Indien 01/2019

Indien-Reisebericht  |  Reisezeit: Dezember 2018 - Januar 2019  |  von Uta Kühne

Delhi - Agra - Jaipur - Panaji - Patnem (Goa) - Mumbai

31.12.2018/01.01.2019 HH - Delhi

Die Abreise gestaltete sich mega tiefentspannt. Alles war vollständig und rechtzeitig gepackt, wir sind zeitig losgefahren, es gab keinen übermäßigen Verkehr auf der Straße, rein ins Parkhaus, gleich den Shuttle bekommen und ab zum Flughafen. Dort war kaum etwas los.....anscheinend verreisen nicht viele Silvester.

Irgendwann ging es dann los und wir flogen die erste kurze Strecke nach London.

Nach einer vertretbaren Wartezeit startete auch der lange Flug nach Delhi. Für den Flug an diesem besonderen Abend hatte sich die Fluggesellschaft scheinbar eine kleine Aufmerksamkeit ausgedacht: das älteste Flugzeug mit der ältesten Besatzung, dem ältesten und kleinsten Bildschirm mit dem schlechtesten Bild und Auswahl an Filmen, den unbequemsten Sitzen und dem schlechtesten Essen. Toll !! Das ist höchstwahrscheinlich nicht immer so, doch wir hatten halt besonderes Glück!! Doch die 8 Stunden vergingen dann doch erstaunlich schnell und wir landeten pünktlich um 8:50 Uhr morgens in Delhi.

Immigration war unkompliziert und erstaunlich flott. Außerhalb des Flughafens suchten wir einen Taxistand auf und orderten uns einen Wagen. Unser Hotel samt Adresse hatten wir zwar angegeben, der Fahrer kannte dieses jedoch nicht, was zu Telefonaten mit dem Hotel führte. Das Hotel lag in einer Touristengegend und wir hatten angenommen, dass die Arakashan Road irgendwie bekannt sei. Das war wohl ein Irrtum. Zur Krönung wollte er uns ca. 1 Minute Fußweg vor dem Hotel an der Straße rauslassen. Wir weigerten uns mit vollem Gepäck nach der langen Anreise durch irgendwelche unbekannten und chaotischen Straßen von Delhi zu laufen. Also musste er erneut anrufen und fuhr uns schlussendlich doch noch vor die Tür.

Kuh - McD - finde den "Fehler" ?

Kuh - McD - finde den "Fehler" ?

Im Hotel wurden wir freundlich mit einem Getränk begrüßt. Nach dem Einchecken mussten wir erst mal etwas ausruhen und den Schock des ersten Eindrucks verkraften. Und Delhi ist wirklich erst einmal ein Schock ! Wir hatten das Gefühl, dass es dort lauter, chaotischer, dreckiger (obwohl wir uns da nicht ganz sicher sind), stinkiger und stressiger ist als in den uns bekannten asiatischen Städten bzw. Ländern.

Nach einer Siesta und ausgiebigen Überlegungen, wie wir den restlichen Tag gestalten, machten wir uns auf und suchten uns einen Fahrer, der uns zu einem Markt/Einkaufzentrum (Khan Market) bringen sollte, in der wir auch – mit Chance – unsere erste Mahlzeit einnehmen könnten. Im Hotel bekamen wir einen Hinweis, was die Fahrt mit dem TukTuk kosten sollte. Die TukTuk-Fahrer wollten oder durften nicht in diese Gegend fahren und so stiegen wir auf eine Fahrradrikscha um. Vom Viertel Panjing zum Khan-Market handelten wir 100 RS aus (zur Info: 1 Euro = ca. 80 Indische Rupies). Der Fahrer wollte gern mehr, aber wir blieben hart und so kam der Deal zustande. Er mühte sich mit uns durch den immer dichter werdenden Verkehr und lud uns kurzerhand an einer Kreuzung ab. Uns kam das schon bisschen merkwürdig vor, doch er versicherte uns, dass gegenüber das Einkaufzentrum liegen sollte. Nun gut, wir stiegen also aus. Dass dort kein Einkaufzentrum lag, war auf den ersten Blick nicht zu erkennen (clever gemacht von dem kleinen Mann), doch dass die gefahrene Entfernung nicht mit der in unserer Map angezeigten Entfernung überein stimmen kann, das hätten wir merken können.......... - haben wir aber nicht ! So sind wir also am ersten Tag nach unserer Ankunft gleich gepflegt übers Ohr gehauen worden.

In der Gegend, in der wir uns nun wiederfanden, gab es nicht viel für uns zu sehen und so suchten wir uns dort erstmal einen Irish Pub mit Restaurant, nahmen ein eigenartiges Mahl ein und hörten – zu unserer Überraschung und großer Freude – richtig gute Rockmusik ! Das hätten wir mal gar nicht dort erwartet.

...im indischen Irish Pub mit wenig indischem Essen ...

...im indischen Irish Pub mit wenig indischem Essen ...

Den Heimweg wollten wir nicht zu Fuß bestreiten. Zum einen ist es kein allzu großes Vergnügen in einer Stadt wie Delhi während der Rush Hour einen Spaziergang zu machen und zum anderen wurde es allmählich kühl und wir waren nicht warm genug bekleidet für 10 Grad. Also nahmen wir uns ein TukTuk und dachten, dass wir mit diesem Gefährt flott zurück kommen würden. Und … ein weiteres Mal falsch gedacht! Voll drin inne Rushhour!! Aber amüsant war es dennoch aus nächster Nähe zu beobachten, wie jeder Zentimeter der Straße oder des Straßenrandes genutzt wird.

In unserem Viertel angekommen liefen wir zur Orientierung noch ein wenig durch die Straßen und ließen den Tag dann ausklingen …...

...in der Umgebung gibt es etliche Hotels ...

...in der Umgebung gibt es etliche Hotels ...

...unser Hotel ...

...unser Hotel ...

© Uta Kühne, 2019
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 31.12.2018
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 17.01.2019
Reiseziele: Indien
Der Autor
 
Uta Kühne berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.