Burma - Birma - Myanmar ???

Reisezeit: Februar / März 2008  |  von Theresa Völlker

Eine Reise in ein Land mit zu vielen Namen von dem doch die meisten Menschen nicht mal wissen wo es liegt!

die ungeliebte Geschichtsstunde...

Da wir uns dieses Jahr für eine Reise in ein Land entschieden haben in dem in letzter Zeit politisch viel passiert ist und es zu Reisen dahin viele verschiedene Stimmen gibt müssen wir hier mal ein kurzes Geschichtskapitel einfügen.
Tut mir leid, mag keiner, muss aber sein!
Werd mich auf die harten Fakten beschränken, versprochen!

Burma war die längste Zeit ein Königreich. Die verschiedenen Streitigkeiten zwischen Völkergruppen innerhalb des Landes lassen wir hier mal beiseite. Was folgt ist die Zeit der britischen Besatzung - angefangen mit kleineren Teilen 1924 bis hin zur Verbannung der Königsfamilie 1885. Erst 1935 wurde Burma nach hartem internen Kampf zu einer eigenständigen Kolonie erklärt. Im Ramen des 2. Weltkriegs und mit Hilfe einiger Gegener des britischen Regims aus Burma gelang es den Japanern 1942 Burma einzunehmen. Leider gab es nicht die erhoffte Freiheit sondern nur noch mehr Unterdrückung.
1945 eroberten die Alliierten das Land zurück und 1948 wurde es zu einem souveränen Staat erklärt.

Nun sah sich hier ein Land das von der Monarchie direkt in die Fremdherrschaft ging mit dem Problem konfrontiert eine Regierung zu bilden. Parteien und Meinungen gab es genug, allerdings hielten auch hier die gewählten Vetreter selten Ihre Versprechen. Als 1962 das Land in Chaos zu versinken drohte übernahm General Ne Win durch einen Militärputsch die Macht. Der neue "Birmanische Weg zum Sozialismus" führte das Land schnell in die außenpolitische Isolation.
Die nächsten Jahre gaben sich nun verschiedene Militärs die Klinke in die Hand und regierten oft strikt und brutal.

Wiederholte demokratisch orientierte Prostest ließen die Regierung immerhin so weit nachgeben dass 1989 die Marktwirtschaft eingeführt und 1989 freie Wahlen angesetzt wurden. Allerdings wurden im gleichen Zuge die Leitfigur der Demokratiebewegung ,Aung San Suu Kyi, und weitere Oppositionelle unter Hausarrest gestellt oder inhaftiert. Trotzdem gewann die Partei von Aung San Suu Kyi über 80% der Stimmen. Der vorangegangen Geschichte folgend interessierte das die Militärjunta wenig - die Wahlergebnisse wurden vollkommen ignoriert.
Die Mitglieder der 1993 eingestetzte verfassungsgebende Versammlung waren alle samt von den Militärs handverlesen.

Seit dem macht Burma regelmäßig durch verschiedene Berichte über Unruhen in den Medien von sich reden. Die Menschen versuchen sich gegen die Militärjunta aufzulehnen.

Tja, und damit wären wir dann in der Gegenwart.

© Theresa Völlker, 2008
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 07.02.2008
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 03.03.2008
Reiseziele: Myanmar
Der Autor
 
Theresa Völlker berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.