Auf das Dach der Welt: Nepal, unser 2. Versuch

Reisezeit: Mai 2016  |  von Thalia&Christine R

09.05.2016: Kathmandu-Pokhara

Das war eine schreckliche Nacht: immer zu Gepolter und lautes Palaber im Flur und Treppenhaus. Von ausgeschlafen kann keine Rede sein.
Unten im Eingangsbereich ist noch alles dunkel und verriegelt und verrammelt, der Junge liegt auf dem Sofa und schläft tief und fest.
Von draußen hämmert jemand an der Tür, es ist Bijay-unser Guide.

Der Weg zum Bus soll nur 10 Minuten betragen. Obwohl der zierliche Bijay 3 Rucksäcke trägt, eilt er uns schnell voraus. Wir beschließen, ihm für die Tour mehr Ballast zu geben, damit wir mithalten können..
Als wir ankommen, staunen wir nicht schlecht: eine unendlich lange Reihe von Reisebussen stehen hintereinander am Straßenrand. Bestimmt 100 Stück-und alle fahren um 7 Uhr nach Pokhara!!??Wir laufen eine Ewigkeit zu den letzten Bussen um dann festzustellen , dass wir wieder zurück müssen.
Die Busse sind sehr modern und wir haben reservierte Plätze. Sogar wifi gibt es, aber das ist grottenlahm.

Wieder quälen wir uns mühsam aus Kathmandu raus. Kostet wieder fast ne ganze Stunde. Es kann sich keiner vorstellen wie viel Dreck überall rumliegt. Einfach grauenhaft. In den Außenbezirken sehen wir viel Menschen die in Zelten leben müssen. Das sind die Ärmsten der Armen.
We Hans schon sagte: die Waisenkinder sind nicht arm. Es gibt noch viel Ärmere Kinder hier im Land. Und das stimmt. Oft sehen wir ja Kinder mit einer Plastiktüte unterwegs um im Müll nach etwas Brauchbaren suchen.
Und natürlich sehen wir immer wieder vom Erdbeben zerstörte Häuser...
Oder erhaltene die aber notdürftig abgestützt sind...

Wir kommen aber eigentlich gut durch. Zwischendurch hält der Bus 3 oder 4x--also genügend Zeit für die PP und Snacks. Natürlich gibt es zahlreiche riskante Überholmanöver,aber das ist ja hier normal.
Und ich denke, die vielen Pausen sind auch notwendig, damit sich die viel gequälten Bremsen erholen.

Kurz zu Pokhara: die erste Straßenverbindung wurde erst 1968 aufgenommen, davor war die Stadt nur zu Fuß erreichbar und noch geheimnisumwobener als Kathmandu.
An der Südseite des Phewa Sees befindet sich die Friedens-Stupa auf einem Bergrücken.
Der Ort ist umgeben von den 3 Achttausendern: Dhaulagiri, Annapurna und Manaslu.
Und den Stadtbild beherrschenden Machhapuchre, den sogenannten Fischschwanz, der wegen seiner doppelten Spitze so benannt wurde.

Um 14.30 Uhr sind wir an der großen Bus Station in Pokhara angekommen. Zwischendurch haben wir aber schon einige abgesetzt. Der Ort zieht sich ja unendlich in die Länge und erst kurz vor dem Parkplatz erblicken wir den Phewa See.
Wir werden auch schon erwartet. Ein Auto vom Hotel "Himalayan Inn" holt uns ab. Meine Güte, ist das bequem!
Das Hotel ist nach unseren bisherigen Erfahrungen SEHR angenehm!
Ines gönnt sich erstmal ne Runde Schlaf und ich erkunde die Umgebung und lande in einem netten Strandrestaurant mit wundervollem Blick auf den See.
Hier ist es viel wärmer als in Kathmandu und Panauti.

Am See

Am See

Ganz weit hinten auf dem Berg ist die Stupa zu sehen

Ganz weit hinten auf dem Berg ist die Stupa zu sehen

Unmengen von rosafarbenen Vögeln in den Bäumen

Unmengen von rosafarbenen Vögeln in den Bäumen

...die machen viel Krach...

...die machen viel Krach...

Die liegen da einfach rum...

Die liegen da einfach rum...

Zum Abend suchen wir uns ein schönes Restaurant mit Dachterrasse und Blick auf den See.
Danach ist organisierte Packen angesagt. Wir nehmen einen der großen Rucksäcke mit, den uns Bijay trägt und jeder einen Tagesrucksack. Wir benötigen sicher warme Kleidung.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Aufgrund der traurigen Ereignisse mit den Erdbeben, sind unsere Pläne im letzten Jahr sehr kurzfristig ins Wasser gefallen. Da ich in einigen Reiseberichten gelesen habe dass man sich in Nepal schon wieder gut bewegen kann und wir natürlich auch willkommen sind, weil die Nepalesen natürlich auch die Einnahmen der Touristen dringend brauchen, buchen meine Freundin Ines und ich unseren Trip für dieses Jahr erneut.
Details:
Aufbruch: 04.05.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 24.05.2016
Reiseziele: Nepal
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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