Altherrensegeln in Dänemark,das Ziel bestimmt das Wetter
Middelfart - weiter geht es nicht
Middelfart hat 3 Häfen, einen davon nehmen wir !
Einlaufen und Festmachen gleich hinter der Einfahrt klappt problemlos, beim Landgang löse ich das Hafengeld am falschen Automaten, aber keiner kommt kontrollieren.
Am Dienstagmorgen, 26.8.25 nutze ich noch die Einkaufsmöglichkeit in einem riesigen Supermarkt hier.
Auf dem Rückweg will ich noch den Lokus nutzen, aber da gibt es ein Problem.
Heute findet hier wohl ein Jazzfestival statt, in -zig Containern stehen Mini-Lokusse bereit, aber fast alle sind verstopft und haben keine Innenbeleuchtung. Alles drängt sich an 2 Stellen zusammen, einer hält eine Tür auf, damit der andere Licht beim Scheißen hat. . Hosen werden danach gleich draußen wieder hochgezogen, damit schon neue Leute reinkommen können.
Ich nehme auch mit Erfolg an dieser Versammlung teil, aber beim Hochziehen der Hose muß wohl mein Portemonnaie rausgefallen sein.
Das merke ich aber erst viel später, als wir längst ausgelaufen sind und wir beschlossen haben, statt eines Versuchs "Fünen rund", also noch einmal nördlich um Fünen zum Großen Belt zu segeln, nun die Rückreise durch den Kleinen Belt zu machen.
Die Wetterlage bleibt unbeständig, da sollten wir uns früh genug in erreichbarer Nähe von Arnis aufhalten.
Heute bleibt es bei leichten West- bis Südwestwinden, keine Regenschauer in Sicht, obwohl angesagt, das läßt sich aushalten. Meistens hoch am Wind oder mit einigen kurzen Kreuzschlägen kommen wir nach Süden weiter und suchen uns für heute Abend einen Hafen an der Westküste des Kleinen Belts aus.
Da käme Heijsminde infrage, denn wir wollen ja auf jeden Fall in Landabdeckung liegen. Die Ansteuerung unter Segeln wäre zu schaffen, aber um am Ende einen Aufschießer zum Segelbergen machen zu können, dazu könnte der Hafen doch zu eng sein. Also tasten wir uns unter Motor in die Fahrrinne. Aber alle verfügbaren Plätze entlang des Stegs wären für uns zu schmal. Ich springe erst mal auf den Steg, um von dort aus zu suchen, bekomme auch sofort einen Tipp, noch weiter reinzufahren um eine Nase links herum und dann rechts bis kurz vor ein Sieltor. Der Skipper kann kaum glauben, dass es dort noch einen Platz geben könnte, aber allein an Bord kann er aus dem Cockpit nicht raus und muß den vorgeschlagenen Platz ansteuern.
Zu unserem Erstaunen hätten wir keinen besseren Platz, dazu noch allein für uns, finden können !
Skippers Handy verspricht für morgen noch weniger Wind.
Aber zum Raussegeln aus der Enge von Heijsminde stimmt der leichte Südwest uns schnell wieder aufs Flautensegeln ein. Hier wirds wegen zahlreicher Untiefen sogar noch spannender. Die Flachs sind großflächiger und uneben. Würden wir hier aufbrummen bei Schräglage, kämen wir aufrecht unter Motor schwerlich frei, weil uns das Echolot nicht sagen kann, in welcher Richtung es tiefer wird ! Ein Blick in meinen GARMIN, der die 2-Meter-Markierungen gut zeigt, macht ein paar gewagte Abkürzungen möglich. In der Ansteuerungsrinne Richtung Arö läuft uns nun auch noch ein leichter Strom entgegen. Heute möglicherweise nur bis Arö oder Arösund ?
Wozu haben wir denn den Motor, den können wir heute doch für einen Abstecher nach Haderslev nutzen !
Das wird eine abwechslungsreiche Flußfahrt in die Bucht von Haderslev, bei der wir das Großsegel oben lassen und manchmal nutzen, manchmal nicht. Die Fock bleibt meistens aufgerollt, aber auch nicht immer.
Nach gut 2 1/2 Stunden erreichen wir Haderslev, das wir schon von früheren Aufenthalten her kennen. Ich errechne einen Dieselverbrauch von 10 Litern bis hier, schnappe mir einen entsprechenden Kanister und trotte in die City und zurück. Bewegung tut ja auch mal gut, der Skipper genießt es an Bord mit Zeitungslektüre.
| Aufbruch: | 15.08.2025 |
| Dauer: | 3 Wochen |
| Heimkehr: | 03.09.2025 |
Deutschland