Fahrrad-Welt-Reise

Reisezeit: April 2005 - August 2008  |  von Eric Wehrheim

Korea - Den "Roten Faden" wieder aufnehmen

Nach unserer Fahrradtour von Deutschland nach Korea (1998-2000) hatten wir eigentlich erst mal genug vom Rad fahren. So hatten wir uns gesagt: wenn wir nochmals eine längere Reise unternehmen wollen, dann sollte es etwas bequemer sein. So mit Wohnmobil oder ähnlich. Auch dachten wir, dass, sollte es nochmals dazu kommen, bestimmt Jahrzehnte vergehen werden.

Nun, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Auch heilt die Zeit viele Wunden und mit dem Rad unterwegs zu sein, kam uns nach vielen Abwägungen, dann doch wieder als die für uns optimalste Vorbewegungsart vor. Und auch Jahrzehnte mussten wir nicht, oder wollten wir auch nicht, warten, so dass jetzt nur 5 Jahre später wieder im Sattel sitzen.

Was es mit dem "Roten Faden" an sich auf sich hat ist schnell erläutert. Denn um die Erde "rund" zu bekommen haben wir dort wieder begonnen, wo wir zuvor aufgehört hatten. Somit ist eigentlich schon fast alles gesagt, was es mit dem "Roten Faden" auf sich hat. Doch ganz so einfach wollten wir uns es natürlich auch nicht machen. Denn da wir bereits Korea zuvor mit dem Rad umrundet hatten, wollten wir diesmal versuchen uns etwas nützlich zu machen und das Radfahren wieder etwas publik zu machen. Denn dort ist Rad fahren keineswegs verbreitet, denn alles Folk ist heutzutage dort mit dem Auto unterwegs.

So haben wir uns mit der Heimatstadt von Mun Suk, Gangneung, in Verbindung gesetzt, um etwas Propaganda hinsichtlich des Radfahrens machen zu können. Hierdurch kam dann der Kontakt mit den örtlichen Fahrradvereinen (ja, nicht nur in Deutschland ist alles in Vereinen organisiert ) zustande, mit welchen wir dann eine Woche um Gangneung herum mit dem Rad unterwegs waren.

Gruppenfoto vor dem Rathaus

Gruppenfoto vor dem Rathaus

Begleitet wurde das Ganze von der örtlichen Presse (zwei Fernsehreportagen zur besten Sendezeit abends um 20:00 Uhr, zwei Radiolivereportagen und ein paar Zeitungsberichte) welche ausführlich darüber berichtet hatte.

Fernsehinterview unterwegs

Fernsehinterview unterwegs

Vielleicht hat es ja etwas gebracht und wir konnten hierdurch ein paar Leute animieren, mal das Auto stehen zu lassen und stattdessen den Drahtesel wieder zu benutzen.

Spaß gemacht hat die ganze Aktion zudem auch

..mal was lustiges für die Zeitung mit einem "Liegerad"

..mal was lustiges für die Zeitung mit einem "Liegerad"

und wir haben jede Menge Leute kennen gelernt.

Auch als Vorbereitungstraining war das Ganze ganz gut für uns, denn wir sind mal wieder ganz ohne zuvor aus Deutschland gestartet.

auf Promotion-Tour

auf Promotion-Tour

Nachdem wir dann alles wieder gut in unsere fünf riesigen Kartons verstaut hatten, sind wir dann am 30.05.2005 von Seoul aus mit dem Flieger Richtung Südamerika, Buenos Aires aufgebrochen. Zum Glück muss ich sagen ging unser Flug über die Vereinigten Staaten, denn dadurch galten die Amerikanischen Beförderungsbedingungen für das Reisegepäck, welche u.a. sagten, dass man pro Person 2 Gepäckstücke á 32 Kg mitführen darf. Somit hatten wir nur noch ein Gepäckstück über. Doch auch hier halfen uns die Amerikanischen Beförderungsbedingungen, denn für das Übergewicht gab es einen Fixpreis (ca. 150 €), egal wie viele Kilos (max. 32 Kg) man darin eingebunkert hatte

© Eric Wehrheim, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Fahrradweltreise Teil II. Fortsetzung unserer Fahrradtour Teil I (1998 bis 2000 von Deutschland nach Korea). Teil II unserer Fahrradweltreise findet in Lateinamerika statt.
Details:
Aufbruch: 24.04.2005
Dauer: 3 Jahre
Heimkehr: 14.08.2008
Reiseziele: Weltweit
Südkorea
Argentinien
Chile
Bolivien
Peru
Ecuador
Kolumbien
Kenia
Der Autor
 
Eric Wehrheim berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/36):
Marco Agromi 1664975626000
HuHu E­ric­,
Ha­be dich gesucht und ent­deckt wie geht es euch was macht ihr und wo Lebt ih­r.
Lan­ge ist es her hier meine Tel :0177-5530317
mel­de dich oder schrei­be mir­.
Grüße Marco
willi merg 1292256034000
Tolle Reise! Netter Rei­se­berich­t!
Bin im Januar in Ar­genti­nien und möchte e­ven­tuell 2-3 Wochen Rich­tung Pa­ta­go­nien Ra­del­n...viel­leicht 500 km südl. von B.A.­
Fra­ge: Kann man sich auch Radeln aus­bor­gen mit Sei­ten­taschen und so.­..kann man diese Räder dann woan­ders zur­ückge­ben und geg­f.zur­ückflie­gen? Gibt es viel­leicht sonst noch wich­ti­ge Tip­ps?
Mit Dank im voraus! LG und an­ge­neh­me Weih­nach­tszeit­
W.Merg
Antwort des Autors: Hallo Willi,
ich habe leider keine Ahnung, ob man sich Fahrräder samt Taschen dort ausleihen kann. M.E. höchstwahrscheinlich nicht. Und falls Du doch irgendwo noch etwas ergooglen solltest dann währte ich damit doch ziemlich vorsichtig, denn ich kann mir nicht vorstellen, das Du dort entsprechendes Material (Qualität) erhalten wirst, zudem für einen vernünftigen Preis.

Viel Spaß in Argentinien und viel Spaß mit dem Wind

Eric
Kurt 1247505611000
Ich glaube das mit dem Wasser ii den beiden Becken am Äqutor ganz und gar nicht ( Links und Rech­tsdre­hung )!
Ist eine geschick­te Tou­ris­te­nat­trak­tion, o­der?­
Bit­te um eine eh­rliche Ant­wor­t!
Vie­le Grüße aus Bochum­
Bin auch Wel­trei­sen­der ( Hon­kong, China, Ma­lay­sia, Thai­land, Sri Lanka, VAE, In­do­nesi­en u.s.w. ) Kurt

Antwort des Autors: Hallo Kurt, es stimmt wirklich! Das Ganze hat seine Ursache in der Corioliskraft (mal einfach bei Wikipedia nachschauen) und dieses wirkt sich auch nicht nur auf die Fließrichtung des Wasser aus. Viel interessanter fand ich aber, dass genau auf dem Äquator das Ganze aufgehoben ist, als z.B. es gar keinen Wasserstrudel mehr beim Abfließen im Becken gibt, das man ein Ei auf einen Nagelkopf stellen kann (ohne das es umkippt) und noch viel interessanter finde ich: das die eigene körperliche Kraft auf dem Äquator geringer ist (wenn auch nur unwesentlich) als sonstwo auf der Erde (vorausgesetzt das die sonstigen Rahmenbedingungen wie Höhe, Temperatur, Luftdruck, etc. identisch sind). Probier es vielleicht einfach das nächste Mal selbst aus, wenn Du dich GENAU auf dem Äquator befindest (die Äquatorlinie musst Du schon genau treffen - GPS - denn bereits mit ein paar Zentimetern Abweichung verringert sich der Effekt merklich!)