen. Schade, so kann mann nur noch unter den Turm, wenn man ein Ticket hat oder eins kaufen möchte.

Nach dem Tour d'Eiffel machten wir uns auf in Richtung Montmartre, ich möchte Harry noch Sacre Coeur zeigen. Ein paar Fotostops, an Souvenierläden vorbei die einem Schals und Handschuhe verkaufen möchten, kamen wir kurz in Versuchung. Es lohnt sich nicht, wir werden sie hoffentlich danach mindestens 6 Monate nicht mehr benötigen aber dafür rumtragen. Nein. Die Hände tief in die Taschen vergraben, stiegen wir die Treppen empor und wurden mit einer grandiosen Sicht und ein paar Sonnenstrahlen belohnt. Nachmittags um drei war der Spuck aber dann auch schon vorbei und es wurde dunkler und entsprechend wieder kälter. Ich schlug vor, einen Kaffee zu trinken. Gesagt getan, wurde der Kaffee noch mit einem Crepe ergänzt. Nach Montmartre reichte es noch für den Arc de Triomphe und dann mussten wir auch schon wieder Richtung Flughafen weiter. Im Hotel haben wir noch die Rucksäcke abgeholt und standen dann an der U-Bahnstation. Schon die vorige Bahn war wegen einer Pannenbahn nur sehr langssam unterwegs und hielt zu allem Überfluss auch nicht an allen Stationen wegen Bauarbeiten. Ok, eingecheckt hatten wir ja schon aber das Gepäck musste noch pünktlich abgegeben werden. Es folgte eine eigene Geschichte.

Der Flughafenzug fuhr ein und war schon brechend voll. Einen weiteren konnten wir nicht abwarten, wir mussten da mit unserem Rucksäcken irgendwie rein. Zum Glück hatten andere ebenso die Idee und wir wurden mehr oder weniger geschoben. So fühlt sich eine Sardine. Ich versuchte mein Handgepäck nicht aus den Armen zu verlieren während ich dafür Harry nicht mehr sah. Ein kurzer Stimmenchek und ich war mir wenigsten sicher, dass er auch im Zug drin ist. Gut soweit. Paris hat ja nicht nur Annehmlichkeiten zu bieten. Taschendiebe sind äusserst aktiv. Das musste auch Harry noch erfahren. An der nächsten Station ging das Gedränge weiter und der Zug füllte sich weiter - ich weiss nicht wie. Ich versuchte einen standfesteren Platz zu ergattern. Nun denn, eine Personengruppe, die offensichtlich nicht an den Flughafen wollte, versuchte sich an Harrys Bauchtäschli zu schaffen zu machen. Irgendwie bemerkte dies Harry und schloss den bereits geöffneten Reisverschluss nach einer kurzen Kontrolle wieder und hielt es zusätzlich fest. Auch ich konnte viele Hände spüren, meine Tasche war jedoch unter meinem Pulli, in der Jacke und unter dem Gurt des grossen Rucksacks. Uff zum Glück, kurz an der Katastropghe vorbei, schon am ersten Tag. Das wäre ja der Supergau gewesen, alle Karten, Pass und Handy weg, bevor unsere Reise richtig los ging. Wir entschieden, Paris bei sommerlicheren Temperaturen ist sicherlich nochmals eine Reise wert aber für heute bin ich froh, wenn wir es zum Flughafen schaffen.

Natürlich fuhr zu allem Überdruss unser Zug nicht wie angegeben bis ins Terminal 2 sondern nur bis ins 1. Das hiess, nochmals irgend ein Verkehrsmittel zu wählen. Zum Glück trafen wir Jean, er reist ebenfalls nach Singapore und das öfters, so dass er sich gut auskannte und uns gleich den Weg zeigte. Bei Airfrance checkt man sein Gepäck selbst ein, erst am Automat die Labels drucken, ans Gepäck pappen, dann an einem Schalter das Gepäck wiegen und tatsächlich auch automatisch wegschicken für die Beladung. Hmm, das ist in Zürich also noch anders, das stellt man sich am Dropp off Schalter an und gibt das Gepäck einem netten Angestellten. Hier wird gespart. Ok, gut, das Gepäck ist weg, jetzt Sicherheitskontrolle und zum Gate. Die Zeit drängt schon ein wenig, wir wollten noch Wasser und einen Kaffee kaufen. Aber erst mal das Gate finden. Und wie könnte es anders sein, es ist das hinterste und letzte am Terminal. Angekommen bliebt nur kurz Zeit für WC und ein Wasser auftreiben, dann konnten wir schon einsteigen. Sieht aus, als würde der Flug diesmal pünklich abheben. Nep. Scheinbar haben sich einige Passagiere entschieden doch nicht mitzufliegen, obwohl ihr Gepäck schon eingeladen war. Hiess, die armen Cargomitarbeiter mussten Koffer suchen und wieder ausladen. Für uns wiederum nicht so stressig, da wir ja in Singapore wieder ein paar Tage verbringen werden. Endlich, nach einer erneuten Ent-Eisung hob unser Flieger ab. Tschüss Kälte, hallo Wärme!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Das erste Mal ohne konkretes Rückkehrdatum unterwegs :-) Der erste Teil unserer Reise ist geplant: es geht via Paris und Singapore nach Australien, danach ist alles offen und wir werden sehen wo es uns hinführt.
Details:
Aufbruch: 08.01.2024
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: 30.08.2024
Reiseziele: Schweiz
Frankreich
Singapur
Australien
Live-Reisebericht:
Harry & Nathalie schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Harry & Nathalie * berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
Aus dem Gästebuch (3/3):
Rainer und Jutta 1712772766000
Hal­löchen­,
Wir, Jutta und Rainer, sind wieder in Deuts­chland an­ge­kom­men. Somit habe ich wieder mehr Zeit Euch zu Stalken
Ich lese gerne Euren Bericht. Er ist un­ver­krampt und Locker. Einfach schön zu lesen!­
Ich wünsche Euch noch viele tolle Er­leb­nis­se.­
Rai­ner
Maritta Wulf-Bauer 1708943927000
Hallo Ihr bei­den,­
neu­gier­ig auf ein paar Bilder wäre ich ja schon­...
Viel Spaß auf Eurer Rei­se
LG Maritta
Antwort des Autors: Yep, ist nun endlich in Arbeit, das Reisen ohne Internet war mir dann doch wichtiger aber hier in Sydney klappt das nun endlich!
Rainer 1707412715000
Danke für Eure Berich­te, ich lese ihn gerne mit­.
Wir sind ja auch mit einem Van unter­weg­s.
Rai­ner (vom Nach­bar­blog https://www.um­die­wel­t.de/t9957)
Antwort des Autors: Danke Dir, hatten doch nicht immer WLAN um den Bericht tatsächlich live zu schreiben aber inzwischen sind wir in Sydney und ich bin am "Aufholen"