Reisebericht Marokko 2023

Reisezeit: Dezember 2023 - Januar 2024  |  von Andreas Stumpf

Wendepunkt - zurück nach Norden: Offroad entlang des Wadi Draa

Da wir nicht wieder die gleiche Strecke zurückfahren wollten, sind wir bei Tan-Tan Richtung Osten abgezweigt und haben anstatt der Teerstraße Richtung Assa wieder eine Schotterpiste entlang des Wadi Draa genommen und die grandiose Wüstenlandschaft genossen. Der Einstieg befindet sich bei 28°09'01.5"N 10°53'19.2"W. An dieser Stelle hat uns die Pistenkuh wieder gute Dienste geleistet.

Der erste Abschnitt der Strecke ist recht eintönig, es geht über eine Grobschottrige Piste, die uns ordentlich durchschüttelt. Schöner wird es, wenn die Strecke nach ein paar Kilometern auf den i. d. R. ausgetrockneten Wadi Draa stößt und parallel zu dessen Ufer bis zur Teerstraße auf der anderen Seite verläuft. Häufige sandige Passagen wechseln sich mit flachen Ebenen und felsigen Hügeln ab, die Umgebung ist einfach grandios. Auch hier ist das Ablassen von Reifenluftdruck angesagt, auch hier wählen wir wieder ca. 1,7 Bar und fahren gut damit.

Ungefähr auf der Hälfte der Strecke befindet sich ein Antennengrab (N 28.293331°, W 10.246564°), zu dem ein paar Fahrspuren führen. Ohne Drohne (die in Marokko verboten sind), ist jedoch vom Boden aus nicht viel zu erkennen.

Wir setzen unseren Weg fort und übernachten am Zweitschönsten Platz der Reise (N 28.291909°, W 10.197228°), direkt am ausgetrockneten Flussbett. Der Sternenhimmel ist wunderbar, es ist still, wir verbringen eine der entspanntesten Nächte der ganzen Reise.

Am Nächsten Tag geht es weiter, für die restlichen gut 100 km benötigen wir ungefähr 5 Stunden. Entlang der Strecke gibt es immer wieder Nomadenzelte, es ist aber nur selten jemand anzutreffen, und wenn, dann wird freundlich gegrüßt.

Am Anfang ist die Piste sehr Grobschottrig, wir kommen nur langsam voran

Am Anfang ist die Piste sehr Grobschottrig, wir kommen nur langsam voran

Übernachtung nahe des Trockenflussbetts des Wadi Draa

Übernachtung nahe des Trockenflussbetts des Wadi Draa

Eines von vielen Dromedaren, welches wir auf den 150km angetroffen haben

Eines von vielen Dromedaren, welches wir auf den 150km angetroffen haben

© Andreas Stumpf, 2024
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Vierwöchige Rundreise durch Marokko mit dem eigenen Geländewagen (zu zweit). Anreise über Land via Deutschland, Frankreich, Spanien und Fähre von Algeciras (Spanien) - Tanger Med (Marokko) Weiterreise in Marokko von Tanger (nördlichster Punkt) an die Grenze zur Westsahara (südlichster Punkt) und Rückreise über den Südosten Marokkos nach Tanger
Details:
Aufbruch: 15.12.2023
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 09.01.2024
Reiseziele: Marokko
Der Autor
 
Andreas Stumpf berichtet seit 10 Tagen auf umdiewelt.
Aus dem Gästebuch (2/2):
Ben 1706078246000
Sehr schöner Rei­se­bericht. Gibt es eine Karte dazu, von eurer Route auch mit den Cam­pin­gplätzen ?
Dan­ke dafür und Gruß
Ben
Ben 1706078021000
Moin An­dreas­
Sehr schöner Bericht eurer Reise nach und durch Maroko. Steht auch bei uns auf der To do Lis­t.Wir wollen mit Be­kan­nten im LR De­fen­der neues Modell, und wir mit der Ford Ran­ger­bei­de beide mit Dach­zelt auch zur selben Zeit sprich De­zem­ber hin.
Schön das du jeweils Cam­pin­gplätze und Se­hens­würdig­kei­ten auch mit Koor­di­na­ten ein­gefügt hast. Meine Frage ist, gibt es eine Karte von eurer Route dazu ?
Wäre super wenn es sowas gäbe. BtW wir sind aus dem Raum DA-DI du hast AB Kenn­zeichen­.
Dan­ke für euren tollen Berich­t.
Gruß Ben