Herr Ober: Einmal alte Liebe frisch aufgewärmt zum Mitnehmen bitte!

Reisezeit: März / April 2013  |  von Susi & Dominik Lempeare

Der alte Mann und die Meeresfrüchte

Auf Ko Lanta beginnen unsere Tage zeitig, denn die Herberge liegt nebst der Moschee. Doch an dieser Stelle gilt es den Muezzin zu loben, oder exakter seine Stimme, denn seinen Iqamas (Gebetsaufrufe) zu lauschen - oder von ihnen geweckt zu werden - ist ein melodisches Unterfangen, das haben wir auch schon GANZ anders erlebt...

Wie gut zu sehen ist, liegt der örtliche Supermarkt auch gleich nebst an. In dem Labyrinth aus Wellblech gibt es ALLES und als Tankstelle dient der Schuppen auch...

Zum Strand müssen wir eine kleine Gasse entlangschlendern, keine 3 Minuten und wir sind am Wasser.

An "unserem" Klong Dao Beach haben wir Platz ...

... VIEL Platz ...

... übrigens auch in die andere Richtung ...

Halbmondförmig und knapp 4 Kilometer lang ist das gute Stück, und täglich laufen wir die Sichel ab

Am späten Nachmittag rotten sich in der südlichen Hälfte des Strandes die Einheimischen zusammen und sammeln sitzend in der Brandung ihr Abendbrot (Muscheln und Krebse) aus dem Wasser.

Apropos Krebse, davon hat es hier reichlich.

Zu Millionen bevölkern sie den Strand und erweisen sich mal wieder als architektonische Künstler. Die "Abraumhalden" um ihre Höhlen ähneln konzentrischen Kreisen.

Und weil es so viele Krebse hier gibt, entstehen ganze Städte ...

... oder gleich Megacities.

Im Gegensatz zum Strand herrscht im Wasser wenig Trubel. Zwar gibt es auch hier die üblichen Verdächtigen ...

... doch muss man sie schon suchen. Im Normalfall ist das Wasser rund um den Klong Dao "leer" - außer einem Krebs ...

... oder solchen Zeitgenossen ...

... trifft man eigentlich niemanden.
Aber wir können uns ja auch anderweitig die Zeit unter Wasser vertreiben

Abends ist Lanta noch stiller als am Tag - falls das überhaupt möglich ist. Hier ist EINDEUTIG Nebensaison, auch wenn es selbst zur Hochsaison kaum lauter sein soll...

... niemand da außer uns ...

... niemand da außer uns ...

Das Publikum außer uns besteht zu 90% aus Rentnern, die der Bräune nach allesamt Auswanderer sind. Erwähnenswert, fast alle sind Schweden.

... freie Auswahl am Abend ...

... freie Auswahl am Abend ...

Wie üblich finden wir - oder findet uns - schnell Anhang...

Ko Lanta bedeutet übersetzt in etwa soviel wie "Insel der Fischgriller" - und dementsprechend gibt es hier nebst üblichen südthailändischen Gerichten ein paar spezielle Fischcurry. Wir haben die letzten Tage keine Mühen gescheut und uns für Euch einmal quer durchs Inselsortiment gemampft.

Eigentlich wollten wir die Insel ausgiebig auf zwei Rädern erkunden, aber die Mission "Essen" und unser "Privatstrand" haben uns faul und träge an unseren direkten Umkreis gebunden. Nur gestern haben wir einen Abstecher zum Nachbarstrand, dem Prah Ae (langer Strand), gemacht.

Das Ganze haben wir allerdings nicht ganz grundlos getan, denn was wäre ein Urlaub von uns ohne Arztbesuch...

Normalerweise bin ich ja ein heißer Kandidat für sowas, aber dieses Jahr ist Susi die Glückliche. Otitis Externa - dank Breitbandantibiotika wirds aber bis Deutschland schon wieder weg sein.

Auch wenn die letzten Tage über der Himmel oftmals bedrohlich zugezogen ist, es blieb doch bis zum Ende trocken. Was also noch fehlt, ist ein letzter Sonnenuntergang - und den bekam die liebe Sonne hier immer exzellent hin...

Und dann heißt es auch schon wieder:

Morgen Früh um 7 Uhr beginnt unser Rückreisemarathon.
Alles in Allem werden wir von Lanta bis Deutschland knapp 60 Stunden unterwegs sein (wenn alles planmäßig läuft...). Ob dem so war, davon hört ihr dann nach Ostern - frohes Fest!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Auf der Suche nach Johnnie Walked
Details:
Aufbruch: 07.03.2013
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 01.04.2013
Reiseziele: Thailand
Der Autor
 
Susi & Dominik Lempeare berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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