ROMANO UNTERWEGS IN MITTEL /SÜDAMERIKA

Reisezeit: Februar 2009 - Februar 2010  |  von Romano Torriani

BRASILIEN IIII

CUMBUCO

Noch immer befinde ich mich in Cumbuco wo es mir sehr gut gefaellt und ich eigentlich alles habe was man braucht. Mein Mietvertrag habe ich nochmals um 2 Wochen verlaengert, obwohl der Vermieter 100 ( 60 CHF ) Reales mehr haben wollte.

Da mich Iracema, eine Brasilianerin die hier kennengelernt habe, fragte ob ich Silvester mit ihr und ihrer Familie in Fortaleza verbringen wolle nahm ich die Einladung gerne an, da ich eh nix geplant hatte.
Mit dem Bus fuhren wir etwa 10 Minuten von Cumbuco in ihr Dorf Tabuba um den Onkel, seine Frau und deren zwei Kinder abzuholen, bei denen auch Iracema lebt.
Schon durch den Anblick des Dorfes wurde mir klar, dass ich heute tief in die Brasilianische Kultur eintauchen werde, da es einfach ein typisch kleines Fischerdoerfchen ist irgendwo in der Pampa.
Nach einem Schnaepschen mit dem Onkel bestiegen wir den Bus, der uns zum naechst groesseren Busterminal brachte um den Bus zu wechseln. Der Busterminal war voll mit Leuten die alle das gleiche Ziel hatten: Den Strand in Fortaleza, da dort die Silvestersause stattfand. Somit gab es einfach zu wenig Buse fuer diese Menschenmassen und nach 1 Stunde Wartezeit fanden wir Platz in einem der Buse der uns zum Strand brachte.

Am Busterminal

Am Busterminal

Am Strand in Fortaleza angekommen tummelten sich bereits viele Leute von denen die meisten weiss gekeidet waren, was in Brasilien tradition hat, da Weiss die Farbe des Friedens ist, eine schoene Sache!
Wir schlenderten ein wenig an der Promenade entlang und nahmen dann Platz in einer der vielen Strandbars in der, der Cousine es Onkels arbeitete und uns fuer die naechsten Stunden mit Bier versorgte.
Um 24 : 00 Uhr gab es ein grosses Feuerwerk und man wuenschte sich ein gutes 2010.

Iracema und ich an der Strandpromenade

Iracema und ich an der Strandpromenade

In der Strandbar mit der ganzen Familie

In der Strandbar mit der ganzen Familie

War natuerlich kein 1. August Feuerwerk, aber trotzdem ganz nett

War natuerlich kein 1. August Feuerwerk, aber trotzdem ganz nett

Um 04 : 00 Uhr brachen wir die Zelte langsam ab und und begaben uns zur Promenade wo Ronaldo, ein Freund des Onkels, mit seiner Familie bereits auf uns wartete. Zu zehnt quetschten wir uns in dessen kleinen Lieferwgen und fuhren zu seinem Haus, welches sich in Fortaleza befindet. Dort wurde jedem ein Bett zur verfuegung gestellt und alle gingen schlafen.

Nach 6 Stunden wurde man geweckt und es wurde ein reichliches Fruehstueck aufgetischt. Danach sagte man mir , dass man in Brasilien auch den 1. Januar feiert, daher bot mir Ronaldo das erste Cerveza des Tages bereits nach dem Fruehstueck an...welches ich natuerlich nicht ablehnen konnte...ja, die Brasilianer betreiben den Trinksport auf einem hohen Niveau...

Beim Fruehstuecksbier mit dem Onkel und Ronaldo

Beim Fruehstuecksbier mit dem Onkel und Ronaldo

Danach pferchte man uns wieder in den Lieferwagen und wir kehrten zum Strand zurueck, wo der Cousine bereits auf uns wartete.

Yep, dies war der kleine Lieferwagen...

Yep, dies war der kleine Lieferwagen...

So verbringt man den 1. Januar in Brasilien...

So verbringt man den 1. Januar in Brasilien...

...und auch mit Baden

...und auch mit Baden

Nach dem wir den ganzen Tag mit trinken am Strand verbracht hatten nahmen wir am Abend den Bus, der die anderen in ihr Dorf brachte und mich nach Cumbuco wo ich nach kurzer Zeit in meiner Haengematte einschlief.
Die Leute waren wirklich alle super nett und gastfreundlich und ich hatte einen unvergaesslichen Silvester 2010!

In Cumbuco habe ich den Jens kennengelernt, ein 46 Jahre alter Daene der letzten Oktober mit dem Kiten in Daenemark angefangen hatte und da es ihm dort zu kalt wurde entschied er sich 7 Wochen nach Cumbuco zu kommen um seine Kitefertigkeiten zu verbssern. Fuer mich ist das perfekt, da es zum einen mehr Spass macht zu zweit zu Kiten und zum andern hat er ein Auto und weil der Wind in Cumbuco zu schwach fuer uns ist, fahren wir fast jeden Tag nach Taiba, welches 1 Stunde entfernt ist und man eine Flachwasserlagune vorfindet deren Bedingungen noch besser sind als die in Cumbuco. Ausserdem herrscht dort ein super Wind und ich kite jeden Tag zwischen 2 - 4 Studen

Das Auto von Jens und im Hintergrund die Lagune

Das Auto von Jens und im Hintergrund die Lagune

Die Lagune aus der Naehe

Die Lagune aus der Naehe

Doch auch in deren Lagune war mir das Glueck nicht lange hold. Zuerst verfingen sich meine Leinen mit denen eines anderen Kits und dabei ist mir eine gerissen. Nun musste ich die austauschen lassen und dies war alles andere als guenstig. Kiten ist und bleibt ein teurer Sport.
Danach schnitt ich mir dieses mal den grossen Zeh an einem scharfen Stein auf. Ist jedoch nicht so schlimm wie beim letzten mal und es sollte bald wieder verheilt sein. Ausserdem stand ich auf einen toten Fisch der am Ufer lag und dessen Stachel, welcher sich an seinem Ruecken befand, bohrte sich in meinen kleinen Zeh. Nun hatte dieser Stachel auch noch kleine Wiederhacken und es war eine sehr schmerzhafte Erfahrung. Irgendwie sollte ich mich mal nach Wasserschuhen umsehen...hmm...zu Hause haette ich ein Paar doch das nuetzt mir ja nix...

Auch wenn der Jens nicht immer ein einfacher Zeitgenosse ist, da er sehr launisch ist und teilweise aus keinem ersichtlichen Grund auf die Palme geht, ist er trotzdem ein guter Typ.

Der launische Jens

Der launische Jens

Da am Wochenende ein Nachbar von Iracema seinen Geburtstag feierte ging ich mit ihr in dessen Haus wo ihr Onkel mit seiner Familie bereits maechtig am feiern war und Ronaldo und seine Frau waren auch vor Ort. Ausserdem habe ich dort viele neue Leute kennengelernt die schon sturzbetrunken waren, da sie schon den ganzen Tag in dem Haus mit Pool und Grill schlemmten.
Gegen 22 : 00 Uhr ging der Biervorrat zu ende und alle verstraeuten sich irgendwo hin. Wir begaben uns in eine Bar in der noch live - Musik gespielt wurde.

In der Bar

In der Bar

Da die anderen nicht mehr fahrtauglich waren, also die Maenner, fuhr ich alle in das Haus des Onkels. War auch nicht so weit, aber trotzdem blieb mir die Karre im Sand stecken und die anderen mussten maechtig schieben, war aber ganz lustig. Da keine Buse mehr fuhren schlief ich auf der Veranda des Onkels in einer Haengematte. Das Haus wurde auf einem kleinen Huegel erbaut und wenn man morgens aufwacht hat man einen fantastischen Blick ueber das Dorf und am Horizont kann man das Meer sehen.

Das Haus des Onkels

Das Haus des Onkels

Hier war mein Nachtlager

Hier war mein Nachtlager

Der Ausblick ueber Tabuba am Morgen

Der Ausblick ueber Tabuba am Morgen

© Romano Torriani, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Meine Reise von Mexico bis Rio de Janeiro und alles was so dazwischen, darunter und darüber liegt...
Details:
Aufbruch: 09.02.2009
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: Februar 2010
Reiseziele: Mexiko
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Venezuela
Ecuador
Peru
Bolivien
Argentinien
Uruguay
Brasilien
Der Autor
 
Romano Torriani berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.