Einmal rings um Afrika

Benin-Reisebericht  |  Reisezeit: November 2019 - Mai 2021  |  von Anja & Wolfgang

Benin: Teil 1 von 28.02. bis 04.03.2020 1200 km

Ziel: Von Anecho dem Grenzort in Togo nach Grand Popo, vorbei am Lake Aheme über Ouidah nach Abomey und dann immer weiter Richtung Norden. Eigentlich wollten wir in den Pendjari NP, aber wegen der grossen Hitze beschliessen wir bei Djougou umzudrehen und zurück nach Cotonou zu fahren. Über Porto Novo geht es dann nach Sema an die Grenze zu Nigeria.

Wetter: Tagsüber sonnig, feucht heiss <45º, Nachts, solange eine Brise weht, noch angenehm, >30º.

Der Grenzübertritt nach Benin sehr zügig und professionell, bei der Immigration E-Visa Daten im Einfingersuchsystem in den Computer eingetragen und Stempel in den Pass, gegenüber bei der Polizei wird das Fahrzeug ‚registriert‘ und dann, bereits hinter dem Seil bei Customs noch schnell ein Stempel ins CdP – fertig.
Hier in Benin fällt wohltuend auf, dass es doch weniger verrückte Motorradfahrer zu geben scheint und auch von den Taxis etwas entspannter gefahren wird als in Togo. Wir wollen am zitronengelben Postamt eine Simkarte kaufen und werden freundlich zur zitronengelben MTN Bretterbude 100m weiter verwiesen, wo uns auch sofort geholfen wird. SIM Karte rein (CFA 1.000), online registriert und mit Datenguthaben aufgeladen (1,5 GB/CFA 2.500, gültig 1 Monat), wir sind kommunikativ. Wir fahren noch weiter bis Grand Popo, lassen uns im CP Bereich des Awale Plage Hotels nieder (5.000/N + 500Pp Kurtaxe),

wo man es locker auch eine Woche aushalten könnte.

und schmieden Pläne für unsere weiteren Routen durch Benin.
Vorbei am Lake Aheme

erreichen wir Ouidah, die Voodoo Hauptstadt von Benin, bewundern den Carved tree

und einige der Skulpturen, die die Stadt verzieren.

Das History Museum von Ouidah, im alten portugiesischen Fort ist derzeit leider wegen Renovierung geschlossen,

so geht es vorbei an weiteren Skulpturen

zum Python Temple (E=FCA 1000,- pP +FCA 2.000 Foto Gebühr). Die Python hat dank ihrer Markierungen besonderen Symbolgehalt im Voodoo

und daher dösen in diesem Tempel etwa 15 Python friedlich vor sich hin

und wenn sie nicht gerade mal einem Touristen als Halskrause umgelegt werden, warten darauf sie eigentlich nur auf den Abend, an dem sie im Dorf auf Ratten- und Mäusejagd gehen dürfen, bevor sie von den Anwohnern dann wieder zurückgebracht werden. Neben dem Tempel noch ein kleiner Voodoo Markt,

aber mangels weiterer Kenntnis blieb uns Sinn und Symbolkraft der Exponate weitestgehend verschlossen. In Abomey verzichten wir auf den Besuch der alten, meist verfallenen Paläste und fahren dafür an der Voodoo Church vorbei,

schauen uns auch noch dieses Loch im Boden, das Underground House an,

decken uns am Ortsausgang bei diesem Schafgriller noch mit dem Abendessen ein

und fahren dann weiter Richtung Norden, bis wir im Hof des KTV Hotel in Pira unseren Übernachtungsplatz finden.
Auf der Weiterfahrt Richtung Norden finden wir mit unserem Hinterreifen einen 110er Zimmermannsnagel, schon die zweite Reifenpanne in zwei Wochen nach 3 Jahren Pannenfrei ??!!!???. Reifenwechsel bei 46º macht ja so Spass.
Eigentlich wollten wir noch 300km weiter Richtung Norden auf Safari in den Parc National de la Pendjari, noch wäre es eine gute Zeit für Tierbeobachtungen, aber angesichts der immer grösser werdenden Hitze stellen wir unsere Weiterfahrt in Frage und biegen bei Gjougou ab Richtung Osten nach Parakou, wo wir im Hotel / CP Grillardin übernachten dürfen und dann am nächsten Morgen unseren Reifen flicken lassen.
Auf dem Weg Richtung Süden Frauen bei der Morgenarbeit, ob auf dem Weg zum Markt oder zum Wäschewaschen,

alles wird auf dem Kopf transportiert. Diese mächtigen Granitfelsen, Monolithe?? laden zum klettern ein,

aber bei der Hitze will doch keiner aus dem Auto, da bewundern wir doch lieber diese Moschee aus sicherer Ferne

oder diesen PKM vor uns, der zum Motorrad auf dem Dach auch gleich noch das Abendessen in Form lebender Hühner – die hängen hinten rechts so am Auto runter – spazieren fährt.

Noch ein paar Salzverkäufer am Wegesrand

und dann ist auch schon Lake Ganvie erreicht, in dem sich das auf Stelzen erbaute Dorf Ganvie befindet, in dem etwa 24.000 Menschen leben sollen, hier am Bootsanleger reges Treiben,

Während tagsüber hier die Touristen an-/abgelandet werden sind jetzt am Abend nur noch die Einheimischen unterwegs,

die sich teils auch mit solchen Segel-unterstützen Ruderbooten sich auf den Heimweg machen.

Wir übernachten heute im CP House of Blacky, 12km westlich von Cotonou.
Am nächsten Morgen erst mal quer durch die Stadt

zur Botschaft von Congo Brazzaville wo wir doch wirklich innerhalb einer guten Stunde unser Visum erhalten.

Nun zurück quer durch die Stadt zu einem 4x4 Workshop, der sich unseres ARB Kompressors annimmt, zum Glück nichts kaputt, nur ein paar verschmutzte Kontakte, weiter zum auffüllen etliche Vorräte in den Süden der Stadt zum Super U Supermakt - willkommen in Frankreich – und letztendlich zum Grand Marche de Dantokpa, dem zentralen Markt der Stadt. Wir bummeln quer über diesen riesigen Markt,

stehen irgendwann auch direkt am Fluss,

aber vom Fetisch Markt, der sich irgendwo in diesem Gelände verstecken soll, können wir wenig entdecken, gerade mal einen Stand mit getrockneten ‚Meeresfrüchten‘ und Tauben konnten wir ausmachen, so gehen wir halt den Fluss entlang zurück,

schauen noch diesen Fu Fu Stampferinnen bei ihrer recht anstrengenden Tätigkeit zu

und fahren dann weiter nach Port Novo wo Overlander auf dem weitläufigen Gelände der Central Songhai Bio Farm gerne willkommen sind. (CFA 3000/N).
Noch 30km und wir sind an der Grenze zu Nigeria. Hier ist die Grenzstation zwar noch im Umbau, aber die funktionierenden Teile, vorbildlich, TOP. Man muss wieder mal ein paar der Grenzhelfer abwehren, geht über die Strasse zum Zoll um sein CdP ausstempeln zu lassen und ab da geht es nur noch dem neuen Grenzgebäude entlang. Gesundheitskontrolle mit kontaktlosem Temperaturmessen und überprüfen der Gelbfieberausweise, nächstes Fenster Immigration Benin zum Ausstempeln der Visa, direkt daneben Immigration Nigeria zum Einstempeln der Aufenthaltserlaubnis und am letzten Fenster Zoll Nigeria um das CdP stempeln zu lassen, kurze Kontrolle des CdP bei der Ausfahrt und wir sind unterwegs in Nigeria.

© Anja & Wolfgang, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir wollen diesmal Afrika, umrunden, - entlang der Westküste Richtung Süden bis Kap der Guten Hoffnung und dann wieder zurück entlang der Ostküste bis nach Egypten. So der Plan, wir können nur hoffen, dass Politik und Seuchen wie Ebola uns keine allzu grosse Steine in den Weg legen. Na. dann schau mer mal
Details:
Aufbruch: 23.11.2019
Dauer: 18 Monate
Heimkehr: Mai 2021
Reiseziele: Deutschland
Italien
Marokko
Mauretanien
Senegal
Gambia
Guinea-Bissau
Guinea
Sierra Leone
Liberia
Côte d'Ivoire
Ghana
Togo
Benin
Nigeria
Kamerun
Live-Reisebericht:
Anja & schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Anja & Wolfgang berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
Aus dem Gästebuch (3/32):
Viktor 1590852654000
Hallo ihr beiden, da habt ihr ja wieder einiges erlebt. In Ka­merun, in Yaounde hätte ich einen be­wach­ten Platz gewusst aber es ist ja alles gut ge­gan­gen. In Kribi war ich auch eine Woche, habe das Land 6 Wochen bereist bis zum Wa­sa-­Park us­w.
Viel­leicht sieht man sich wie­der.­
Grüße von Lisa und Vik­tor­/O­ber­ba­yern
Gabi_R 1585766880000
Gott sei Dank, ihr seid zurück. Dann wünsche ich euch gute Er­ho­lung von der ab­wech­slun­gsreichen Rückrei­se. Bleibt gesund und viele Grüße!
anonym 1585763204000
Liebe Anja & lieber Wol­fgan­g!
Wil­lkom­men da­heim­!
Jetzt habe ich endlich alle Eure Rei­se­berich­te geschafft. Und jetzt gibt's erstmal kei­ne.­
A­ber Ihr seid gesund & munter In der Heimat. Das ist das Wich­tig­ste! Ir­gen­dwie seid Ihr doch Glückskin­der­
Vie­le liebe Grüße
­
Ma­nue­la