Heute ist nicht alle Tage - ich komm wieder, keine Frage ....

Reisezeit: September 2010 - September 2011  |  von Philipp Sautter

Thailand: Krabi

17.09.10 - Anreise Krabi (Ao Nang)

Morgens um 8 Uhr packe ich meine Sachen, mit dem Minivan werde ich abgeholt und los geht die Fahrt nach Krabi. Die Fahrt dauert nur etwa 2 Stunden, in Krabi angekommen muss ich erstmal umsteigen Richtung Ao Nang. Hier goenne ich mir heute ausnahmsweise etwas Luxus nach den Dschungelstrapazen. Luxux heisst: Heisse Dusche, Klimaanlage und ein unerwuenschter aber willkommener Nebeneffekt, ein Fernseher. Da der Laundry-Service mit 35Baht\kg hier aussergewoehnlich guenstig ist, lass ich auch gleich fast alle meine Sachen waschen. Was mich wundert ist die Tatsache dass ich es nicht schaffe die Klimaanlage unter 25Grad zu drehen, ohne dass ich friere. Scheinbar hat sich mein Koerper doch schon an die Hitze gewoehnt.

Da es mir hier nicht besonders gefaellt (es ist hier als waere man am Ballermann und dafuer bin ich nicht nach Thailand gereist), plane ich meine naechsten Reiseziele bei ein paar Bier und laufendem Fernseher auf meinem Zimmer.

Abends spaziere ich noch etwas sie Strasse auf und ab, bevor ich meine laedierten Knochen ins King-Size Bett katapultier....

18.09.10 - Anreise Railay Beach

Ohne Fruehstueck nehme ich mir am Pier ein Longtail nach Railay. Die Fahrt vorbei an aufragenden Kalksteinmonolithen dauert nur etwa eine halbe Stunde. Trotzdem bin ich total verschwitzt bis ich endlich eine Unterkunft gefunden und gefruehstueckt habe.

Wie immer, wenn ich irgendwo ankomm, mach ich erstmal ein Nickerchen bevor ich die Umgebung erkunde. Railay besteht aus Ost- und Westkueste, im Norden und Sueden ragen hohe dschungelbewachsene Felsen auf. An der teuren Westseite befinden sich zwei wunderschoene weisse Sandstraende, waehrend die Ostseite guenstiger ist und von Mangroven bewachsen ist. Auf der ganzen Halbinsel gibt es nur Fuesswege, Autos oder Motorraeder gibt es nicht. Waehrend ich ueber die Fusswege schlendere treffe ich Lena und Katharina wieder, die ich am ersten Abend auf Ko Tao kennengelernt hab. Wir verabreden uns auf ein Bier am Abend, bevor ich weiter an den Strand zum Schnorcheln ziehe. So schoen der Strand auch ist, so flach und steinig ist er aber unter Wasser - also nicht besonders zum Schnorcheln.

Nach dem Abendessen treffe ich mich mit Lena und Katharina, am Tisch sitzen bereits 2 Englaender, Laura und Phil, die schon ziemlich angetrunken waren (eben typisch fuer die englischen Urlauber ) Und so vergeht ein witziger Abend bei Bier und Cocktails ...

19.09.10 - Ausflug nach Tonsai Beach

Ich schlafe bis 11 Uhr aus und genehmige mir erstmal ein Fruehstueck. Im Norden von Railay befindet sich das etwas ruhigere Tonsai, welches nur ueber einen Dschungelweg oder bei Ebbe an der Kueste erreichbar ist.

Eine Dreiviertelstunde gehe ich den Dschungelweg vorbei an den Felsen, auf denen sich hin und wieder 1m lange Warane sonnen und Affen auf den Baeumen herumturnen. In Tonsai lege ich mich schliesslich verschwitzt an den Strand, abkuehlen im Meer ist hier nicht - wie in Railay ist es hier einfach zu flach und steinig.
Nachdem ich 2 Stunden am Strand geschlafen habe, liege ich nicht mehr im Schatten sondern in der prallen Sonne. So entscheide ich mich, da gerade sowieso Ebbe ist, den bequemeren und kuerzeren Weg an der Kueste entlang zurueck nach Railay zu gehen.

Es scheint mir die Welt so winzig klein, als ich auf dem Rueckweg wie durch Zufall Tobi (den ich auf Ko Tao kennengelernt hab) wieder treffe, der gerade vom Klettern zurueckkommt. Er wohnt gerade in Tonsai und so verabreden wir uns auf ein Bier am Abend in Tonsai, woraus leider nix wurde, da ich den Dschungelweg nachts nicht mehr laufen wollte und der Kuestenweg abends durch die Flut versperrt war. So lasse ich den Abend trotzdem mit ein paar Bierchen mit Lena und Katharina ausklingen.

20.09.10 - Dschungeltour zur Lagune

Wie fast jeden Tag, an dem ich nicht gerade Weiterreise, schlafe ich auch heute aus. Bei einem ausgedehnten Fruehstueck entscheide ich, was ich wohl heute alles mache. Heute soll es zum Railay-Viewpoint und der Lagune am suedlichen Zipfel der Halbinsel gehen. - Gehen? Sagte ich gehen? Ich meinte klettern

Der Pfad ist steil und fuehrt hoch hinauf ueber Matsch, Felsen und Wurzeln, entlang an matschgetraenkten Seilen, die eigentlich eher Richtungsweiser denn Kletterhilfen sind. Oben angekommen am Viewpoint sieht man ueber die palmenbewachsene Railay-Halbinsel. Zur Lagune fuehrt ein weiterer Pfad auf der anderen Seite wieder hinunter, noch steiler (teilweise senkrecht und mit Ueberhang) und noch matschiger und steiniger. Und ich nur in FlipFlops - tolle Idee!

Auf dem Weg (Weg? welcher Weg?) nach unten zur Lagune treffe ich Timo und Katharina aus Stuttgart und Muenchen, die gerade ueberlegen, ob sie nicht wieder umdrehen sollen. Wenn ich es mit FlipFlops schaffen wuerde, koennten sie das mit Turnschuhen auch schaffen - meinen die beiden. Also wenn das kein Ansporn ist
Ich klettere vor, sie hinterher - so erreichen wir schliesslich die Lagune, wo wir im kuehlen Nass eine Runde schwimmen bevor wir schliesslich den Rueckweg wieder antreten.

Verschwitzt und voll Matsch waschen wir uns zuerst im Meer, danach laden mich die beiden in ihr Resort ein, zum Schwimmen im Pool. Anschliessend gehen wir essen und verbringen den Abend - wie solls anders sein - bei ein paar Bier in einer Bar.

21.09.10 - Relaxen in Railay

Spaet, fast um die Mittagszeit stehe ich auf und gehe fruehstuecken. Da es zu spaet ist um Auszuchecken, entscheide ich mich fuer einen entspannten Tag und plane an meiner Weiterreise. Ich suche meine Sachen, die quer im ganzen Zimmer verteilt sind, zusammen und packe alles grob zusammen. Als ob ich noch nicht alles gesehen habe, laufe ich alle Straende und Fusswege nochmal ab, bevor ich mich schliesslich an die Walkingstreet setze und bei ein paar Tassen Kaffee entspannte zwei Stunden den Sonnenuntergang beobachte. Hier treff ich Timo und Katharina wieder, zusammen gehen wir Abendessen und trinken Bier und Cocktails. Nachdem ich mich von ihnen verabschiede, setze ich mich noch zu drei Maedels aus Singapur, die mir die Tage zuvor schon immer wieder ueber den Weg gelaufen sind. Da Singapur auch auf meiner Route liegt tauschen wir Email-Adressen aus, wir wollen uns dort wiedertreffen. Spaet in der Nacht falle ich in mein Bett - hoffentlich komme ich morgen frueh gut raus.....

© Philipp Sautter, 2010
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Worum geht's?:
Ein Traum wird wahr ... Von September 2010 an ziehe ich um die Welt. Das Ende steht noch nicht in Sicht, vermutlich werde ich aber 10-12 Monate unterwegs sein. Geplante Ziele: Thailand, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Fiji, USA
Details:
Aufbruch: 02.09.2010
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: September 2011
Reiseziele: Thailand
Malaysia
Singapur
Der Autor
 
Philipp Sautter berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.
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