ROMANO UNTERWEGS IN MITTEL /SÜDAMERIKA

Reisezeit: Februar 2009 - Februar 2010  |  von Romano Torriani

KOLUMBIEN IIII

BOGOTA

Nachdem die Schule beendet war, habe ich eigentlich nicht mehr allzuviel gemacht in Bogota.
Ich habe oft zu Hause gekocht und meine eigenen vier Waende genossen. Natuerlich kam auch das Nachtleben nicht zu kurz.
An einem Tag begab ich mich noch nach Zipaquira, da man dort aus einer alten Salzmiene eine unterirdische Salzkathedrale schuf. War ganz nett, so ein wenig unter Tage durch die schmalen Gaenge zu spazieren und teilweise auch sehr eindrucksvoll.

Das Hauptschiff der Kathedrale

Das Hauptschiff der Kathedrale

Am 11.08. habe ich eine Freundin, die Sabina, auf dem Flughafen von Bogota in Empfang genommen.
Da sie gerade noch einen Monat Zeit hat, bevor ihre Ausbildung beginnt, hat sie sich spontan dazu entschlossen mit mir einen Monat durch Kolumbien und Ecuador zu reisen...ist immer wieder was schoenes, wenn man jemanden von zu Hause trifft...

Auf dem Weg zum Bus, der mich an den Flughafen brachte, sah ich eine Frau, die einem Farrad nachrannte und immer wieder schrie, " der hat mein Farrad gestohlen, der hat mein Farrad gestohlen " , dann haben 2 - 3 Passanten versucht den Dieb vom Farrad zu treten und einer hat ihn auch erwischt und er fiel zu Boden. Daraufhin stroemten 12 - 15 Passanten auf den Dieb zu und schlugen allesamt auf ihn ein. Nach ca. 30 Sekunden Pruegelei kam dann ein Polizist und befreite den Gauner aus den Klauen der Maeute. Ich denke, wenn der Polizist nicht eigegriffen haette, haetten die ihn auf der Stelle gelyncht...das nenne ich Zivilcourage...habe leider keine Fotos davon...

TATACOA - WUESTE

Nach 3 Tagen in Bogota, in denen ich Sabina ein wenig die Stadt naeher brachte, zogen wir weiter nach Villavieja, von wo aus man in die Tatacoa - Wueste gelangt.
Von Bogota besteigt man den Bus nach Neiva und von Neiva gelangt man eigentlich nach Villavieja. Doch nach etwa 5 Stunden im Bus nach Neiva hat man uns gefragt, wo wir eigentlich hin wollen und so...daraufhin wurde wild diskutiert und der halbe Bus riet uns etwa 1,5 Stunden vor Neiva auszusteigen, da dies der schnellere Weg waere.
Also sind wir dann an einer Busstation ausgestiegen irgendwo in der Pampa. Da kam dann einer mit einem Motorrad und fuhr uns an das Ufer irgendeines Flusses, der etwa so breit war wie der Rhein in Basel. Den ueberquerten wir mit einem kleinen Boot und von der anderen Seite ging es wieder mit dem Motorrad weiter in das Dorf Victoria.
Dieses Dorf war wieder mal ganz tiefes Kolumbien, wo es keine asphaltierten Strassen gibt, Schweine, Ziegen und Kuehe frei herumlaufen und die Dorfbewohner eher ein Pferd als ein Auto besitzen.
Bei dem Dorflaedeli haben wir mit ein paar Einheimischen ein Cerveza getrunken, waehrend wir auf den Bus warteten der uns nach Villavieja brachte...war schon ein kleines Abenteuer...

Von Villavieja aus haben wir uns auch gleich auf eine Tour begeben in die Tatacoa - Wueste. Mit einem Tuk - Tuk und einem Guide, der zugleich der Tuk - Tuk - Fahrer war, wurden wir durch die Wueste chauffiert. Immer wieder wurde angehalten und unser Guide fuehrte uns durch canyonaehnliche Landschaften mit Riesenkakteen. Am Schluss fuehrte er uns noch zum " geilsten Pool der Welt ", der mitten im Canyon eingebettet ist...war total krass...

Der geilste Pool der Welt!!!

Der geilste Pool der Welt!!!

Die canyonaehnliche Landschaft

Die canyonaehnliche Landschaft

Eigentlich wollten wir in der Wueste in einer Finca uebernachten, doch die Señora war nicht zu gange und somit mussten wir wieder nach Villavieja um zu naechtigen.

SAN AUGUSTIN

San Augustin liegt in einem Tal und ist umringt von saftig gruenen Bergen mit tausenden verschiedenen " Gruens " und auf den Weiden grasen die Kuehe...richtig schoen hier...

Hier wohnen wir im El Maco einer kleinen Bungalowanlage, welche etwa einen Kilometer ausserhalb des Dorfes liegt und von einem Schweizer gefuehrt wird, von dem Rene, der ein klasse Typ ist. Ausserdem machen die hier das beste Fruehstueck, das ich in den letzten sechs Monaten gegessen habe, mit selbstgemachtem Brot und selbstgemachter " Gonfi " ...war fast so gut wie die von meiner Grossmutter...

Nun ist San Augustin eigentlich bekannt fuer seine Steinstatuen, die eine uralte Kultur zwischen dem 6. und 14. Jahrhundert zu Ehren ihrer Toten auf den Graebern erbauten.
Wir begaben uns in den Parque Arqueologico, um einen Teil der Statuen zu begutachten.
War ganz ok, aber hat mich auch nicht gerade umgehauen.

Sabina und ich vor einem Grab

Sabina und ich vor einem Grab

Der Rene hat uns dann noch eine Wanderung vorgeschlagen, die uns ins Hinterland von San Augustin fuehrte und dies war richtig schoen. Der Weg fuehrte uns zuerst zwei Stunden einen schmalen Pfad hinunter, bis wir im Tal unten ankamen.
Durch das Tal fliesst auch ein Fluss, an dessen Ufer wir eigentlich gelangen wollten, doch irgendwie fanden wir keinen Weg hinunter. Wir haben dann so eine Huette, mitten im Dschungel passiert, vor der drei Kinder spielten. Die haben wir gefragt wie man denn hier zum Fluss gelangt, daraufhin haben sie uns 10 Minuten durch das Unterholz gefuehrt und uns an einen kleinen Sandstrand am Flussufer gebracht...war total suess...
Nach 5 Stunden wandern sind wir ziemlich erschoepft im El Maco angekommen.

Das Tal, welches wir durchwanderten

Das Tal, welches wir durchwanderten

Mit den drei wegweisenden Kindern vor ihrem Haus

Mit den drei wegweisenden Kindern vor ihrem Haus

Unten am Flussufer

Unten am Flussufer

Nun hat auch mich mal eine Durchfallerkrankung erwischt. Lag dann so 2 - 3 Tage mit Bauchkraempfen im Bett und musste stuendlich auf Toilette.
Mit dem Taxi fuhr ich in das Spital und dort gab man mir einige Tabletten und seitdem geht es wieder bergauf mit Romanito.

VON KOLUMBIEN NACH ECUADOR

Da wir durch meine Erkrankung ein paar Tage laenger in San Augustin verbringen mussten, wollten wir auf schnellstem Wege nach Ecuador.
Deshalb nahmen wir um 04.00 Uhr morgens ein Collektivo nach Pitalito, von Pitalito aus gings mit dem Bus nach Mocoa, wo wir auf der Ladeflaeche eines Jeeps Platz fanden, der uns fuer die naechsten 3 Stunden auf der wahrscheinlich, nach dem " El camino de la muerte " in Bolivien, zweitgefaehrlichsten Strasse der Welt nach Pasto brachte.
War teilweise wirklich so, dass kaum zwei Autos nebeneinander Platz hatten und falls sich der eine Fahrer ein wenig verschaetzt haette, waere er etwa 100 - 200 Meter in die Tiefe gestuerzt...aber das macht die ganze Sache doch irgendwie interessanter...
Ausserdem flossen zum Teil kleine Fluesse ueber den Pfad, die man durchqueren musste und der Zustand der Strasse war alles andere als gut. Aber die Vielfalt der Natur und die atemberaubenden Landschaften, die man vor die Linse bekommt, sind die Reise auf jedenfall wert.
Nach einem Mittagessen in Pasto nahmen wir einen Minibus nach Ipiales, wo wir die Grenze zu Ecuador zu Fuss ueberquerten.
Von dem ersten Dorf aus, Tucan, in Ecuador bestiegen wir das fuenfte Transportmittel des Tages, welches uns nach Otavalo brachte.
Nach 17 Stunden Reisezeit haben wir dann auch unser verdientes Bett in einem netten Hostal in Otavalo in Anspruch genommen.

Ein kleiner Teil der zweitgefaehrlichsten Strasse der Welt

Ein kleiner Teil der zweitgefaehrlichsten Strasse der Welt

...viel Platz ist da nicht...

...viel Platz ist da nicht...

© Romano Torriani, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Meine Reise von Mexico bis Rio de Janeiro und alles was so dazwischen, darunter und darüber liegt...
Details:
Aufbruch: 09.02.2009
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: Februar 2010
Reiseziele: Mexiko
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Venezuela
Ecuador
Peru
Bolivien
Argentinien
Uruguay
Brasilien
Der Autor
 
Romano Torriani berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.