Same Same? Mai Pen Rai ...

Reisezeit: März / April 2014  |  von Susi & Dominik Lempeare

Im Leerlauf

Tatsächlich erreicht unser schaukelndes Stahlross auch pünktlich Bangkok - nur 300 Meter vor dem Hauptbahnhof herrscht plötzlich Stillstand.
Wir genießen fortan ein halbes Stündchen die paar Meter Ausblick, die uns unser Fenster gewährt und beobachten allerlei Fußvolk im Gleisbett.

Nachdem wir dann doch irgendwann in den Bahnhof gezuckelt sind, heißt es schnurstracks ab zur Khao San Road - der Weg ist derselbe wie letztens, nur umgekehrt - Chinatown per pedes, rauf aufs Boot und wir sind da.


Wir versuchen Bustickets für heute Nacht gen Süden zu erhaschen und haben Glück
Abfahrt ist um 19 Uhr, also in 7 Stunden von jetzt an...
Jetzt müssen wir uns nur noch den Tag hier möglichst sinnvoll vertreiben, hm - erstmal Essen...

Beim Essen kommen einem immer die besten Ideen - wir kapern ein Tuk-Tuk und heizen los. Es soll zum Chatuchak-Markt gehen, dem El Dorado für Souvenirjäger (siehe letztjähriges Kapitel "Das Lied von der Glocke"). Zwar ist heute Montag und der Markt ist eher ein Wochenendmarkt, aber einige Sektionen haben auch wochentags geöffnet.

Leider entpuppen sich diese Sektionen als die Garten- und Haustierabteilung und einige wenige Holz- und Kunsthandwerkläden. Letztere finden durchaus Anklang bei uns, die Tierabteilung hingegen macht einmal mehr traurig. Bei gnadenloser Mittagshitze vegetieren Vierbeiner aller Art in winzigen Käfigen vor sich hin - Ventilatoren sind nur auf die Verkäufer gerichtet.

Wir laufen weiter, finden die U-Bahn und fahren zum Siam Square. In wohltemperierten Einkaufstempeln vertrödeln wir fortan die Zeit und ein kleiner Imbiss beim bösen Imperium des goldenen M's springt auch noch dabei raus...

Im Schatten der Hochbahn stapfen wir immer munter voran und kommen abermals am Erawan Schrein vorbei. Wie üblich herrscht reichlich Betrieb vor dem Minitempelchen und wie üblich reihen sich Vogelhändler am Eingang auf, was einem hiesigen Brauch geschuldet ist. Gläubige erstehen einen Käfig, umrunden einmal den Schrein und entlassen dann die Vögel in die Freiheit.

... erst rundherum ...

... erst rundherum ...

... dann Türchen auf und ...

... dann Türchen auf und ...

... ab in die Freiheit ...

... ab in die Freiheit ...

Praktizierte Tierliebe im Namen Gottes, äh Buddhas, quatsch - hier sind ja Vishnu, Shiva und Shakti zuständig.

Schlussendlich wandeln wir weiter Richtung Chao Phraya - eine ausgedehnte Bootsfahrt im Zusammenspiel mit der glitzernden Sonne und einer leichte Brise verleiten uns zum Dösen...

Hoppla - jetzt hätten wir uns fast zu sehr vertrödelt...
Fluchs zurück zur Khao San, Rucksäcke geschultert, wir hatten sie wie immer einfach im Buchungsbüro stehen gelassen, und da ist auch schon der Mann auf dem Roller - wie letztes Jahr - der uns den Weg zum Nachtbus weisen wird und - ebenfalls wie letztes Jahr - kümmert er sich wieder wenig darum, ob wir Schritt halten oder nicht.

Der folgende Nachttransfer verläuft ereignislos. Gut 7 Stunden brauchen wir bis Chumphon. Als alle gerade eingeschlafen waren, stand die Pause auf dem Programm und es wurde wieder hell im Bus - business as usual eben.
Gegen 4 Uhr flogen unsere Rucksäcke dann an einem gottverlassenen Steg aus der Heckklappe und irgendwann torkelten auch wir aus dem Bauch des Fahrzeugs. Fröhliche drei Stunden später kurvte schließlich ein Kutter ums Eck und wir hievten uns samt Gepäck an Bord. Busticket und Fähre zusammen haben uns übrigens gut 800 Baht / grob 18 € gekostet.

... augenscheinlich leicht gerädert ...

... augenscheinlich leicht gerädert ...

Zu allem Überfluss scheint André gerade krank zu werden, die Nacht im Bus war schon ziemlich durchwachsen und auf der dreistündigen Überfahrt gibts dann das volle Programm - heiß, kalt, übel in stetigem Wechsel.

... huckepack und los ...

... huckepack und los ...

Auf Tao angekommen chartern wir direkt ein Taxi rüber auf die Ostseite - zu viert geht das Feilschen um den Fahrpreis natürlich wieder deutlich einfacher - und weil wir grad schon so schön auf den Spuren von letztem Jahr wandeln steuern wir zielbewusst wieder die Diamond Bungalows an.

Wir ergattern zwei hübsche Hüttchen direkt am Strand - in unserem Fall ist es sogar exakt derselbe Bungalow wie letztes Jahr - na dann kann die Strandsaison ja endlich beginnen

Du bist hier : Startseite Asien Thailand Im Leerlauf
Die Reise
 
Worum geht's?:
Mit 8 Augen durch Thailand
Details:
Aufbruch: 11.03.2014
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 11.04.2014
Reiseziele: Thailand
Der Autor
 
Susi & Dominik Lempeare berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors