Thailand und Malaysia 2006 - Alleine durch Süd- Ost- Asien

Reisezeit: Februar / März 2006  |  von Florian Seibert

03.03.2006 Die Zugfahrt und etwas Singapur

Der Tag begann früh. Um 6 Uhr klingelte der Wecker. Hätte eigentlich noch zwei Stunden weiterschlafen können. Ich schrieb noch ein paar SMS mit Anne, bei ihr war es gerade mal 23 Uhr am Vorabend, die noch bei der Feuerwehr sass und mir mitteilte, dass irgendwas fehlt wenn ich nicht da bin. Gegen halb 7 stand ich an der Rezeption und checkte aus. Bin dann noch zum Frühstück, besonders der Kaffee tat gut. Um sieben erwartete mich ein Taxi, dass mich zum Bahnhof bringen sollte. Dort hatte ich noch über eine Stunde Zeit, da die Abfahrt des Zuges erst um 08:20 Uhr war.

Ich verbrachte die Zeit in der Firstclass lounge, die zwar nicht wirklich schön war, aber dafür gepolsterte Sitze und Teppichboden. Als ich die meiste zeit abgesessen hatte bin ich zum Bahnsteig, der aber noch gesperrt war, weil man wohl noch am Rangieren war.
Um 08:15 Uhr wurde der Bahnsteig freigegeben und ich konnte einsteigen. Der Wagon hatte seine beste Zeit auch schon hinter sich, aber die Sitze waren bequem. Was will man mehr bei 6,5 Stunden Zugfahrt. Schnell fuhr der Zug nicht. Höchstens 80km/h, aber das ist ja egal. Man ist ja schließlich im urlaub. Der Wagon war ungefähr zu 50% gefüllt, allerdings stieg nach ungefähr der hälfte der ganzen Strecke ein japanische Reisegruppe zu, die erstmal alles durcheinander brachte.

Ein mit der Reisegruppe zugestiegener Passagier beharrte auf seine Sitzplätze, auf denen sich gerade ein Älters, japanisches Ehepaar niedergelassen hatte, dass ihn mit großen Augen ansah und kein Wort verstand. Der Tourguide klärte das Problem. Er war nämlich in den falschen Zug gestiegen und der stzte sich gerade in Bewegung. Der Passagier, der jetzt nicht mehr wütend, sondern total perplex wirkte rannte zur Tür und trommelte wild dagegen und schrie " Stop, Stop". Habe ihn dann nicht mehr gesehen, vielleicht hat er es ja noch Geschafft aus dem fahrenden Zug zu springen.

Gegen 14:00 Uhr hielt der Zug in Johor Bahru, der Grenzstadt zu Singapur. Die Malayische Polizei stieg zu und erledigte die ausreiseformalitäten. Dann fuhr der Zug weiter, über den Singapore River und hielt wieder an. Und zwar am Woodlands Checkpoint. Sämtliche Passagiere mussten mit samt ihrem Gepäck raus aus dem Zug und sich am Immigration counter anstellen. Nach einem Weiteren Stempel im Pass machte ich mich auf den Weg zum Ausgang. Noch durfte aber keiner raus. Der Grenzschutz aus Singapur war noch damit den Zug zu checken. Als der wieder freigegeben war und alle wieder eingestiegen waren, ging es endlich weiter. Eine weitere halbe Stunde fahrt durch Wälder und Villenviertel von Singapur lag vor mir. Ich beschloss mit dem Taxi zum Flughafen zu fahren. Denn irgendwie hing mir die Zugfahrerei zum Hals raus. Und auf U- bahn hatte ich erst recht keine Lust. Durch die Taxifahrt habe ich auch noch etwas von Singapur gesehen. Merlion zum Beispiel. Merlion ist eine Löwenstatue an den Quays und das Wahrzeichen von Singapur. Die weitere fahrt ging über die Autobahn richtung Flughafen. Alles in einem hat mich Singapur sehr an Miami erinnert.

Am Flughafen angekommen stellte ich mir die Fragen was ich den jetzt noch so mache. Schließlich hatte ich noch über 4 Stunden zeit bis zum Abflug nach Koh Samui. Ich schaute auf die Tafel mit den Abflügen und entdeckte auch gleich meinen Flug. Bin dann direkt mal in die entsprechende Schalterreihe gegangen um zu schauen ob ich evtl schon einchecken kann. Tatsächlich war es schon möglich einzuchecken. So war ich wenigstens das lästige und sperrige Gepäck los. Schlenderte dann noch etwas durch das Terminal, habe dann aber doch recht schnell in den Transitbereich gewechselt. Habe dann noch eine der zahlreichen Internetlounges aufgesucht und mich in Deutschland gemeldet.

Außerdem verspürte ich Hunger, da ich seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatte. Bin dann ausnahmsweise zu McDonalds, wo ich einen Mc Spicy gegessen habe. Nach einigem ziellosen hin und her schlendern bin ich dann in Richtung Gate D38 gegangen und habe dort die restliche zeit verbracht. Als alle Passagiere an Board waren ging alles ziemlich schnell. Die letzten haben noch nicht mal gesessen als die Maschine schon zurück geschoben wurde. Um zur Startbahn zu gelangen mussten wir ziemlich lange rollen. Sind dann aber sehr zügig abgehoben. Der nur eineinhalb Stunden langen Flug war eigentlich sehr angenehm, allerdings war der Sitzplatz abstand mehr als dürftig. Die Landung in Samui war recht hart, da es sehr windig war und kurz vorher noch geregnet hat hatte, war auch das abbremsen sehr holprig. Allerdings ist die Landebahn in Samui auch nicht sehr eng und die Boeing 717 das größte Flugzeug, was hier landen kann. Die Passagiere wurden dann mit sehr eigenartigen Fahrzeugen zum Terminal gebracht, wo ich mal wieder eine Stunde an den Immigrationcountern angestanden habe. Nachdem ich endlich den 3. Stempel für diesen Tag im Pass hatte nahm ich mir ein Taxi nach Choeng Mon. Für 300 Baht. Angeblich sei der Meter kaputt. Da ich keine Lust hatte zu diskutieren habe ich mich einverstanden erklärt und nach 10 Minuten fahrt war ich am Ziel. Die Choeng Mon Bungalows. Allerdings musste ich feststellen, dass die Rezeption nicht mehr besetzt ist. Super. Da fährt einmal blind wohin und dann so was. Da aber auch noch Personal da war, hatte ich 10 Minuten später einen Bungalow. Als ich ihn betrat, wollte ich sofort wieder weg. Der Bungalow war total dreckig. Zumindest die Wände. Das bett war sauber. Immerhin. Da man mir sagte, dass ich diesen Bungalow nur eine Nacht haben kann. Blieb ich. Ich wollte nur schlafen.

Am Changi International Airport in Singapur

Am Changi International Airport in Singapur

© Florian Seibert, 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine Reise nach Thailand mit kurzem aber schönen und interessantem Zwischenstopp in Kuala Lumpur, einer Zugfahrt nach Singapur und ausgiebigem relaxen am Strand auf Koh Samui
Details:
Aufbruch: 22.02.2006
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 15.03.2006
Reiseziele: Thailand
Malaysia
Der Autor
 
Florian Seibert berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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