Mit dem Zelt durch die peruanische Sierra

Reisezeit: Mai / Juni 2019  |  von Katharina Arguedas Torres

Jauja und Molinos

Von der Plaza Mayor in Santa Rosa nehmen wir einen Minibus, der uns nach Concepción bringt. Dort kaufen wir uns ein Artischockenbrot und ein Anisbrötchen, die wir beide sofort verdrücken. Von netten Einheimischen erfahren wir, dass wir bis zum Ovalo gehen müssen um dort den Minibus nach Jauja nehmen zu können. Wir gehen zu Fuß dahin und als wir gerade den Ovalo erreichen, kommt auch schon der Minibus vorbeigefahren. Die Señora/Kassiererin steht bei offener Tür und schaut sich nach Fahrgästen um. Wir winken ihr zu und rennen los (wer weiß, wann der nächste kommt). Erst als wir an der Tür ankommen und ich voranpresche, erkennen wir, dass der Bus quasi voll ist. Die winzigen Sitzplätze sind alle besetzt und auch im Gang stehen schon Leute. Carlos will gerade zurück aber ich bin schon drin und so steigt er auch ein. Wir stehen beide hintereinander im Gang, nach hinten schauend, die Rücksäcke auf dem Rücken. Bewegen geht gar nicht. Die Señora meint, bald werden welche aussteigen, dann haben wir Platz. Und tatsächlich, wenige Minuten später wird es etwas lockerer im Bus. In kleinen Schritten bewegen wir uns rückwärts gehend nach vorne und stellen die Rücksäcke auf den Boden. Später ergattern wir sogar noch einen Sitzplatz.

Unterwegs nach Jauja

Unterwegs nach Jauja

In Jauja herrscht herrlicher Sonnenschein, eigentlich wie fast überall, wo wir waren. Wir gehen zur Plaza Mayor und gönnen uns erstmal ein Eis.

Plaza Mayor de Jauja

Plaza Mayor de Jauja

Die Idee für den heutigen Tag ist es, zur Lagune de Paca zu fahren und dort zu übernachten. Wir nehmen ein Auto dahin, dass uns bis zu den vielen Restaurants bringt, wo ebenfalls Bötchenfahrten angeboten werden. Alle befinden sich aneinander gereiht auf einem kleinen Streifen zwischen der Lagune und der Durchfahrtsstrasse. Zwar haben viele etwas Wiese auf dem Grundstück, doch nicht wirklich viel Platz. Es gefällt uns nicht und so hängen wir ein wenig in der Luft, oder besser gesagt, in der Hitze des Tages. Was tun?

Landschaft a der Laguna de Paca

Landschaft a der Laguna de Paca

Woanders abseits an der Lagune scheint mir zu verlassen, zudem ist der Boden sehr feucht. Also suchen wir im Internet eifrig nach Alternativen. Und wir finden was, in einem Dörfchen, wenige Kilometer von Jauja entfernt. Es ist ein Hotel, dass draußen einige Aktivitäten bietet, mit großen Wiesen auch zum Zelten. Super! Hört sich gut an. Carlos ruft an, und wir können kommen Der Tag scheint gerettet, aber Carlos fühlt sich immer schlapper. Ob ihm die Hitze zu schaffen macht?
Über Jauja fahren wir nach Molinos und schlagen auf dem Complejo Turístico Puyhuan unser Zelt auf.

Restaurant gibt es hier, so dass wir heute etwas warmes zu Essen haben

Als es dunkel wird, warten wir ungeduldig auf die Sterne. Es gibt keine Beleuchtung in der Nähe, so dass wir einen phantastischen Blick auf den Sternenhimmel haben, wahnsinn!

In der Nacht wird es richtig kalt und Carlos wälzt sich in seinem Schlafsack, kann nicht schlafen. Abwechselnd wird ihm heiß und kalt: Schüttelfrost!
Am nächsten Morgen schleiche ich mich als erste aus dem Zelt und traue meinen Augen nicht: Bodenfrost!
Die Wiese schimmert weiß und auf unserem Zelt gefrorerenes Wasser. Was ich da runterhole, reicht für eine große Schneekugel
Carlos ist weiterhin ziemlich platt, will aber nicht hier bleiben. Der Tag wird wieder richtig warm und da er am ganzen Körper glüht, ist die Hitze das letzte, was er fühlen will.

Wir packen also unsere Sachen und machen uns auf den Weg zurück nach Jauja, um von dort das nächste Ziel anzustreben.

Wir packen also unsere Sachen und machen uns auf den Weg zurück nach Jauja, um von dort das nächste Ziel anzustreben.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Mit den üblichen örtlichen Transportmitteln und Übernachtungen möglichst im Zelt soll es durch einen Teil der peruanischen Sierra gehen.
Details:
Aufbruch: 19.05.2019
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 18.06.2019
Reiseziele: Peru
Der Autor
 
Katharina Arguedas Torres berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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