Der Weg ist das Ziel

Reisezeit: April - November 2010  |  von Manuela Seidl

Vom Neusiedlersee unterwegs Richtung Westen: 3.Etappe, 4 Tage, bis Seebergsattel

Donnerstag 3. Juni bis Sonntag 6. Juni waren wir wieder unterwegs!
Tag 1: Preiner Gschaid - Waxriegelhaus - Schlangenweg - Karl-Ludwig-Haus - Habsburghaus, 10 km, 800 Höhenmeter im Aufstieg, 4 Stunden Gehzeit

Start war um 8 Uhr morgens, leicht bewölkt aber Sonnenschein. Umso höher wir kamen umso dichter wurde der Nebel. Am Schlangenweg begleiteten uns 2 "Gams". Bereits kurz nach 12 erreichen wir in dichtem Nebel und bei eisigem Wind das Habsburghaus. Kurz darauf begann es draußen stark zu regnen und wir waren froh drinnen zu sein. Am Nachmittag und Abend mussten wir uns die Hüttengaudi selber machen ... nicht jeder geht bei so einem Wetter auf den Berg, aber literweise Tee und verschiedenste Gesellschaftsspiele ließen die Zeit schnell verstreichen. Die Nacht war spektakulär: 5 Grad Raumtemparatur in unserem Zimmer!!! Wir sind in voller Montur und mit Stirnband unter 3 Decken ins Bett und da war es dann endlich warm...brrrrrr

Die Rax - oben Nebel unten Sonne

Die Rax - oben Nebel unten Sonne

"Hol´ra die Gams!"

"Hol´ra die Gams!"

Wir haben niemanden getroffen an diesem Tag!

Wir haben niemanden getroffen an diesem Tag!

mystische Nebellandschaft

mystische Nebellandschaft

Tagesziel erreicht

Tagesziel erreicht

Unser "Kühlschrankzimmer"

Unser "Kühlschrankzimmer"

2. Tag: Habsburghaus - den Kaisersteig runter, Naßwald, Naßriegel, Naßkamm, Lurgbauerhütte, Schneealpenhaus, 10 km, 900 Höhenmeter runter und 900 Höhenmeter rauf, 6 h Gehzeit

Um 09 Uhr gings in voller Regenmontur raus: starker Wind, dichter Nebel und Regen inklusive, ein Erlebnis der besonderen Art. Während der 1,5 Stunden Abstieg wurde das Wetter merklich besser. Erstmals sind wir 900 Höhenmeter abgestiegen und gleich im Anschluss in einem durch wieder 900 Höhenmeter gerade bergauf und - wow... Training sei Dank haben unsere Wadln und Oberschenkel das mitgemacht. Kurz vor der Lurgbauerhütte noch eine leichte Kletterei, ansonsten bergauf...bergauf... bergauf.... A gscheites Eierspeis zur Stärkung in der Lurgbauerhütte, danach gemütlich auf der "Alpenautobahn" 1 Stunde zum Schneealpenhaus.

Beim regnerischen Abstieg im Wald

Beim regnerischen Abstieg im Wald

Blick zurück auf das Habsburghaus (Bild Mitte)

Blick zurück auf das Habsburghaus (Bild Mitte)

da müss ma ganz rauf und noch weiter...

da müss ma ganz rauf und noch weiter...

Da wo der Enzian blüht...!!!

Da wo der Enzian blüht...!!!

leichte Kletterei

leichte Kletterei

Wahnsinn - Blick zurück, was man alles gehen kann...

Wahnsinn - Blick zurück, was man alles gehen kann...

Bis zu den Schneefeldern und danach nur mehr eine Stunde bis zum Schneealpenhaus!

Bis zu den Schneefeldern und danach nur mehr eine Stunde bis zum Schneealpenhaus!

"Alpenautobahn"

"Alpenautobahn"

Schneealpenhaus

Schneealpenhaus

Kurz nach 16 Uhr kamen wir im Schneealpenhaus an, das Wetter war herrlich und der anschließende Hüttenabend war ein unvergessliches Erlebnis. Wir haben zufällig die 2 Andi´s und den Robert getroffen, die auch auf dem Weitwanderweg 01 unterwegs sind!! Ein super langer Hüttenabend, Witz, Gitarrenmusik und 7 Flaschen Uhudler... mehr muss ma net sagen. Wir danken für die unglaublich nette Gesellschaft!!!

lohnende Ausblicke und wunderschönes Wetter am Schneealpenhaus!

lohnende Ausblicke und wunderschönes Wetter am Schneealpenhaus!

Unsere lustige Runde!

Unsere lustige Runde!

Ein bissl Gaudi muss sein!

Ein bissl Gaudi muss sein!

Meine Schwester und der steirisch Brauch...!!

Meine Schwester und der steirisch Brauch...!!

3. Tag: Schneealpenhaus - Karlgraben - Krampen - Lanau - Kleine Veitsch - Grundbauernhütte, 19 km, 1000 Höhenmeter Abstieg, 700 Höhenmeter Aufstieg, 5,5 Stunden Gehzeit

Der dritte Tag begann mit den Nachwehen vom Vortag. Geplant war es um 8 Uhr zu starten - das war leider nicht drinnen. Meine Schwester hatte Kreislaufprobleme und so ziemlich alle Zustände die man sich vorstellen kann - wenn man einen über den Durst getrunken hat. Um 10 Uhr hab ich sie mehr oder weniger aus der Hütte "geschoben" und dann haben wir 4 Stunden bis Krampen gebraucht. Wir wussten nicht ob wir abbrechen müssen, weil wir ein zeitliches Problem bekommen und es nie mehr auf die Veitsch schaffen würden bzw. unsere Kräfte nicht jene waren wie sonst. Schon mal 1000 Höhenmeter abgestiegen mit nem Kater? Wir schon hihi!! Wir haben umgeplant und a bissi geschummelt und sind trotzdem ans Ziel gekommen. In Krampen haben wir total nette Leute bei der Gartenarbeit getroffen und die hatten was für Weitwanderer übrig. Wir sind mit dem Auto 9km gefahren worden und zwar von Krampen bis nach Lanau und dann noch den Forstweg 300 Höhenmeter in den Wald - dem Himmel sei Dank hatten wir dann nur noch eine starke Stunde Aufstieg bis zur Grundbauernhütte!! A gscheite Jausen und früh ist Bett - Schlaf nachholen war angesagt.

Auf dem Weg zum Karlgraben!

Auf dem Weg zum Karlgraben!

wunderschöne Quellen beim Abstieg im Karlgraben

wunderschöne Quellen beim Abstieg im Karlgraben

Diese "Ameisentowers" findet man immer wieder!

Diese "Ameisentowers" findet man immer wieder!

Jetzt fließt da kein Schmelzwasser mehr...

Jetzt fließt da kein Schmelzwasser mehr...

Da muss man sich durchkämpfen!

Da muss man sich durchkämpfen!

Die entzückende Grundbauernhütte auf der kleinen Veitschalm!

Die entzückende Grundbauernhütte auf der kleinen Veitschalm!

Wir waren heilfroh unser Tagesetappenziel doch noch erreicht zu haben!

Wir waren heilfroh unser Tagesetappenziel doch noch erreicht zu haben!

So a netter Kerl - der hat sich ein Bankerl mit mir geteilt!

So a netter Kerl - der hat sich ein Bankerl mit mir geteilt!

Meine Schwester beim täglichen Tourenbuchschreiben

Meine Schwester beim täglichen Tourenbuchschreiben

4. Tag: Grundbauernhütte - Hohe Veitsch - Graf Meran Haus - Turnaueralm - Göriacheralm - Seebergalm - Seebergsattel, 20 km, insgeamt ca. 600 Höhenmeter Abstieg und 600 Höhenmeter Aufstieg, 7 Stunden Gehzeit

Der letzte Tag war herrlich. Ausgeschlafen starten wir um 7 Uhr früh und erreichen bereits um halb 10 den Gipfel der Hohen Veitsch. Die gesamte Tour war landschaftlich wirklich sehr reizvoll, dazu passendes Wetter, alles wunderbar. Unten die schönsten Bilder dieser Tour. Bereits um 15 Uhr erreichen wir den Seebergsattel, wo unser Auto steht. Bevor wir die Heimreise antreten gibt es noch a Wiener Schnitzel in Seewiesen... wobei wir schon den Blick auf den Hochschwab genießen!

Das romantischste Zähneputzen das wir je erlebt haben!

Das romantischste Zähneputzen das wir je erlebt haben!

Wunderbare Ausblicke in der Früh!

Wunderbare Ausblicke in der Früh!

Aufstieg auf die hohe Veitsch

Aufstieg auf die hohe Veitsch

Aufstieg inklusive Überquerung von kleinen Schneefeldern

Aufstieg inklusive Überquerung von kleinen Schneefeldern

Hohe Veitsch 1981 m

Hohe Veitsch 1981 m

Über diese ganze Alm geht es weiter - Hochschwabgebirge bereits in Sicht!

Über diese ganze Alm geht es weiter - Hochschwabgebirge bereits in Sicht!

Almfeeling pur!

Almfeeling pur!

Turnauer Alm

Turnauer Alm

Göriacher Alm

Göriacher Alm

Im Hintergrund die Hohe Veitsch!

Im Hintergrund die Hohe Veitsch!

Seebergsattel - GESCHAFFT!

Seebergsattel - GESCHAFFT!

Diese 4 Tage waren wirklich ein Hit, wir sind weder müde oder erschöpft... das einzige was wir haben: Sehnsucht nach den Bergen !!!

© Manuela Seidl, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir wandern 1200 km quer durch Österreich und folgen dem nordalpinen Weitwanderweg 01. Die Idee ist jeden Schritt selber zu gehen - vom Neusiedlersee bis zum Bodensee.
Details:
Aufbruch: April 2010
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: November 2010
Reiseziele: Österreich
Der Autor
 
Manuela Seidl berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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