Down Under März 2017

Reisezeit: Februar / März 2017  |  von Detlef S

The Tasmanian Wilderness

Frühstück! Same procedere than yesterday - der morgendliche Blick aus dem Fenster: wir werden von einer lärmenden und kreischenden Horde Kakadus begrüßt. Na denn "Guten Appetit"! Ein fröhlicher Tagesbeginn!

Frühstück! Same procedere than yesterday - der morgendliche Blick aus dem Fenster: wir werden von einer lärmenden und kreischenden Horde Kakadus begrüßt. Na denn "Guten Appetit"! Ein fröhlicher Tagesbeginn!

Wir wohnen in der kleinen Ortschaft Maydena nahe dem gestern beschriebenen Nationalpark. Gute 70 km entfernt liegen (lt. Karte) große Seen, die wir heute besuchen wollen. Sandra empfiehlt einen kleinen Abstecher zum "Creepy Crawly Nature Trail", der sozusagen am Weg liegt. Dieser 20minütige Trail ist ein Holzsteg, den man wenige Meter von der Straße entfernt direkt in den (Ur-)Wald hineingebaut hat. Die Bilder sprechen für sich, die Stimmung ist entsprechend:

Geschafft! Die Spinnweben aus den Haaren, alles Getier entfernt und die Machete weggepackt - Quatsch, ein Scherz. Aber ein leichtes Urwald-feeling hatten wir schon und die Spinnweben waren echt...

So, jetzt aber zu den Seen. Die Straße ist gut ausgebaut und folgt einem zunächst breiten aber immer enger werdenden Tal. Eine sehr kurvenreiche Strecke, die auf- und abwärts mit zum Teil größeren Höhenunterschieden sozusagen ins Gebirge führt. Kurz: der Traum eines jeden Bikers. Und in der Tat - angesichts des sehr geringen Verkehrs treffen wir verhältnismäßig viele von ihnen.

Die uns begleitenden Hügel haben längst Bergen Platz gemacht, in deren Gipfelregionen kein Grün mehr zu sehen ist und unsere Straße windet sich in z. T. engen Kurven um diese herum oder führt uns über den einen oder anderen Pass. Eine spannende Tour.

Inzwischen hat sich ein alpines feeling eingestellt. Und dann der erste See. Der Lake Pedder. Erst mit gekräuselter Oberfläche, dann glatt, ein Spiegel.

Absolute Stille, weit und breit kein Mensch. Vereinzelt zwitschert ein Vogel, ein Windhauch, ein Plätschern am Ufer - aber überwiegend Stille. Stell dir vor: du hörst absolut "Nichts"! Und das in einer so grandiosen Landschaft.

Kein weiterer Kommentar, außer "Sehr empfehlenswert"!!!

Wir reißen uns los, um den Lake Pedder von einer anderen Position zu bewundern, und dann dem Lake Gordon -einem Stausee- die Ehre zu erweisen.

Der Damm ist für Besucher begehbar. Ein Blick in den Abgrund: 140 m (plus Augenhöhe)

:

Was wir nicht wussten: Die Straße von unserem B&B endet tatsächlich hier.

Der Bericht von heute auch. Aber einen kleinen Nachtrag zu gestern habe ich noch. Während ich die heutigen Bilder bewusst nicht kommentiert habe (ich denke, die sprechen für sich), wollte ich zu denen von gestern noch sagen, dass auf dem Weg zum Gipfel nicht nur die klassischen Vegetationszonen vom Hochwald bis zum Hochmoor zu sehen sind, sondern hier das Überleben der Pflanzen auch noch von den Kombinationen Kälte und Nässe sowie Hitze und Trockenheit abhängig ist. So gedeihen im Hochmoor über 20 niedrig wachsende Pflanzenarten während sich z.B. Bäume langfristig nicht halten können.

© Detlef S, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Tochter und Vater unterwegs auf dem fünften Kontinent - von Sidney über Melbourne, Brisbane, Tasmanien!
Details:
Aufbruch: 28.02.2017
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 31.03.2017
Reiseziele: Australien
Der Autor
 
Detlef S berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.