ROMANO UNTERWEGS IN MITTEL /SÜDAMERIKA

Reisezeit: Februar 2009 - Februar 2010  |  von Romano Torriani

BRASILIEN IIII

RIO DE JANEIRO I

Nach vier Wochen in Cumbuco war ich eigentlich froh wieder mal weiter zu kommen, da es so gut wie keinen Wind mehr gab und man ausser Kiten nicht viel unternehmen kann in dem Doerfchen.

Deshalb bestieg ich am 22.01.2010 ein Flugzeug, welches mich inner 3.5 Stunden nach Rio de Janeiro brachte. Nach meiner Ankunft am Flughafen von Rio begab ich mich in die Ankunftshalle der internationalen Fluege. Nach 2 Stunden Wartezeit konnte ich meinen guten alten Kumpel, den Dominik, in die Arme schliessen. Da er wieder mal Ferien noetig hatte beschloss er, mich fuer meine letzten 2 Wochen in Brasilien zu begleiten.

Im 4 Sterne Hotel Windsor, welches gerade mal eine Parallelstrasse hinter der Copacabana liegt, verbrachten wir unsere ersten 3 Naechte. Mit 260 Reales ( 150 CHF ) pro Nacht, war es bisher die teuerste Unterkunft auf meiner Reise, doch das leckere Fruehstuecksbuffet liess mich diese Tatsache schnell vergessen. Ausserdem tickt Rio einfach anders, nicht nur in Sachen Preise...

Aussicht von unserem Balkon und durch den kleinen sonnendurchfluteten Spalt konnte man die Copacabana sehen

Aussicht von unserem Balkon und durch den kleinen sonnendurchfluteten Spalt konnte man die Copacabana sehen

Dominik und ich auf der Hotelterrasse

Dominik und ich auf der Hotelterrasse

Ausblick auf die Copacabana

Ausblick auf die Copacabana

Da gerade das Wochenende vor der Tuer stand haben wir das Sigthseeing auf spaeter verschoben und uns in den ersten paar Tagen auf das Nachtleben konzentriert, was eigentlich auch zu den Highlights von Rio gehoert. Waehrend des Tages haben wir unsere mueden Knochen an der Copacabana entspannt.

An der Copacabana

An der Copacabana

Nach 3 Naechten mussten wir das Windsor Hotel verlassen und suchten uns eine guenstigere Unterkunft im Stadtteil Lapa. In dem Hostel " Samba Villa ", welches wir ueber das Internet buchten, kamen wir die nachsten 2 Tage unter. Dabei hatten wir nicht gerade ein gutes Haendchen, da etwa 10 Meter entfernt vom Hosteleingang permanent 10 - 20 Obdachlose lagen die entweder total besoffen oder in irgendeinem Drogenrausch waren und einem entweder anpoebelten, Geld wollten oder eine Kippe. Ausserdem wurden die Duschen seit geraumer Zeit nicht mehr geputzt und die Toiletten stanken nach Urin, dass man sich auf einer Bahnhofstoilette glaubte.

Links befindet sich der Eingang zur Samba Villa und rechts unter der Bruecke lagen die Obdachlosen

Links befindet sich der Eingang zur Samba Villa und rechts unter der Bruecke lagen die Obdachlosen

Dafuer fanden wir nun Zeit um uns dem Sightseeing zu widmen und begaben uns auf den Zuckerhut. Mit der Gondel gelangt man auf den Gipfel und kann von oben einen malerischen Ausblick auf Rio geniessen.

Mit der Gondel gings auf den Zuckerhut

Mit der Gondel gings auf den Zuckerhut

Melerischer Ausblick auf die Copacabana

Melerischer Ausblick auf die Copacabana

Und hier in die andere Richtung

Und hier in die andere Richtung

Am Abend besuchten wir in Lapa einen der besten Sambaclubs der Stadt und schwangen die Hueften. Als wir in den fruehen Mrgenstunden einen leichten Hunger verspuehrten begaben wir uns in das einzige Restaurant, welches noch geoeffnet hatte. Als wir etwa zur Haelfte aufgegessen hatten viel irgendein Ding von der Decke und landete neben unserem Tisch gleich neben Dominik. Daraufhin entfernte er sich einwenig vom Tisch und als ich die zuckende halbtote Ratte entdeckte aus deren Genick Blut austrat war es dann auch fuer mich vorbei und wir waren beide eigentlich gesaettigt.

Im Sambaclub

Im Sambaclub

Dominik vor dem rattenverseuchten Restaurant...von links Oben viel das Ding direkt neben unseren Tisch

Dominik vor dem rattenverseuchten Restaurant...von links Oben viel das Ding direkt neben unseren Tisch

Am naechsten Tag nahmen wir den " Bodinoh ", eine Strassenbahn die einem durch den Stadtteil Santa Teresa fuehrt, welcher auf einem Huegel liegt und mit seinen alternden Herrenhaeusern und den kopfsteingepflasterten Strassen einen eigenen Charm versprueht. Wirklich ein ganz herziges Viertel.

Foto aus der Strassenbahn

Foto aus der Strassenbahn

Hier eine Tramstation

Hier eine Tramstation

Ein nettes Bild von Santa Teresa

Ein nettes Bild von Santa Teresa

Am Nachmittag wollten wir eigentlich noch die Christusstatue auf dem Corcovado besuchen, doch da das Wetter zunehmends schlechter wurde verschoben wir dies auf ein anderes mal. Dafuer begaben wir uns auf eine Besichtigungstour in das Maracanã - Stadion in dem sich die bis heute größte Menschenmenge für ein Fußballspiel versammelte. Die Schaetzungen schwanken von 180 000 - 200 000 Zuschauern!
1998 wurde es umgebaut und nun fasst es noch 96 000 Zuschauer. War schon ganz nett, aber als ich innen drin stand ist es mir jetzt nicht so wahnsinnig gross vorgekommen.

Das Maracanã - Stadion

Das Maracanã - Stadion

Hier befinden wir uns im Kessel

Hier befinden wir uns im Kessel

SAQUAREMA

Nach 6 Tagen in Rio begaben wir uns in das 100 Kilometer entfernte Saquarema, eine Oase des Friedens. Hier ist es um einiges ruhiger als in der Grossstadt, die Straende sind nicht so ueberfuellt und das Wasser ist super sauber und klar. Wir fanden eine nette Pousade, die sich unweit vom Meer befand, in der wir uns ein Zimmer mieteten.

Am Strand von Saquarema

Am Strand von Saquarema

Eigentlich wollten wir nur 2 Naechte bleiben, doch es gefiel uns einfach zu gut und am Ende waren wir 6 Nachte in Saquarema. Ausserdem lernten wir noch einen Schweizer, den Giuseppe, und seine Frau kennen. Er fuehrt eine Pizzeria im Shoppingcenter von Saquarema und macht eine weltklasse Pizza. Also assen wir jeden Abend Pizza und nach Feierabend sassen die beiden noch zu uns und wir Sprachen bis spaet in die Nacht ueber Gott und die Welt. Am Wochenende war das Shoppingcenter dann auch voll mit Leuten und die vielen Bars und die einte Disco waren gut besucht.

RIO DE JANEIRO II

Da Giuseppe ohnehin nach Rio fahren musste um Kaese und sonstige Besorgungen zu machen nahm er uns mit in die Metropole und liess uns in Niteroi aussteigen, von wo wir eine Faehre bestiegen, welche uns ins Zentrum von Rio brachte.

Auf dem weg zur Faehre

Auf dem weg zur Faehre

Vom Zentrum aus nahmen wir ein Taxi, das uns nach Ipanema brachte, wo wir uns fuer die letzten 5 Tage ein Appartement gemietet hatten. Da der Himmel stahlblau und kein einziges Woelkchen zu erkennen war begaben wir uns auf den Corcovado um die Christusstatue zu besuchen. Mit einer kleinen Zahnradbahn wird man nach oben chauffiert von wo man entweder mit dem Lift oder zu Fuss ueber eine Steintreppe zur Christusstatue gelangt, wir nahmen die Treppe. Die Aussicht von Oben ist noch ueberwaeltigender als die vom Zuckerhut und irgendwie hat man ein gutes Gefuehl, wenn man endlich einmal dem Wahrzeichen von Rio so nahe ist.

FANTASTISCH!!!

FANTASTISCH!!!

Yep, we did it...

Yep, we did it...

Auch ein Ruecken kann entzuecken

Auch ein Ruecken kann entzuecken

Da der Dominik keine Lust auf eine Favela Tour hatte machte ich die Tour alleine. Vor einem Hostel in der Naehe traf ich auf meine Gruppe und mit dem Minibus fuhr man uns zu dem Favela Rocinha. Hier wechselten wir das Transportmittel und jeder bestieg ein Motortaxi, welches einem auf den hoechsten Punkt des Favelas brachte von wo aus wir zu Fuss bergab das Favela erkundigten.

Das Favela Rocinha in dem etwa 200 000 Menschen leben

Das Favela Rocinha in dem etwa 200 000 Menschen leben

Nun ist es so, dass dieser Ort hier von " Druglords " ( Drogenbossen ) regiert wird und das Favela durch deren Soldaten geschuetzt wird. Diese Soldaten bekamen wir auch zu Gesicht und sie standen oder sassen meistens an einer Ecke, ein Maschienengewehr vorgehaengt und rauchten Marihuana. Von denen durften wir auch keine Fotos machen, da die Gefahr besteht, dass das Bild an die Presse geht und dann die Polizei den Typen vielleicht erkennt und deshalb in das Favela eindringen wuerde.
Ansonsten schlenderten wir durch die engen Gassen und besuchten noch eine Galerie von Kuenstlern die dort leben und ihre Bilder an Touristen verkaufen wollen.

In einer der Gassen

In einer der Gassen

Diese Jungs hier gaben noch eine kleine Sambavorstellung

Diese Jungs hier gaben noch eine kleine Sambavorstellung

In der Galerie

In der Galerie

Eines der Bilder

Eines der Bilder

Nun koennte man auch sagen, dass solche Favelatouren einwenig pervers sind, da man sich eigentlich die Armut der Menschen vor Augen fuehrt. Doch unser Guid hat uns erklaehrt, dass die Menschen, die in den Favelas leben, stolz darauf sind und sich freuen, wenn mann sich fuer ihr Leben interessiert, da sie sich auch als einen Teil von Rio sehen, was ja auch stimmt.
Ausserdem wird mit dem Geld, das damit eingenommen wird, ein soziales Projekt finanziert, welches dem Favela zu gute kommt. Dabei handelt es sich um eine Kindertagesstaette, die wir auch besuchten.
Mir hat die Tour sehr gut gefallen, da sie sehr informativ und interessant war.

In der Kindertagesstaette

In der Kindertagesstaette

Unsere letzten Tage in Rio verbrachten wir meistens noch am Strand von Ipanema, der gleich neben der Copacabana liegt, doch der Strand und das Wasser sind um einiges sauberer. Fuer einen Stadtstrand ist er wirklich fantastisch.

Ipanema Beach

Ipanema Beach

Am 06.02.2010 machte sich Dominik auf den Weg zum Flughafen um seinen Flug zu erwischen. Einen Tag spaeter war es auch fuer mich so weit und ich trat nach einem Jahr on Tour meine Heimreise an.

© Romano Torriani, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Meine Reise von Mexico bis Rio de Janeiro und alles was so dazwischen, darunter und darüber liegt...
Details:
Aufbruch: 09.02.2009
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: Februar 2010
Reiseziele: Mexiko
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Venezuela
Ecuador
Peru
Bolivien
Argentinien
Uruguay
Brasilien
Der Autor
 
Romano Torriani berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.