Marc und Marten um die Welt

Reisezeit: August 2013 - August 2014  |  von Marten Seifert

Panama City

Freitag 15. November 2013
Am letzten Tag auf der Mintaka gibt es noch einmal leckeres Brüggen-Knuspermüsli. Es ist wirklich schade, dass die fünf Tage schon vorbei sind, denn auch wenn wir gelegentlich Geschirr abwaschen und abtrocknen mussten, so einen all-inclusive Urlaub werden wir in absehbarer Zeit wohl nicht mehr genießen können. Ab jetzt heißt es wieder selber kümmern und organisieren.
Entsprechend wehmütig verabschieden wir uns von Petra, steigen mit unserem Gepäck in das Beiboot und verabschieden uns zweihundert Meter weiter an Land in Portobelo von unserem Käpten, Manfred. Christian und Hannes und auch die beiden Norweger verbringen noch eine Nacht in Portobelo, doch leider ist meine Mandelentzündung heute wieder stärker geworden und ich will einfach nur auf dem schnellsten Weg nach Panama City.
Also verabschieden wir uns von den vieren und suchen den nächsten Bus nach Colon, ein alter, unklimatisierter amerikanischer Schulbus, der zum Glück erst hier beginnt, weshalb wir mit unseren Großen Rucksäcken noch einen Sitzplatz bekommen. Danach werden alle fünf Minuten neue Gäste eingeladen und weil auch die Mittelamerikaner kein Platzgespür haben, drängen sich die Massen solange alle vorne beim Busfahrer in den Gang, bis dieser ausrastet und alle nach hinten scheucht wo noch genug Platz für alle ist.
In Colon werden dann alle Passagiere irgendwo auf der Straße abgeladen, aber auf Nachfrage nimmt uns der Fahrer als einzige sogar bis zum Busbahnhof mit, wo wir einen direkten Anschlussbus nach Panama Stadt finden. Sogar klimatisiert. Zum Glück hatte Manfred uns gewarnt und so habe ich mir vorsorglich einen Pulli mitgenommen, mit dem sich die Kälte trotz Mandelentzündung ertragen lässt.

Am Ortseingang von Panama City beginnt es erstmal zu regnen und wir sehen uns schon klitschnass nach einem Hotel suchen. Gott sei Dank ist die Infrastruktur hier genauso chaotisch und überfüllt wie wenige Stunden zuvor in Colon und als wir endlich den Busbahnhof erreichen, hat es dann auch aufgehört zu regnen. Auf der Suche nach einer Touristeninfo schickt uns die Frau von der normalen Information im Busbahnhof in die gegenüberliegende neue, schickgemachte Albrook Mall, das vermutlich größte Einkaufszentrum Mittelamerikas. Leider entpuppt sich die vermeintliche Touristeninfo als Reisebüro und so bekommen wir von der nur spanisch sprechenden Dame hinterm Schalter statt eines Stadtplans nur irgendwelche Reisen nach Kolumbien angeboten. Sehr schön, aber da kommen wir gerade her. Wir wiegeln ab und winken uns, nachdem wir das riesige, wunderschön klimatisierte Center wieder verlassen haben, den nächsten Taxifahrer heran.
Wir haben leider absolut keine Ahnung von Panama City, aber Centro Historico hat bis jetzt immer gepasst und 5$ klingen auch nach einem fairen Preis.
Die Hauptstraße ist zu dieser Zeit wohl vollkommen verstopft und er fährt mit uns durch irgendein Armenviertel. Ein bisschen mulmig wird uns schon in dieser Gegend, weil wir auch noch keine Ahnung haben, wo wir hier sind. Irgendwann geht dann das Armenviertel in die Altstadt über und unser Taxifahrer entlässt uns am Plaza de la Independencia direkt vor der Kathedrale.
Viele Hotels gibt es hier nicht, aber bereits nach wenigen Minuten Suchen empfehlen uns ein paar ältere Damen ein billiges Hostel nur wenige Blocks weiter. Ein Doppelzimmer ist für heute Nacht leider nicht mehr frei und so quartieren wir uns für 11$ p.P. in ein 4-Bettschlafsaal ein, den wir uns mit einer weiteren Person teilen müssen, theoretisch zumindest. Denn der ältere Herr taucht bis auf zweimal kurz zwischendrin erst auf, als wir schon schlafen und verschwindet morgens wieder, bevor wir wach werden.

Samstag 16. November 2013
Frühstück ist sogar auch mal wieder inklusive. Besser gesagt Toastscheiben mit dunkelblauem Glibber, bei dem es sich angeblich um Blaubeergelee handelt. Dafür ist der Kaffee so gut, dass er sogar mit Milchpulver statt echter Milch lecker schmeckt.
Als Tagesziel haben wir uns heute "Panama la Vieja" gesetzt, das alte Zentrum von Panama City, bevor es 1671 von dem Piraten Henry Morgan überfallen und zerstört wurde. In den Jahren darauf baute man dann einfach Panama City dort neu auf, wo sich jetzt unser Hostel befindet.
Als wir unser Viertel verlassen, geht es über die neu angelegte Promenade Richtung Neustadt, deren hochmoderne Skyline von riesigen Apartmenthäusern geprägt ist. Leider haben wir das Klima hier etwas unterschätzt. Es ist zwar nicht ganz so heiß wie in Cartagena, aber die Luftfeuchtigkeit ist wirklich brutal und wir sind schon nach wenigen hundert Metern komplett nass geschwitzt. Bei Google Maps sahen die Entfernungen eigentlich gar nicht so weit aus, aber als wir die Neustadt erreichen, endet die schöne Promenade abrupt und die Fußgängerfreundlichkeit findet ein jähes Ende. Insgesamt dreimal landen wir in einer Sackgasse, weil es keinen direkten Weg mehr an der Küste entlang gibt und auf unserem Stadtplan die Hälfte der Straßen nicht eingezeichnet ist. Nach über fünf Kilometern beginne ich dann auch trotz drückender Hitze zu bereuen, mich für Badelatschen statt Turnschuhe entschieden zu haben.

Promenade Richtung Neustadt

Promenade Richtung Neustadt

Unsere geliebten Mittagsrestaurants gibt es hier in der Neustadt auch nicht. Nicht mal irgendeinen kleinen Supermarkt, weshalb uns unsere trockenen Kehlen und knurrenden Mägen in die Multiplaza Mall führen. Nicht ganz so groß wie die Albrook Mall aber dafür präsentiert sich dieses Einkaufscenter für Reiche noch schicker und moderner. Da es auch hier keinen Supermarkt gibt landen wir also in der Fressetage, wo wir uns für 5$ p.P. eine ganz passable Mahlzeit mit Cola vom Chinesen holen. Zumindest die Fressmeile scheint keine Umsatzprobleme zu haben, wenn man sich hier so umsieht. Ob sich auch die ganzen anderen Edelboutiquen halten können, werden wir bei unserem nächsten Besuch in ein paar Jahren sehen.
In der Sekunde, in der wir das Center wieder verlassen wollen, fallen die ersten Tropfen vom Himmel und wir sehen zu, schnell wieder zurück ins Trockene kommen. Denn wenn es hier regnet, dann auch richtig.
Wenigstens haben wir die hochmoderne Neustadt mit ihrer Hochhausskyline inzwischen hinter uns gelassen. Wie viel Geld in den letzen Jahren in dieses Stadtteil geflossen ist, ist einfach unglaublich. Acht der zehn höchsten Gebäude Mittelamerikas sind hier anzutreffen und seit Berlin haben wir nicht mehr so viele deutsche Autos durch die Gegend fahren sehen. Leider bleiben im ganzen Autowahn, wenn man mal von der schön angelegten Promenade absieht, die Fußgängerwege ein wenig auf der Strecke, weshalb wir schon wieder einige Umwege einschlagen müssen. Das Gewitter, welches unweit links von uns immer noch am Toben ist, hat die Luft noch schwüler gemacht und die Freude ist entsprechend groß, als wir nach über vier Stunden Panama la Vieja erreichen.

in Panama la Vieja, Blick zurück Richtung Neustadt

in Panama la Vieja, Blick zurück Richtung Neustadt

der verhältnismäßig gut erhaltene Kirchturm von Panama la Vieja

der verhältnismäßig gut erhaltene Kirchturm von Panama la Vieja

Das Gelände ist bis auf die freizugänglichen Eingänge umzäunt und ganz nett angelegt. Auf breiten Kieswegen gelangt man zwischen den alten Häuserruinen bis zum Zentrum der Stadt, der verfallenen Kathedrale, deren Turm noch immer bis in die oberste Etage begehbar ist. Hat sich also gelohnt unser Ausflug. Viel Zeit haben wir zwar nicht mehr, weil es hier auch immer so schnell dunkel wird, aber die braucht man an sich auch nicht wirklich für die Ruinenstadt.
Noch bevor wir ein Taxi für den Rückweg anhalten können, kommen wir an die nächste Metrobusstation. Es gibt zwar leider keine Fahrpläne, aber auf Nachfrage erklärt uns ein freundlicher junger Mann, dass wir gleich den nächsten Bus nehmen können, in den er auch einsteigt. Da man nicht beim Fahrer bezahlen kann und es nur einzelne Verkaufstellen für eine wiederaufladbare Fahrkarte gibt, drücken wir dem jungen Mann 50ct in die Hand und er zieht seine Karte zweimal über den Automaten, damit auch wir das Drehkreuz im Bus passieren können.
Die Busfahrt dauert im alltäglichen Stau Panama Citys über eine halbe Stunde und ich sehe schon, wie ich morgen wieder mit dicken Mandeln aufwache, weil der Bus vollkommen übertrieben klimatisiert ist.
Heute ist dann auch ein Zimmer mit Doppelbett und eigenem Bad für uns frei, für das wir gerade mal 3$ mehr zahlen als gestern Nacht. Leider scheinen die Wände mit Bleifarbe gestrichen zu sein, weshalb die Internetverbindung sehr schwach ist und immer mal wieder ganz abbricht. Und dann sind da natürlich noch die Drehgriffe an der Badtür, die so weit außen angebracht sind, dass man sich beim Türzuziehen die Hand zwischen Griff Türrahmen einklemmt. Aber schon nach zweimal einklemmen hat man sich auch daran gewöhnt und geht entsprechend vorsichtiger an die Sache heran.
Weil hier alles recht teuer ist und Essen gehen in der Altstadt außer in dem einen Restaurant, was schon zu hat, nicht in Frage kommt, gibt es Toasts mit Erdnussbutter. Die Mortadella schmeckt hier nach Fleischabfällen und mal ein bisschen Abwechslung ist ja auch ganz schön.

Sonntag 17. November 2013
Eigentlich wollten wir heute nach Miraflores zu den Panamakanalschleusen, aber es regnet in Strömen. Unser Zimmer müssen wir auch räumen, weil es ab mittags an andere verbucht ist. Aber uns soll's recht sein, denn unser neues Zimmer gleich den Gang runter ist nicht nur größer, sondern hat auch noch besseren Internetempfang. Man kann zwar nicht richtig auf dem Klo sitzen, weil es quasi erst an der gegenüberliegenden Wand endet, aber es gibt Schlimmeres. Das Warten auf besseres Wetter zieht sich leider so sehr in die Länge, dass es, als es endlich aufhört zu regnen, leider schon zu spät ist für den Panamakanal und wir beschließen, heute die Altstadt abzuwandern. Die Schwüle ist nach dem langen Regen wieder unerträglich und treibt einem den Schweiß aus allen Poren.
Zu der Altstadt gibt es an sich nicht so viel zu erzählen, außer, dass sie sich gerade in einer großen Wiederaufbauphase befindet. Zwischen frisch restaurierten, schönen Kolonialbauten stehen immer wieder Häuser, die so heruntergekommen sind, dass nur noch die Grundmauern ohne Dach übrig sind. Man merkt sehr deutlich, wie die Regierung alles tut, um die Stadt touristenfreundlich zu gestalten. In ein paar Jahren ist vermutlich die Hälfte der jetzigen Altstadtbewohner fortgezogen, weil sie sich die Mieten in den neu restaurierten Häusern nicht mehr leisten konnten.

Montag 18. November 2013
Eine einzige Travelagency, die am Sonntag natürlich zu hatte, haben wir gestern in der Altstadt ausfindig machen können. Als wir dann heute Morgen um kurz nach neun eintreten und uns nach einer Dschungeltour erkundigen wollen, erklärt uns die Dame, dass ihr Kollege in einer knappen halben Stunde kommt und uns beraten kann.
Eine halbe Stunde später heißt es dann, der Kollege kommt heute nicht, aber sie hat jetzt selber nachgeforscht und kann uns eine Tour für 370$ p.P. für 48h Dschungel anbieten. Na vielen Dank. Etwas ernüchtert geht es in das einzige preisgünstige Mittagsrestaurant der Altstadt, das ein bisschen an eine kleine Kantine erinnert. Das, was wir bestellen, gibt es zwar zuerst nicht, aber nach einem kurzen Gespräch mit ihrer Kollegin tut sie uns dann doch irgendetwas auf den Teller. So wie die beiden sich das Grinsen verkneifen müssen, ist es bestimmt etwas vollkommen anderes, aber da es soweit gut schmeckt, werden wir uns nicht beschweren.
Auf der Suche nach einem Metrobus Richtung Albrook Mall irren wir eine Weile durch die Straßen, die uns immer weiter von der sicheren Altstadt wegführen. An der nächsten Haltestelle treffen wir dann eine nette Frau, die erst ansetzt, uns den Weg zu beschreiben, bevor sie uns persönlich mehrere hundert Meter weit bis zur richtigen Haltestelle begleitet. Und das bei dieser Hitze. Sehr nett.
Weil wir wieder keine Metrokarte haben, schaltet ein älterer Mann mit seiner Karte das Drehkreuz im Bus frei und wiegelt dann sogar noch ab, als wir ihm die 50ct wiedergeben wollen. Wirklich sehr, sehr nett die Leute hier.
In der Albrook Mall angekommen kaufen wir uns für 40$ p.P. ein Busticket nach San Jose für morgen Nacht. 16 Stunden soll die Fahrt dauern, aber immerhin wird es bis mindestens Australien die letzte lange Nachtbusfahrt sein.
Um überhaupt in den Bereich der lokalen Busse zu kommen, von wo aus es weiter nach Miraflores gehen soll, muss man schon wieder 25ct zahlen und obwohl eine Aufseherin die ganze Zeit direkt neben den Drehkreuzen sitzt, wo man die Schlitze fürs Geld zugeklebt hat, kann man schon wieder nur mit Karte passieren. Doch die Freundlichkeit der Leute hier ist wirklich unglaublich: Eine ältere Dame lässt uns mit ihrer Karte passieren und spendiert uns die 50ct. Ist einem inzwischen ja schon fast unangenehm.

Um ins Besucherzentrum der Kanalschleusen zu kommen, läuft man die ersten zwei-, dreihundert Meter durch ein seltsam anmutendes Industrieviertel, wo neben einem Umspannwerk stinkender Rauch aus den Fenstern einer Fabrikhalle herausquillt.
5$ p.P. kostet der Eintritt für die Aussichtsplattform. Für 2,5$ mehr hätte man auch noch das Museum mit 3-D-Kino besuchen können.
Da der Besuch der Aussichtsplattform für Einheimische mal wieder kostenlos ist, ist es ziemlich voll hier oben und es dauert ein paar Minuten, bis wir einen Platz an der Brüstung bekommen, von wo aus man direkt auf die Schleusen mit den Originalschleusentoren von 1914 unter sich gucken kann. So schmal wie die Schleusen wirken, ist es kein Wunder, dass der Ausbau seit 2007 in vollem Gange ist.
Um ehrlich zu sein ist es jetzt nicht so spektakulär mitanzusehen, wie irgendwelche Schiffe die beiden direkt hinter einander gelegen Schleusen passieren. Wer in Panama City ist, sollte sich das Ganze sicherlich mal anschauen. Wer aus irgendeinem Grund trotzdem nicht dazu kommt, der kann alternativ auch das Schiffshebewerk Niederfinow besichtigen. Das ist ehrlich gesagt spannender.

Da die ganzen Busse nicht direkt in die Altstadt fahren und es langsam schon dämmrig wirkt, nehmen wir auf dem Rückweg ab der Albrook Mall ein Taxi. Und schon wieder fahren wir wegen der Rushhour irgendeinen Umweg durch ein abgelegenes, unbelebtes Viertel, wo wir jede Minute damit rechnen, überfallen und ausgeraubt zu werden. Entweder direkt vom Taxifahrer und ein paar Kumpels von ihm oder von irgendeiner Straßengang.
Entsprechend froh sind wir, lebend und unversehrt in der Altstadt anzukommen.
Zum Abendbrot gibt es für mich heute Nudeln mit Tomatensoße und obwohl es die schlechtesten Nudeln und die unschmackhafteste Fertigtomatensoße ist, die ich je gegessen habe, halte ich es immer noch für die bessere Wahl, als wie Marc den dritten Abend in Folge Toast mit Erdnussbutter zu essen.

Blick auf die Altstadt von der Promenade aus

Blick auf die Altstadt von der Promenade aus

Dienstag 19. November 2013
Die Altstadt ist soweit erkundet, die Neustadt auch, weshalb wir uns eigentlich die "Puente de las Americas", die bis 2004 einzige Brücke über den Panamakanal, von Nahem ansehen wollten. Nach einer Weile herumirren gelangen wir endlich auf die richtige Straße, die von der Altstadt aus mehr oder weniger direkt in Richtung Brücke führt. Ein freundlicher junger Mann fragt uns wenige hundert Meter nachdem wir die Altstadt verlassen haben, wo wir denn hinwollen und erklärt uns, der Weg zur Brücke sei zwar der richtige, aber wir würden vermutlich nicht ankommen, weil die Gegend weiter geradeaus so gefährlich sei. Und da es schon der zweite ist, der uns vor diesem Viertel warnt, befolgen wir seinen gut gemeinten Rat und verbringen den Rest des Nachmittags in unserer Gegend, bevor ins Hotel zurückkehren und uns im Innenhof die Zeit im Internet vertreiben.

Gegen neun lasen wir uns dann mit all unseren Sachen von einem Taxifahrer zum Busbahnhof an der Albrook Mall fahren, wo wir dann beim Checkin unsere Gelbfieberimpfungen im Impfpass vorzeigen müssen (das erste Mal seit Beginn der Reise, obwohl wir schon viel früher in gefährdeten Gebieten waren). Danach dürfen wir dann noch bis Mitternacht im Warteraum Platz nehmen. Auch wenn es ein richtiges kleines Jubiläum ist, unserer zehnte Nachbusfahrt seit Beginn der Reise, sind wir froh, dass es in absehbarer Zeit die letzte ist.
Als dann unser Bus bereitsteht, schaffen es die beiden Damen, die vorne an den Drehkreuzen stehen und ab und zu irgendwelche genuschelten Durchsagen machen, schon wieder nicht, uns eine klare Auskunft zu geben. Irgendwie weiß hier aber sowie schon wieder niemand, was eigentlich Phase ist und erst als wir den Busfahrer zu fassen bekommen und er San Jose nuschelt, können wir mit seiner Hilfe auch ohne Karte die Drehkreuze passieren. Die beiden Damen sehen derweil lieber dabei zu, wie ein paar Leute den Snackautomaten durchschütteln, weil dieser ihnen trotz Bezahlung einen Schokoriegel verweigert. Was für eine schlechte, chaotische Organisation.
Auf die Überklimatisierung sind wir zum Glück vorbereitet und so warten wir in unseren dicksten Pullis am Leib und einem Tuch um den Hals, dass uns der Schlaf übermannt.

© Marten Seifert, 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ein ganzes Jahr haben wir uns Zeit genommen, um von Berlin aus über NY, Südamerika, Australien und Ozeanien und Südostasien um die Welt zu fliegen, bevor es wieder in die Heimat zurückgeht.
Details:
Aufbruch: 27.08.2013
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 26.08.2014
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Peru
Bolivien
Chile
Ecuador
Kolumbien
Panama
Costa Rica
Französisch Polynesien
Neuseeland
Australien
Singapur
Indonesien
Malaysia
Thailand
Myanmar
Kambodscha
Deutschland
Der Autor
 
Marten Seifert berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.