Down Under März 2017

Reisezeit: Februar / März 2017  |  von Detlef S

Great Ocean Road (12.03.)

Unter Kennern gilt die Great Ocean Road als eine besondere, vielleicht sogar als eine der schönsten Routen der Welt. Sie verläuft an der Südküste Australiens zwischen Melbourne und Adelaide und bietet in nahezu jeder Kurve atemberaubende Aussichten.

Natürlich ist das keine Strecke für eine Tagestour. Wir mieten ein Auto und haben als Ziel "The Twelve Apostles". Das ist ca. ein Viertel der gesamten Strecke.

Asprospos Auto: Das Lenkrad rechts und Linksverkehr! Zur Erleichterung erhalten wir (ohne Nachfrage) einen Automatikwagen, merken aber, dass der Mensch ein wirkliches "Gewohnheitstier" ist. Das Gefährt hat natürlich die übliche Pkw-Breite, aber die Sicht-Abstände zum rechten und linken Kotflügel haben sich umgekehrt. Alles, was viele Jahre lang unbewusst und "normal" lief, muss jetzt bedacht und entsprechend angepasst umgesetzt werden. Na denn los. Svenja -zunächst als Beifahrerin- fällt von einer Ohnmacht in die andere, weil der von mir gefahrene Abstand nach links doch eher als "Festland-europäisch" einzustufen ist. Da muss auch der Gewöhnungsprozess noch ein wenig Fahrt aufnehmen... Besonders spannend ist die Umorientierung vor jedem der vielen Kreisverkehre. Aber mit der Zeit... und als Svenja dann das Steuer übernimmt...klappt es auf Anhieb - erkennbar besser als bei mir. Da sage einer noch mal was über die Jugend von heute!

Doch zurück zur Great Ocean Road. Während der offizielle Teil dieser Route eigentlich erst später beginnt, erfreuen wir uns an den vielen Kurven und den sich dahinter bietenden Aussichten. An einigen besonders schönen legen wir Fotostopps ein.

Dieser Teil der Route, auch als "Surf Coast" bekannt, zwischen Torquay und Lorne ist die perfekte Gegend für alle Surfer und solche, die es werden wollen.

Weiter westlich durchfahren wir den Great Otway National Park und schnuppern Luft, die von den Eukalyptus-Baum-Riesen veredelt wurde. Je nach Windrichtung mal intensiver, mal dezenter. Von Koalas leider keine Spur.

Dann, noch weiter westlich die Shipwreck Coast, die mit ihren gnadenlosen Strömungen mehr als 160 Schiffe verschlungen haben soll. Andererseits haben genau hier diese heftigen Strömungen und starke Winde zuklüftete Sandstein-Klippen und faszinierende Felsvormationen hervorgebracht, die einer kontinuierlichen Veränderung unterworfen sind.

Atemberaubend schön!

Von den sog. "Zwölf Aposteln", weltberühmte Sandsteinfelsen in der Brandung, haben bereits vier diese Bedingungen nicht überlebt. Die übrigen acht sind allerdings beeindruckend genug.

(Zur Fotoqualität: Der Aussichtspunkt befindet sich direkt an der Küste mitten in den Klippen. Das heißt, die eine Hälfte hat Sonne, die andere Gegenlicht. Nicht optimal, für Fotografen, die nur auf der Durchreise sind und nicht bis zum nächsten Sonnenaufgang warten können).

Fazit: Ein wunderschöner aber auch anstrengender Tag und Rückfahrt bei Dunkelheit nach Melbourne. Alles hat prima geklappt, auch der ungewohnte Linksverkehr... Bis auf eine kleine Panne: Beim Einparken vor einem überhohen Bordstein bin ich natürlich zu nahe dran und "verziere" völlig ungeplant die vordere linke Radkappe. Na denn Gute Nacht!

© Detlef S, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Tochter und Vater unterwegs auf dem fünften Kontinent - von Sidney über Melbourne, Brisbane, Tasmanien!
Details:
Aufbruch: 28.02.2017
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 31.03.2017
Reiseziele: Australien
Der Autor
 
Detlef S berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.