Australien / Neuseeland (November 2007 - April 2008)

Reisezeit: November 2007 - April 2008  |  von Michael und Karin Schmidt

Northern Territory - Red Center

Am 12. Februar nehmen wir das nächste, wohl einsamste Teilstück unserer Reise in Angriff. Von Coober Pedy bis zum Uluru sind es rund 750 Kilometer Highway, ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten. Einige Kilometer nördlich von Coober Pedy können wir immerhin noch den Dingo Fence bestaunen, ein 6900 Kilometer langer Zaun, welcher sich von der West- bis zur Ostküste Australiens erstreckt und die Dingos in der Nordhälfte von den Schafen in der Südhälfte des Kontinents abhalten soll.

Für die Strecke nehmen wir uns 3 Tage Zeit, da uns 250 - 300 Kilometer Highway Fahrt mit dem Wohnmobil pro Tag ausreichen. In den nächsten zwei Zwischenstationen, Marla und Erldunda ist definitiv tote Hose. Aber wir geniessen die Tatsache, dass die Campgrounds praktisch keine Gäste, aber jeweils einen Swimming Pool haben.

Am 14. Februar treffen wir dann endlich in Yulara ein. Yulara ist eigentlich ein riesiger Hotelkomplex mit angrenzendem Flughafen und liegt rund 15 Kilometer vom Uluru entfernt im Niergendwo. Dank den Touristen gibt es hier jedoch drei Hotels, einen grossen Campground, diverse Restaurants, Souvenirshops und einen Supermarkt. Für uns die ideale Möglichkeit unsere Vorräte aufzufrischen. Natürlich legen wir so bald wie möglich los, um den Uluru zu bestaunen. Wie bei Michi üblich, reicht es nicht, sich den Felsklotz anzuschauen. Er muss mindestens einmal umrundet werden. Gemäss Prospekt dauert das 3 Stunden und bis Sonnenuntergang sind es noch 4 Stunden hin, also optimal. Ok, es herrschen rund 35 Grad Lufttemperatur, aber wen stört das schon.

Eine etwas andere Ansicht des Uluru

Eine etwas andere Ansicht des Uluru

Nach einer guten Stunde marschieren stellen wir fest, dass die 3 Stunden wohl eher knapp berechnet sind und wir müssen fast ein wenig pressieren um noch rechtzeitig zurück bei der Sunset Viewing Area zu sein, wo wir mit einigen dutzend anderen den Uluru bei Sonnenuntergang bewundern.

Uluru bei Sonnenuntergang mit zwei Touries...

Uluru bei Sonnenuntergang mit zwei Touries...

Am nächsten Tag geht's dann auf zu den Kata Tjutas. Auch dort soll natürlich gewandert werden, und zwar im Valley of the Winds. Das dumme an dieser Wanderung ist die Tatsache, dass der rund 7 Kilometer lange Weg mitten durch die Olgas ab 11.00 Uhr morgens infolge der grossen Hitze gesperrt ist. Wir sehen also zu, dass wir vor 11.00 Uhr beim Startpunkt sind und machen uns auf diese faszinierenden Felsformationen zu erkunden. Die Hitze ist mörderisch und die dreistündige Wanderung entpuppt sich als sehr anstrengend. Aber es hat sich gelohnt. Die Landschaft ist unvergleichlich.

Valley of the Winds mit Fliegen, aber ohne Winds.

Valley of the Winds mit Fliegen, aber ohne Winds.

Die Kata Tjutas von der Sunset Viewing Area aus gesehen.

Die Kata Tjutas von der Sunset Viewing Area aus gesehen.

Am folgenden Tag fahren wir weiter Richtung Norden zum Kings Canyon. Und was wollen wir da? Wandern natürlich. Die Temperatur ist heute noch etwas höher als beim Uluru und den Kata Tjutas, aber das kann uns nicht abschrecken. Infolge der Hitze, welche nun auch nachts recht gut durchhält, hat Karin eine eher unruhige Nacht hinter sich und die Motivation für eine erneute dreistündige Wanderung hält sich mehr als nur in Grenzen. Als weitere Motivationsspritze beginnt die Wanderung auch gleich mit einem steilen Treppenanstieg und dies bei bereits 36 Grad morgens um halb zehn !!.

Die Aufstiegstreppe im Kings Canyon

Die Aufstiegstreppe im Kings Canyon

Oben angekommen eröffnet sich uns eine sehr schöne schroffe Felslandschaft mit putzigen Echsen.

Karin bestaunt eine Echse die sich extra in Pose gestellt hat.

Karin bestaunt eine Echse die sich extra in Pose gestellt hat.

Und nach rund 3 Kilometern dürfen wir zur Belohnung im "Garden of Eden" sogar in einem natürlichen Felsenpool baden.

Der Felsenpool im Garden of Eden

Der Felsenpool im Garden of Eden

Ach ja, noch was! Falls jemand gedenkt im Sommer diese Region Australiens zu besuchen, bloss das Fliegennetz nicht vergessen!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Voraussichtlich am 26. November 2007 starten wir via Singapur nach Australien. Bis am 10. März 2008 werden wir vorwiegend die Ostküste, Tasmanien und das Red Center mit Auto und Wohnmobil bereisen. Anschliessend geht es weiter nach Neuseeland und Südsee. Wenn alles klappt werden wir am 30. April von Auckland aus die Heimreise antreten.
Details:
Aufbruch: 26.11.2007
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 30.04.2008
Reiseziele: Australien
Singapur
Neuseeland
Fidschi
Der Autor