Indonesien
Rummel Seruni Point
Weniger wär mehr
Keine Ahnung, wie lang das schon so geht, aber die Bauern an der Straße tun mir leid..
Eins gleich mal vorweg: der Blick ist schon SEHR besonders , und ich hab dergleichen noch nie gesehen. Diesen touristischen Rummel hingegen überall da, wo schließlich alle hin wollen; das liegt in der Natur der Sache. Da hat social media ganze Arbeit geleistet. Naja, ich musste ja auch offenbar zwingend hin...
Ich war gegen 4 vor die Tür meines Zimmers im Cahyo Homestay getreten und da warteten schon die Scooter. Ich kann nicht widerstehen, da ich zwar weiß, daß es nur etwa 3km sind, aber es ist finster, diesig und 2€ der Tarif. Deal!
Nach 2,5 km sagt der Fahrer "finish" und ich latsche mit hunderten anderen steil bergauf vorbei an minimum 200 dicht an dicht geparkten Jeeps. Die sind alle schon oben, denke ich und, naja, es verteilt sich auf 500m Strecke, am Seruni selbst ist halt klassische Jahrmarktstimmung. Holländer haben gleich Ghettoblaster mitgebracht, die Müllberge türmen sich des Weges, ich bereue, daß ich mir das Gelände nicht schon am Vortag angeschaut habe, die Website sprach von einem unbefestigten Pfad, den ich aber nicht finde.. Dort soll man seine Ruhe haben.
Also warten mit allen anderen. Die Visibility ist 50/50, könnte schlechter sein, die spanischen Besucher in meinem Hostel sahen gestern garnichts.
Aber der Trubel turnt mich ab und passt auch so garnicht zu der Erhabenheit des Ortes. Dieser ganze Krempel, der dort vertickt wird, von Tee bis Bandana, Chips und Wasserpullen, macht ne Menge Müll und den sieht man eben auch nach Sonnenaufgang. Es fällt mal wieder auf, da§ besonders die Locals unbeeindruckt ihren Abfall in die ehrwürdige Wallachei flanken.
Nach etwa einer Stunde hab ich genug und mach n Schuh. Bloss weg hier...
Ich latsch die 3km zurück nach Cemero und all die Jeeps werden später an mir vorbeiknattern auf dem Weg in den Krater zum Bromo. Halleluja.
Bach einem kurzen Napp beschließe ich abzureisen, noch und suche nach einem Transport nach Proboliggo. Es dauert etwas, dann sind aber auch nur 150000(7,50€) fällig.
Die Abfahrt ist spektakulärer als die erinnerte Hinfahrt, und gegen 12h ist die Temperatur wieder 35 statt 15.
Das Moshi-Moshi bietet mir ein Bett im gemischten 6-Bett-Zimmer, kostenloses WLAN und Kaffee. Angel aus Tianjin/China und Joseph aus Saigon/Vietnam sind meine Zimmernachbarn, nette Typen, später wird, für einige Stunden Julia aus Kirchheim/Teck hinzustoßen.
Ich lerne einen Sojabällchen-Verkäufer kennen, wir kommen über Fußball ins Gespräch, er liebt Briegel und Brehme und Litti und Bernd Schuster. Ihr seht schon...mein Semester. Er zeigt mir begeistert.it dem Roller seinen Bezirk, fährt mich zur Post, zur alten evangelischen Kirche und dem Militärmuseum und lädt mich zu seinem Pulverkaffee ein. Was n Glück, hätte ich alles nicht gesehen
| Aufbruch: | 01.06.2026 |
| Dauer: | 3 Wochen |
| Heimkehr: | 24.06.2026 |