Quattro stazione

Nepal-Reisebericht  |  Reisezeit: Dezember 2019 - April 2020  |  von Maritta Wulf-Bauer I.

Kathmandu Part 2

In Kathmandu nutze ich Tootles.
Man gibt in einer App den Start und das Ziel ein, der Fahrpreis wird angezeigt. Sagt ein Fahrer zu, ruft er an um sich zu vergewissern.
Ähnlich wie Grab oder Uber, nur mit Scootern oder Motorbikes. Kostet nur ungefähr ¼ des Taxipreises, und die Roller sind auch bedeutend schneller als Autos. Sie quetschen sich überall durch, drängeln, wechseln die Spur, auch wenn es nur einen halben Meter Gewinn bedeutet. Manche dieser Fahrer sind echte Helldriver – macht mir aber meistens Spaß.

Sonnenbrille und Schal als Staub- und Abgasschutz.

Sonnenbrille und Schal als Staub- und Abgasschutz.

Ich lasse mich zum „?X!§$ Tempel“ auch sogenannter Affentempel bringen.
Ich geb es auf, mir die Namen von manchen Stätten zu merken, sofern sie sich nicht auf Anhieb einprägen, besonders wenn sie unaussprechlich sind.
Es geht den Berg rauf, von oben hätte man einen wunderbaren Blick über Kathmandu, wenn es nicht so diesig wäre.
Viel besucht von Gläubigen, Souvenirshops reichlich, Handleser, Verkäufern von Affen- und Menschenfutter.

Überall werden die Gebetsmühlen gedreht

Überall werden die Gebetsmühlen gedreht

Leider auch Kathmandu. Die Flüsse stinken, was darin rum treibt, möchte ich nicht wirklich wissen

Leider auch Kathmandu. Die Flüsse stinken, was darin rum treibt, möchte ich nicht wirklich wissen

Ich besuche Bhaktapur, die 3. kleinste der Königsstädte.
Im alten Zentrum viele Häuser, verziert mit Holzreliefs und wunderschön anzuschauen.
Auch hier muß man die selbsternannten Guides abwehren, die einem Touren aufschwatzen wollen. Ich streife lieber durch die Sträßchen und lasse die Stimmung auf mich wirken. Für Zahlen ist mein Gedächtnis sowieso nicht ausgelegt. Sobald der Nachhall von Zahlen in meinen Ohren verklungen ist, haben sie auch sofort mein Gedächtnis verlassen.

Hier findet Unterricht auch vor der Schule statt. Zum Thema Schule: Alle, die es sich auch nur annähernd leisten können, schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Der Unterricht ist besser, und es wird auch Englisch unterricht.
Und am begehrtesten sind hier die Montessorischulen,

Hier findet Unterricht auch vor der Schule statt. Zum Thema Schule: Alle, die es sich auch nur annähernd leisten können, schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Der Unterricht ist besser, und es wird auch Englisch unterricht.
Und am begehrtesten sind hier die Montessorischulen,

Noch Schäden des letzten Erdbebens von 2015.

Noch Schäden des letzten Erdbebens von 2015.

Wunderschöne Holzreliefs. Die Hausbesitzer werden hier unterstützt, wenn sie originalgetreu renovieren oder bauen

Wunderschöne Holzreliefs. Die Hausbesitzer werden hier unterstützt, wenn sie originalgetreu renovieren oder bauen

Bhaktapur ist auch eine Handwerkerstadt, hier werden noch von Hand Krüge gedrehtl.

Bhaktapur ist auch eine Handwerkerstadt, hier werden noch von Hand Krüge gedrehtl.

Kleingewerbe

Kleingewerbe

Dieses Mal wieder eine Cooking class. Ich werde von einem Treffpunkt in Thamel, der Altstadt zu „Seven Women“ gebracht, eine Organisation, die behinderten und allein stehenden Frauen in Nepal unterstützt.
Ich bin die einzige Teilnehmerin, und habe dementsprechend eine Intensivbetreuung.
Es macht mal wieder total Spaß, und jedesmal lerne ich wieder was dazu.

So schreibt sich mein Name auf nepalesisch

So schreibt sich mein Name auf nepalesisch

Und ein letzter Tempel. allerdings auch einer der beeindruckensten. Bodnath.
Die Atmosphäre hier ist spürbar energetisch aufgeladen. Viele Gläubige.

in Maitidevi, dem Bereich, wo ich die letzten beiden Tage wieder gewohnt habe, besuche ich wieder den Hindutempel. In einem kleinen offenen Bereich singen und tanzen Frauen, und ich bleibe davor stehen.
Ich werde hereingebeten und eingeladen, mitzumachen.
Es macht total Spaß, nicht nur mir, sondern auch den Frauen.
Ich tanze ein bischen mit, und verabschiede mich dann wieder, nicht ohne vorher ich ein Tika zu bekommen. Ein Segenszeichen - der rote Punkt auf der Stirn

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sri Lanka, Borneo und Nepal, Bali und ein paar extra Zutaten. Verwöhnprogramm, Orang Utans und Gebetsmühlen. Treiben lassen. Wind, Regen und Sonne um die Nase
Details:
Aufbruch: 04.12.2019
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: April 2020
Reiseziele: Sri Lanka
Malaysia
Nepal
Thailand
Kambodscha
Indonesien
Live-Reisebericht:
Maritta Wulf-Bauer schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Maritta Wulf-Bauer I. berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/21):
ines 1581065550000
schöner bericht! ich hoffe, der blues hat sich wieder gelegt und du kannst noch ein wenig un­besch­wert wei­ter­rei­sen. wäre schade um die schönen berich­te von dir. ich fand das klasse mit dem nebel! ist doch was aus­ser­gew­öhnliches und die at­mosp­häre ist immer ein wenig ge­heim­nis­voll!
ines 1580027243000
was für ein tolles a­ben­teu­er! un­glaub­lich, diese son­ne­nauf­gan­gsfahrt! das will ich auch noch sehen. das mit den tigern ist nicht schlimm. die sind noch sel­te­ner als die nas­hörner und lassen sich NIE blicken. aber wass soll das klagen? frei­le­ben­de PN ist schon ein ganz großes glück!! neid­neid­neid! gute und span­nen­de reise wei­ter­hin, meine liebe. wenn du weder da bist stoßen wir an: auf uns, auf den täglichen son­ne­nauf­gang und auf die wilden tier­e!­
kuss
Uschi 1579895976000
Liebe Ma­rit­ta,­
hab mir jetzt mal genü­ßlich deine kom­plet­te bis­he­ri­ge Reise am PC an­ge­se­hen. Mach das nor­ma­ler­wei­se über Handy, aber das macht echt keinen Spaß mehr - man wird zu­gemüllt mit Wer­bung. Nich­tdes­tot­rotz ist es nat­ürlich super, dass es die Plat­tform gibt und wir mit dir reisen können­.
Dei­ne Reise ist ja diesmal von den unter­schied­lichen Na­tu­rein­drücke noch viel­fälti­ger als sonst. Vom purem Verw­öhnprgramm bei an­ge­neh­msten Tem­pe­ra­tu­ren und wun­der­ba­ren Stränden über tolle, frei­le­ben­de Tiere (und viel Regen) bis zum Dach der Welt bei fros­ti­gen Tem­pe­ra­tur­ten mit un­fas­sbar tollen Ein­drücken. Gi­gantisch finde ich deinen Flug­trip über dem Hi­ma­la­ya. Her­vor­ra­gen­de Bilder! Freue mich schon sehr auf deinen Bericht.
Aber was machst du denn mit deinem Hals? Und dann auch noch so eine a­ben­teu­er­liche Jeep­-Fahrt .... aua, aua .... Of­fen­bar haben sich die Qualen gelohnt - bei dem Blick würde ich auch mal gerne die Füße hoch legen.
Wünsche dir weiter tolle Ein­drücke und nat­ürlich gute Bes­serung. Beg­lei­te dich weiter mit viel Freude auf deinen A­ben­teu­ern. Liebe Grüße Uschi