Hongkong und Thailand - diesmal ausgiebig

Reisezeit: Januar / Februar 2014  |  von Stefan Böhm

31.01.-01.02. Phrae: 02.02. Weiter nach Loei - oder auch nicht

Heute möchte ich nach Leoi weiterreisen. Es wartet die nächste Hoffnung auf einen schönen Pool auf mich. Schon bei der Ankunft hier hatte ich ja gefragt gehabt, wann Busse nach Loei fahren und eine eher vage Auskunft bekommen. Das war dann im Hotel nicht anders. Jedenfalls ist das früheste wohl ein Bus um 12:15 falls dieser fährt. Ich gehe also auf Nummer, fahre erst die absolute Hauptroute nach Süden, nach Phitsanulok um dort in den Bus Richtung Loei / Udon Thani umzusteigen. Das ist eine wichtige Ost / West Verbindung. Der Bus steht schon bereit und um 10:30 geht es los. Die Fahrt zieht sich doch länger als gedacht, so dass wir erst 14:30 in Phitsanulok ankommen. Das sollte aber nichts ausmachen - dachte ich. Es gibt hier sogar eine zentrale Information. Dort frage ich nach Loei. Der schaut mich an und meint "08:30 morgen früh". "Wie morgen früh? Ich habe in Loei eine Hotelreservierung. (Als ob Den das interessieren würde). Es muss doch eine Möglichkeit geben da hin zu kommen." "Ja, heute Nacht um 23:00. Vorher nicht mehr." "Und wann komme ich da an?" "um 04:30". Na toll. Das bringt's. Was mache ich jetzt? Der Bahnhof ist ziemlich neu und absolut am XXXX. Der alte war wenigstens zentral mitten in der Stadt. "Und wo finde ich hier ein Hotel?" Er deutet im Halbkreis. Da sehe ich mindesten drei wenn nicht mehr kleine Hotels in der Bebauung um den Bahnhof herum verteilt. Ich wähle das "Buddy In" am linken Rand. Es scheint mit 350 B das teuerste zu sein, bietet aber AC, WIFI, Fernseher etc. Also dann, hilft ja nichts. Die Kehrseite der Medaille ist immerhin, dass auch die ganzen kleinen Hotels neu und damit tiptop in Schuss sind.

Links ist das Buddy In.

Links ist das Buddy In.

Wie bringe ich jetzt sinnvoll den Tag rum? Ich marschiere los und brauche eine viertel Stunde um überhaupt einmal zur nächsten Kreuzung (quasi eine Autobahnkreuzung) dort um die Ecke und zu einem Schild zu kommen "Phitsanulok 6 Km. Toll, also wieder umgedreht. An der ersten Gelegenheit beim Bahnhof, die Kaffee verspricht halte ich an. Laut Schild gibt es sogar Latte Machiato. Na dann. Das hat sich aber auch schnell wieder als eine Thai mich anspricht, die auch als Gast hier sitzt, ob es auch Nescafe sein könne, die alte Dame käme mit der Maschine nicht zurecht. Was soll's, das passt doch zum Tag. Sie fragt woher ich komme, und nachdem ich "Deutschland" sage meint Sie "Oh, dann können wir deutsch sprechen". Sie hat vor 15 Jahren einmal für 1,5 Jahre in Deutschland gelebt. Mein Respekt dafür wie gut ihr Deutsch heute noch ist.
Sie wartet auch auf einen Bus nach Chiang Mai und hofft auf den um 17:00. Also selbst auf diese absoluten Rennstrecke Nr. 1 in Thailand gibt es heute Engpässe. Ja meint sie, weil jeder auf sein Heimatdorf fährt um zu wählen. Na klar, jetzt klingeln bei mir alle Glocken. OK, dass sich das derart heftig auswirkt hätte ich nicht erwartet. Nachdem ich Ihr erzähle, dass ich hier bis morgen früh fest sitze meint sie, ich könne doch den Bus nach Phitsanulok rein nehmen. Der kostet nur 30 B. Ich danke ihr für den guten Tipp, wünsche ihr eine gute Fahrt und breche auf. Jetzt sehe ich die Busse auch. Es gibt wohl zwei, die etwas unterschiedliche Routen fahren. Ich steige in die Linie 6 nachdem der 12er gerade weggefahren ist.
Am Bahnhof steige ich aus in der Hoffnung, hier auch den Bus für die Rückfahrt anzutreffen. Dann schlendere ich durch den Ort, zum Fluss und am Nachtmarkt vorbei. Der ist gerade im Aufbau. Ich komme an zwei Uhrenständen vorbei. Da fällt mir ein, dass mir ja an meine einen Uhr schon der Steg am Armband kaputtgegangen ist. Ich könnte doch einmal probieren, ob die hier nicht nur verkaufen sondern so etwa vielleicht auch reparieren. Gegenüber der Stelle, an der ich ausgestiegen bin bekomme ich tatsächlich einen Bus zurück. Diesmal die Linie 12. Die fährt also auch hier am Bahnhof vorbei. Gegen später breche ich wieder auf, diesmal mit der Uhr im Gepäck. Der eigentliche Nachtmarkt soweit es das Essen betrifft befindet sich quasi rechts vom Bahnhof. Der offizielle der kurz vor meinem letzten Besuch hier quasi zwangsweise eingeführt worden ist, ist anscheinend nach wie vor nicht so richtig angenommen. Das sind die Offiziellen ein bisschen ausgetrickst worden indem der Markt vor die garagenähnlichen Häuschen verlagert worden ist. Die Häuschen stehen offensichtlich nach wir vor weitgehend leer.

Ich komme an einen der Uhrenstände, halte meine Uhr hin und frage, ob er das reparieren kann. Kommentarlos holt er eine Schachtel mit Ersatzteilen raus und fängt an bevor ich fragen kann was es kostet. Nun denn, er verlangt dann 10 B. Das ist nicht das erste Mal, dass ich in Thailand erlebe, dass der gleiche, der mich beim Kauf einer Uhr relativ sicher über den Tisch gezogen hätte, bei eine Reparatur völlig korrekt behandelt. Am Ende des Nachtmarktes schließen sich zwei nette recht große Restaurants direkt am Fluss an. Ich beschließe nach dem Studium der Speisekarte aber, heute keinen Fisch, sondern Rind mit Ingwer und Sojabohnen zu essen. Überraschenderweise ist es gar nicht scharf und schmeckt sehr lecker. Ich bummle Richtung Bahnhof und denke mir unterwegs noch ob bzw wie oft um diese Zeit die Busse wohl noch fahren. Am Busbahnhof fahren ja die ganze Nacht über Busse.
Was soll ich sagen? Der letzte ist um 19:30 rum gefahren. Und jetzt? Jetzt gehe ich zum Bahnhof, da stehen ja immer TukTuks rum und lasse mich überraschen, was ich für die Fahrt raus zahlen darf. Einer der Fahrer schnappt mich am Arm und zieht mich zu einer Tafel. Auf der sind alle Fahrtstrecken mit Preisen aufgelistet. Sozusagen offizielle Fahrpreise für Taxen. Gar nicht so schlecht, auch wenn es trotzdem 130 B kostet, aber das ist es bei der Strecke ja wert.

© Stefan Böhm, 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Es ist soweit, meine jährliche Reise für 2014 steht an. Dieses mal geht es erst nach Hongkong, von dort mit der Fähre nach Macau und von Macau mit Air Asia nach Chinag Mai in Nordthailand. Hier in Nordthailand habe ich vor etwa 4 Wochen lang kleinere Städtchen wie Mae Hong Son, Lampang, Prae, und andere im Isan zu besuchen. Am Ende geht es dann noch nach Bangkok mit kurzem Abstecher nach Hua Hin. Auf dem Heimweg werde ich dann schon traditionelll drei Tage Stop in Istanbul einlegen.
Details:
Aufbruch: 16.01.2014
Dauer: 6 Wochen
Heimkehr: 27.02.2014
Reiseziele: Thailand
Hongkong
Macau
Der Autor
 
Stefan Böhm berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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