Balkan - entlang der Adria
Mostar
09. - 11.06.2026
Nur ein schmaler Korridor durch Kroatien führt an die Adria und so kann sich Bosnien-Herzegowina 25 Kilometer Küste ihr eigen nennen. Die fünf kurzen Strände werden hauptsächlich von Einheimischen besucht.
Wir fuhren aber ein kleines Stück ins Landesinnere und zwar nach Mostar. (Omis - Mostar 145 km).
Bekannt ist Mostar vor allem wegen dem Wahrzeichen Stari Most. Die „Alte Brücke“ wurde 1993 beim Bosnienkrieg zerstört und in den Jahren von 1996 bis 2004 rekonstruktiert. Seit 2005 gehört sie zum UNESCO- Welterbe. Weltberühmt sind die tollkühnen Brückenspringer, welche sich hier 27 Meter in den maximal 4 Meter tiefen Fluss Neretva stürzen.
Die Stadt ist seit dem letzten Krieg zweigeteilt. Am Westufer wohnen die katholischen Kroaten und am Ostufer die bosnischen Muslime.
Unser gebuchtes Domizil, die "Villa for you" liegt im Westen. Adnan hat uns in einem Nebengebäude in einer große Ferienwohnung einquartiert mit großem Parkplatz vor der Tür. Wir müssen nur die Straßenseite wechseln und befinden uns am Eingang zur Altstadt.
Sofort machten wir uns auf zu einem kurzen Rundgang. Die Brücke ist wirklich ein überwältigender Anblick. Die Hitze (mehr wie 30°) in den engen Gassen und natürlich der Hunger und der Durst ließen uns bald in ein Restaurant fliehen. Fast die ganze Altstadt besteht aus Souvenir-Shops und Restaurants. Die Moscheen dazwischen vetstärken den orientalieschen Eindruck., besonders wenn der Muezin vom Minarett aus zum Beten auffordert. Beim Platz vor dem War-Foto-Museum (uns war nicht danach dieses zu besuchen) lässt es sich sehr fein im Schatten unter Lindenbäumen sitzen. Super Musik tönt aus dem "Marshall" und zusätzlich wird von diesem Lokal günstig Flüssiges serviert.
Sufi-Mönche
Nach einem guten Frühstück am nächsten Morgen machten wir mit unserem Blacky eine größere Ausfahrt. Als erstes stand auf unserer Liste das osmanische Derwischkloster Tekija aus dem 15.Jh in Blagaj. Ein Parkplatzwärter knüpfte uns 2.-- (EUR oder BM ?) ab und schickte uns eine schmale Straße vor zum Eingang des Klosters mit der Aussage, es gibt dort einen Parkplatz. Im Wirklichkeit gibt es dort keine 10 Parkmöglichkeiten und desswegen ein völliges Chaos. Das hieß rückwärts zwischen den vielen Verkaufsständen und Fußgängern und entgegenkommenden Autos zurückfahren und dann gotteidank, geschätzt nach 300 Metern ergatterten wir ein Plätzchen.
Danach standen die Wasserfälle im Naturpark Kravice auf unserem Programm. Inzwischen war es nach Mittag und das Thermometer zeigte 32°. Wir freuten uns auf eine Abkühlung, zahlten EUR 10,--/p Eintritt (dieses Ticket wäre gültig für das ganze Jahr) und schleppten unsere Schwimmsachen hinunter zum Naturbad.
Die Lust am Schwimmen ist uns dann vergangen, denn es müssen heute bereits sehr viel verschwitzte und eingeölte Leiber darin geschwommen sein. Wir suchten uns ein kühles Plätzchen in einem Restaurant und genossen den Ausblick.
Auf dem Retourweg nach Mostar hielten wir in Medugorje. Dieser Walfahrtsort ist einer der wichtigsten für die Katholiken weltweit, auch wenn er officiell vom Vatikan nicht als Walfahrtsort anerkannt ist. Im Park hinter der Kirche befand sich ein Altar und davor ein Meer von Bänken für die Besucher aus aller Herrenländer, wie Schilder mit den Ländernamen vermuten lassen.
Leider hatten wir kein Kleingeld für den Parkautomaten, so mussten wir unseren Besuch kurz halten.
Die zwei schönen Tage sind um und wir ziehen weiter nach Montenegro, einer der kleineren Staaten Europas. Eigentlich wollten wir noch einen Tag nach Sarajevo aber dort ist Schlechtwetter angesagt.
| Aufbruch: | 31.05.2026 |
| Dauer: | 4 Wochen |
| Heimkehr: | 28.06.2026 |
Kroatien
Bosnien und Herzegowina
Montenegro
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