Motorradreise Chile, Argentinien, Bolivien und Peru.

Chile-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar - April 2019  |  von Daniel Trebess

Chile: Atacamawüste und der lange Weg in den Norden

Der lange Weg in den Norden

In den letzten drei Tagen bin ich rund 1500 Km weit in den Norden gekommen. Die Autobahn meide ich nun obwohl die Ruta 5,nicht irgendeine Autobahn ist sondern ein Teilstück der Panamericana, jenen legendären Straße, die den amerikanischen Kontinent von Nord nach Süd durchquert.
Seit gestern Mittag habe ich das Gefühl in der Wüste angekommen zu sein. Wo Anfangs hier und dort noch Gestrüpp im Sand und Geröll wuchs ist nun kein Grün mehr zu sehen.. Die Küstenstraße die ich nehme führt mich an Traumhafter Kulisse vorbei, links der Pazifik rechts von mir die Anden. Immer dann wenn die Straße ins Landesinnere abbiegt steigt das Thermometer von angenehmen 20 auf bis zu 35 Grad an. Die Serpentinen winden sich binnen 5 Minuten von NN auf 1000 Meter. Selbst auf den großen Straßengibt es kaum Verkehr und biege ich auf eine Nebenroute, bin ich ganz alleine. Verlasse ich die asphaltierten Straßen fahre ich immer vorsichtig und langsam. Was ich nicht gebrauchen kann ist eine 260 Kg schwere Maschine plus Gepäck die auf der Seite liegt.

Was die Übernachtungsmöglichkeiten angeht brauchte ich mir keine Sorgen zu machen. Solange man sich an der Küste bewegt gibt es ausreichend Campingplätze, nur heute hatte ich kein Glück, weshalb ich mir ein komfortables Hotel geleistet habe.

Seit dem ich Valparaiso verlassen habe, bin ich keinem einzigen westlichem Touristen mehr begegnet. Wenn ich eine Kaffeepause einlegen möchte ist es nicht immer leicht, ein Cafe oder Bistro zu finden. Heute bin ich erst nach zwei Stunden an einer Art Dinner vorbei gekommen, wo ich ausschließlich unter Fernfahrern meinen Instentkaffee trinken konnte. Ähnlich erging es mir mit der Möglichkeit zu tanken. Beim Blick aufs Navi ist sah ich, dass die nächste Tankstelle erst in 90 Km Entfernung liegt. Bleibt nur zu hoffen, dass es die besagte Tankstelle dort wirklich gibt. Ab sofort wird daher bei halb getankt.
Was auf der gesamten Strecke auffällt, sind die kleinen, teils ärmlichen Hütten, die überall herum stehen. Hierbei handelt es sich wohl meist um illegale Bauten ohne Strom und Wasser

Morgen werde ich die letzte Etappe nach San Pedro de Atacama in Angriff nehmen und dort für zwei oder drei Nächte verweilen. Ich freue mich darauf andere Touristen zu treffen und die ein oder andere geführte Wüstentour mitzumachen. Für die morgige Etappe hat mir ein Ortskundiger eine reizvolle Offroadstrecke in meine Karte eingezeichnet auf die ich mich freue. ….

Traumstraßen und kaum Verkehr

Traumstraßen und kaum Verkehr

Skurrile Landschaften die wahnsinnig faszinieren

Skurrile Landschaften die wahnsinnig faszinieren

Camping direkt am Strand. Links der Pazifik, rechts die Nebelwüste.

Camping direkt am Strand. Links der Pazifik, rechts die Nebelwüste.

© Daniel Trebess, 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
10 Wochen lang werde ich als Alleinreisender mit meinem eigenen Motorrad durch Südamerika touren. Ich werde so manches Tophighlight anfahren aber auch abseits der großen Sehenswürdigkeiten die Vorteile eines eigenes Fahrzeugs nutzen. Ich nehme mir vor über Land und Leute, den Alltag auf reisen und die Besonderheiten einer Motorradreise zu berichten... Ich habe keinerlei Erfahrung im schreiben aber ich werde mir Mühe geben..
Details:
Aufbruch: 14.01.2019
Dauer: 11 Wochen
Heimkehr: 02.04.2019
Reiseziele: Chile
Peru
Bolivien
Argentinien
Der Autor
 
Daniel Trebess berichtet seit 4 Monaten auf umdiewelt.
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