Marc und Marten um die Welt

Reisezeit: August 2013 - August 2014  |  von Marten Seifert

von Angkor über Bangkok nach Hause

Angkor Wat

Angkor Wat

Angkor Wat

Angkor Wat

Dienstag 19. August 2014
Als ich irgendwann nachts wach werde, weil wir schon wieder anhalten, erklärt mir Marc, dass wir schlichtweg einen platten Reifen haben. Was wäre auch eine Busfahrt ohne Buspanne. Egal, Augen zu und weiterschlafen.
Wir sind noch nicht richtig wach, als im Bus schon wildes Treiben herrscht und die anderen Fahrgäste eilig ihre Sachen zusammensuchen und aussteigen. Wie sollte es anders sein; unzählige Tuktuk-Fahrer reden wild auf uns ein, während ich versuche, sie auf Abstand zu halten und erstmal auf mein Leben klar zukommen, nachdem man mich so abrupt aus meiner Traumwelt gerissen hat.
Als wir uns also halbwegs gesammelt haben und mental wieder auf der Höhe sind, geht's im Tuktuk durch die staubigen Straßen des nicht gerade sehenswerten Siem Reaps zu unserem Hotel.
Das Zimmer im "Garden House Guesthouse" mit eigenem Bad und Klimaanlage ist für 13$ voll okay und da wir auch noch frm Router direkt neben der Tür haben, klappt es auch mit dem Internetempfang sehr gut, wenn nicht gerade wieder Stromausfall ist.
Zum Frühstück gibt's irgendeine Art Rindercurry mit Baguette, was aber leider recht zäh ist (sowohl das Fleisch, als auch das Brot vom Vortag). Naja, Hauptsache, es stillt den Hunger.
Ansonsten verbringen wir den Tag recht entspannt und gehen früh zu Bett, weil wir uns für den nächsten Morgen schon zu 4:30 Uhr ein Tuktuk bestellt haben. Nur zum Abendbrot geht's noch mal los in ein Restaurant, in dem wir für erstaunlich viel Geld zwei Portionen Suppe bestellen. Der Preis relativiert sich sehr schnell und auch der verdutzte Blick der Kellnerin bei der Bestellung erklärt sich, als man uns zwei riesige Töpfe mit himmlisch duftender kräftiger Brühe mit Gemüse und Hühnerfleisch auftischt. Vor Völlegefühl gebeugt schleichen wir schließlich ins Hotel zurück.

Pre Rup

Pre Rup

Mittwoch 20. August 2014
Als kurz nach 4 Uhr der Wecker klingelt, ist klar, dass es ein harter Tag wird. Aber wir haben uns eben dazu entschieden, dass ein Tag Angkor reichen muss, um die bekanntesten Tempel zu erkunden. Die etwas weiter entfernt gelegene Roulus Gruppe werden wir auf diese Weise zwar nicht mehr sehen, aber dafür kostet uns der Eintagespass nur 20$ pro Person statt 40$ für den Dreitagespass. Und für einen weiteren Tag Tuktuk würden auch noch mal 20$ draufgehen.
Um kurz vor 5 stehen wir mit in der Schlange des Ticketschalters, lächeln in die Kamera und bekommen unser Eintrittsticket mit Foto drauf.
In der unerwaretet kühlen Morgenluft düsen wir im Tuktuk durch die Dunkelheit in Richtung Angkor Wat. Wir zeigen unsere Tickets vor und suchen uns schließlich im Strom hunderter anderer Touristen einen Platz am Teich vor Angkor Wats Haupttempel, um vor der weltberühmten Kulisse auf den Sonnenaufgang zu warten.
Immer deutlicher erscheinen die Konturen der majestätischen Tempelanlage vor dem lilaroten Morgenhimmel. Es ist wirklich ein traumhaftschöner Anblick, der uns für einen kurzen Moment sogar die tausenden anderen Touristen um uns rum vergessen lässt. So etwas wie Nebensaison gibt es hier wohl nicht (mehr).

Die Sonne hat die Kronen der Angkor zurückerobernden Dschungelbäume noch nicht überstiegen, als wir uns aus der Masse lösen und uns dem zu dieser Zeit noch nicht so überlaufendem Inneren der Tempelanlage widmen. Auch wenn ich als Kind schon mal hier war, ist es wieder ein absolut beeindruckender Anblick, mit welcher Präzision die Khmer einst diesen Tempel erbauten, der nun schutzlos dem Verfall der Zeit und dem Ansturm der Touristen ausgeliefert ist. Es gibt zwar immer wieder von diversen Ländern finanziell unterstützte Restaurierungsmaßnahmen (so wird der Eingangsbereich z.B. gerade unter Federführung einer deutschen Stiftung aufgearbeitet), aber diese richten zum Teil sogar mehr Schaden an, wenn man sich die Berichte über die indischen Arbeiter anhört, die am weichen Sandstein mit harten Drahtbürsten neben Flechten und Dreck auch die eingearbeiteten Ornamentstrukturen mit abschrubben.
Die oberste Ebene des Tempels ist leider noch nicht für Touristen geöffnet und so schlendern wir über das sich schnell füllende Gelände der Tempelanlage, lassen die imposanten Eindrücke auf uns wirken und beschließen, am Nachmittag noch mal wiederzukommen, wenn uns die Sonne nicht mehr entgegensteht und scharfe Fotos verdirbt.

Angkor Wat

Angkor Wat

Angkor Wat

Angkor Wat

Während auf dem Parkplatz vor der Zugangsbrücke zu Angkor Wat dutzende Reisebusse ausgeschüttet werden und sich endlose Ströme chinesischer Touristen in die Anlage ergießen, flüchten wir mit Cola und belegten Baguettes bewaffnet in unserem Tuktuk weiter zum nächsten Tempel, dem aus Ziegeln erbauten Prasat Kravan. Naja, ist jetzt unmittelbar nach Angkor Wat nicht wirklich beeindruckend. Also geht es zügig weiter zum Banteay Kdei und dem unweit gelegenen Ta Prohm, das vor allem für die riesigen Dschungelbäume bekannt ist, die sich mit ihren gigantischen Wurzeln ganze Gebäude des Tempels einverleiben.
Auch hier wird gerade wild restauriert und gestützt, damit die Gebäude nicht völlig unter der Last der Witterung und der massiven Bäume zusammenbrechen.

Ta Prohm

Ta Prohm

Ta Prohm

Ta Prohm

Ta Prohm

Ta Prohm

Der steile Aufstieg beim Pre Rup Tempel bringt uns selbst zu dieser frühen Tageszeit außer Atem und so haben wir uns die Pause auf der obersten Ebene und im Schatten eines kleinen Steinturmes mehr als verdient. Zumal man hier auch noch einen schönen Ausblick über die grüne, verwilderte Landschaft rundherum genießen kann.
Irgendwie erinnern die ganzen Tempel ja immer ein bisschen an Verteidigungsanlagen und so gibt es selbst bei dieser flächenmäßig eher kleinen Anlage genug Mauern, die man mit provisorischen Holzgerüsten vor dem Zusammensturz zu schützen versucht.

Pre Rup

Pre Rup

Pre Rup

Pre Rup

Weiter geht es durch den inzwischen ausgetrockneten East Baray, einen riesigen rechteckigen See, der einst zur Blütezeit Angkors künstlich angelegt wurde und eine ganzjährige Wasserversorgung garantierte. Um Neak Pean zu erreichen, geht es zu Fuß auf einem aufgeschütteten Damm durch eine vollkommen unwirkliche Sumpflandschaft, wie man sie irgendwo in Kanada oder Sibirien, nicht aber mitten in Kambodscha erwarten würde. Unzählige tote Bäume und Sträucher ragen hier aus dem knietiefen Wasser heraus, während Wasserpflanzen etwas weiter die Tümpel zu beiden Seiten des Weges in grüne Wiesen verwandelt haben. Letztlich ist die Natur hier wesentlich beeindruckender, als der Neak Pean Tempel selbst, ein Steintürmchen in der Mitte eines künstlich angelegten Teichs.

Neak Pean

Neak Pean

Preah Khan ist wieder eine größere Tempelanlage, die durch die vielen mit Liebe zum Detail bearbeiteten Skulpturen und Wandfresken auffällt. Mit seinem fast symmetrischen Aufbau, den vier Eingängen und unzähligen Wegen zwischen den langgezogenen Gebäuden, ist es schwierig, nicht die Orientierung zu verlieren. Letztlich könnte man sich aber kaum einen schöneren Ort vorstellen, um ziellos zwischen den mal überdachten, mal zusammengestürzten Gängen herumzuwandeln.

Preah Khan

Preah Khan

Preah Khan

Preah Khan

Preah Khan

Preah Khan

Wenn der Tuktuk-Fahrer unser Restaurant aussucht, kann man sich ja schon denken, was läuft und so wird der Preis erstmal kräftig runtergehandelt, bevor es Bamigoreng mit Cola zum Mittag gibt. Und eine gekühlte Kokosnuss, deren Saft nach der Erfahrung in K. Lumpur sogar erstaunlich lecker schmeckt.

Baphuon Tempel (in Angkor Thom)

Baphuon Tempel (in Angkor Thom)

Blick vom Baphuon Tempel

Blick vom Baphuon Tempel

Auch wenn die Hauptstadt des Khmer Reiches öfters gewechselt hat, so ist das riesige Gelände Angkor Thom nach Angkor Wat vermutlich die bekannteste Tempelanlage. Unzählige kleinere und größere Tempel befinden sich innerhalb des Wassergrabens und der Mauer, die das 3x3km große, quadratische Gelände umgeben.
Wir verabschieden uns auf unbestimmte Zeit von unserem Tuktuk-Fahrer und erkunden das Gelände zu Fuß. Es geht steile Treppen hinauf, steile Treppen wieder hinunter, unter riesigen Bäumen auf schmalen Wegen entlang und durch einsturzgefährdete Tore hindurch, bis wir schließlich zum verwinkelten Bayontempel im direkten Mittelpunkt gelangen.

Der Phimeanakas Tempel (in Angkor Thom) ist...

Der Phimeanakas Tempel (in Angkor Thom) ist...

...nur für leute...

...nur für leute...

...die schwindelfrei sind!

...die schwindelfrei sind!

Weltberühmt für seine einst 49 (vielleicht auch 54) Türme mit ca. 200 riesigen Steingesichtern, wird auch ohne Nachzählen schnell klar, dass die Zeit auch hier, am Bayon Tempel, schwere Wunden hinterlassen hat und die ursprüngliche Imposanz dieses Bauwerks wohl nie wieder auch nur zu erahnen sein wird.

Bayon Tempel

Bayon Tempel

Wie immer findet unser Guide uns, bevor wir ihn finden uns so geht über das Südtor Angkor Thoms die Hauptstraße entlang auf direktem Weg zurück nach Angkor Wat.
Die Sonne steht jetzt in einem wesentlich besseren Winkel als heute morgen und die Bilder werden, auch wenn sie dank aufgezogener Wolken etwas grau und fahl wirken, wesentlich schärfer. Genug Zeit bis zum Sonnenuntergang haben wir allemal und so geht es auf die inzwischen geöffnete oberste Ebene des Tempels, wo wir mit unzähligen anderen Touristen um einen der begehrten Plätze kämpfen, von denen man auf das gesamte Gelände Angkor Wats hinabschauen kann. 2002 waren die ganzen Fenster noch nicht mit Holzlatten verriegelt und man konnte auch auf die Steinvorsprünge ins Freie treten. Aber wenn die Tempel auf diese Weise vor dem Abrieb durch Touristen geschützt werden und länger für die Nachwelt erhalten bleiben, verzichtet man letztlich gerne auf den Austritt an die Kante.
Am Ausgang gibt es dann für jeden noch einen Becher leckeren süßlich schmeckenden Saft aus Palmenfrüchten, bevor es wieder zurück nach Norden zum Parkplatz des Tempelberges Phnom Bakheng geht.

Der Tempelberg macht seinem Namen alle Ehre, zumal sich der Weg auch noch um den Berg herumschlängelt und so sind wir entsprechend froh, den Gipfel mit dem bei Sonnenuntergangfans beliebten Tempel zu erreichen. Wie viele Sonnenuntergangfans es gibt, ist aber auch wirklich nicht mehr normal. Die Aussicht von hier oben ist zwar wirklich großartig und es ist faszinierend zu sehen, wie bewaldet das ganze Gebiet um Angkor doch ist, aber mehr als einen Sonnenuntergang kann man von hier eben auch nicht sehen, weil die ganzen Tempel im Wald versteckt sind und ohnehin östlich beziehungsweise nördlich von hier liegen. Der Himmel ist auch zugezogen und so kehren wir zum Parkplatz zurück und lassen uns schon jetzt von unserem plötzlich viel besser gelaunten Tuktuk-Fahrer nach Hause bringen.
Gerade, als wir uns belegte Baguettes zum Abendbrot kaufen, fallen die ersten Tropfen aus dem grauen, wolkenverhangenen Himmel. Von farbenfrohem Sonnenuntergang keine Spur. Wir haben also alles richtig gemacht.

Blick auf Angkor Wat vom Phnom Bakheng

Blick auf Angkor Wat vom Phnom Bakheng

Donnerstag 21. und Freitag 22. August 2014
Zum Glück haben wir nur ein Eintagesticket für Angkor geholt. Zum einen haben wir ja gestern alles gesehen, was wir sehen wollten und zum anderen ist es mal wieder soweit, dass ich morgens gegen halb sechs mit erhöhter Temperatur und Gliederschmerzen aufwache und sofort weiß, dass ich den halben Tag auf dem Klo verbringen werde. Oh man. Irgendwann reicht es aber auch echt und so fiebere ich dem magenfreundlichen deutschen Essen inzwischen im wahrsten Sinne des Wortes entgegen. Marc ist aber auch ziemlich kaputt von gestern und so geht es nur zum Essen und Einkaufen vor die Tür. Weil in Thailand (vermutlich auch in jedem anderen Land der Welt) Kippen teurer sind, deckt sich Marc hier schon mal für Deutschland ein. Für krankhaft günstige 3,5$ PRO STANGE!!! Davon muss man doch Krebs kriegen...
Das frühe Aufstehen gewohnt, sind wir entsprechend munter, als wir Freitagmorgen für unseren Bus nach Bangkok abgeholt werden. Da bereits zwei Spanier auf der Rückbank des Tuktuks sitzen, geht es kuschelig zu viert mit vollem Gepäck in dem winzigen Gefährt zur Umschlagsstelle. Der Bus ist nicht modern, aber gut genug, um die wenigen Stunden zu Grenze bequem zu überstehen.
An der Grenze angekommen, heißt es Ausreisestempel holen und dann den Weg nach Thailand finden. Es geht zwar immer geradeaus, aber dieser Grenzübergang ist wirklich riesig und für weniger routinierte Grenzübergänger anscheinend so verwirrend, dass wir gleich mehrfach nach dem richtigen Weg gefragt werden. Sobald wir unseren Einreisestempel haben wird es, wie könnte es anders sein in Thailand, kompliziert.
Zuerst lässt man uns eine halbe Stunde in sengender Mittagssonne warten. Als die halbe Gruppe kurz vorm Hitzetod ist und endlich genug andere Reisende eingetroffen sind, geht es zu Fuß hundert Meter weiter, wo man uns wieder in der Sonne warten lässt. Irgendwann geht es wieder weiter, man verlädt uns alle auf einen viel zu kleinen Pickup Truck, wir fahren fünf Minuten ins Landesinnere und werden an einem Restaurant abgeladen, wo wir wieder warten dürfen. Vermutlich bis der Mindestumsatz erreicht ist. Nach einer halben Stunde verlädt man uns schließlich in Toyotaminibusse, die uns nach Bangkok bringen.
Oh man, wie wir es hassen, dass man Touristen in diesem Land einfach nur wie Dreck behandelt, dem man so viel Geld wie möglich aus der Tasche leiert. Es kann doch nicht sein, dass jetzt insgesamt FÜNF unfassbar beengende, unbequeme Minibusse nach Bangkok fahren, anstatt einem bequemen, großen Bus. Was soll das? Damit steht auch endgültig fest, dass wir in diesem Land nicht mehr Urlaub machen und es wenn überhaupt nur als für die Durchreise benutzen, weil die Flüge nach Bangkok so günstig sind und es geografisch eben auch noch so blöd zwischendrin liegt, dass man Südostasien kaum ohne Thailand bereisen kann.
Immerhin lässt man uns nahe der Khaosan Road raus und wir bekommen wieder ein Zimmer in unserem lieben gelernten Guesthouse.

Bayon Tempel

Bayon Tempel

auf dem Weg zu den Floating Markets

auf dem Weg zu den Floating Markets

Samstag 23. und Sonntag 24. August 2014
Als erste Handlung des Tages steht der Gang zur Rezeption an, weil ich keine weitere Nacht in einem Zimmer ohne Klimaanlage ertrage. Alles juckt und ich habe überall roten Ausschlag und Neurodermitis. Das einzige Zimmer mit Klimaanlage ist gerade frei geworden und sogar schon bezugsfertig. Genial.
Wir haben die Sachen kaum rübergeräumt, als man uns such schon zur Floating Markets Tour abholt, die allerdings etwas anders abläuft, als erwartet. Die Floating Markets befinden sich nämlich zwei Autostunden von hier entfernt, während Marc und ich dachten, wir schippern jetzt schön mit einem Boot durch die ganzen Wasserstraßen zwischen Bangkoks Wohnvierteln. Egal. Am Ziel angekommen werden wir schließlich auch in ein Langboot gesetzt und fahren durch irgendwelche Kanäle, die zu beiden Seiten von Häusern begrenzt sind. Erinnert ein bisschen an die Tour am Inle See. Die Floating Marktets selbst sind dann letztlich auch nur Markthallen, die durch Kanäle voneinander getrennt sind, auf denen auch einige Händler in Booten unterwegs sind. So oder so ist das Ganze typisch thailändisch eher kommerziell auf Touristen ausgelegt.
An sich also nicht so spektakulär, für uns zum Souvenirkaufen diesmal allerdings genau richtig und so schlendern wir zwei Stunden an den Kanälen entlang durch irgendwelche Hallen, kaufen diverse Gewürze und Kleidung und probieren seltene Früchte und leckeres Kokoseis.
Zurück im Hotel genießen wir dann die Klimaanlage, was auch schon gleich den gesamten Sonntag beschreibt, mit dem Highlight, dass es am Abend noch einen Skorpion für jeden zum Essen gibt.

Montag 25. und Dienstag 26. August 2014
Am letzten Tag sitzen wir also ab 12 Uhr Mittags auf der Straße, obwohl unser Flughafenshuttle erst um 21 Uhr abends geht. Die Hitze setzt meiner Haut sofort wieder zu, wobei der vollkommen unvermittelte Biss einer Ameise wesentlich schlimmer ist und ich noch eine Woche später denke, an der juckenden Bissstelle bildet sich ein Tennisball in meinem Oberschenkel.
Es geht noch mal los, ein paar Souvenirs einkaufen, ein Bier trinken und schließlich verdaddeln wir unsere restliche Wartezeit auf dem Flurfußboden im Hotel sitzend im Internet.
Am Flughafen angekommen vergeht die Zeit ziemlich schleppend, wobei uns die aktuell noch überwiegende Vorfreude auf Zuhause ablenkt.
Der Flug nach Doha, Katar, ist okay, aber auch nichts Besonderes. Auf dem Weiterflug nach Berlin sind leider keine Sitzplätze mehr nebeneinander frei. Gut, kann Qatar Airways jetzt nichts für. Anders bei dem trockenen Fleisch-Käse-Gebäck, an dem ich fast ersticke und Marcs Fernseher, der kaputt geht.
Spätestens beim Landeanflug auf Berlin wechselt meine Vorfreue plötzlich in nackte Angst, diese einzigartige Freiheit zu verlieren und ein Abenteuer zu beenden, wie wir es vermutlich nie wieder erleben werden. Auch wenn uns die Erfahrungen, Erlebnisse und über 14.000 Fotos so schnell keiner mehr nehmen kann, möchte ich am liebsten sofort den nächsten Flieger zurück in die Ferne nehmen, egal wohin. Ohne die Zusage auf einen Studienplatz hätte ich es wohl auch getan.
So aber landen wir nach exakt einem Jahr wieder da, wo alles begonnen hat, am Flughafen Berlin Tegel. Wir warten eine gefühlte Ewigkeit auf unser Gepäck und treten schließlich in den öffentlichen Bereich hinaus, wo wir unter lautem Applaus mit Luftballons und Sekt von unseren Familien in Empfang genommen werden. Wie peinlich. Aber eigentlich ja super lieb und herzlich. Ist der Luftballon eine Weltkugel. cool ;D

© Marten Seifert, 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ein ganzes Jahr haben wir uns Zeit genommen, um von Berlin aus über NY, Südamerika, Australien und Ozeanien und Südostasien um die Welt zu fliegen, bevor es wieder in die Heimat zurückgeht.
Details:
Aufbruch: 27.08.2013
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 26.08.2014
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Peru
Bolivien
Chile
Ecuador
Kolumbien
Panama
Costa Rica
Französisch Polynesien
Neuseeland
Australien
Singapur
Indonesien
Malaysia
Thailand
Myanmar
Kambodscha
Deutschland
Der Autor
 
Marten Seifert berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.