Fahrrad-Welt-Reise

Reisezeit: April 2005 - August 2008  |  von Eric Wehrheim

Ecuador:: 02 El huevo de Colombos-Se queman los viejos

Das Ei des Kolumbus - Sie verbrennen die Alten!
(Ecuador, 11.12.2007 bis 24.01.2009)

Quito war, nachdem wir uns lange genug im Amazonasgebiet an die Hitze assimiliert hatten, recht kühl und zudem regnete es auch sehr viel. Die Lust auf große Unternehmungen hielt sich damit in Grenzen. Ein paar Ausflüge hatten wir dann aber doch unternommen. Zum einen in die historische Altstadt mit ihren vielen kolonialen Gebäuden und ihren reich geschmückten Kirchen

Plaza de Santo Domingo, Quito

Plaza de Santo Domingo, Quito

La Compañía, Jesuitenkirche in Quito

La Compañía, Jesuitenkirche in Quito

Altpapiersammler in den Strassen von Quito

Altpapiersammler in den Strassen von Quito

(die Altstadt steht übrigens auch unter Unesco Schutz und zählt somit zum den kulturellen Weltkulturerbe) und als weiteres, mit unseren koreanischen Freunden in Quito; Herrn Tschang und Herrn Tsu, zum Äquatordenkmal und -museum. Es ist schon witzig, viele Touristen besuchen das Äquatordenkmal und wähnen sich am Mittelpunkt der Erde. Doch leider hatten sich seinerzeit, bei der Errichtung des Denkmales die Erbauer etwas vertan, denn der eigentliche Äquator ist nicht dort wo das Denkmal steht.

Vor dem falschen Äquatordenkmal

Vor dem falschen Äquatordenkmal

Dieser nämlich befindet sich etwa 200 Meter weiter nördlich, wo es ein eigenes kleines Denkmal samt eines umgebenden Museum gibt. Zwei hundert Meter mögen nicht so viel sein und für die damalige Zeit, bei der Errichtung des Denkmales, waren wohl die Messmethoden auch noch nicht so genau wie heute, doch für das "Erlebnis" Äquator sind diese 200 Meter essential. Einige Dinge, so z.B. das im Norden beim Ablaufen des Wasser aus einem Becken sich ein Strudel linksdrehend und im Süden das Gleiche nur entgegengesetzt, also rechtsdrehend sich bildet. Das man das Ganze aber direkt am Äquator mit nur etwa einem Meter Versatz nachprüfen kann und das tatsächlich auf der Äquatorlinie sich kein Strudel bildet, sind schon eindrucksvolle Dinge. Dabei bleibt es aber nicht, denn z.B. kann man mit einem anderem Experiment das "Ei des Kolumbus" selbst nachvollziehen. Dieses kann man nämlich hier senkrecht aufstellen und stehen lassen, ohne das es umkippt. Noch ein weiteres Experiment ist, dass die eigenen Kräfte auf der Äquatorlinie nicht die gleichen sind, wie davon entfernt. Zuerst hatten wir neben der Äquatorlinie ausprobiert, welche Kraft von einer dritten Person aufgewendet werden muss, um die mit Gegenkraft ausgestreckten Armen herunter zu beugen und dann das Gleiche nochmals auf der Äquatorlinie. Phänomenal, man hatte spürbar weniger Kraft auf der Äquatorlinie bzw. die dritte Person konnte mit weniger Kraftaufwand hier die Arme herunter beugen.

Auf der „richtigen“ Äquatorlinie (v.l.n.r. Hr. Tschang, Hr. Tsu, Ich (hinten), Mun Suk)

Auf der „richtigen“ Äquatorlinie (v.l.n.r. Hr. Tschang, Hr. Tsu, Ich (hinten), Mun Suk)

Mun Suk hat das Ei des Kolumbus bezwungen

Mun Suk hat das Ei des Kolumbus bezwungen

Eigentlich wollten wir dann doch schon irgendwann mal wieder mit den Rädern losfahren, doch da nun ein wenig der Zeitdruck wegen der Visumsverlängerung weg war, sagten wir uns, das wir zuvor noch ein paar Tage in Baños relaxen wollten. So machten wir auf der Fahrt nach Puyo erst einmal einen Zwischenstopp in Baños.

Blick auf Baños

Blick auf Baños

Basilika von Baños bei Nacht

Basilika von Baños bei Nacht

Wir quartierten uns wieder im Hotel Chimenea ein und verbrachten Weihnachten hier. Am 26.12.2007 fuhren wir dann, mit der Absicht Sylvester hier zu verbringen und dann los zu fahren, nach Puyo. Von hier aus unternahm ich, Mun Suk hatte nicht mehr so große Lust darauf und blieb diesen Tag zu Hause, dann noch mal einen Abstecher in den Urwald. Ivan, ein Shuar Indianer welcher Nachtportier in unserem Hotel in Puyo ist, hat mich und noch einen anderen Gast aus dem Hotel (John) dazu eingeladen seine Familie und den angrenzenden Regenwald einen Besuch abzustatten. Ca. 1 Stunde mit dem Bus entfernt von Puyo sind wir gehen Süden gefahren. In einer kleinen Siedlung, am Rande der Urwaldpiste, leben die Eltern von Ivan. Sie haben zuerst einmal zu einer Chicha eingeladen, doch versicherten sie uns, das hier die Chicha nicht vorher gekaut wird, sondern durch den Zusatz einer anderen Pflanze zum fermentieren gebracht wird. Danach haben wir dann, mit Ivans Bruder zusammen, einen vierstündigen "Gewaltmarsch" durch den Urwald unternommen. Zuerst ging ich davon aus, dass dieser Ausflug wohl eher etwas "gemütlich" sein wird, denn ich dachte, dass nahe der Strasse bestimmt große Teile des Urwalds abgeholzt sein würden, doch bereits nach 20 Minuten des Gehens durch Yuccafelder begann der Regenwald.

John (USA) und Ivan (Ecuador, Shuar Indianer) im Urwald

John (USA) und Ivan (Ecuador, Shuar Indianer) im Urwald

Zwar wurden aus diesem Wald bereits schon viele edle Hölzer heraus geholt, doch waren keine Einschlagschneisen oder sonstige Rodungen erkennbar. Unser Weg, mehr ein kleiner unbefestigter Pfad, bahnte sich quer durch den Wald und oft ging es auf feuchten und rutschigen Untergrund steil bergauf und bergab.

Frisches Bambuswasser, Im Urwald von Ecuador

Frisches Bambuswasser, Im Urwald von Ecuador

Eine kleine Schlange versperrte uns den Weg

Eine kleine Schlange versperrte uns den Weg

Auch mussten Bäche und Flüsse gequert werden, über welche es keine Brücken gab. Ziemlich abgekämpft und total verdreckt kamen wir so am Abend zurück nach Puyo. Es war zwar schön, hier in Puyo, wieder Kontakt mit Freunden aufzunehmen und so backten wir auch fleißig mit Frau Pilar de Montafur Yuccabrötchen,

Mun Suk und Pilar der Montafur beim Yuccabrötchen backen

Mun Suk und Pilar der Montafur beim Yuccabrötchen backen

die fertigen Yuccabrötchen, leckeeeer

die fertigen Yuccabrötchen, leckeeeer

Jung-Kyu, ein koreanischer Fahrradweltreisender, Puyo

Jung-Kyu, ein koreanischer Fahrradweltreisender, Puyo

doch sehnten wir uns nach dem ruhigen und weniger regenreichen Baños zurück, so dass wir kurzerhand beschlossen, nochmals dorthin zu fahren, um Sylvester dort zu feiern. Tagsüber waren die Leute schon aktiv und verkleideten sich fleißig, um so z.B. ein wenig an "Taschengeld" zu kommen. Am Abend dann, um Punkt 24:00 Uhr wurden dann die "Alten" verbrannt. Nein, keine Sorge, es handelte sich dabei nicht die Großeltern oder sonstige alten Leute, nein, mit den "Alten" werden hier speziell dafür hergestellte Puppen gemeint, welche verbrannt werden. Symbolisch stehen diese für die alten Sorgen, die damit wohl auch verbrannt werden sollen, so dass man im Neuen Jahr sorgenfreier zurecht kommt und mehr Glück haben soll.

Sprung über die brennenden „Alten“

Sprung über die brennenden „Alten“

Raketen und Böller, welche in Deutschland wohl wieder millionenfach verballert wurden, gab es hier kaum. Ein paar Raketen wurden schon gezündet, doch ansonsten verlief der Übergang ins Neue Jahr eher ruhig, mit etwas Musik und zusammen mit Familie und/oder Freunden.

Nach einer weiteren Woche in Baños ging es dann aber am 07.01.2008 endgültig zurück nach Puyo und am 09.01. sattelten wir dann endlich wieder auf. Schon wieder war es über einem Monat, welchen wir nicht mit dem Rad unterwegs waren, so dass nicht mehr viel von unserer antrainierten Muskulatur übrig war. Gut, zum Glück waren wir nicht in den Bergen und die ersten Meter verliefen auch sehr angenehm zum Fahren. Dann, nach etwa 5 km war zuerst der Asphalt zu Ende und es ging weiter auf einer Pistenstrasse. Aber auch das war noch gut zu handhaben, doch dann, nach weiteren 15 km, galt es einen kleinen Pass, auf einer ziemlich rauen und mit groben Steinen übersäten Piste, steil bergauf zu erklimmen. Noch besser war, dass die anschließende Abfahrt die härteste Arbeit darstellte, den der Untergrund war so schlecht, dass überhaupt nicht daran zu denken war, schneller als mit 10 bis 15 km/h zu fahren.

Mit glühenden Bremsen bergab

Mit glühenden Bremsen bergab

Mun Suk nutzt das Bergabschieben zu einem kleinen Einkauf

Mun Suk nutzt das Bergabschieben zu einem kleinen Einkauf

So rollte ich zwar bergab, doch die Bremsen fingen schon an zu glühen, so dass ich immer wieder einmal eine Abkühlpause einlegen musste. Mun Suk, der die Strecke zu unsicher war, lehnte es sogar ab diesen Part zu fahren und bevorzugte es, ihr Rad bergab zu schieben. Zum Glück erreichten wir nach ca. 45 km am späten Nachmittag ein kleines Nest namens Santa Clara, wo wir für die Nacht in einem sehr einfachen Hostal Unterschlupf fanden. Der nächste Tag war dann glücklicherweise wieder sehr einfach zu fahren, denn ab Santa Clara bis Tena war die Strecke so gut wie flach und zudem wieder größtenteils asphaltiert.

Brücke über den Fluss Napo

Brücke über den Fluss Napo

Eric am arbeiten (Das Radlager hatte sich gelöst und musste wieder ordentlich eingebaut werden)

Eric am arbeiten (Das Radlager hatte sich gelöst und musste wieder ordentlich eingebaut werden)

Da sich das Wetter zusehends verschlechterte, der weitere Streckenverlauf größtenteils Pistenstrasse war und zudem für etwa 150 km keine Herbergsmöglichkeit darbot, wurde kurzerhand ein Transport per Bus nach Pifo organisiert, einem Ort etwa 25 km vor Quito.

Auf der Plaza in Pifo

Auf der Plaza in Pifo

Süßigkeitenverkäufer vor der Kathedrale in Pifo

Süßigkeitenverkäufer vor der Kathedrale in Pifo

Von hier aus führte eine parallele Strecke an Quito vorbei hinauf zur Panamericana. Sehr weit waren wir nicht mehr von der Kolumbianischen Grenze entfernt, doch einige Gebirgspassagen galt es noch bis dorthin zu meistern. Auf unsere Karte waren zwar keine Pässe vermerkt, doch entweder waren diese einfach vergessen worden oder man schenkte ihnen dort, weil sie wohl nicht über 4000 Meter Höhe liegen, keine Beachtung innerhalb der Kartografie. Zwischen Pifo und Cayambe ging es schon ein paar Mal immer wieder gut hinauf und hinab, doch nach Cayambe stand die Bezwingung eines steilen Passes an, um danach anschließend gleich wieder alle gewonnene Höhe in einer rasanten Abfahrt, hinunter nach Otavalo, zunichte zu machen. Die Auffahrt hatten wir noch trocken hinter uns gebracht, doch oben auf dem Pass sahen wir dann, das von unten her, aus Richtung Otavalo kommend, alles duster war und schon auf der Passhöhe setze dann auch der Regen ein. Eingehüllt in unsere flatternden Regenponchos fuhren wir so rasant den Pass hinab, gepeitscht vom Regen. Mit durchweichten Schuhen und triefenden Hosen erreichten wir Otavalo, den bekanntesten Ort in Ecuador bzw. ganz Südamerika für indianische Handwerkskunst, insbesondere Textilien und Hüte.

Seltenheit! Es gibt Radwege in Otavalo

Seltenheit! Es gibt Radwege in Otavalo

Auf der Plaza „De los Ponchos“ in Otavalo, der Kunsthandwerkshoppingmeile

Auf der Plaza „De los Ponchos“ in Otavalo, der Kunsthandwerkshoppingmeile

Bettlerin in Otavalo

Bettlerin in Otavalo

Das Wetter blieb regnerisch, ab und zu klärte es aber auch mal auf und ein paar Sonnenstrahlen ließen sich blicken. Wir unternahmen eine kleine Wanderung, über einen Hügel, zum nahe gelegen See San Pablo. Petrus hatten an diesem Tage ein Einsehen mit uns und lies uns trocken wieder nach Otavalo zurückkehren. Nach vier Nächten kehrten wir wieder zurück auf die Panamericana und weiter ging es nach Ibarra. Nach Ibarra, so ging ich davon aus, sollte es erst einmal lange bergauf gehen. So zumindest hatte man es uns zuvor in Otavalo mitgeteilt. Doch der Aufstieg hielt sich in Grenzen, wohl um die 5 km und danach ging es stundenlang, so kam es fast vor, steil bergab. Ich weis nicht wie viel Höhenmeter wir zunichte gemacht haben, doch es mögen gut zwischen 700 und 800 gewesen sein. Wir landeten tief unten im Chota Tal und nachdem die rasante Abfahrt zu Ende war und der Fahrtwind nachließ, setzte die Hitze ein. Es war ein trockenes Tal und wir kamen uns wie in einem Backofen vor. Wir wollten den Ort El Juncal an diesen Tag erreichen und als wir in einem kleinen Nest ankamen, wo es ein paar Hostals gab, dachten wir zuerst das wir ihn erreicht hätten. Wir quartierten uns ein, doch als wir am nächsten Tag weiterfuhren stellten wir fest, das uns noch 5 km gefehlt hatten. War aber auch kein Beinbruch, wir hatten ja eine Übernachtungsmöglichkeit gehabt und somit war halt nur die nächste Tagesetappe dadurch "etwas" länger. Die Länge der Tagesetappe war aber diesmal gar nicht so sehr das Problem sondern mal wieder ein enormer Anstieg, der überhaupt nicht aufhören wollte. Das ist halt die Rache, wenn man zuvor viele Höhenmeter zunichte gemacht hat und man sich aber immer noch im Gebirge aufhält. Unterwegs, auf etwa einem Drittel des Anstiegs, trafen wir einen schwedischen Radfahren, der uns entgegenkam. Wir waren für ihn die ersten Reiseradler welche er traf, seitdem er vor einem Monat aus Caracas, Venezuela gestartet ist. Wir hatten gehofft das er uns positive Nachrichten, was den weiteren Streckenverlauf angeht, übermitteln konnte, doch leider war die Botschaft: Berge, Berge, Berge und das der Aufstieg hier noch ein sehr gutes Stück weiter geht.

Im Norden von Ecuador

Im Norden von Ecuador

Mit letzter Kraft erreichten wir, kurz vor einsetzen der Dämmerung, den Ort San Gabriel. Für die schöne Landschaft rings herum, hatten wir an diesem Tage kaum noch ein Auge. Wir wollten nur noch ein ordentliches Hotel finden und warm duschen. Zum Glück mussten wir nicht lange suchen und das Gewünschte wurde Wirklichkeit. Den nächsten Tag gönnten wir uns zum ausruhen und Wäsche waschen. Die letzten Meter von Ecuador standen bevor, doch auch diese wollten uns zuerst noch mal ordentlich ins schwitzen bringen. Ein nicht allzu hoher namenloser Pass wollte erklommen werden und danach ging es tief hinunter bis nach Tulcan, der letzten größeren ecuadorianischen Stadt vor der Grenze. Am 24.1.2008 überquerten wir die Brücke Rumichaca und standen vor der Kolumbianischen Grenze. 90 Minuten hat es gut gedauert, bis der Ausreisestempel seitens Ecuador und der Einreisestempel von Kolumbien im Pass war. In Kolumbien wartete sodann auch gleich ein kleiner, aber durchaus heftiger Anstieg.

© Eric Wehrheim, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Fahrradweltreise Teil II. Fortsetzung unserer Fahrradtour Teil I (1998 bis 2000 von Deutschland nach Korea). Teil II unserer Fahrradweltreise findet in Lateinamerika statt.
Details:
Aufbruch: 24.04.2005
Dauer: 3 Jahre
Heimkehr: 14.08.2008
Reiseziele: Weltweit
Südkorea
Argentinien
Chile
Bolivien
Peru
Ecuador
Kolumbien
Kenia
Der Autor
 
Eric Wehrheim berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/36):
Marco Agromi 1664975626000
HuHu E­ric­,
Ha­be dich gesucht und ent­deckt wie geht es euch was macht ihr und wo Lebt ih­r.
Lan­ge ist es her hier meine Tel :0177-5530317
mel­de dich oder schrei­be mir­.
Grüße Marco
willi merg 1292256034000
Tolle Reise! Netter Rei­se­berich­t!
Bin im Januar in Ar­genti­nien und möchte e­ven­tuell 2-3 Wochen Rich­tung Pa­ta­go­nien Ra­del­n...viel­leicht 500 km südl. von B.A.­
Fra­ge: Kann man sich auch Radeln aus­bor­gen mit Sei­ten­taschen und so.­..kann man diese Räder dann woan­ders zur­ückge­ben und geg­f.zur­ückflie­gen? Gibt es viel­leicht sonst noch wich­ti­ge Tip­ps?
Mit Dank im voraus! LG und an­ge­neh­me Weih­nach­tszeit­
W.Merg
Antwort des Autors: Hallo Willi,
ich habe leider keine Ahnung, ob man sich Fahrräder samt Taschen dort ausleihen kann. M.E. höchstwahrscheinlich nicht. Und falls Du doch irgendwo noch etwas ergooglen solltest dann währte ich damit doch ziemlich vorsichtig, denn ich kann mir nicht vorstellen, das Du dort entsprechendes Material (Qualität) erhalten wirst, zudem für einen vernünftigen Preis.

Viel Spaß in Argentinien und viel Spaß mit dem Wind

Eric
Kurt 1247505611000
Ich glaube das mit dem Wasser ii den beiden Becken am Äqutor ganz und gar nicht ( Links und Rech­tsdre­hung )!
Ist eine geschick­te Tou­ris­te­nat­trak­tion, o­der?­
Bit­te um eine eh­rliche Ant­wor­t!
Vie­le Grüße aus Bochum­
Bin auch Wel­trei­sen­der ( Hon­kong, China, Ma­lay­sia, Thai­land, Sri Lanka, VAE, In­do­nesi­en u.s.w. ) Kurt

Antwort des Autors: Hallo Kurt, es stimmt wirklich! Das Ganze hat seine Ursache in der Corioliskraft (mal einfach bei Wikipedia nachschauen) und dieses wirkt sich auch nicht nur auf die Fließrichtung des Wasser aus. Viel interessanter fand ich aber, dass genau auf dem Äquator das Ganze aufgehoben ist, als z.B. es gar keinen Wasserstrudel mehr beim Abfließen im Becken gibt, das man ein Ei auf einen Nagelkopf stellen kann (ohne das es umkippt) und noch viel interessanter finde ich: das die eigene körperliche Kraft auf dem Äquator geringer ist (wenn auch nur unwesentlich) als sonstwo auf der Erde (vorausgesetzt das die sonstigen Rahmenbedingungen wie Höhe, Temperatur, Luftdruck, etc. identisch sind). Probier es vielleicht einfach das nächste Mal selbst aus, wenn Du dich GENAU auf dem Äquator befindest (die Äquatorlinie musst Du schon genau treffen - GPS - denn bereits mit ein paar Zentimetern Abweichung verringert sich der Effekt merklich!)