Malaysia - Mai 2009

Reisezeit: Mai / Juni 2009  |  von Andreas Schneidenbach

Pulau Perhentian: Kecil und Besar

Meine Augen, meine Augen! Ich glaube ich bin blind!

Dank unserer Unruhe hielt es uns also nicht lange unter den Kokospalmen am Strand.

Ganz im Stil von Robinson Crusoe machten wir uns an, die Insel zu entdecken.
Demnach mussten wir Prioritäten setzen:

1.) Die Suche nach Trinkwasser
- Entfällt, weil an jeder Ecke Bier und Saft zu haben ist.
2.) Die Suche nach zwei wilden Ziegen, um sie zu domestizieren und zu züchten.
- Entfällt, weil im Cocohut gut gekocht wird.
3.) Der Bau eines Unterstandes, um bei Schlechtwetter Schutz zu haben.
- Entfällt, weil wir mit unserem Chalet bereits gut bedient sind.

somit bleibt:
4.) Die Suche nach Spuren menschlicher Zivilisation abseits unseres Strandes!

Wir stapften also los, zuerst über einige Treppen und Stege dann vorbei an einem schäbigen Fischerdorf und schon bald waren wir allein auf weiter Flur.

Immer weiter, dann trafen wir auf einen Campingplatz (für malaysische Schulklassen?), von da aus zweigte ein Weg ins Inselinnere ab und wir mussten uns einmal mehr einen Weg durch die grüne Hölle bahnen!

Der Weg durch den Dschungel dauerte ca. 30min., es galt: Stehenbleiben verboten - denn: Myriaden von Moskitos stürzten sich auf uns sobald wir durchschnauften!
Und schlauerweise hatten wir unser bewährtes NoBite nicht dabei...

Auf der anderen Seite liegt die Flora Bay, ein schöner Strand mit einigen Hotelanlagen.

Flora Bay

Flora Bay

Erst jetzt konnten wir uns eine Abkühlung und die verdiente Verschnaufpause gönnen!

Jetzt hätte es zwar noch einen anderen Pfad gegeben, zum nördlichen Strand.

Aber ohne Mückenmittel - und überhaupt...Robinson hat seine Insel schliesslich auch nicht an einem Tag erkundet.

Also wieder zurück an den Start, für diesen Tag wurde genug entdeckt!

Anderntags wollten wir per Taxiboot zu unserer Nachbarinsel Kecil, das Schnorchelzeug im Gepäck.

Den gleichen Fehler wie bei der letzten "Erkundungstour" wollte Christa aber diesmal nicht machen und so wurde schon im Zimmer zum Moskitoschutz gegriffen.

Auf einmal - ein schmerzgequälter Aufschrei!
Was war geschehen? Hat etwa ein Iban mit dem Blasrohr einen Anschlag verübt? Oder sollte ein hinterhältiger Fallensteller seine Drahtschlinge in unserer Unterkunft ausgelegt haben?

Alles falsch: Meine Angetraute hatte die Sprühflasche falsch herum gehalten und so ging das scharfe Zeug direkt in die Augen!
War zwar anfangs weniger lustig, trotzdem muß ich sagen: Das habe ich letztesmal bei "Tom und Jerry" gesehen, und das ist auch schon wieder einige Jährchen her!

Wir liessen uns also später am Long Beach absetzen. Dass Kecil ein Backpackerparadies ist konnten wir sofort erkennen:

Kecil - Long Beach

Kecil - Long Beach

1.) Die Unterkünfte sind - na ja - einfacher
2.) Um 10:00 ist noch alles im Tiefschlaf

Uns hielt es hier sowieso nicht, ein weiterer kurzer Trip durch den Wald und wir kamen auf der anderen Seite in der Coral Bay wieder raus. Dort ist uns eine kleine Bucht nördlich vom neuen Shangri La-Resort zum Schnorcheln empfohlen worden, da wollten wir hin.

In der ersten Kneipe an der Coral Bay wurden wir aber schon gewarnt: "Da wollt ihr hin? Seid bloß vorsichtig! Da verstecken sich die Jungs im Wald und wenn ihr nicht aufpasst hüpfen sie raus und klauen euch alles was ihr habt!"

Das war ja sehr ermutigend, erstmals auf unseren Reisen war uns ein wenig mulmig zumute und ein Schild hinter dem Shangri La, auf dem sinngemäss stand: "Achten Sie auf Ihre persönlichen Sachen, lassen Sie alle Wertsachen im Hotel!" trug nicht unbedingt zu unserer Beruhigung bei.

Jedoch, die Bucht war idyllisch gelegen und schnorcheln konnte man auch gut. Einer von uns musste halt ständig bei unseren Sachen Wache halten und durfte den Waldrand nicht aus den Augen lassen!

Einige Meter weiter waren ein paar Männer mit dem Ausladen von Dieselkanistern beschäftigt. Ob das die bösen Räuber waren?

Uns ist freilich nichts passiert, eine komische Frucht haben wir da ausserdem noch entdeckt:

Wer kennt dieses Teil (etwa so groß wie eine kleine Ananas)?

Wer kennt dieses Teil (etwa so groß wie eine kleine Ananas)?

Danach wollten wir vorbei am Coral Bay weiter nach Süden, an der Küste entlang war ein Pfad zum Mira´s eingezeichnet.

Ein weiteres Mal nahmen wir einen schweißtreibenden Marsch auf uns, bis zu einer einsamen Bucht wo wir Rast hielten.

Da hat uns dann endgültig die Lust verlassen, vor allem weil wir nicht wussten wie weit es noch sein würde.

Darum kehrtgemacht, zurück zum Long Beach.
Nicht ohne unterwegs endlich noch einen Waran halbwegs komfortabel vor die Linse zu bekommen:

Der war ca. 1m lang, der grösste den wir sahen hatte gute 2m (Husch, und weg war er...)

Der war ca. 1m lang, der grösste den wir sahen hatte gute 2m (Husch, und weg war er...)

Nach der Rückfahrt liessen wir uns diesmal am nördlichen Strand absetzen. Vom Schnorcheltrip her kannten wir den schon, da gibt es schöne Resorts, weisse Strände und türkisfarbenes Meer.

Das Wasser vor dem Perhentian Island Resort, wer genau schaut kann sogar ein paar Fische erkennen.

Das Wasser vor dem Perhentian Island Resort, wer genau schaut kann sogar ein paar Fische erkennen.

So Leute, das war es in groben Zügen was wir auf den Perhentians so getrieben haben!

Im Vertrauen: 4 Nächte hätten auch gereicht, dann hätten wir auch die Cameron Highlands noch besuchen können

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Culture, Jungle, Snorkelling...
Details:
Aufbruch: 16.05.2009
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 02.06.2009
Reiseziele: Malaysia
Der Autor
 
Andreas Schneidenbach berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.