Java Tour 2010

Reisezeit: Oktober / November 2010  |  von Constantin Ferdinand

05.11 Final Destination Jakarta

Am Freitag gings dann leider auch schon zu unserer Final Destination - Jakarta. Wir nahmen den Zug von Bogor und wurden mit jedem Meter, dem wir der 18 Mio. Großstadt näher kamen, mehr und mehr von den vielen Wolkenkratzern und breiten Straßen beeindruckt.
Schon im Vorhinein wurde uns von allen Leuten mit denen wir über Jakarta sprachen, davon abgeraten die Stadt zu besuchen. Denn in den Augen der meisten Touristen ist Jakarta eine laute, heiße, versmoggte und dreckige Stadt.

Doch wir hatten einen ganz anderen Eindruck von der Stadt. Im ersten Moment als wir an der Gambir Station in Jakarta ausstiegen uns ein Bajaj (dreirädriges Taxi) nahmen wunderte ich mich, wieso es sich doch relativ gut atmen lässt und dass die breiten Straßen verhältnismäßig sauber sind. Außerdem kam es mir so vor als ob der Verkehr in Jakartas sechsspurigen Straßen plus eigener Busspur besser geregelt ist, als in den verstopften zweispurigen Straßen Denpasars.

So jetzt zu unserem ersten Tag in der Hauptstadt. Wir wurden also von unserem "Bajaj-Sopir" in der bekannten Backpackerstraße Jalan Jacksa abgeladen. Dort machten wir uns sofort auf Zimmersuche und checkten schließlich ins Hotel Tator ein.

Fahrt im Bajaj

Fahrt im Bajaj

Danach wollten wir die Stadt erkunden, planten kurz entschlossen die Route und wollten dann den Jakarta Busway testen. Doch alles kam anders. Gerade als wir das Ticket kaufen wollten, begegnete uns eine Gruppe von jungen Indonesiern in Anzügen.

Sie fragten uns, was wir vor hätten und ob wir Lust hätten von ihnen durch die Stadt geführt zu werden. Kurz entschlossen sagten wir Rifki, Tschiti und seinen Freunden zu.

Es stellte sich heraus, die Gruppe gerade eine Prüfung geschrieben hatte. Je nachdem wie das Ergebnis des Tests ausfällt erhalten sie ein Stipendium für ein Auslandssemester im Masterprogramm. Bei den Indonesiern handelte es sich um Beamte der Finanzbehörde, die alle zuvor gemeinsam ihren Bachelor in Jakarta gemacht hatten und jetzt die Möglichkeit auf ein Stipendium zum Master hatten.

Besonders nett war Rifki der uns die gesamten drei Tage durch Jakarta führte und mit seinem nahezu perfekten Englisch alles super erklären konnte. Als erstes besuchten wir das indonesische Nationalmuseum, indem wir viel über die unterschiedlichen Sprachen und Kulturen Indonesiens erfuhren.

Nationalmuseum

Nationalmuseum

Danach gings noch ins alte Batavia. Die ehemalige holländische Handelsniederlassung. Dort waren noch viele schöne alte Kolonialgebäude erhalten. Dort schlenderten wir über den Marktplatz der vergleichbar mit einem großen Platz in Europa war.

Crowded Jakarta

Crowded Jakarta

Dort genossen wir die angenehme Atmosphäre des Kota Platzes und aßen mit Rifki und seinem Freund in einem kleinen Warung zu abend.
Jetzt wollte uns Rifki noch ein durch das riesige Luxusshoppingcenter Grand Indonesia führen.

Es war überwältigend, ich hätte so eine Riesenmall in Singapur oder Dubai erwartet, denn dort war wirklich alles auf Hochglanz poliert und mit Luxusboutiquen überseht. Rifki wollte noch mit uns im 8. Stock ins Kino gehen, doch nach dem langen Tag waren wir ziemlich erledigt, ließen noch unseren Blick über die Skyline der Stadt schweifen und fuhren dann zurück ins Hotel.

Die 18-Millionenstadt bei Nacht

Die 18-Millionenstadt bei Nacht

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Die Reise
 
Worum geht's?:
2 Rucksackdeutsche auf Erkundungstour durch Java
Details:
Aufbruch: 20.10.2010
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 07.11.2010
Reiseziele: Indonesien
Der Autor
 
Constantin Ferdinand berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.