Sri Lanka

Reisezeit: November / Dezember 2014  |  von Konstanze G.

Tipps für Busfahrer

so sieht ein heran donnernder Bus aus.

so sieht ein heran donnernder Bus aus.

an Board, Fahrer und Conductor, ein Blick in das Fahrerhäus´chen

an Board, Fahrer und Conductor, ein Blick in das Fahrerhäus´chen

Zuerst die Tipps für Busfahrer in Sri Lanka.

Manchmal gibt es Haltestellen ansonsten muß man sich nicht die Mühe machen und zu einer Haltestelle laufen. Busse fahren, im Süden, augenscheinlich im Minutentakt. Einfach den richtigen Bus anhalten und einsteigen. Einmal gut sichtbar fröhlich winken, war meine Methode.

Auf der Südstrecke, fahren die Busfahrer einen äußerst heißen Reifen. Je nachdem wie überfüllt der Bus grade ist, wird man entweder dazugestopft, reingeschoben oder einfach reingedrückt. Das Gepäck wird hilfsbereiterweise oft von den Mitfahrern "übernommen", also einfach in eine freie Ecke gestopft.
Gute Laune, läßt sich in einem Bus schlecht vermeiden. Neben dem sehr extravangten Fahrstil, alles was kleiner als ein Bus ist und vor allem langsamer wird entweder rasant überholt oder angehupt. Ab und zu kommt es einmal vor, daß der Bus stark bremst. Um in die Mitfahrer nicht allzusehr zu belästigen mit dem eigenen Körpergewicht, ist es bei einem Stehplatz angeraten, sich sehr gut festzuhalten.

Erwischt man einen Sitzplatz, fährt man wie eine Königin. Fliegende Händler steigen in größeren Städten ein, man kann sich dann mit allem möglichem von Erdnüssen bis zur Mango eindecken. Für Proviant ist so gesorgt.

Dazu gibt es in jedem Bus, die übliche asiatische Ansammlung aller möglichen Gottheiten und Buddha wird mit Krishna, Hanuman, Shiva etc. kombiniert. Das ganze Ensemble blinkt.

In jedem Bus gibt es einen Schaffner, der die Gäste betreut, Fahrkarten austeilt, alle einsteigenden Gäste in den Bus reinschiebt, wenn der Überfüllungsgrad unübertrefflich erscheint, oder eine blonde Besucherin, wie mich, nicht ihrem Schicksal überläßt, sondern auch noch den Bus am richtigen Ort anhält, mich anstubst und mich aussteigen läßt.

Busfahren auf Sri Lanka war jedes Mal ein absolutes Top-Erlebnis.
Jedes Fenster ist offen, niemand braucht also einen Air Con Firlefanz. Die Musikgestaltung übernimmt der Fahrer von sich aus. Das Repertoire beschränkt sich jedoch ausschließlich auf singalesische Musik.
Einen vorbeidonnernden Bus mit einer irre Musikbeschallung ist alles andere als selten und selbst ein einen einzusteigen, ist wirklich ein Top Reiseerlebnis. Schön ist es auf Sri Lanka Bus zu fahren und noch schöner, Busfahren ist unschlagbar günstig.

Noch dazu, die Pros für Busfahren sind, man muß nicht lange warten, stellt sich einfach an die Straße. Auf einem Bahnhof ist man zwangsläufig an einen Fahrplan gebunden. Nicht so bei Bussen. Keine Angst bei Bussen mit singalesischer Beschriftung, der Schaffner wird laut den Zielort beim Anfahren rufen, sodaß man einsteigen kann oder auch nicht.

© Konstanze G., 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Einmal rund-um Sri Lanka
Details:
Aufbruch: 29.11.2014
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 28.12.2014
Reiseziele: Sri Lanka
Der Autor
 
Konstanze G. berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.
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