Irland 2012: Von Dingle nach Donegal

Reisezeit: April / Mai 2012  |  von Stefanie L.

Dingle: Sturm, Pubsession und zu viel Smithwicks…

Autotausch

Immer noch 29.04.12

Dann machte ich einen Abstecher zum Kerry-Airport, um das heulende Auto umzutauschen. Dort gab man mir einen anderen kleinen Nissan, silbern diesmal.
Es hat mir sehr leid getan, den Blauen zurückzulassen. Ich mochte den Wagen.
Im Nachhinein hätte ich ihn ebenso gut behalten können. Der Hertz-Mitarbeiter vermutete, da sei ein Stein zwischen die Bremsscheiben geraten. Damit hätte ich garantiert noch die restliche Zeit fahren können, aber er wollte mir dann unbedingt den anderen Wagen geben. Blöd von mir, aber ich wollte auch nichts an dem Auto kaputtmachen.

Ziemlich deprimiert fuhr ich dann bei strahlendem Sonnenschein Richtung Dingle. Meine Abneigung gegen "den Neuen" war so groß, dass ich mir einbildete, er würde nach links ziehen. Wär schon fast wieder umgedreht.
Aber als ich dann am Inch-Strand im Sandsturm stand wurde sogar mir klar, dass es windig war und jedes Auto nach links zog. Zugegeben, ich zog selbst auch ganz schön nach links.
Ja, es war stürmisch, sehr stürmisch, und das war ein Glück, wie sich noch herausstellen sollte.

Auf der Fahrt erinnerte ich mich nostalgisch verklärt daran, dass ich vor 15(!!!) Jahren die Strecke von Killarney nach Dingle mal mit dem Rad gefahren war, mit einer super Truppe netter Leute. Damals war es heiß und sonnig und es war ein toller Urlaub.
Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich mal als alte abgewrackte Frau nochmal da fahre...und kein bisschen weiser...

Hideout Hostel

In Dingle fand ich nach meinem bewährten Prinzip (einfach mal durch die Stadt kurven) schon nach 5 Minuten das Hideout-Hostel, das ich von meinem Besuch 2008 noch in sehr angenehmer Erinnerung hatte. Gab auch direkt einen Parkplatz davor und ein Viererzimmer war auch noch frei.

Das zentral gelegene Hostel ist wie ein gemütliches Zuhause, mit schönem Wohnzimmer, netter Küche, Esszimmer, Frühstück inclusive, und jedes Zimmer hat ein eigenes Bad.
Das beste war: Es war überall warm!!!

Lange hielt es mich aber nicht dort, denn es war erst 14 Uhr und die Sonne schien.

Ich nahm dann mal das Bett direkt an der Heizung...

Ich nahm dann mal das Bett direkt an der Heizung...

Crean Brewery

Da ich sowieso Durst hatte ging ich zur kleinen Brauerei, die nach dem Mann aus Annascaul benannt ist, Crean. Dieser war mit Scott am Südpol und hat im Laufe seines abenteuerlichen Lebens oft Menschen gerettet, indem er sich allein durch eiskalte Gegenden kämpfte.
Das Bier schmeckte auch ganz gut.

Crean hatte auch einen Pub. Der ist aber nicht in Dingle Town sondern in Annascaul.

Crean hatte auch einen Pub. Der ist aber nicht in Dingle Town sondern in Annascaul.

Wanderung zum Turm und Funghi-Sichtung

Leicht angeschickert torkelte ich dann durch die windigen Straßen vom schönen Dingle und deckte mich im SuperValu mit nem Wrap und Diet Coke ein, um zum Turm zu wandern.
Es war äußerst stürmisch. Am Turm aß ich den Wrap und beobachtete die Funghi-Tour-Boote, die in der Bucht rumschipperten.
Funghi ist ein einsamer Delphin, der seit Jahrzehnten dort lebt und zur Touristenattraktion geworden ist. Aber kann das wirklich noch der selbe Delphin sein? Wie alt werden die?
Zu allem Überfluss sah ich das Tier tatsächlich zwischen den Booten rumspringen...
Vielleicht haben die einfach einen neuen Delphin gekauft irgendwann???

Findet Funghi....

Findet Funghi....

Pub

Nach dem Wrap hatte ich abends eigentlich dann nicht so großen Hunger, aß aber trotzdem mein Lieblingsessen, denn ich wollte noch in den Pub und einige Smithwicks trinken.

In Dingle hat man die Qual der Wahl...der Einfachheit halber ging ich in den gelben Pub, schön nah am Hostel.
Erst war nicht viel los. Dann kam ein Typ mit ner Gitarre, der sehr gut spielte. Nach und nach gesellten sich weitere Musiker dazu, unter anderem ein wirklich guter Uilleann-Pipe-Spieler.

Eine schöne Pubsession! Es wurde immer voller. Ich lernte einige Leute kennen. Und noch einige mehr. Unter anderem einen Australier, einige der Musiker und einen irischen Fischer (der den Australier immer "the annoying Australian" nannte, hihi. Naja, er war schon ein bisschen nervig...aber auch witzig.).

Tja, und ich trank einige Pints Smithwicks. Und noch einige mehr.
Es wurden Runden geschmissen, der Fischer gab mir einen aus, ich wollte dem Fischer einen ausgeben aber er ließ mich nicht und gab lieber mir noch einen aus...die Musik wurde immer besser, die Leute immer lustiger...
Wegen des Sturms war nämlich das Schiff des Fischers in Dingle vor Anker gegangen.
Es war ein sehr schönes Schiff, ich durfte es dann später noch besichtigen. Hat mir sehr gut gefallen.

Tell me what can I say....`cause his hair was black and his eyes were grey...

© Stefanie L., 2012
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ja, schon wieder Irland! Muss sein! Begleitet mich auf meiner Reise mit viel Spaß, Spannung und Smithwicks!
Details:
Aufbruch: 26.04.2012
Dauer: 12 Tage
Heimkehr: 07.05.2012
Reiseziele: Irland
Der Autor
 
Stefanie L. berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.