Auf nach Indien!

Reisezeit: November 2008 - Februar 2009  |  von Michaela und Thomas Günther

Unruhige Nacht - Sightseeing 12.11.08

Vor dem Schlafengehen bewaffneten wir uns mit Ohropax, was allerdings nicht sonderlich viel genuetzt hat. Ab ca. 0 Uhr herrschte Stille, die nur hin und wieder durch ein lautes Knallen wie von Schuessen durchbrochen wurde. Bereits um 5 Uhr morgens war es wieder vorbei mit der Stille, laut droehnende Hindimusik erfuellte unser Zimmer mit Leben. Kaum hoerte es auf zog eine musizierende Karavane mit lauten Trommeln, Schellen und Gesang vorbei, so das man den Eindruck hatte, sie wuerden direkt vor unserem Bett stehen Spaeter erfuhren wir, das derzeit ein grosses Sikh-Festival ist. Der Geburtstag des Gruenders des Sikhismus wurde zelibriert.

Zum Fruehstueck gab es Chiliomlett auf Toast und Chai-Tee.
Zu Fuss machten wir uns auf zum India Gate, einem Denkmal fuer Kriegsgefallene aus dem ersten Weltkrieg. Aber hier hatten wir nicht eine ruhige Minute, fluechteten vor einem Verkaeufer und vielem den naechsten in die Haende. Mit dem Tuk-Tuk fuhren wir zu Ghandi Smitri. Hier verbrachte Ghandi die letzten 144 Tage bis er erschossen wurde.
Zum Mittag probierten wir Dosas eine Art Reispfannkuchen mit verschiedenen scharfen Dips, eine Suedindische Spezialitaet.

In der U-Bahn herrschen Sicherheitsstandards fast wie am Flughafen. Das Gepaeck wird durchleuchtet und Personen werden abgetastet. Die U-Bahn ist eine super alternative zu den notorisch verstopften und mit Smog verpesteten Strassen, zudem ist es auch noch sehr guenstig.

Das Red Fort haben wir lediglich von aussen besichtig. Der Bereich vor dem Fort ist extrem anstrengend aufgrund der dreissten Schlepper und Bettler. Selbst falsche Schnurrbaerte wollte man uns verkaufen... Vor dem Fort wurden wir von einem Journalisten von Reuters interviewt. Sie recherchierten, weil der Touristmus in Indien Ruecklaeufig sein soll.

Mit einer Fahrradrikscha machten wir eine Tour zur Jamma Masquid, einer maechtigen Moschee, fuhren durch kleine, enge Gassen, die mit Verkaufsstaenden gesaeumt waren und endeten letztendlich in einem Jain Tempel, der derzeit aufwendig restauriert wird. Jainisten glauben an die Erhaltung allen Lebens und sind somit nicht nur vegetarisch, sie essen auch keine Lebensmittel, die sich in der Erde befinden, da beim Pflanzen und Ernten Tiere im Erdreich verletzt werden koennten. Auch tragen Sie keinerlei Lederprodukte.

Eigentlich wollten wir mit der U-Bahn zurueck zum Hotel, nun war aber auch diese hoffnungslos ueberfuellt. Fahrkartenautomaten gibt es leider noch keine, die Tikets muessen also immer am Schalter gekauft werden. Wir fuhren also mit dem Tuk-Tuk und waeren im Feierabendverkehr fast erstickt, was sich beim Nase ausschnauben bestaetigte. Das Taschentuch faerbte sich schwarz...

Abends setzten wir uns in eine Bar in Paharganj, in der es ausnahmsweise sogar Alkohol gab, aber auch hier herrschte Rauchverbot. Das Ziel der Regierung soll angeblich sein, Indien Rauchfrei zu bekommen. Zum Abendbrot hatten wir Suesskartoffeln mit Gewuerzen und Limonensaft betraeufelt, sehr lecker.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dieses Mal sind wir für drei Monate in Indien und machen nur Urlaub! Wir werden ab und zu hier unsere Erlebnisse berichten. Geplant ist eine Rundreise quer durch Indien.
Details:
Aufbruch: 10.11.2008
Dauer: 13 Wochen
Heimkehr: 08.02.2009
Reiseziele: Indien
Der Autor