Einmal Mittelerde und zurück - Berichte aus dem Land der Kiwis und Koalas

Reisezeit: Februar - Mai 2014  |  von Marc G.

Von Küsten, Bergen und Seen ...

Queenstown, 24.2.14

Hallo zusammen,

viel ist passiert seit meinem letzten Bericht:

So startete am 19.2 ein weiterer "Great Walk", der Abel Tasman Coast Track, mit einer Traktorfahrt am Morgen bei Ebbe und bereits im Boot sitzend, welcher bis zum Pier gefahren hat.
Von dort ging es noch ca. 500 m ins Meer, bis wir endlich Wasser unter den Flossen hatten und endlich nordwärst fahren konnten, bis zum am weitesten entfernten Absetzpunkt Totaranui vorbei an interessanten Felsen, Pinguinen und Robbenkolonien.

Tja, die etwas andere "Bootsfahrt"

Tja, die etwas andere "Bootsfahrt"

Wo bitte gehts zum Meer ...?

Wo bitte gehts zum Meer ...?

Der gespaltene Stein - die dazugehörige Maori-Legende fällt mir nicht mehr ein

Der gespaltene Stein - die dazugehörige Maori-Legende fällt mir nicht mehr ein

Da liegen sie faul rum ...

Da liegen sie faul rum ...

Und auch Schildkröten gab es zu sehen, mit etwas Fantasie zumindest

Und auch Schildkröten gab es zu sehen, mit etwas Fantasie zumindest

Angekommen, machten wir uns ca. 8 km zum sog. Separation Point, dem nördlichsten Punkt des NP auf, um danach wieder das Ganze zurückzulaufen und dann weiter südlich nach Awaroa-Bay.
Dort kamen wir bei Ebbe an, was uns einen großen Umweg erspart hat, weil die Bucht bei Flut sonst umlaufen werden muss.
Naja, war ja auch bereits fast 20 Uhr und wir dementsprechend kaputt.
In der gebuchten Hütte mit 22 Schlafplätzen war diese Müdigkeit auch ganz gut, den dank fehlendem Strom und dadurch auch Licht war jeder eh bereits um 21:30 Uhr bei vollständiger Dunkelheit im Bett und ich auch komischerweise bald eingeschlafen, bevor es morgens wieder los ging.
Und noch ein paar Bilder von Tag 1 ...

Ja, es ging immer Auf und Ab, und zur Belohnung gab es super Ausblicke

Ja, es ging immer Auf und Ab, und zur Belohnung gab es super Ausblicke

Pinguine, die auch fliegen können ...

Pinguine, die auch fliegen können ...

Und immer wieder Strandspaziergänge ...

Und immer wieder Strandspaziergänge ...

Das lohnt jeden Aufstieg ....

Das lohnt jeden Aufstieg ....

So könnte auch eine Wattwanderung aussehen - und meine Schuhe sind trocken geblieben, auch wenn immer flussartige Ströme zu durchqueren waren ...

So könnte auch eine Wattwanderung aussehen - und meine Schuhe sind trocken geblieben, auch wenn immer flussartige Ströme zu durchqueren waren ...

Am zweiten Tag hatten wir wieder einen strammen 8 Stunden-Marsch vor uns, bis uns unser bestelltes Taxi in Anchorage am Nachmittag abholen sollte, da die letzten 12 km bis nach Marahau dann doch etwas zu viel des Guten gewesen wären (dann wären es an Tag 2 ca. 36 km geworden ...)
Nachdem Annett aufgrund nasser Socken und Blasen an den Füßen jedoch bereits am Vormittag ein rettendes Taxi genommen hat, hab ich mich "alleine" auf den Weg gemacht, mit den dutzenden anderen Läufern halt, die so ein toller Küstenwalk mit sich bringt.
Nachdem das Wetter gut mitgespielt hat, ein paar weitere Bilder zum neidisch werden

Am frühen Morgen noch neblig ...

Am frühen Morgen noch neblig ...

... dann aber bestes Wetter!

... dann aber bestes Wetter!

lange Hängebrücken, die Freunde eines jeden mit Höhenangst .... (aber es gab keinen anderen Weg drüber)

lange Hängebrücken, die Freunde eines jeden mit Höhenangst .... (aber es gab keinen anderen Weg drüber)

Wurde hier "The Beach" gedreht???

Wurde hier "The Beach" gedreht???

Oder hier?

Oder hier?

Am Abend gab es dann im einzigen Lokal vor Ort dafür eine super Meeresfrüchtepizza, die glatt unter die TOP 3 meiner bisherigen Pizzen kommt!

Und dann ging es früh am Morgen weiter, wir hatten nämlich geplant, die Westküste ( ein toller Küstenabschnitt, den die Australier wohl "Great Ocean Road" nennen würden ) in einem Stück abzufahren und bei den Gletschern zu übernachten.

Leider spielt hier an der Westküste oft das Wetter nicht so mit, ...

Leider spielt hier an der Westküste oft das Wetter nicht so mit, ...

..., drum nennen es die Kiwi`s auch einfach Westcoast und bewerben die anderen zahlreichen Sehenswürdigkeiten mehr

..., drum nennen es die Kiwi`s auch einfach Westcoast und bewerben die anderen zahlreichen Sehenswürdigkeiten mehr

Aber sehr schön war es trotzdem ...

Aber sehr schön war es trotzdem ...

Unterwegs haben wir noch einen Halt bei den sog. Pancake-Rocks gemacht, denen man unschwer ansieht, wieso sie so genannt werden.

Quasi ein Veggie-Pfannkuchen

Quasi ein Veggie-Pfannkuchen

Und nochmal Pfannkuchen ...

Und nochmal Pfannkuchen ...

Am Abend nach ca. 9 Stunden reine Fahrtzeit für ca. 530 gefahrenen km haben wir dann auch noch den Ort Franz Josef und damit den ersten Gletscher erreicht.

Wer sich jetzt über die wenigen Kilometer bei so langer Zeit wundert, dem sei gesagt, dass hier die sogenannten "Highways" bei uns Landstraßen heißen, die man sich natürlich noch mit Holzlastern, Wohnmobilen mit ängstlichen Festland-Europäern, die lieber rechts fahren würden und Maori-Staßenrowdys teilt
Und die Straßenführung erinnert auch eher an die Strecke Ettal - Garmisch, Kehren inklusive
Achja, Züge sind da auch noch unterwegs und teilen sich die zahlreich vorhandenen "Einspur-Brücken", die teilweise ein bis zwei Ausweichmöglichkeiten beinhalten, mit dem Gegenverkehr und einem selbst.

Und noch ein paar Worte zu der hiesigen Flora und Fauna:

Die Neuseeländer lieben ja ihre flugunfähigen Vögle und hassen das Possum, welches vor 200 Jahren von Australien eingeführt wude (warum auch immer) und sich hier aufgrund fehlender natürlicher Feinde wie Unkraut vermehrt.
Sie fressen nämlich die Bäume an, die dann absterben und jagen Kiwi`s und andere Tiere ...
Deshalb wird selbst der friedliebste Neuseeländer zum Killer, wenn er Nachts auf der Straße ein Possum entdeckt und gerne überfährt!
Zahlreiche Kadaver auf den Straßen zeugen von diesem Blutrausch ...
Und angeblich gibt es sogar 10 NZD, wer eine erschossene Possum-Leiche abgibt bei irgendeiner Behörde.
Ganz anders sind die Pflanzen. Die wachsen wie wild und wenn kein Platz mehr ist, setzen sich an den Baumstämmen noch Moos und andere Arten an, was bei uns aufgrund Lichtmangels oftmals absterben würde.
Und auch auf Steinen grünt es wie wild, als ob es keinen besseren Nährboden als Stein gibt

Urwald in NZ

Urwald in NZ

Zum Glück haben wir uns dann am Abend gleich noch zum Franz Josef Gletscher aufgemacht, um vom Aussichtspunkt noch ein paar Bilder zu schießen, da es dann nämlich prompt angefangen hat zu regnen und dies auch noch die ganze Nacht hindurch und bis wir morgens abgereist sind.
Also an mir lag es nicht, ich war im letzten Lebensjahr brav und habe mein lecker Surf & Turf auch brav aufgegessen

Die Gletscherzunge des Franz-Josef-Gletschers (etwas weit weg), benannt nach dem damaligen Kaiser Österreich-Ungarns (gerade noch, bevor der Regen kam)

Die Gletscherzunge des Franz-Josef-Gletschers (etwas weit weg), benannt nach dem damaligen Kaiser Österreich-Ungarns (gerade noch, bevor der Regen kam)

Und weil ich so brav aufgessen hab, ist es am Morgen auf dem Weg zum Fox-Gletscher auch wieder aufgezogen.
Und so hatten wir eine fast perfekt Sicht auf den Gletscher und die umliegenden Berge!

Lake Matheson, in dem sich die beiden höchsten Berge, Mount Cook und Mount Tasman, spiegeln (leider waren die schneebedeckten Spitzen noch hinter den Wolken)

Lake Matheson, in dem sich die beiden höchsten Berge, Mount Cook und Mount Tasman, spiegeln (leider waren die schneebedeckten Spitzen noch hinter den Wolken)

etwas frisch ist es jedoch auch im neuseeländischen Sommer immer, zumindest am Morgen

etwas frisch ist es jedoch auch im neuseeländischen Sommer immer, zumindest am Morgen

etwas dreckig, aber trotzdem beeindruckend - Fox Gletscher, benannt nach dem damaligen britischen Premierminister

etwas dreckig, aber trotzdem beeindruckend - Fox Gletscher, benannt nach dem damaligen britischen Premierminister

Da schmilzt er langsam ab ...

Da schmilzt er langsam ab ...

Für eine Gletschertour hat es zwar zeitlich nicht mehr gereicht, aber es war trotzdem einmal toll, so nah am Meer einen Gletscher zu sehen, der natürlich auch immer mehr zurückgeht ...

Und auf dem weiteren Weg nach Queenstown gab es weitere tolle Eindrücke, die diesen zwar langen Roadtrip, trotzdem unvergessen machen werden!

Lake Wanaka

Lake Wanaka

Lake Hawea

Lake Hawea

Lake Wakatipu, an dem auch Queenstown liegt

Lake Wakatipu, an dem auch Queenstown liegt

Lake Wakatipu am nächsten Morgen, von unserem Übernachtungsort Glenorchy/Kinloch aus

Lake Wakatipu am nächsten Morgen, von unserem Übernachtungsort Glenorchy/Kinloch aus

Nachdem wir aufgrund des Samstagsabends, trotz versuchter rechtzeitiger Vorbuchung, keinen Schlafplatz mehr gefunden haben, mussten wir noch ca. 60 km weiter nach Glenorchy/Kinloch fahren.
Zur Stärkung haben wir jedoch in Queenstown angehalten, da es eh bereits 19 Uhr war. Und da wir zufällig vor dem mehrfach empfohlenen Ferg-Burgerhaus einen Parkplatz ergattern konnten (ist so viel Glück wie Samstagabend, 23 uhr in der Maxstraße einen zu bekommen), ging es doch gleich mal da rein, um den wirklich fantastischen Burger zu probieren!

Ja, wir waren nicht die ersten ... Genauer gesagt, Nummer 103, wobei gerade 76 ausgerufen wurde! Naja, Fast-Food mal anders

Ja, wir waren nicht die ersten ... Genauer gesagt, Nummer 103, wobei gerade 76 ausgerufen wurde! Naja, Fast-Food mal anders

"Mr Big Stuff-Burger", das "dickste Ding" auf der Karte  Naja, nach über 300 gefahrenen Kilometern auch mehr als verdient ...

"Mr Big Stuff-Burger", das "dickste Ding" auf der Karte Naja, nach über 300 gefahrenen Kilometern auch mehr als verdient ...

Hier in Queenstown kann wohl so ziemlich jede Adrenalin-Sportart betrieben werden wie Skydiving, Bungee-Jumping usw., und daneben ist es auch eine nette Stadt für Kneipen, Souvenirs kaufen oder einfach nur, um die schöne See- und Berglandschaft zu genießen.

Und das haben wir getan, bevor es morgen zu den Fjorden weitergeht, angefangen mit dem Milford-Sound ...

Blick auf Queenstown

Blick auf Queenstown

alter Schaufelraddampfer, immer noch unterwegs, wobei es wohl für den Katalysator nicht mehr gereicht haben dürfte

alter Schaufelraddampfer, immer noch unterwegs, wobei es wohl für den Katalysator nicht mehr gereicht haben dürfte

Ja, hier lässt es sich leben ....

Ja, hier lässt es sich leben ....

© Marc G., 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Herzlich willkommen! Hier berichte ich über meine Erfahrungen und Erlebnisse auf meiner Reise nach Hong Kong, Neuseeland und Australien. Bald geht es los und ich freu mich schon :-) Viel Spaß damit und viele Grüße Marc
Details:
Aufbruch: 02.02.2014
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 23.05.2014
Reiseziele: Deutschland
Hongkong
Macau
Neuseeland
Australien
Der Autor
 
Marc G. berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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