Marc und Marten um die Welt

Reisezeit: August 2013 - August 2014  |  von Marten Seifert

Cusco Teil 2 (mit Machu Picchu)

Samstag 07. September 2013
Der Wecker klingelt heute schon um kurz vor 7. Es ist der Beginn unserer "organisierten" Tour bis Sonntagabend. Kurz nach dem Frühstück werden wir dann von einem kleinen (na ja gut, für peruanische Verhältnisse normalgroßen) Mann abgeholt, der ein Taxi ordert und mit uns zur Busstation fährt. Er zeigt uns unseren Bus und verschwindet dann wieder. Bevor wir Cusco verlassen, werden noch so lange irgendwelche Leute eingesammelt, bis alle Plätze besetzt sind. Die anfängliche Verwunderung über die vielen Peruaner an Board schlägt allmählich in gesunde Skepsis um. Und tatsächlich, als wir Cusco verlassen und sich die Tourguidin erstmals zu Wort meldet, wird schnell klar, dass wir in einer ausschließlich spanischsprachigen Gruppe gelandet sind.
Etwas verärgert lassen wir die erste halbe Stunde spanisches Dauergerede der Gruppenleiterin über uns ergehen und versuchen ihr beim ersten Stopp klar zu machen, dass ich gar kein Wort und Marc auch nur Bruchteile spanisch versteht und wir gerne in eine englischsprachige Gruppe wechseln würden. Es wird ein kurzes Telefonat geführt und tatsächlich können wir mit einem spanischen Paar tauschen, das in dem Bus kurz nach uns sitzt.

erster Stopp mit Blick ins Sacred Valley

erster Stopp mit Blick ins Sacred Valley

Der neue Tourguide ist eigentlich ein ziemlich witziger Typ, der alles auf Spanisch und Englisch erklärt. Da er vollkommen übergangslos zwischen den beiden Sprachen wechselt und der Unterschied ohnehin nur sehr gering ausfällt, muss man anfangs etwas genauer hinhören, doch mit der Zeit gewöhnt man sich auch daran.
Nach der Aussichtsplattform heißt der nächste Halt Pisac Dorf. Ein ziemlich hässlicher Ort, der davon lebt, dass täglich ein paar dutzend Reisebusse halten und die Passagiere eine knappe Stunde auf Gedeih und Verderb ausgesetzt werden. Die ersten fünfundzwanzig Minuten besichtigen wir eine Schmuckmanufaktur, in der, man glaubt es kaum, auch schon Cameron Diaz zu Besuch gewesen ist. Die restliche Zeit dürfen wir dann damit verbringen, an diversen Schmuckläden vorbeizulaufen, wahlweise auch etwas zu kaufen, oder den vollkommen überdimensionierten Markt zu besichtigen, auf dem man unnütze Souvenirs und tonnenweise Kleidung aus Lama-, Alpaka- oder ganz unspektakulär Schafswolle kaufen kann. Gegen ein Trinkgeld darf man auch ein Foto von einem der vielen kleinen Mädchen machen, die mit noch kleineren Lämmern im Arm durch die Gegend laufen. Alles ist hier natürlich ganz ungezwungen und ohne kommerziellen Hintergedanken.

das einzig Schöne in Pisac Dorf

das einzig Schöne in Pisac Dorf

Nachdem wir diesen unschönen Ort endlich wieder verlassen dürfen, geht es mit dem Bus hinauf nach Pisac, der Inkastätte. Es ist unverständlich wie ein so viel schönerer Ort den gleichen Namen besitzen kann, aber das soll der ganzen Sache keinen Abbruch tun.
Ganze Berghänge sind hier mit denselben Terrassen gesäumt, wie gestern Moray, nur eben nicht kreisförmig, sondern gerade am Hang entlang. Insgesamt besteht Pisac aus sieben verteilten Häusergruppen, die zusammen die Größe einer richtigen kleinen Stadt der Inka ergeben. Und die Aussicht von hier oben...einfach unbeschreiblich und wie immer leider auch auf den Fotos nur zur erahnen. Hier oben ist es leicht zu verstehen, warum dieses gesamte Tal, in dessen Sohle sich der Urubamba, einer der Ursprungsflüsse des Amazonas, entlangschlängelt, Sacred Valley (heiliges Tal) genannt wird.

Pisac

Pisac

Neu für uns ist es, eine dieser Inkastätten mit einem Guide zu besichtigen, der uns eine Menge interessanter Dinge erzählt und auch die eine oder andere Ungereimtheit erklären kann. So erfahren wir zum Beispiel, dass die Inka die Steine nur dann zu dieser perfekten Passgenauigkeit verarbeitet haben, wenn es sich um heilige Stätten, oder Tempel handelt. Bei gewöhnlichen Häusern und Schutzmauern sind die Steine entsprechend ähnlich mit Mörtel verarbeitet, wie bei uns damals im Mittelalter. Schön sehen diese Ruinen natürlich trotzdem aus. Leider sind wir nicht die einzige Gruppe und so ist dieser Ort, wie auch die nächsten Stationen im Sacred Valley, ziemlich überlaufen.

Mit dem Bus geht es weiter, dem Urubamba Richtung Norden folgend. Es ist kaum vorstellbar, dass dieser schmale Gebirgsfluss später zum wasserreichsten Fluss der Erde werden soll. Doch als die Landschaft um uns herum mit jedem Höhenmeter tiefer immer grüner wird, kann man erahnen, dass nur wenige Gebirgszüge weiter östlich der riesige Amazonasregenwald beginnt.
Zum Mittagessen halten wir in einem Dorf, das nur darauf ausgelegt zu sein scheint, den täglich hunderten bis tausenden Besuchern des Sacred Valley, ein Mittagsbuffet anzubieten. Da unsere Tour über verschiedene Anbieter gebucht wurde, werden für die verschiedenen Leute insgesamt fünf verschiedene Restaurants angefahren und nach einer knappen Stunde wieder eingesammelt. Auch wenn ich nicht weiß, wie die anderen Buffets aussehen, kann ich aus Überzeugung sagen, dass wir ziemliches Glück mit unserem Essen haben. Leckere Hauptspeisen mit viel Fleisch, leckere Beilagen und Salate und diversen Nachspeisen. Und einen Kaffee, der so stark ist, dass man ihn vor Zähflüssigkeit fast kauen muss. Mit der gleichen Menge an Milch erinnert er aber an einen guten Espresso.

Das Dorf Ollantaytambo

Das Dorf Ollantaytambo

Nach einer knappen Stunde geht es weiter nach Ollantaytambo, dem letzten Ziel an diesem Tag. Auch Ollantaytambo besticht, ähnlich wie Pisac, durch die Vielzahl an Terrassen, die sich aus dem Tal heraus den Berghang hinauf ziehen. Und auch hier gibt es viele Häuserruinen und einen heiligen Tempelteil mit perfekt bearbeiteten Steinen. Aber bevor ich wieder das Gleiche schreibe, wie bei all den Inkastätten zuvor auch schon, verweise ich diesmal einfach auf die Fotos.

Inkastätte Ollantaytambo

Inkastätte Ollantaytambo

Blick auf O. von gegenüber

Blick auf O. von gegenüber

Nachdem unsere geführte Tour zu Ende ist, beschreibt man uns den Weg zu unserer Unterkunft, dem "Casa de Mama", und lässt uns am Marktplatz heraus. Das Besondere ist, dass die Inkastätte Ollantaytambo hier fließend in das gleichnamige Dorf übergeht. Ein Großteil der Häuser kann bis auf die Baumeister der Inka zurückblicken und so wirkt der ganze Ort mit seinen kleinen Gässchen und den urigen Steinhäusern wie ein altehrwürdiges Relikt aus längst vergangener Zeit.

Nach dem Einchecken geht es noch einmal einen Berg hinauf, der der Inkastätte Ollantaytambo gegenüberliegt. Die Inka haben hier direkt an den steilen Berghang Kornspeicher gebaut. Nicht wirklich spektakulär, aber die Aussicht auf Ollantaytambo gegenüber und das gleichnamige Dorf unter uns ist dafür umso großartiger. Leider geht die Sonne schon hinter den Bergketten im Westen unter und wir müssen uns wieder an den Abstieg machen. Bei dem schmalen und steilen Weg kann sonst jeder Fehltritt tödlich enden. Klingt übertrieben, ist aber wirklich so.
Es wird noch eine kleine Cola und ein großes Wasser für den nächsten Tag gekauft und dann geht's auch schon um acht Uhr ins Bett.

Kornspeicher

Kornspeicher

im eisigen Höhenwind

im eisigen Höhenwind

und natürlich noch der lebensgefährliche Abhang

und natürlich noch der lebensgefährliche Abhang

Sonntag 08. September 2013
Um kurz vor vier in der Nacht klingelt der Wecker. Ein Hotelangestellter im Schlafanzug bäckt jedem von uns zwei Brötchen auf und stellt uns Wurst und Käse dazu. Danach geht es zu Fuß durch die Dunkelheit zum Bahnhof von Ollantaytambo, wo zu dieser menschenunwürdigen Zeit bereits der Bär steppt. Die ganzen alten Peruanerinnen mit ihren kleinen Marktständen verkaufen hunderte Tassen Kaffee und Tee an die unzähligen Machu Picchu Besucher, die auf den Zug warten.
Endlich im Machu Picchu Train sitzend, rollen wir eine halbe Stunde lang durch das pechschwarze Sacred Valley dahin, bis gegen viertel vor sechs endlich ein erster heller Streifen über den Bergen im Osten erscheint. Die Zugfahrt wird mit einer Cola und einem Muffin für mich und einem Kokatee und einer "fetten Schnecke" für Marc versüßt. Und nein, damit meinte er nicht, wie ich zuerst dachte, die Bordangestellte, die das ganze verteilt hat, sondern seinen Streuseltaler.
In Machu Picchu Dorf herrscht auf dem Bahnsteig ein fürchterliches Gewusel, als alle Gruppenleiter irgendwelche Namen ausrufen. Unsere hören wir leider nicht, was zur Folge hat, dass wir diversen Leuten auf Spanisch versuchen, verständlich zu machen, dass wir unsere Gruppe nicht finden können. Denn, jetzt wären wir wieder bei dem Punkt unserer "organisierten" Tour angekommen, uns hat nie jemand den Namen unserer Gruppe genannt.
Irgendwann, als wir die Hoffnung schon fast aufgegeben haben, höre ich plötzlich jemanden nach "Marting Saysert" rufen. Da ich die Mutation meines Namens hier in Peru nicht zum ersten Mal höre, ist schnell klar, dass ich damit gemeint bin und wir endlich unseren Gruppenleiter gefunden haben.

Blick vom Sungate auf die Serpentinen

Blick vom Sungate auf die Serpentinen

Mit dem Bus geht es hinauf nach Machu Picchu. Eine krasse Serpentinenstraße, die man durch die beschlagenen Fenster Gott sei Dank nicht hinabgucken kann. Oben angekommen herrscht ähnliches Gedränge wie auf dem Bahnsteig. Und wieder stellen Marc und ich -wie schon die Tage zuvor- fest, dass ein Großteil der Besucher Einheimische sind. Vielleicht ist es, weil Einheimische überall nur den halben Preis zahlen, vielleicht liegt es aber auch daran, dass immer mehr Peruaner in den letzten Jahren in die Mittelschicht aufgestiegen sind und sich eben auch einen Urlaub zu den berühmtesten Orten ihres Landes leisten können.
Wie dem auch sei. Es stellt sich heraus, dass wir schon wieder in einer Spanischgruppe untergebracht sind und wir haben einige Diskussionen zu führen, um wieder umgebucht zu werden. Nachdem das auch alles geklärt ist, haben wir ansonsten ziemliches Glück mit unserem Guide, der uns alles sehr nett und geduldig erklärt.
Machu Picchu ist einfach der absolute Wahnsinn und vollkommen zu Recht eines der neuen sieben Weltwunder. Allein schon das Panorama hier oben ist einfach atemberaubend und vollkommen anders als bisher. Die grünen, fast schon dschungelartig bewachsenen Hänge der umliegenden Berge bieten eine wundervolle Abwechslung zu der verdorrten Vegetation der letzten Tage. Und so bleibt uns Machu Picchu als grüne majestätische Oase inmitten des kargen peruanischen Hochlandes in Erinnerung.

Blick auf Huayna Picchu

Blick auf Huayna Picchu

So viele Ähnlichkeiten man auch zu den anderen Inkastätten ziehen kann, so scheint dieser magische Ort durch seine traumhafte Berglage und die Vollkommenheit der zerfallenden Ruinen über allem anderen zu schweben. An welchem Punkt, in welchem Haus, auf welcher angelegten Bergterrasse man hier auch gerade steht, man fühlt sich an einem unwirklichen weltfremden Ort. Ein Ort aus einer längst vergangenen Zeit voller Harmonie und Vollendung. Auch hier macht es meiner Meinung nach wenig Sinn, weiter zu versuchen, die vielen atemberaubenden Eindrücke in Worte zu fassen. Es würde einem ohnehin nicht gelingen und so hoffe ich, dass wenigstens ein Bruchteil dieser vielen Impressionen durch die Bilder wiedergegeben werden kann.

Da für Huyana Picchu, von wo man einen großartigen Blick auf M.P. haben soll, und Machu Picchu Mountain nur eine begrenzte Besucheranzahl pro Tag zugelassen ist, haben wir leider keinen Platz mehr bekommen. Was wir anfangs ziemlich schade finden, stellt sich später als weit weniger dramatisch heraus, als anfangs gedacht. Denn eine dritte Attraktion, das Sungate, ist für jeden Besucher frei und aufgrund der knappen Stunde Fußmarsch auch noch weniger besucht.

Auf dem Weg zum Sungate

Auf dem Weg zum Sungate

Der Versuch, wie auch schon gestern, gänzlich ohne Sonnencreme auszukommen, wird gegen Mittag, auf halber Strecke zum Sungate mit Sonnenbrand im Nacken und Gesicht abgebrochen. Über einen wunderschönen Weg durch die Natur am Steilhang entlang kommen wir schließlich zum Sungate. Wir sind hier auf gleicher Höhe mit den Besuchern von Huyana Picchu, nur genau auf der anderen Seite der Inkastätte. Der Blick von hier oben auf das umliegende Bergpanorama und das unter uns liegende M.P. ist einfach unbeschreiblich. Über eine Stunde hält die tolle Aussicht uns hier oben fest, bevor wir uns losreißen können und uns langsam wieder an den Abstieg machen.

Blick vom Sungate nach Machu Picchu

Blick vom Sungate nach Machu Picchu

Anschließend laufen wir noch mal gesamt M.P. nur zu zweit und ohne Guide ab und fotografieren uns die Seele aus dem Leib. Mit fortgeschrittener Stunde wird es auch immer leerer und so kann man in den engen Gassen zwischen den Häuserruinen der alten Inkastadt ein paar ruhige Momente ganz für sich allein genießen.
Nach über 7h M.P. machen wir uns schließlich an den Rückweg. Die Busfenster sind inzwischen nicht mehr beschlagen und so hat man freien Blick auf den Abgrund direkt neben der Straße. Aber es geht alles gut und gegen 15 Uhr sind wir wieder unten im heutigen M.P. Dorf. Ein seltsames Dorf, das wie ein absoluter Tourismusort aussieht, der sich gerade von einem schweren Krieg erholt, sodass sich hier Bauruinen und restaurierte Hotels abwechseln.
Da man für uns erst den letzten Zug um 18:45 gebucht hat (gut, man soll schon eine halbe Stunde vorher am Zug sein, aber das macht die Wartezeit jetzt nicht wirklich kürzer), laufen wir im Ort ein bisschen auf und ab und entscheiden uns schließlich gegen einen Besuch der heißen Quellen. Um 4€ pro Person zu zahlen (Peruaner mal wieder nur die Hälfte und die heimischen Dörfler sogar noch weniger) ist uns die Zeit dann doch zu kurz und außerdem haben wir nicht mal Handtücher dabei. Stattdessen gönnen wir uns lieber einen Burger mit Pommes und Getränk für 2,5€ pro Person.

Als es dann gegen 17:30 zum ersten Mal seit NY zu tröpfeln anfängt, beenden wir unseren Stadtrundgang und setzen uns in die Bahnhofshalle, die wir jedoch nach 5 Minuten wieder verlassen. Denn anders als in den meisten Bahnhöfen, wird hier der nächste Zug nicht ein mal kurz durchgesagt, sondern eine halbe Stunde vor Abfahrt in einer Endlosschleife auf Spanisch und Englisch so lange angekündigt, bis der Zug abgefahren ist bzw. die ersten Leute in den Suizid getrieben wurden. Leider sind auch vor der Bahnhofshalle Lautsprecher angebracht, weshalb wir der Ansage nicht mehr entkommen können.
Nach über 20 Minuten erlöst uns schließlich ein Bahnmitarbeiter, mit der Ansage, dass unser Zug "broken" ist, weshalb wir den nehmen sollen, der seit eben jenen 20 Minuten durchgesagt wird. Uns soll es recht sein, nicht länger auf dem Bahnhof warten zu müssen.
Zurück in Ollantaytambo halten wir eine Weile nach unserem Busfahrer, der uns nach Cusco zurückfahren soll, Ausschau, bis ich das wohlbekannte "Marting Saysert" von irgendwoher vernehme. Danach sitzen wir noch eine gute Stunde im stehenden Bus, der vermutlich vergeblich auf die Leute wartet, die mit unserem Zug hätten kommen sollten, der ja aber "broken" ist.
Die hundert Geschwindigkeitshuckel auf Perus Straßen, die wir anfangs noch ganz sinnvoll fanden, kosten inzwischen einfach nur noch Zeit und Wirbelsäulenknorpel. Was auch der Grund ist, warum man hier grundsätzlich kleiner aus dem Bus aus als einsteigt. Übrigens auch meine Theorie, warum die Peruaner alle so klein sind...
Gegen 23 Uhr sind wir dann endlich zurück in Cusco. Zum Hotel, wie eigentlich abgesprochen, werden wir nicht gefahren. Weshalb es vom Plaza de Armas zu Fuß nach Hause geht. Die bösen gefährlichen Menschen, vor denen man sich nachts in Acht nehmen soll, bleiben aus. Dafür zwingt uns ein gut fünfzehn Tier großes Hunderudel, zweimal die Straßenseite zu wechseln. Während die Viecher den ganzen Tag wie tot auf der Straße im Weg rumliegen, scheint nachts ihre große Stunde zu schlagen.
Zurück im "Casa de Mama 2" fallen wir schließlich vollkommen erschöpft ins Bett und schlafen sofort ein.
Beim nächsten Mal würden wir unsere ganzen Tickets für M.P. vermutlich selber buchen, statt viel Geld (von Samstagfrüh bis Sonntagabend immerhin gut 300$) für eine schlecht organisierte Tour zu zahlen, fürs erste Mal war es aber vermutlich das Richtige...

Montag 09. September 2013
Der Wecker klingelt um 9:30, da es ja nur bis 10 Uhr Frühstück gibt. Danach geht es zum Busbahnhof, eine Fahrt nach Puno buchen. Nachdem wir bei diversen Gesellschaften anfragen, zahlen wir schließlich 20 statt 70 Soles pro Person. Natürlich weniger luxuriös, aber bei 7h Fahrt geht es auch ohne Luxus.
Danach geht es noch einkaufen. Marc entdeckt, dass die blauen Pall Mall hier weniger als 1€ pro Schachtel kosten (weswegen jetzt nur noch Pall Mall blau geraucht wird) und ich entdecke, dass frische Hamburgerbrötchen wesentlich billiger sind, als die abgepackten, die wir sonst immer gekauft haben. So was Dämliches! Aber mit so einer Unlogik konnte ja niemand rechnen, nicht mal in Peru.
Danach wird erstmal Siesta gemacht, bevor es abends zum Chifa-Mann geht. Wassersuppe mit Hühnchen und Reis. Naja, hat halt auch nur knapp 2,5€ gekostet. Danach geht es noch zum Plaza de Armas, Party machen. Wer Gras und Koks will, ist hier genau richtig. Wir gehen lieber zur Happy Hour in eine Bar, wo die Woce oder Wodkaspritemische weniger als 2€ kostet. Zuerst gibt es aber einen Pisco Sour für jeden. Peruanisches Nationalgetränk. Wir wissen jetzt auch, warum dieses "Getränk" in Europa weitestgehend unbekannt ist...
Danach lassen wir uns noch jeder ein Getränkegutschein für "Mama Africa", dem bekanntesten Club in Cusco überreichen und wiederholen das Gleiche wenig später bei einem anderen Club. Wer aus Berlin kommt, ist natürlich anderes gewohnt, aber an sich ist es ganz witzig, in Cusco feiern zu gehen. Die Clubs kosten für gewöhnlich keinen Eintritt und die Getränke sind echt billig. Im Mama Africa hatten wir zudem noch die Möglichkeit zwei Amis auf ihrem vermutlich ersten Kokstripp zu beobachten, wie sie im Zeitraffer den Hühnertanz aufführen und durch den gesamten Club springen. Außerdem haben wir noch einen peruanischen Großcousin unseres ehemaligen Rechnungswesenlehrers gesehen, zumindest sah er Typ genau so aus.

© Marten Seifert, 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ein ganzes Jahr haben wir uns Zeit genommen, um von Berlin aus über NY, Südamerika, Australien und Ozeanien und Südostasien um die Welt zu fliegen, bevor es wieder in die Heimat zurückgeht.
Details:
Aufbruch: 27.08.2013
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 26.08.2014
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Peru
Bolivien
Chile
Ecuador
Kolumbien
Panama
Costa Rica
Französisch Polynesien
Neuseeland
Australien
Singapur
Indonesien
Malaysia
Thailand
Myanmar
Kambodscha
Deutschland
Der Autor
 
Marten Seifert berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.