Südamerika mit dem Wohmobil

Reisezeit: Mai - August 2013  |  von Ingrid und Achim H.

Flugintermezzo

29.6.13 Curitiba
Heute haben wir uns überlegt, von Curitiba aus nach Sao Paulo zu fliegen, dann weiter nach Manaus und weiter nach Recife, von dort zurück nach Curitiba. Wir buchten also Flüge und Hotels bis die Kreditkarte glühte, dann wurde sie auch gesperrt, nachdem wir zwei Flüge in trockenen Tüchern hatten, und es war Freitagnacht, vor Montag konnten wir nichts mit der Kreditkarte unternehmen.

30.6.13 Sao9 Paulo
Da wir uns mit einem Brasilianer auf dem Platz angefreundet hatten -wir kommunizieren mit dem Google-Translater, brachte uns dieser um 7.30 Uhr zum Flugplatz.
Dann hatte die Maschine wegen Unwetters Verspätung, aber um 12 Uhr waren wir dann in Sao Paulo. Mit Bus und Metro (wir fuhren mit den gelben Linie, die ohne Fahrer fährt) haben wir es dann zu unserem Hotel nahe der Paulista geschafft. Das Hotel war sehr schön und zentral gelegen.

die gelbe Linie fährt ohne Fahrer

die gelbe Linie fährt ohne Fahrer

Wir machen eine kleine Rast und gehen dann am späten Nachmittag nochmal auf die Paulista, eine der Hauptstraßen Sao Paulos. Es sind viele Menschen unterwegs und die Antennenmasten auf den Häusern sahen aus wie der Eifelturm

man könnte meinen der Eifelturm lugt über die Häuser

man könnte meinen der Eifelturm lugt über die Häuser

50. Tag - 1.7.13 Sao Paulo
Vor dem Frühstück rufen wir erstmal beim Kredikarteninstitut an und schaffen es, daß dei Sperre aufgehoben wurde, jetzt können wir wieder neue Flüge buchen,damit es eine Rundreise wird. Das taten wir dann auch nach dem Frühstück im 28. Stock unseres Hotels.
Später machen wir uns dann wieder auf, um Sao Paulo zu besichtigen.
Wir fahren wieder mit der gelben Linie bis zum Praça República. Das Wetter ist recht kühl, so um die 18 ° und wir frösteln.

im Hintergrund sieht man die Hochhäuser der Stadt, die im Nebel liegen, der Himmel ist bedeckt.

im Hintergrund sieht man die Hochhäuser der Stadt, die im Nebel liegen, der Himmel ist bedeckt.

Erstmal schlendern wir so durch die Straßen bzw. Fußgängerzone und lassen uns treiben.
Gehen dann zum Teatro Municipal. Es wurde 1903-11 in Anlehnung an die Pariser Oper gebaut und ist das luxuriöseste Theater des Landes.

Inzwischen hat es zu regnen begonnen.

das Teatro Municipal

das Teatro Municipal

Der Regen nimmt immer mehr zu, es gewittert auch und wir müssen uns zwischenzeitlich unterstellen. Dann geht's todesmutig weiter im Regen zur Catedral Metropolitana. Die Kirche ist im neugotischen - byzantinischen Stil erst 1954 fertig gestellt.

In der Kirche warten wir ein wenig das Wetter ab, ehe wir weitergehen zur Kirche Sȃo Francisco de Assis mit anschließendem Kloster.

die Kirche Sao Francisco de Assis - Sch...regen

die Kirche Sao Francisco de Assis - Sch...regen

Inzwischen sind wir kleddernaß und haben jetzt keine Lust mehr noch länger dem Regen zu trotzen, also gehen wir zurück zum Praça República, nehmen die gelbe Linie zurück zum Hotel. Wir kaufen noch in einem kleinen Feinkostladen Kaffeeteilchen, Kaffee to go und leckeren Nachtisch und verschwinden im Hotel. Dort müssen wir uns komplett umziehen, wir sind naß bis auf die Haut. Hoffentlich trocknen meine Schuhe bis morgen, ich habe nämlich nur dies eine Paar mitgenommen.

51. Tag - Dienstag, der 2.7.2013 - Sao Paulo -

Heute blicken wir beim Frühstück wieder über die Stadt, dass Wetter ist besser und wir gehen als erstes neue Schuhe für mich kaufen, da die anderen noch nicht trocken sind. Ich finde ein Paar in einem dezenten, unauffälligen knatschblau und behalte sie gleich an.

Nach unserem Einkauf gehen wir dann zum MASP, dem modernen Museum der Stadt, das gar nicht weit von unserem Hotel entfernt ist. Wir sind erstaunt, welche bekannten Maler vertreten sind, von Gogh, Degas, Renoir und viele andere. Wir nehmen uns viel Zeit für das Museum. Das Wetter ist besser, es regnet nicht mehr.

Dann gehen wir die Paulista entlang, die Augusta runter und suchen uns ein nettes Restaurant fürs Mittagessen. Wir landen schließlich im riesengroßen Buchladen mit Bistro und essen Salat.
Weiter lassen wir uns noch durch die Straßen treiben, ehe wir ins Hotel zurückkehren.

das MASP

das MASP

52. Tag - Mittwoch, der 3.7.2013 - Sao Paulo -

Heute sieht es so beim Frühstück aus. Die Sonne scheint, und es fliegen die Hubschrauber, die dann auch ganz in der Nähe landen.

heute morgen sieht es freundlicher aus und die Sicht ist viel besser

heute morgen sieht es freundlicher aus und die Sicht ist viel besser

Heute Abend geht unser Flug nach Manaus und wir lassen den Koffer im Hotel und gehen zum Parque do Ibirapuera.

Der Park hat eine Fläche von fast 2 qkm .Die Bedeutung des Parks für São Paulo ist vergleichbar mit der des Central Parks für New York City. Heute ist sehr gutes Wetter und die Sonne scheint. Wir kommen am Monumento aos Bandeirantes, dem Denkmal für Expeditionsteilnehmer, die im 17. Jh. auf der Suche nach Gold, Diamanten und Sklaven das brasilianische Landesinnere erkundeten und erschlossen.

Im Park war dann viel los, es wurde gejoggt, Skateboard gefahren und anderer Sport betrieben. Im Park ist das Museum für Moderne Kunst, das wir besuchen wollten. Leider war es geschlossen, wegen Renovierung

Gegründet wurde das Museum 1948 und die Architektur des Museums ist dem Museum of Modern Art in New York City nachempfunden, berühmte Künstler wie Miro, Chagall usw. werden hier ausgestellt.

Wir sind noch etwas durch den Park gegangen, haben die schwarzen Schwäne bewundert und sind dann langsam zurück gegangen. Jetzt war der Springbrunnen angestellt mit seinen riesigen Fontänen.

das MAM

das MAM

im Parque do Ibirapuera

im Parque do Ibirapuera

schwarze Schwäne im Park

schwarze Schwäne im Park

In einem kleinen Restaurant haben wir noch zu Mittag gegessen, ehe wir den Koffer abgeholt haben. Dann sind wir mit der Metro zur Station Tatuapé und von dort mit dem Bus zum Flughafen Sao Paulo-Guarulhos. Wieder einmal wurden wir in der Warteschlange zum Bus auf Deutsch angesprochen und man kümmerte sich besonders um uns und den Koffer.

Abends um 20.15 Uhr ging's dann los nach Manaus - Ankunft 23.15. Uhr. Vom Flughafen nahmen wir ein Taxi und waren schnell im Hotel Lord Manaus und konnten gleich aufs Zimmer.

53. Tag - Donnerstag, der 4.7.2013 Manaus -

Nach dem Frühstück machten wir uns dann gleich auf die Strümpfe. Es ist ziemlich warm - richtiges Tropenklima- und wir schalten einen Gang runter beim Gehen.

Manaus ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas. Sie liegt am Rio Negro, elf Kilometer entfernt von dessen Mündung in den Amazonas. In der Zeit zwischen 1870 und 1910 wurde die Stadt durch den Kautschukboom bekannt und reich. Davon ist heute nichts mehr zu spüren, sagen wir es mal so - der Lack ist ab. Rund um unser Hotel sind die kleinen Stände und Verkausfbuden und wir müssen erstmal durch das Gewusel als wir runter zum Hafen gehen.

die Häuser haben auch schon bessere Zeiten gesehen

die Häuser haben auch schon bessere Zeiten gesehen

die Kathedrale von Manaus

die Kathedrale von Manaus

Wir gehen an der Kathedrale und an dem kleinen Uhrenturm vorbei und gehen dann zum Teatro Amazonico. Das Teatro wurde am 31.12.1896 eingeweiht. Es wurde aus den Einnahmen des Kautschuks finanziert. Geld spielte damals keine Rolle und die feinsten Materialien wurden außen und innen verwendet.

Ende der 80er Jahre wurde es renoviert und ist heute in seiner Pracht zu bewundern.

Wir setzten uns vor dem Teatro auf die Terrasse eines Restaurants, da in der Mittagszeit das Teatro geschlossen war.

der kleine Uhrenturm, puh ist das heiß, da hilft nur Wasser

der kleine Uhrenturm, puh ist das heiß, da hilft nur Wasser

wir warten die Mittagszeit ab vor dem Teatro Amazonico

wir warten die Mittagszeit ab vor dem Teatro Amazonico

Dann gab es einen Regenschauer vom Feinsten und wir flüchteten ins Restaurant. Es war wirklich ein tropische Regenschauer, die Brasilianer nahmen es gelassen hin, uns blieb auch nichts anderes übrig.
Um 14 Uhr war es dann vorbei mit dem Regen und wir gingen zur Besichtigung des Teatros.

Für uns allein wurde eine englische Führung gemacht.

der Theatersaal -  Die Bühne und der Zuschauerraum für etwa 700 Personen.

der Theatersaal - Die Bühne und der Zuschauerraum für etwa 700 Personen.

Besonders schöne Materialien wurden für den Raum, in dem die reichen Familien z. B. die Pausen oder in dem sie dinierten. Es wurden viele verschiedene kostbare Hölzer verbauten. Heute muss man Schluffen anziehen, wenn man diesen Raum betritt.
Bei der Besichtigung erfuhren wir, dass am Abend ein Konzert stattfindet, das man kostenlos besuchen kann, man muß sich nur frühzeitig anstellen.

Bereits 1907, verursacht durch den Kurssturz beim Kautschuk, wurde das Teatro stillgelegt.
Heute ist es wieder ein Anziehungspunkt und es finden viele Aufführungen statt.

das Teatro am Abend

das Teatro am Abend

Um 6 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg zum Theater, denn wir wollen uns für das Konzert anstellen. Da es noch so früh ist, stehen wir in vorderster Front.

Später reicht die Schlange um drei Ecken des Gebäudes.

Viertel vor Acht wird dann die Tür geöffnet und wir werden in den Zuschauerraum geleitet. Und bis 8 Uhr füllt sich der Raum. Es herrscht eine intime Atmosphäre und als der Künstler auftritt wird er von den Zuschauern mit "guten Abend" begrüßt. Es ist ein Gitarrenkonzert und zuerst bestreitet ein Künstler das Programm allein auf der Bühne.

Dann tritt das Ensemble von 12 Gitarrenspielern gemeinsam auf. Das Publikum hat Fachkenntnisse und ist begeistert.

Dann kommen noch zwei Sängerinnen dazu, nach deren Auftritt ist dann das Konzert zu Ende.

das Gitarrenkonzert + Sängerinnen

das Gitarrenkonzert + Sängerinnen

Auf dem Platz vor dem Teatro setzen wir uns dann noch in ein Lokal und trinken einen Absacker und fahren dann mit dem Taxi ins Hotel.

54. Tag - Freitag, der 5.7.2013 - Manaus -

Heute hatten wir einen sehr schönen Tag.
Morgens sind wir zum Busbahnhof gegangen, denn wir wollten zum Hafen fahren, um dann mit der Fähre über den Encontro das Aguas, dem Zusammentreffen der Wasser von Rio Solimões, wie der Amazonas bis hier her genannt wird, und dem Rio Negro. Das Wasser der Flüsse hat unterschiedliche Farben. Das Wasser des Rio Solimões ist bräunlich-gelblich, das des Rio Negro schwarz, sie fließen 11 km lang im selben Flussbett neben einander her ehe sie sich vermischen.
Und das wollten wir uns ansehen.
Am Busbahnhof mussten wir recht lange auf den Bus 713 warten, als wir auf Deutsch angesprochen wurden und uns jemand, der mal in Basel gearbeitet hat, einen Trip für uns beiden für 200 BR anbot. Das Angebot haben wir angenommen und er führte uns zu Antonio und dessen Schiff. Wir waren die einzigen Passagiere.
Antonio zeigte uns Delphine, er wusste genau wo sie auftauchten, doch die Biester verschwanden immer so schnell wieder im Wasser, so dass sie nicht so richtig zu fotografieren waren.

Dann kamen wir an die Stelle mit den zwei Wasserfarben. Hier fließt dann also der Amazonas weiter. Dann kamen wir an die Stelle mit den zwei Wasserfarben. Hier fließt dann also der Amazonas weiter.

Dann kamen wir an die Stelle mit den zwei Wasserfarben. Hier fließt dann also der Amazonas weiter. Dann kamen wir an die Stelle mit den zwei Wasserfarben. Hier fließt dann also der Amazonas weiter.

Dann sind wir in die Welt des Rio Solimões, der dann Amazonas genannt wird, eingetaucht. Mit dem kleinen Boot sind wir durch schmale Wasserstraßen gefahren, haben die Häuser gesehen, die auf Baumstämmen gebaut sind und sich je nach Wasserhöhe heben uns senken.

Antonio zeigte uns wie der Kautschuk aus den Bäumen läuft. Heute ist das nicht mehr so wichtig, der Boom ist lange vorbei.

ein schwimmendes Haus

ein schwimmendes Haus

Es gab so viele kleine Wasserstraßen, das es uns ein Rätsel war, wie Antonio überall durchkam und sich zurechtfand.

Antonio stellte dann den Motor ab und uns umfing eine herrliche Ruhe, nur Geplätscher des fließenden Flusses und das Vogelgezwitscher waren zu hören.
Es gab auch sehr viele Vögel zu sehen, die sich auch sehr schlecht fotografieren ließen, weil sie so scheu waren.

herrlicher Frieden

herrlicher Frieden

das einzige Verkehrsmittel hier

das einzige Verkehrsmittel hier

Wir sahen die berühmten riesigen Seerosen Vitória Régia

Wir sahen die berühmten riesigen Seerosen Vitória Régia

Wir sahen die berühmten riesigen Seerosen Vitória Régia

Wir sahen die berühmten riesigen Seerosen Vitória Régia

Das Wasser steht hier jetzt noch ungefähr drei Monate, dann ist es weg und man kann zu Fuß hierdurch gehen. Bei soviel Wasser jetzt kaum vorstellbar.
Wir waren über vier Stunden auf dem Wasser und es war herrlich, durch den Fahrtwind haben wir gar nicht gemerkt, wie heiß es eigentlich ist, auch gab es heute keinen Regenschauer, und dann nehmen wir wieder Kurs auf Manaus das vor uns liegt. Es war ein wunderschöner Ausflug und wir sind richtig glücklich über eine so schöne Natur, die wir hier erleben konnten.

Mit diesen Schiffen ist man 3 - 4 Tage unterwegs, z. B. nach Belém. Geschlafen wird in den Hängematten die auf jedem Deck hängen.

Mit diesen Schiffen ist man 3 - 4 Tage unterwegs, z. B. nach Belém. Geschlafen wird in den Hängematten die auf jedem Deck hängen.

Wir werden wieder am Hafen abgesetzt und wir verabschieden uns von Antonio und gehen langsam Richtung Hotel, machen kurz eine Pause in einem kleinen Restaurant, es ist ja so heiß, trinken was und essen eine Kleinigkeit und dann gehen wir zum Hotel zurück.

55. Tag - Samstag, der 6.7.2013 - Manaus -

Wir gehen aus dem Hotel und wenden uns nach links, wir wurschteln uns durch die kleinen Lädchen und sind schon kurze Zeit später in einem kleinen Park.

hier kann man alles kaufen

hier kann man alles kaufen

Puh es ist wieder ganz schön heiß heute morgen - so haben wir schon mal einen Vorgeschmack auf unsere Panamericana-Tour.

Wir gehen die Straße des. 7. Septembers entlang zum Palácio Rio Negro. Einer Villa, die 1910 vom deutschen Kautschukhändler Waldemar Scholz als Wohnsitz erbaut und war deshalb auch unter dem Namen "Palacete Scholz" bekannt. Scholz war durch den Handel mit Kautschuk reich und einer der einflussreichsten Männer der Stadt geworden. Dann hat er durch den Crash alles verloren und die Villa ging 1918 in den Besitz des Staates über. Die Villa diente bis 1995 als Regierungssitz und ab 1996 wurde das Gebäude Kulturzentrum

Palácio Rio Negro

Palácio Rio Negro

Leider war heute Morgen keine Besichtigungszeit und so schlenderten wir weiter durch die Straßen in Richtung Hafen.
Dann kamen wir am Hafen an und hier brodelte es von Menschen, Autos und Schiffen.

im Hintergrund die Hallen und das Gewusel von Menschen und Booten

im Hintergrund die Hallen und das Gewusel von Menschen und Booten

Dann wollten wir in Hallen gehen, dem Mercado Municipal Adolpho Lisboa, aber die Hallen werden zurzeit renoviert.
Die Markthalle wurde nach dem Vorbild der Pariser Les Halles gebaut und am 15. Juli 1883 eröffnet. Die Pläne für ihre Eisengerüste stammen von Gustave Eiffel.

hier wird fleißig restauriert

hier wird fleißig restauriert

Trotzdem ist hier noch Markt und wir stürzten uns ins Gewimmel, es wird alles angeboten und der frische Fisch wird gleich kochfertig verkauft.

frischer Fisch aus dem Amazonas

frischer Fisch aus dem Amazonas

Um etwas abzukühlen setzen wir uns und dann ging wieder ein tropischer Regenguss hernieder. Alle Leute stellten sich unter, keiner schimpfte, sondern alle warteten in Ruhe den Guss ab, der immerhin eine halbe Stunde dauerte.

ein Sturzregen - alles rennet, rettet, flüchtet - Regen in den Tropen

ein Sturzregen - alles rennet, rettet, flüchtet - Regen in den Tropen

Wir gingen zum Hotel zurück und ruhten noch etwas, denn um 22 Uhr kam dann unser Taxi und wir fuhren zum Flughafen, na ja da mussten wir doch noch einige Zeit warten, bis es Richtung Recife losging.

56. Tag - Sonntag, der 7.7.2013 - Recife -

Morgens um 6.30 waren wir in Fortaleza, wir haben aber nur vom Flughafen aus die Skyline gesehen. Bis knapp 11 Uhr mussten wir dann auf den Weiterflug warten, dann aber waren wir innerhalb einer Stunde in Recife

Am Flughafen haben wir dann einen Wagen für die 5 Tage gemietet und sind zum Hotel Recife Monte gefahren. Dort hat alles mit dem Zimmer geklappt, aber als wir oben waren war es unheimlich laut vom Aufzug her, also sind wir wieder runter zu Rezeption und haben um ein anderes Zimmer gebeten. Bruno, der Mann hinter Theke hat uns dann ein anderes Zimmer gegeben und nun sind wir zufrieden und können gut schlafen, das ist auch nötig nach der langen Nacht.

Am frühen Abend sind wir dann noch mal los vom Hotel und sind in ein kleines Restaurant gegangen. Dann war der erste Tag in Recife auch schon zu Ende.

57. Tag - Montag, der 8.7.2013 - Recife -
Nach dem Frühstück sind wir erst einmal an den Strand gegangen. Der bedeutendste Strand in der Stadt ist Boa Viagem und dort sind wir.
Recife ist die Hauptstadt des Bundesstaates Pernambuco, im Nordosten Brasiliens. Sie ist eine Hafenstadt am Atlantischen Ozean und hat mehr als 1,5 Mio. Einwohner.

Am Strand standen überall Warnschilder, die vor Haien warnten, bis 2007 gab es ziemlich viele Angriffe, auch mit Toten. Wir haben aber bei unserem Strandspaziergang keinen einzigen gesehen.

Vorsichte Haie

Vorsichte Haie

der Strand Boa Viagem

der Strand Boa Viagem

Dafür haben wir eine Kokosnuss versucht. Sie wurde vor unseren Augen mit der Machete  aufgeschlagen, Strohhalm rein - trinken. Schmeckte leicht nach Kokosnuss.

Dafür haben wir eine Kokosnuss versucht. Sie wurde vor unseren Augen mit der Machete aufgeschlagen, Strohhalm rein - trinken. Schmeckte leicht nach Kokosnuss.

Am Nachmittag holten wir dann den Wagen aus der Hotelgarage, bzw. ließen ihn holen, und fuhren in die Altstadt. Zwischenzeitlich hat es wieder Mal geregnet. Wir sind jetzt genau in dem regenreichsten Monat hier, aber man kann es sich nicht immer aussuchen.

Wir fanden dann auch relativ schnell einen bewachten Parkplatz und machten uns auf die Strümpfe zur Altstadt. Als erstes sahen wir die Basilica e Convento N.S. do Carmo. Hier fand gerade ein Gottesdienst mit allem Pomp statt.

Basilica e Convento N.S. do Carmo

Basilica e Convento N.S. do Carmo

Gottesdienst in der Basilica

Gottesdienst in der Basilica

hier wird der Saft aus dem Zuckerrohr gepreßt

hier wird der Saft aus dem Zuckerrohr gepreßt

er hat zuviel davon getrunken (vm Zuckerrohrsaft)

er hat zuviel davon getrunken (vm Zuckerrohrsaft)

In einem kleinen T-Shirt-Laden kaufte Achim T-Shirts, der Verkäufer sprach uns dann auf Deutsch an, er kam aus der Gegend Santa Catarina und hatte wohl deutsche Vorfahren.

Dann sind wir wieder am Auto und fahren zurück zum Hotel. Leider hatte das Navi keinen Saft mehr und wir mussten uns anhand der Karte durchwurschteln in der Rushhour und dann im Dunkeln. Aber wir haben das Hotel wieder gefunden.

58. Tag - Dienstag, der 9.7.2013 - Recife - Olinda -

Heute Morgen fahren wir nach Olinda, ebenfalls eine Barockstadt. Es regnet wie aus Eimern, als wir auf der Strandpromenade sind, aber im Auto konnten wir ja nicht nass werden.
Als erstes fahren wir zum Mosteiro des Sȃo Bento. Dieses prunkvolle barocke Benediktinerkloster, gegründet 1582, gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten Brasiliens. Es ging wieder ein Schauer herunter und so bleiben wir erstmal im Wagen sitzen und warten diesen ab. 1982 wurde das Zentrum von Olinda in die Liste der Weltkulturerbes aufgenommen.
Sehenswert im Innern sind die Holzschnitzereien und ein 14 m hoher, 14 t schwerer Hochaltar.

Sehr schöne Kreuzwegstationen zierten die Seitenwände.

Mosteiro des Sȃo Bento

Mosteiro des Sȃo Bento

der Hochaltar

der Hochaltar

Auch in Olinda gibt es steile Straße, die wir fuhren. Häuser im Kolonialstil säumten sie.

Auch in Olinda gibt es steile Straße, die wir fuhren. Häuser im Kolonialstil säumten sie.

Dann fuhren wir weiter zum Convento de Sao Francisco. Die Kirche des Klosters, Igreja das Neves war die erste Franziskanerkirche auf brasilianischen Boden. Die Kirche und der Kreuzgang waren mit Azulejos über das Marienleben und des Leben des Hl. Franziskus geschmückt.

die Azulejos vom Convento de Sao Francisco.

die Azulejos vom Convento de Sao Francisco.

Igreja das Neves des Convents

Igreja das Neves des Convents

auch im Kreuzgang gibt viele Azulejos

auch im Kreuzgang gibt viele Azulejos

Wir fuhren dann weiter noch den Berg hinauf. Von hier oben hatte man einen Blick über Olinda bis nach Recife. In der Ferne lagen die Hochhäuser der Stadt Recife.

Wir fuhren dann weiter noch den Berg hinauf. Von hier oben hatte man einen Blick über Olinda bis nach Recife. In der Ferne lagen die Hochhäuser der Stadt Recife.

ein anderer Blick über Olinda

ein anderer Blick über Olinda

nochmal Olinda

nochmal Olinda

Igreja N:S: do Carmo

Igreja N:S: do Carmo

Danach schauten wir uns noch kurz die Igreja N:S: do Carmo an und fuhren dann mit funktionierenden Navi zurück zum Hotel. Heute keine Problem, denn die Rushhour hatte noch nicht so richtig eingesetzt.

der Blick aus unserem Hotelfenster

der Blick aus unserem Hotelfenster

59. Tag - Mittwoch, der 10.7.2013 - Recife -

Heute haben wir gutes Wetter, es ist zwar sehr stürmisch, deshalb scheint die Sonne.
Wir holen den Wagen und fahren wieder in die Altstadt von Recife (Barrio do Recife).

Wir beginnen unsere Besichtigung am Hafen bei dem Marco Zero, dem Punkt Null, von dem aus die Entfernungen in Pernambuco gemessen werden.

Marco Zero

Marco Zero

Hier in dem Viertel um die Rua de Bom Jesus sind die mehrstöckigen Kolonialhäuser renoviert und strahlen in den schönsten Farben.

Wir laufen durch das Viertel vorbei an der ehemaligen Synagoge

die schön restaurierten Kolonialbauten

die schön restaurierten Kolonialbauten

Wir gehen über die Brücke zum Justizpalast.
Vor dem Palast liegt ein kleiner Park, hier ruhen wir uns ein wenig von der Hitze aus.

der Justizpalast

der Justizpalast

Wir sind dann in das Viertel Bom Jesus zurückgegangen und haben im Schatten des Malakoff - Turm zu Mittag gegessen.

der Malakoff-Turm

der Malakoff-Turm

heute Mittag gab es Fisch

heute Mittag gab es Fisch

60. Tag - Donnerstag, der 11.7.2013 - Recife -

Heute regnet es, ein Schauer nach dem anderen geht herunter. Wir beschließen zu relaxen und Internet zu betreiben. Dann werden wir den Wagen noch betanken, denn morgen früh müssen wir schon um 5 Uhr am Flughafen sein zum Rückflug nach Curitiba über Sao Paulo.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir wollen jetzt Südamerika erobern und unser Auto ist schon auf dem Weg. Wir fliegen am 13. Mai nach Buenos Aires und hoffen, daß das Schiff auch kommt und nicht gesunken ist.
Details:
Aufbruch: 13.05.2013
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: 13.08.2013
Reiseziele: Argentinien
Paraguay
Brasilien
Uruguay
Der Autor
 
Ingrid und Achim H. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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