Mit Zug und Schiff von Basel nach Japan

Reisezeit: August - Oktober 2005  |  von Claudia Grieder

Basel-Koeln-Moskau. Dann mit der transsibirischen Eisenbahn ueber Novosibirsk, Irkutsk und Ulan Bator nach Peking. Weiter nach Shanghai und schliesslich mit dem Schiff nach Osaka.

basel-moskau

So, nun bin ich also hier in Moskau und bald geht es wieder weiter. Das Wichtigste vorweg: mir geht es gut! Die Abreise am Dienstag war dann doch etwas aufwuehlend und die ersten Stunden im Zug nach Koeln habe ich versucht, mir meiner Lage bewusst zu werden. Was natuerlich nicht moeglich war. In Koeln hat mich dann das Transsib-Leben voll erwischt, auch wenn diese Strecke noch nicht wirklich dazugehoert. Im Zug konnte kein Mensch deutsch. Daran werde ich mich gewoehnen muessen und so hatte ich Gelegenheit, meine (grandiosen) Russischkenntnisse auf die Probe zu stellen. Das 3-er Abteil teilte ich mit einem aelteren russischen Ehepaar, alles sehr eng aber gemuetlich. Von den Russen kann man viel lernen, was das Zugreisen angeht. Da werden die schoenen Kleider ausgezogen und an den Kleiderbuegel gehaengt und ab sofort ist Trainerlook, liegen und essen angesagt. Ganze Saecke mit Proviant wurden da ausgepackt. Tja, da hatte ich ein kleines Problem. Vor lauter Aufregung und Appetitlosigkeit am Dienstag habe ich nur ein paar Suessigkeiten eingepackt. Kein Brot, keinen Kaese, nichts rechtes. Und nach der ersten Aufregung habe ich dann natuerlich Hunger bekommen. Wie dem auch sei, fuer heute bin ich geruestet, gestern habe ich mich hier in Moskau kraeftig eingedeckt! Die Zugreise war interessant. Es soll mich aber niemand fragen, wie die es geschafft haben, diesen Zug puenktlich nach Moskau zu bringen. Etliche Male haben wir fuer laengere Zeit angehalten und einmal wurden wir in eine Reparaturwerkstatt gefahren. Das Ganze dauerte Stunden (Fahrgestelle anpassen)! Scheinbar gehoert das zum Programm, denn niemand reklamierte, sondern alle legten sich schlafen. Bei den uebrigen Stops wurden wir meistens von irgendwelchen streng dreinschauenden Zoellnern oder Polizisten kontrolliert. Und ich musste 2 Formulare ausfuellen, die nur auf Russisch waren. Der Abteilsleiter hat mir dabei geholfen, obwohl er fast kein Deutsch konnte... keine Ahnung, was wir da ausgefuellt haben.
Hier in der Stadt habe ich nur einen Spaziergang gemacht ueber den roten Platz, beim Kreml vorbei und etwas in die Stadt.

Viel Zeit habe ich ja nicht und gestern abend war ich einfach im Hotel, habe ausgiebig gebadet (das letzte Mal fuer die naechsten Wochen...) und meine Visitenkarten gebastelt, die ich dann in Japan brauchen werde. Im Zug werde ich bestimmt nicht mehr dazu kommen. Heute gehts also richtig los. Um 16.35 besteige ich die transsibirische Eisenbahn. Und am Sonntag um 18.00 werde ich in Novosibirsk ankommen und schon mitten in Sibirien sein...

© Claudia Grieder, 2005
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 30.08.2005
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 26.10.2005
Reiseziele: Russland / Russische Föderation
Mongolei
China
Japan
Der Autor
 
Claudia Grieder berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.