MOSKAU - PEKING 2009

Reisezeit: Juli / August 2009  |  von Roland Bässler

Von Beijing zurüch nach Wien

Die Rückreise nach Wien

22. Tag/13.08.2009/Do Harbin/Peking/WIEN

Für 5:45 Uhr hatte ich mir den Wecker gestellt. Dann Einpacken, Frühstück und hinunter (vom 28.Stockwerk) in die Lobby, wo bereits Julie und der Fahrer warteten. Das Auschecken dauerte etwas lange, sodass der Fahrer schon etwas nervös wurde. Im Stau begann die Fahrt Richtung Harbin Airport (45 km). Ein morgendlicher Regenguss kam auch noch daher, aber dann ging es zügig dahin, wir waren sogar noch eine Stunde vor Abflug den Airport erreicht. Julie arrangierte ein rasches Einchecken, wir verabschiedeten uns, bis irgendwann.

Die Flugdaten:
Flug CA 1640, HRB ab: 08:40 Uhr , PEK an: 10:30 Uhr
Flugdistanz: 1.050 km

Ein pünktlicher Abflug, aber dann kein freier Landeslot. Mehrmals kreiste die Maschine über die Peking vor gelagerten Berge. Die Landung war auf dem neue erbauten Terminal 3. Vom Andockplatz der Maschine bis zum "Bagage Claim" waren etwa 15 Minuten zu gehen, bzw. Rollbändern zu fahren. Dann dauerte es über eine halbe Stunde, bis das Gepäck (mein Rucksack) eintraf. Ich hatte aber genug Zeit und somit keine Sorge.

Beijing - Wien
Die Ankunft von Harbin war auf Terminal 3 (wie schon gesagt), der Weiterflug ebenso. Ich habe schon sehr früh eingecheckt, so blieb mir viel Zeit zum Herumflanieren - in diesem wirklich tollem Capitol Airport Beijing. HRB - PEK (CA) dem man höchsten Standard zuschreiben kann. Dies ist mit Sicherheit ein Effekt der Olympischen Spiele 2008.

Auch hier war wieder höchste Sauberkeit (auch auf den Toiletten und überall), hohe Sicherheitsvorkehrungen (ohne dass dies bedrückend wirkt), sehr hohe Kundenfreundlichkeit und viel Unterstützung ist seitens des Flughafenpersonals anzutreffen. Meines Erachtens stehen hier Wien und auch andere Metropolen der chinesischen Hauptstadt weit hinten nach. Diese hohen Standards habe ich aber auch in Harbin wahrgenommen. China überholt den Rest der "Welt".

In einem Cafe mit WiFi (Internetsupport) habe ich noch einige Zeilen in das Netz gestellt, für Ergänzungen werde ich an Board der AUA-Maschine OS 064 für Ergänzungen viel Zeit haben.

Ich habe mich zum Gate 27 begeben, die AUA-Maschine mit den großen Lettern "STAR ALLIANCE", eine Boeing 767-300, die heute aus Wien eingetroffen war, "wartete" schon auf seine Fluggäste, das Boarding war schon angelaufen. Good Bye Beijing - Good Bye CHINA!

Die Flugdaten:
Von Beijing- Capital nach: Wien International, mit Austrian Airlines OS64; Abflug: 13:55 Uhr, geplante Ankunft in Wien um 18:15 Uhr.

Die Abwicklung der Grenzformalitäten war mit vielen Sicherheitschecks kurz nid bündig. Eine Ausreisekarte war auszufüllen. Ich verstehe nachträglich nicht, warum die Grenzübertritte mit der Bahn lange Prozeduren mit sich ziehen; in China eh' nicht so langwierig wie in den beiden anderen bereisten Ländern. Eine Vermutung die ich habe ist, dass am Airport die Grenzformalitäten elektronisch erledigt werden, im Zug die elektronische "Mobilität" (noch) nicht funktioniert, Vielleicht vermutet man, dass im Zug mehr "Gesindel" unterwegs ist?

Kurz bevor der Gate geschlossen wurde habe ich die Maschine bestiegen. Ich hatte mir im Vorfeld den bestmöglich Platz per Internet reserviert (11A). Wie ich zu meinem Platz kam, traute ich meinen Augen nicht: Es war ein Sitzplatz ohne Fenster. Die "Verzweiflung" war
groß, hatte ich mir doch extra einen Fensterplatz bestellt, um viele Schnappschüsse zu machen.

Die Rückreise nach Wien erfolgt etwas schneller, die voraussichtliche Reisezeit wird (NUR) etwa 10 Stunden betragen. Interessanterweise ist die Route identisch mit dem Streckenverlauf der Transsibirischen Eisenbahn: Und zwar (soeben verkündet vom Captain): Von Beijing - in die Mongolei (Ulaanbataar) - nach Russland (Sibirien), südlich vorbei am Baikalsee, Irkutsk, Krasnojarsk, dann (etwas nördlicher wie der Verlauf der Transsib) weiter über en Ural in den europäischen Teil Russlands, über die Städte Perm, Moskau nach Wien. Im Vergleich dazu beträgt die Reisezeit mit der Transsib im Streckenabschnitt Moskau-Peking rund 6 Tage!

Ein etwas verspäteter Start in Beijing (sehr hohes Flugverkehrsaufkommen!). Anfangs verlief der Flug wolkenfrei, vergebens habe ich die Grosse Mauer "gesucht". Über der Mongolei - kurz vor Ulan Bator - war eine dichte Wolkendecke unter uns, bis nach Russland hinein. Ulan Bator überflogen wir nach etwa 2 Stunden Flugzeit (mit der Bahn und den "endlosen" Grenzkontrollen waren es 1 ½ Tage!). Auch die Hoffnung, den Baikal See von oben zu sehen, ging nicht auf, eine dichte Wolkendecke und Turbulenzen begleiteten den Flug.

Das Service der AUA-Flugbegleiterinnen (Crew) war "perfekt", zuvorkommend und gastfreundlich. Zuerst, kurz nach dem Abflug, wurden Getränke und Snacks serviert, später ein Mittagessen, ich wählte Fisch. Dazu guten Weißwein, später noch Rotwein aus heimatlichen Gefilden.

Ich genieße das Fliegen, im Besonderen Langstreckenflüge (hoffentlich gibt es bald wieder eine Gelegenheit!). Ich machte "eine Runde" in der Maschine, die Sitzplätze waren "vollgestopft", ich hatte einen Luxus mit meinem freien Nachbarsitzplatz, und Beinfreiheit noch dazu. Gute Musik im Ohr (von Radio Wien), weit über den Wolken, da lässt sich Freiheit spüren.

Jetzt, nach etwa 2 ½ Flugstunden, haben wir den südlichen Zipfel des Baikal Sees erreicht (dichte Wolkendecke! Wie gerne hätte ich den Baikal-See und vielleicht aus der Ferne sogar die Insel Olchon gesehen, wie wunderschön war es doch dort!). Bald kommen wir bei Irkutsk vorbei (Irkutsk - Ulaanbataar mit der Transsib: etwa 1 ½ Tage, inkl. der langen Grenzformalitäten!). Auch hier hatte ich Freunde gefunden. Es ist ein schönes Gefühl, auch wenn ich nicht nach unten sehen kann, zu wissen, wie es "unten" aussieht.

Es ist 17:30 Uhr (PEK-Zeit), wir sind über drei Stunden unterwegs, wir fliegen dem "Tag" nach. Noch immer eine Wolkendecke! Aber die Sonne strahlt bei meinen beiden Fensterlucken herein. Da lacht das Herz! Wir fliegen südlich von Krasnojarsk vorbei (wo mein sibirischer Freund von der Transsib zu Hause ist) vorbei. Es ist wunderschön, die Transsib-Strecke zu überfliegen, da werde ALLE Erinnerungen - und es waren ausschließlich sehr schöne - wach.

Die Wolkendecke lichtet sich (nur) etwas unter uns. Es geht (etwas nördlich) in Richtung Novosibirsk (18 Uhr, nach etwa 4 Stunden Flugzeit), um 18:30 Uhr (n. 4 ½ Flugstunden) befinden wir uns nördlich von Novosibirsk.
Es ist kurz vor 19 Uhr (5 Stunden Flugzeit, etwa Halbzeit!), wir überfliegen das Westsibirische Tiefland nördlich von Omsk ("da unten war ich in der Transsib!", unglaublich!).
Die Flugrichtung geht Richtung Ural. Wieder (oder immer wieder) eine dichte Wolkendecke unter uns.

19:35 Uhr, über dem Westsibirischen Tiefland, nördlich von Omsk, noch "weit" vor dem Ural: fast keine Wolken, unter uns ist eine Seenplatte sichtbar. Die Flugrichtung ist direkt der Sonne entgegen. Die Piloten benötigen "sehr gute" Brillen.

Kurz nach 20 Uhr, nach etwa 6 Stunden, überfliegen wir nördlich von Jekaterinburg den Ural.

Nur mehr 2.746 km bis Wien. In der Zwischenzeit haben wir - gleich nach dem Ural - Perm überflogen, befinden uns im europäischen Teil Russlands, und nehmen Kurs auf Moskau.

Es ist dies bereits mein vierter Flug von Peking nach Wien. Zweimal davon hatte ich großes Glück: Ich wurde wegen Platzbedarfs in die Businessklasse "upgegradet". Diesmal geht es mir bei dem großen Platzangebot auch sehr gut.

Die dichte Wolkendecke hält sich bis über Polen; eigentlich von der Mongolei bis Polen überflogen wir eine "Schlechtwetterfront".

Ein Abendessen wird noch serviert. Fast nur mehr eine Stunde bis Wien, die voraus. Ankunftszeit wird mit 18:11 Uhr angegeben. Bei meiner Uhr steht der Zeiger bereits auf 23:30 Uhr.

Ankunft in Wien: 18:09 Uhr

Eine schöne, erlebnisreiche Reise hat einen Abschluss gefunden.

© Roland Bässler, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Mit der Transsibirischen Eisenbahn geht es zuerst von Moskau (RUSSLAND) nach Irkutsk (Sibirien), dann mit Bahn, Schiff und Bus eine Woche "rund" um und auf dem Baikalsee, bis nach Ulan Ude. Die Reise führt weiter mit der Transmongolischen Eisenbahn durch die Wüste Gobi bis Ulan Bator (MONGOLEI) und dann nach Peking (Beijing)(CHINA). Ein Abstecher nach Nordchina, nach Harbin und Yabuli, wird geplant.
Details:
Aufbruch: Juli 2009
Dauer: circa 5 Wochen
Heimkehr: August 2009
Reiseziele: Russland / Russische Föderation
Mongolei
China
Der Autor
 
Roland Bässler berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.