Familienurlaub im Wohnwagen an der Ostsee

Reisezeit: Juli / August 2008  |  von Ulrike S.

5.-7.8.2008 Regentage im Norden

Der Sommer hatte sich nun für die nächsten Tage endgültig verabschiedet und es herrschte kühleres, windiges und vor allem nasses Ostseewetter. Bekanntlich gibt es im Norden jedoch kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung.
Also ließen wir uns vom Regen die Laune nicht verderben und machten einfach Ausflüge in die nähere Umgebung. So lockte uns die Landesgartenschau nach Schleswig, wo wir vor den heftigen Schauern immer wieder Unterschlupf in Blumenhallen, Kirchen oder im urigen Café im Fischerviertel Holm suchten. Typisch für den Norden: zwischen den einzelnen Regenschauern guckte immer wieder die Sonne hervor. Dauerregen gab es also nicht.

Der Dom zu Schleswig

Der Dom zu Schleswig

Blütenmeer auf der Landesgartenschau in Schleswig

Blütenmeer auf der Landesgartenschau in Schleswig

Idylle im Fischerviertel "Holm"

Idylle im Fischerviertel "Holm"

Die Schlei-Fischer

Die Schlei-Fischer

Am nächsten Tag ging es nach Kappeln, ebenfalls an der Schlei. Hier prasselte der Regen so richtig. Dennoch machten wir uns auf zum Stadtbummel und bestaunten im Museumshafen historische Boote aller Arten.

Außerdem trafen wir trafen dort - ganz unverhofft - auf die Segelcrew unserer Tochter. Die Gruppe war auf dem Rückweg aus der dänischen Südsee und lag in Kappeln vor Anker. Wegen des schlechten Wetters war auch für die Segler Landgang angesagt. Welch eine überraschende Begegnung.

Schietwetter in Kappeln

Schietwetter in Kappeln

Alte Schiffe gucken im Museumshafen

Alte Schiffe gucken im Museumshafen

Die Klapp-Brücke über die Schlei öffnet sich für die Segler

Die Klapp-Brücke über die Schlei öffnet sich für die Segler

Auf dem Heimweg machten wir noch Station auf dem Gut Ludwigsburg, wo an diesem Nachmittag der Hausherr persönlich durch das Hofgut führte.
Gut Ludwigsburg zählt zu den wohl schönsten barocken Gütern Norddeutschlands. Auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Wasserburg steht das stattliche, dreigeschossige Herrenhaus. So ein Herrenhaus ist schon etwas Feines, allerdings kostet es auch viel Zeit, Geld und Mühe, das historische Erbe in bewahren und in gutem Zustand zu halten. Da mag man nicht wirklich mit dem Gutsbesitzer tauschen.

Am Ende der Führung lockte noch ein Besuch im gemütlich eingerichteten Hofcafé. Ebenfalls zur schlossartigen Anlage gehört ein kleiner Hofladen, in dem wir uns mit frischem Lammfleisch, Honig und Gemüse eindeckten.

Ansonsten verbrachten wir die Regentage - die übrigens immer wieder kleine Lichtblicke zuließen - mit guten Büchern, einem Kartenspiel oder kleineren Spaziergängen.

Gut Ludwigsburg - Das Herrenhaus

Gut Ludwigsburg - Das Herrenhaus

Gut Ludwigsburg - Der Eingang von der Straße aus hat einen morbiden Charme

Gut Ludwigsburg - Der Eingang von der Straße aus hat einen morbiden Charme

Tristesse bei Regentagen im Vorzelt

Tristesse bei Regentagen im Vorzelt

© Ulrike S., 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
SOMMER, SONNE, SAND und mehr! Im Sommer 2008 waren Familienferien angesagt. Nach Frankreich gilt unsere große Liebe dem deutschen Norden. Deshalb war unser Ziel die Ostsee-Küste in Schleswig-Holstein, genauer gesagt die Eckernförder Bucht. Hier verbrachten wir zehn erholsame Tage bei typisch norddeutschen Wetterverhältnissen. Es war dies unsere dritte Reise mit einem Wohnwagen – und es wird immer besser ;-)
Details:
Aufbruch: 31.07.2008
Dauer: 11 Tage
Heimkehr: 10.08.2008
Reiseziele: Deutschland
Der Autor
 
Ulrike S. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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